Schrotthandelnde Häuptlings-Pioniere

Von Hochstaplern hört man ja immer wieder mal Geschichten. Viele kennen sicherlich „Catch me if you can“ oder auch Felix Krull, der sogar mindestens zweimal verfilmt wurde (einmal damals mit Horst Buchholz, immer noch voll cool). Aber auch ausserhalb von Verfilmungen gibt es doch einige schier unfassbare Begebenheiten von und mit Leuten, von denen ich zumindest bisher nichts gehört hatte. Drei dieser Hochstapler will ich hier mal präsentieren, die mir hier und da bei diversen Recherchen über den Weg gelaufen sind.

Vermutlich hat noch keiner von Gustav Weißkopf gehört? Der Wikipedia-Artikel hat mich während des Lesens mehrmals in Erstaunen versetzt. Der Herr Weißkopf ist ein Flugpionier, der nach eigener Aussage lange vor allen anderen den kontrollierten motorbetriebenen Flug mittels selbst gebautem Flugzeug und sogar eines eigens entwickelten 40PS-Motors (im Jahr 1902!) geschafft hat. Leider gibt es weder Zeugen noch belastbare Fotos o.ä. von seinen Leistungen… von technischen Unstimmigkeiten oder Wiederholungen der Flüge vor Presse-Mitarbeitern ganz zu schweigen.
Da ist der Indianer-Häuptling eines unbekannten Volkes in Brasilien, Tatunca Nara, schon cooler. Ich stolperte über diesen, weil Rüdiger Nehberg schon Kontakt mit ihm hatte und ich für die Blackout-Artikel einiges zu Nehberg nachlesen wollte, was nicht in meinen Büchern steht. Nehbergs Aussagen haben mich dann echt neugierig gemacht 😉 der entsprechende WP-Artikel verschlug mir dann fast die Sprache ob der Unglaublichkeiten, die sich auftürmten.

Apropos türmen: Dass der Eiffelturm schon mal verkauft wurde, das wisst ihr? Na, dann kennt ihr ja Victor Lustig, der 1925 den kompletten Eiffelturm an einen Schrotthändler verkaufte. Dieser Victor war so unglaublich dreist, der konnte sogar eine „Gelddruckmaschine“ an einen Sheriff verkaufen. Die Geschichte von dem Verkauf des Turms wurde sogar schon verfilmt, 1970 mit Dietmar Schönherr.

Ich finde das einerseits unglaublich, wenn irgendwelche Leute so was versuchen und andererseits macht das das ganze Leben doch etwas interessanter. Denn theoretisch könnte dergleichen ja jeder von uns machen und das ist irgendwie sympatisch 😉

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