Retro Golf Tour

Stellt euch mal vor, an eurem Arbeitsplatz sitzt ihr in einem Team, welches natürlich auch telefonisch erreichbar sein muss. Zu den üblichen Nebenstellen, unter denen jeder Mitarbeiter im Team direkt erreichbar ist gibt es auch noch eine Durchwahl für das ganze Team. Diese kann man aber technisch nicht auf alle Apparate umstellen, also muss eine andere Lösung her: Diese Teamrufnummer wird auf ein Mobilfunktelefon weitergeleitet, so dass das eben nicht Ortsgebunden ist. An solch ein Mobiltelefon wären natürlich keine hohen Ansprüche gestellt, man müsste halt damit telefonieren können und der Akku sollte recht lange halten. Robust darf es auch sein. Ein Nokia 6500c wäre solch ein Gerät, das man auch noch aus irgend nem alten Pool verfügbar hätte. Und so ein Gerät ist in der heutigen Welt der Smartphones und Tablets ja quasi Retro pur. Klickt man sich mal mühsam durchs Menü, dann fühlt man sich gleich Jahre zurückversetzt. Ein reflexartiger Fingertipp aufs Display, um irgendwas zu öffnen, wäre ohne Folgen. Vielleicht findet man sogar noch irgendwelche antiquierten Java-Spiele, die einem hochpixelig auf einem Minibildschirm vergnügte Abwechselung versprechen wollen. Hier könnte es sich sogar um das so genannte Spiel „Golf Tour“ handeln, bei welchem sogar bis zu vier Spieler gegeneinander virtuelle Löcher auf einem virtuellen Golfplatz spielen müssen. Was wäre das für ein Spass, wenn man zwischendurch, zur Abwechslung von der harten und komplexen Alltagsarbeit, dann und wann einen Schlag machen könnte, das Gerät nach und nach reihum reicht und immer versucht, einen Schlag besser als die anderen zu sein. Man würde mit der Zeit herausfinden, was die Symbole auf dem Display aussagen, wie man die Schläge am besten plaziert, wie der Wind einzurechnen ist, man achtet mehr auf Bäume, Wasser und Bunker in der Gegend, die schlagvergeudende Hindernisse bedeuten können, was sehr sehr ärgerlich wäre, und man freut sich über einen komplizierten Putt, den man einlochen konnte.

Sowas könnte natürlich ausarten und mit viel spielerischem Ehrgeiz so wie sportlichem Kampfgeist könnte man hier mehr Zeit drauf verwenden, als der eigene Arbeitsvorrat zulässt. Deswegen macht man dergleichen ja auch nicht, konzentriert sich stets auf die wichtigen Aufgaben in seinem Arbeitsumfeld und diese Geschichte kann einfach nur hypothetisch sein.

Hier mal ein von mir in meiner Freizeit konstruiertes Bild, wie das Spiel auf einem dieser älteren Displays aussehen könnte:

Flattr this!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.