Flattrn

Nachtrag:
Mittlerweile hat sich das Flattr-Modell ja geändert, man muss u.a. keine Mindestsumme zur Verfügung stellen. An den generellen Einstellungen des Plugins ändert das natürlich nichts…

Wie ihr vielleicht schon gesehen habt, habe ich mich entschlossen, Flattr mit ins Blog einzubinden.

Ich finde das eine feine Sache. Sicherlich wird man damit nicht reich, aber in jedem Fall ist es eine nette Anerkennung für Dinge, die einem gefallen. Ich will und werde damit nicht meinen Server finanzieren können. Aber ich werde mich freuen, wenn jeden Monat ein paar Cent „Belohnung“ zusammen kommen, die mich sicher motivieren, noch mehr und (vielleicht noch wichtiger 😉 ) besser zu bloggen.

Die Mindestsumme, die man bei Flattr je Monat zur Verfügung stellen muss, beträgt 2,- Euro. Und ich nehme an, die meisten Nutzer haben auch nur diesen Betrag ausgewählt. Und wer bei Flattr kassieren will, der muss auch zahlen. Also idealerweise ist das alles nur ein Kreislauf. Der Reiz dabei: Der Betrag (also z.B. die 2,- Euro) werden jeden Monat durch die Anzahl eurer Flattr-Klicks geteilt. Macht ihr das also nur einmal, dann erhält derjenige 2 euro, macht ihr das zehn mal, dann erhält jeder nur 20 Cent. Und wenn man keinem seinen Flattr-Betrag zukommen lässt, dann wird das Geld für wohltätige Zwecke gespendet.

Und Ich bin schon häufiger auf Sachen gestossen, die ich gerne belohnt hätte, da ist Flattrn eine nette Geste. Und fair. Und es ist mir hundermal lieber, als wenn ein Betreiber mit Werbungsbanner, Popups etc. versucht, sein Webprojekt zu (re-)finanzieren. Am schlimmsten finde ich diese Dinger, die sich riesig von der Seite reinschieben und man dann erstmal den Close-Button finden muss, um das wieder loszuwerden. Bei ganz hinterfotzigen Dingern ist der rechte Button nicht der, der das Ding schliesst sondern die Seite im Hintergrund öffnet, obwohl ein X als Symbol dargestellt ist (was ja allgemeinhin mit „schliessen“ gedeutet wird).

Aber zurück zu Flattr. Die Anmeldung dort ist sehr einfach. Und wenn man „drin“ ist, dann wird man einzeln durch die notwendigen vier Schritte geführt, bis man alles vollständig eingerichtet hat. Leider bislang nur auf englisch, was vielleicht nicht jedermanns Sache ist. Da soll sich aber in Zukunft was ändern, habe ich gelesen. Einzahlen kann man bei Flattr neben Paypal u.a. auch mit Kreditkarte, was ich sehr gut finde (Meine Abneigung zu Paypal hatte ich noch nicht erwähnt, oder?)

Die Einrichtung des Plugins war nicht ganz so einfach, wie ich das gedacht hätte, ging letztendlich aber doch gut. Komischerweise konnte ich einige Dinge einfach nicht speichern. Ich will mal kurz erklären, wo bei mir der Haken war, vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen.

Nach der Installation und Aktivierung des Plugins (einfach Flattr suchen, das oberste ist wahrscheinlich das richtige) erscheint im Admin-Bereich von WordPress links unten das Flattr-Menü. Zunächst sollte man dort mit seinem Flattr-Account connecten. Das geht recht einfach und selbsterklärend. Dann auf dem nächsten Reiter „Post/Page Buttons“:

Hier gibt man an, welche Default-Kategorie (für Flattr) man möchte,  welche Sprache man nutzt. Ausserdem:

  • Insert button before the content: Soll der Button über den Text oder darunter? Angehakt erscheint er darüber.
  • Use the compact button: Es gibt zwei Grössen der Buttons, ich habe den kompakten gewählt.
  • Hide my posts from listings on flattr.com: Sollen die Beiträge bei Flattr.com versteckt werden? Nö, man will ja gelesen und belohnt werden 😉
  • Insert Flattr button into posts/pages automagically: Wenn angehakt, dann erscheint der Button eben immer bei jedem (alten und neuen) Beitrag. Scheint mir sinnvoll. Ist auch das einfachste, man muss nichts weiter machen, eben alles „automagisch“.

Nun kann man auf „Save Changes“ klicken und hat alle groben Einstellungen fertig. Leider war es bei mir eben so, dass nichts gespeichert wurde. Unter den „Advanced Settings“ fand ich dann einen gelb markierten Hinweis, dass mein Server „cURL“ nicht unterstütze und deswegen einige Optionen nicht verfügbar wären. Ich bezog das nur auf die Option zur Übertragung meiner Beiträge in Richtung Flattr. Aber es wird wohl generell benötigt. Da ich im Netz kaum Informationen dazu fand nehme ich an, dass die verbreiteten Hosting-Server dieses von Haus aus unterstützen. Mein Server aber nicht. Zum Glück habe ich Debian am laufen und dort reichte als Root die Eingabe „apt-get install php5-curl“. Nachdem er das durchgerödelt und beendet hatte muss ich mich nur erneut in mein Blog einloggen und auf einmal hatte ich viel mehr Optionen und der Warnhinweis war auch verschwunden.
Falls ihr das gleiche Problem habt, aber keinen Root-Zugriff auf den Server, dann könnt ihr versuchen, dass in der php.ini zu definieren: Einfach die Zeile „extension=php_curl.dll“ dort (ohne Anführungszeichen) einfügen. Falls diese Zeile schon vorhanden ist achtet darauf, das kein Semikolon (;) davor ist! Natürlich kann ich nicht garantieren, dass es funktioniert, aber ein Versuch ist es sicherlich wert. Kaputt gehen wird nichts.

So, und wenn ihr das jetzt hilfreich und gut fandet, dann dürft ihr nun Flattr testen 😀

Flattr this!