Biermühle

Heute habe ich wieder mal nachgedacht. Und was kam dabei raus? Biermühle! Alles, was man braucht, sind eine Kiste Bier und mindestens noch einen Freund.

Ziel des Spiels ist es, möglichst oft die Kombination von drei leeren Flaschen in einer Reihe zu bekommen, sowohl waagerecht, senkrecht als auch diagonal. Zum Zählen dienen die Kronenkorken, die bei Nichtgebrauch irgendwo gesammelt werden (Fussboden, Aschenbecher, etc.) und bei Erfolg wird sich einer in eine zuvor leere (Hemd- oder Hosen-)Tasche gesteckt. Dran ist der, der möchte bzw. Durst hat, aber jeder nur eine Flasche zur Zeit. Ist die Flasche leer, so wird sie in eine freie Lücke in der Kiste gesteckt. Durch Taktik muss man sowohl beim Nehmen einer neuen Flasche als auch beim Stecken einer Leeren die Lage so wählen, das möglichst der andere nicht die Chance bekommt, drei in eine Reihe zu bekommen als auch man selber so bald wie möglich. Auch mehrere Biermühlen auf einen Schlag sind möglich, aber man kann nicht mehr Punkte bekommen, wie Kronenkorken vorhanden sind ( sollten noch weitere Korken vorhanden sein, so kann man diese Regel aufweichen). Ist die Kiste leer, wird abgerechnet: Der mit den meisten Korken gewinnt. Das muss nicht der sein, der am meisten getrunken hat!

Spezielle Regeln:

  • Sollten zwei gleichzeitig die Flasche leeren, so darf der als erster stecken, der deutlich „Ich habe Durst, mein Freund“ sagen kann (oder will).
  • Pausen werden vorher geklärt: Entweder jeder wie er will, oder nach jeweils viertel, drittel oder halber Kiste.
  • Für mehrere Spieler kann man Kisten nebeneinander stellen und so das Spielfeld vergrössern (macht die Sache aber nicht einfacher).

Zum üben kann ja jeder mal oben auf dem Bild schauen, wie viel Biermühlen schon vorhanden sind und mit welchem der drei noch freien Steckplätze man die meisten und wenigsten Mühlen auf einen Schlag machen kann 😉

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Alles Zufall 5

(Die älteren Teile findet man hier: 1 2 3 4 )

Alles Zufall

5.

