Eselsbrücken

Viele Leute haben ja Probleme, sich Nummernfolgen zu merken, die spontan benötigt werden. Neulich am (durch ein Codeschloß gesicherten) Steg konnte ich folgendes aufschnappen, als ein junger Mann seinem schon älteren Vater den aktuellen Code (7641*) mitteilte:
„Sieben Urenkel, sechs Enkel, vier Kinder und eine Frau.“ Das ist durchaus eine Möglichkeit, wenn man denn die Zuordnungen der Ziffern nicht durcheinander wirft… aber wer hat schon vier Frauen 🙂

Ich selbst habe keinerlei Probleme, mir solche Ziffernfolgen über einen längeren Zeitraum zu merken, vergesse das aber sofort, wenn es nicht mehr benötigt wird. Hier in Elsfleth z.B. Ist der Code ganz ähnlich wie 4711, nur fast ganz anders. Das reicht mir schon: Den richtigen Code vergesse ich nicht. Das liegt vermutlich daran, dass ich keine Angst vor Zahlen habe sondern im Gegenteil gern damit „spiele“, im Kopf rechne, zerlege usw. Vielen Menschen geht das ja anders, und erst neulich hörte ich von einem jungen Mädchen, dem ich etwas Navigation beibringen wollte/sollte sofort, als es nur daran ging, eine gesegelte Distanz zu berechnen: „Bruchrechnen kann ich nicht!“ Punkt, aus, das wars. Da wurde gar nicht versucht, mal mit den Zahlen zu arbeiten sondern gleich abgeblockt und Ausreden präsentiert. Dann kann man sich natürlich auch schlecht Ziffernfolgen merken. Und deswegen wurden wohl Eselsbrücken erfunden?!

Mein Tipp: Einfach mal ganz ungehemmt mit den Zahlen umgehen, dann klappt das auch sicher. Mehrstellige Folgen kann man ja auch zerlegen. Vier sieben eins eins ist ziemlich lang, aber 47 und elf sind eben nur zwei Zahlen, die man sich merken muss. Und wenn man diese Zahlen noch mit irgendwas bekanntem verknüpft, dann macht es doch schon richtig Spaß: Hausnummern, Geburtstage, IQ, Schuhgrößen sind alles Zahlen, die wir eh im Kopf haben, also muss man sie nur noch entsprechend zuordnen. 4711 könnte also Schuhgröße und Fußball symbolisieren, oder Geburtsjahr der Oma und die Anzahl der Biere gestern abend oder man denkt an Kölnisch Wasser und irgendwann ist man soweit, dass man bemerkt, dass es sich um zwei Primzahlen handelt und damit das „merken“ noch einfacher wird 🙂

In diesem Sinne: Wenn ihr das drauf habt, dann seid ihr 1337

(*Nummer durch Redaktion geändert)

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