Ums Geld

Immer wieder dreht sich alles im Leben ums Geld. Was isst man morgen zum Mittag? Was den nächsten Tag, besser Abends? Ist das Auto betankt? Brauchen wir nicht neue Winterjacken? Tapeten? Teppiche? Was ist mit Winterreifen, und überhaupt, mal ein neues Auto? Warum können die denn einen Urlaub im Mittelmeer planen, die hams ja wohl? Was, schon wieder in Dänemark? Ein neuer Mac, was kostet der denn? Mein iPhone ist so langsam, was kann man denn neues kaufen? Schuhe?

Alles Fragen, die man mir besser nicht stellt. Mir ist das so Scheiss egal, das glaubt ihr gar nicht. Klar braucht man Geld, es stellt ja das aktuelle Tauschmittel für alles dar. Aber ich will nur satt und warm dasitzen und Dinge machen, zu denen ich Lust habe. Schreiben zum Beispiel. Deswegen schreibe ich das hier ja auch. Mir ist das echt Rottenegal, was andere für Autos haben, wie viele davon und warum. Ich denke mir dann nur: Wenn ich die Knete über hätte, würde ich davon keine Autos kaufen. Ich wiederhole: Klar braucht man Geld. Ich rauche, ich trinke gern und ohne die wichtigen Gegenden vom Internet würde ich auch ungern sein wollen. Und ich kaufe mir aktuell mehr Bücher, als ich lesen kann. Aber die laufen ja nicht weg, Literatur ist geduldig. Und aber Wohnen an sich kann man auch nicht ohne Geld. Ob Miete oder Abtrag, die Obhut will bezahlt werden. Da helfen auch keine Ausflüchte in Campingplätze oder Schrebergärten. Wobei letztere ja mal überhaupt nicht offiziell als dauerhaft wohnbarer Bereich zugelassen sind (Mir würde es aber reichen). Aber egal, wie und wo man wohnt: Im Winter muss man immer heizen, wenn man nicht in südliche Gefilde ausweicht. Heizen heisst Brennstoff, und den muss man besorgen oder bezahlen. Mit Geld. OK, ich will nicht heizen, Winter ist doof und ich ziehe in den Süden? Dann muss ich vermutlich darauf achten, immer genug Wasser zu haben. Vermutlich wird es genauso wenig regnen wie es Quellen in meiner Nähe gibt, also muss ich das Wasser kaufen. Mit Geld. Nun doch besser mehr nördlich leben wollen? Regen fangen, Holz hacken, glücklich sein? Nee. Tatsache ist: Man wird keinen Breitengrad finden, wo man nicht Geld braucht, um weiter zu kommen. Und geht nicht davon aus, dass ihr eure Arbeitskraft als Gegenwert für Geld oder Wasser an den Mann kriegen könnt!

Aber darum ging es mir eigentlich auch gar nicht, eher lautet die Frage: Wie wenig Geld reicht mir, um gut zu Leben? Viele werden spontan die Frage umformulieren: Wie viel Geld brauche ich für ein schönes Leben? Doch das ist genau der Grund, warum ich mich berufen fühlte, das hier nieder zu schreiben. Mir fällt es nur schwer, meine Gedanken zum Thema in sinnvolle Sätze zu packen.

Immer wieder kommt mir in den Sinn: Es geht doch nur ums Geld. Warum rebellieren ganze Völker gegen ihr Land? Warum reden Politiker so viel und warum wird darüber berichtet? Warum gibt es so viele Automarken, Cola-Marken, Zigaretten? Warum wird ein Fussballtrainer gefeuert? Warum gibt es Versicherungen und warum werden die (scheinbar) beschissen? Warum streiten junge Liebespaare?

Ums Geld.

Meiner Meinung nach muss das alles nicht sein, aber da bin ich wohl allein mit der Meinung und die ist ja auch ein wenig unbequem. Ich habe das hier gerade so niedergeschrieben, wie es mir durch den Kopf ging und ich habe da noch einige Gedanken mehr zu. Das sollte aber besser sortiert und formuliert sein. Es kann also sein, dass dieser Beitrag hier sich mit der Zeit verändert 😉

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