„Dann muss ich dir ja doch böse sein,“ sagte Brad mit einem Grinsen im Gesicht, nachdem ich ihm meine Begegnung mit dem Ausschuß berichtet hatte. „Aber ich komme auch noch dahin, warte es nur ab.“
Wir beide saßen auf der Bettkante. Zwischen unseren Beinen spuckte Brad`s letztes Geburtstagsgeschenk von seinem Onkel nach einem speziellen Random-Programm regelmässig die absolut unglaublichsten Drinks aus. Sein Onkel war als zweiter Chef-Ingenieur in der Abteilung tätig, die unter anderem Replikatoren bauten und weiterentwickelten. Dieser Mini-Replikator war einer von wenigen Prototypen aus einer kleinen Versuchsreihe. Sie wurde zunächst wieder eingestellt, weil die Energie-Anforderungen für ein Gerät solcher Größe bedeutend zu hoch waren.
Wir lösten das Energie-Problem, indem wir das Labor anzapften, in welchem die Schüler im Umgang mit der Kraftfeld-Technik ausgebildet wurden. Da es hier regelmässig aufgrund von unsachgemässen Handlungen zu enormen Energie-Verschwendungen kam, fiel es nicht weiter auf, dass wir die Energie-Speicher der Mini-Bar mehrmals wöchentlich aufluden.
Ich nahm mir das nächste Glas unter der Ausgabe-Glocke und grübelte kurz, auf welchem Planeten die Farben dieses Drinks wohl normal waren.“Du hast doch sicher schon einen Plan, richtig?“ So froh ich war, dass der nächste Schritt für mich offenbar in die richtige Richtung ging, so bedauerlich fand ich, dass Brad mich nicht einfach begleiten konnte.
Er betrachtete die Situation ganz sachlich: „Naja, erst muss ich mal mein Problem lösen, das dich so weit nach vorn gebracht hat.“
Mir ging wieder unser kleiner Ausflug durch den Kopf, der Auslöser dafür war, dass Brad nicht wie schon festgelegt an dem Adjudanten-Projekt teilnehmen konnte:
Brad hatte diesen Ausflug geplant, weil er seine Auswahl zum Starfleet-Kuven angemessen feiern wollte. Eigentlich war nichts überraschendes an dieser Wahl. Stammt er doch aus einer einflußreichen Familie, die ihm mehr Türen öffnet, als anderen lieb sein kann. Und ganz nebenbei hat Brad Eigenschaften, die es den Führungsoffizieren leicht machten, dem sanften Druck der Familien-Einflüsse nachzugeben: Er ist intelligent, einfallsreich, spontan und so weiter; eben alle Attribute, die auf einen Helden passen würden. Seltsamerweise ist er trotz seiner äusserst schlechten Sport-Leistungen ein guter Kämpfer. Er gibt niemals auf und findet fast immer den schwachen Punkt seines Gegners.
Ich hatte ihn mal gefragt, wie das kommt, und er antwortete: „Ich stamme aus einer alten Familie.“
Das sagt er zwar immer, wenn man ihn auf sich selbst anspricht, aber dieses mal sagte er noch mehr: „Der Stammbaum unserer Familie enthält mehr als zwei Dutzend Völker. Ich persönlich entstamme einer Verkettung von acht Völkern. Exakt zur Hälfte bin ich menschlich, da alle Väter immer alle menschlichen Eigenschaften hatten. Meine Ahnen der menschlichen Seite gehörten zu den Mongolen. Meine Vorfahren der Nicht-Irdischen waren allesamt Handelsvölker. Und wer einmal miterlebt hat, wie es auf den Handelsmärkten jenseits der früheren Förderationsgrenzen zugeht[1], weiss, wie Kriege gewonnen werden.“
Nachdem ich das verarbeitet hatte, nahm ich mir vor, nie wieder eine Partie G-nopoly[2] mit ihm zu spielen.
Unser Ausflug vor ca. acht Wochen war wirklich beeindruckend für mich. Hatte ich doch nie die Möglichkeit in Augenschein genommen, mit meinen mühsam verdienten Credits etwas zu veranstalten, was mein Konto bei der enorm respektierten Fereng-Bank derart belasten würde. Brad plante, seine Feier in einer Bar durchzuführen, von der ich früher annahm, dass diese nur der Fantasie einiger angeberischer Weltraumhalunken entsprang.
Im Nachhinein stellte sich raus, dass Brad sämtliche Buchungen aus dem Lokal umgeleitet hatte, zu Lasten des Fonds für „Handelsunfähige Ferenghi in Kaufkraftschwachen Gebieten“ oder so ähnlich. Wie er sagte ein Paradoxon, welches mit seinen eigenen Waffen geschlagen werde müsste.

(Fortsetzung)

[1]vgl. „SSV – Sommerschlußverkauf: Wer überlebt, wird reich“ISBN xxxxx-xxxxxx, ausverkaufte Ausgabe
[2]Eine sich seit 100 Jahren durchgesetzte Variante der veralteten Mo- und Binopoly mit drei Ebenen und echten Credits.

Teil 6

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iPhone 3GS mit FW 4.2.1 unlock

Nachtrag vorweg:
Seit einiger Zeit kann man einen Downgrade durchführen, so dass man wieder die iPhone-Firmware drauf hat. Unlock sollte beim 3GS ja kein Thema mehr sein.

Da mich einige Anfragen erreichten, wie ich denn nun den Unlock von meinem iPhone 3GS mit der Firmware 4.2.1 hin bekommen habe, schreibe ich mal einen kleinen Artikel dazu. „Unlock“ bedeutet, den vorgegebenen SIM-Lock des Providers zu umgehen, d.h. man kann das iPhone dann auch mit anderen Mobilfunkprovidern betreiben. Hier erfahrt ihr mehr über den Jailbreak, der euch zum erfolgreichen Unlock führt.

Ich habe übrigens keine Bedenken, diesen SIM-Lock zu umgehen, denn dieser gilt ja für die ersten 24 Monate und genau für diesen Zeitraum existiert ja auch ein Vertrag, der monatlich bezahlt wird. Der Provider profitiert also sogar davon, da man ja Leistungen bezahlt, die man wahrscheinlich nicht mehr wahrnimmt, da – aus welchen Gründen auch immer – eine andere SIM-Karte verwendet werden soll (Wenn der Provider davon ausgeht, dass man den Vertrag doch auch über die zwei Jahre hinaus nutzt und nicht kündigt und fein weiter zahlt, dann ist das sein Problem. Ich will das aber nicht schlecht reden, das kann ruhig jeder machen, ist ja auch mit angenehmen Vorteilen verbunden!). Ich habe dieses iPhone gebraucht erworben und keinen bindenden Vertrag für dieses Gerät. Es ist mein Eigentum: Ich kann es auch mit der Kreissäge zerteilen, wenn ich Lust habe. Jailbreak ist halt was für Frickler und bei T-Mobile könnte man nach Ende der Laufzeit bequem den Simlock entfernen lassen.

Problematisch ist bei dieser Konstellation, dass mit einem der letzten Updates wahrscheinlich die Modem-Firmware auf Version 05.15.04 gesetzt wurde. Und bei dieser Version ist (aus welchen Gründen auch immer) kein Unlock möglich. Auslesen kann man dieses unter Einstellungen -> Allgemein -> Info ganz weit unten. Solltet ihr also die genannte Baseband-Version 05.15.04 auf eurem iPhone haben, dann ist ein Trick nötig.

Das Dev-Team sagt dazu:
It turns out that the very first iPad firmware 3.2.2 has baseband version 06.15.00 still vulnerable to AT+XAPP. The iPad baseband is built for the exact same baseband chip as the iPhone3G/3GS — they’re fully compatible!

Es wird hier also die Baseband-Version aus der ersten iPad-Firmware verwendet, die voll kompatibel (zum Baseband-Chip) sein soll.

Im Blog-Eintrag des Dev-Teams stehen aber auch einige Warnungen und Hinweise, die ich aufmerksam durchgelesen habe. Es sei erwähnt, dass bei allen Anleitungen zum Thema im Netz deutliche Warnhinweise stehen. Nehmt diese bitte wahr! Wenns am Ende schiefgehen sollte, dann könnt ihr keinem die Schuld geben, seid euch dessen bewusst. Wenn man es so macht wie ich und sagt „pfeif drauf„, dann kanns losgehen (bei mir bleibt dieser Jailbreak auch nach einem Geräte-Neustart erhalten, also sog. „untethered„). Und ich möchte hervorheben, dass die Ortungsdienste – also GPS – nach wie vor bei mir funktionieren. Eigentlich hat mir das 3G immer gereicht, aber ich finde den Kompass einfach toll und die Kamera, die ich oft benutze, darf gerne bessere Bilder machen. Also musste ein 3GS her. Und da dieses noch einen Simlock hatte, musste/wollte ich das halt umgehen, da ich nicht warten wollte.

Zehn mutige Schritte!
Im Grunde kann man dieser Anleitung einfach folgen (gilt für Windows und OSX), ich fasse die Schritte noch mal zusammen:

  1. Ladet euch die notwendigen Dateien (das aktuelle redsn0w und die 4.2.1-Firmware)
  2. Schliesst euer iPhone 3GS per USB an den Rechner und schaltet es AUS
  3. Startet redsn0w
  4. Wählt den Pfad zur runtergeladenen 4.2.1-Firmwaredatei („Browse„)
  5. Stellt fest, ob ihr ein altes oder neues Bootrom habt,  Yes oder No (anhand der serial number hinten auf dem iPhone)
  6. Anhaken: (x) Install Cydia und (x) Install IPad Baseband
  7. Warnhinweis bestätigen (oder Muffe kriegen und hier abbrechen)
  8. Folgt den Anweisungen in Redsn0w, um das iPhone in den DFU-Mode zu versetzen
    (wahrscheinlich klappt das erstmal nicht, einfach <Back und noch mal versuchen)
  9. Wenn es geklappt hat, dann fängt redsn0w von selbst an und man muss einfach nur abwarten
  10. Wenn redsn0w fertig ist, dann rödelt das iPhone noch einige Zeit rum, nicht unterbrechen!

Wenn das iPhone neu gestartet ist, dann könnt ihr nachschauen, ob ihr nun die Modem-Firmware 06.15 habt (siehe oben). Hat alles hingehauen, dann könnt ihr die eigentlichen Schritte für einen Unlock durchführen, die ich hier nicht näher beschreiben werde.

Und weil ihr vermutlich die Warnhinweise doch nicht komplett gelesen habt schreibe ich noch mal was dazu:

  • Diese Anleitung gilt nur für die oben erwähnte Konstellation (3GS/4.2.1./05.15.04)!
  • Führt diese Schritte nicht aus, wenn ihr nicht unbedingt müsst!
  • Wenn man auf das Baseband 06.15.00 wechselt gibt es (aktuell) keinen Weg zurück! Man kann nicht mehr  auf originale Software zurück wechseln!
  • Es ist keine Wiederherstellung über iTunes mehr möglich, die die Software zurücksetzen würde!
  • Führt diese Schritte nicht aus, wenn ihr nicht unbedingt müsst!
  • Vermutlich kann man auch den offiziellen Simlock danach nicht mehr verwenden!
  • Es wurde berichtet, dass bei einigen 3GS-Nutzern danach das GPS nicht mehr fehlerfrei funktionierte (bei mir kein Problem)
  • Führt diese Schritte nicht aus, wenn ihr nicht unbedingt müsst!
  • Wenn das geklappt hat, empfehle ich, nie wieder was an der Firmware etc. dieses iPhones zu ändern!
  • Oder wie das Dev-Team schreibt:
    Only do this if you need the unlock and you’re stuck on 05.14 or 05.15, and you’re willing to assume the above risks!

Und macht keinen Blödsinn damit!

Ich persönlich gehe übrigens davon aus, dass man diesen Schritt irgendwann doch rückgängig machen kann oder umgehen oder wie auch immer… Geohot und die anderen schlauen Leute können einen ja immer wieder überraschen (siehe nur Android auf dem iPhone). Wenn nicht: Mein 3GS kann ruhig mit 4.2.1 alt werden, der nächste logische Schritt wäre sowieso der Wechsel auf ein neueres iPhone-Modell.

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iPhone: Ihre Nachricht wurde nicht gesendet

iOS 4.2.1 auf iphone  3GS(Hinweis: Ein hilfreicher Lösungsweg für das im Titel genannte Problem findet sich ganz unten)
Da dachte ich, ich gönne mir mal ein neues iPhone. Naja, kein ganz neues, aber ein 3GS statt eines 3G. Hat auch alles soweit geklappt. Da ich eine SIM-Karte von Klarmobil hatte, das neue iPhone aber noch einen SIM-Lock von T-Mobile, musste ich mehr oder weniger aufwändig einen Unlock herbeiführen. War etwas kniffelig, da ich hier ein Baseband aufspielen musste, welches eigentlich aus dem iPad kommt. Egal, hat gut funktioniert. Ich bin ja fit in sowas.

Meine Frau nutzte bisher ein noch älteres iPhone, das 2G, also die erste Generation. Eigentlich ausreichend, aber man kann sich ja mal verbessern, für lau. Zumal sie eine SIM von T-Mobile nutzt, macht die Sache ja noch einfacher. Dachte ich. Ich also die SIM aus dem 2G raus und in das 3G rein. Da sie nur einen so genannten „Xtra“-Tarif hat, habe ich noch einen Fake-APN eingestellt, damit das gute Stück nicht das ganze Guthaben für Online-Verbindungen verschleudert. Ist ja nicht ganz billig bei diesem PrePaid-Tarif.

Einen Fake APN stellt man im iPhone ganz einfach ein, in dem man auf dem Gerät in Safari die Adresse http:// unlockit. co.nz (ohne Leerzeichen) eingibt und aufruft und die gewünschte Einstellung auswählt. Danach wird ein neues Profil im Gerät eingerichtet, welches eben diesen APN enthält. Ist ganz einfach und kann jederzeit rückgängig gemacht werden. Bei neueren OS-Versionen kann man auch einfach „Mobile Daten“ in den Einstellungen deaktivieren. Der Fake APN ist mir aber lieber, weil man (meine Frau) den nicht „aus Versehen“ ändern kann.

So kann sie „nur“ per WLAN online gehen, ging beim iPhone 2G auch wunderbar. Man kann zwar das iPhone dann nicht allumfänglich nutzen, aber meiner Frau hat das so immer gereicht. Der grosse Vorteil für uns beiden ist: Wir hatten immer unsere Termine über den gemeinsamen Kalender synchron und die Kontakte haben wir auch beide gepflegt. Super Sache!

Nun hatte ich also beide iPhones wieder fertig und war stolz auf mich, dass ich das so hingekriegt habe. Am nächsten Tag meldet sich meine Frau bei mir: „Ich kann keine SMS mehr versenden! Mach was!“ Ich war ganz verdutzt und fragte erstmal nach, wie was wo denn gewesen sei. Sie konnte schon SMS versenden, aber irgendwann am Vormittag bekam sie eine Nachricht von T-Mobile, dass sie nun wunderbar MMS versenden könne und das ist ja sicher so toll dass sie das sofort will und wenn hier da der Link verwendet wird, dann werden die relevanten Einstellungen vorgenommen. Das hat sie dann auch gemacht, auch wenn sie mit MMS nix am Hut hat (ein Glück, ich find das auch völlig unnötig und doof). Und aber ab genau dann konnte sie keine SMS mehr versenden. Schreiben ging noch, aber beim Versenden ging der obere Balken (der zeigt den Versende-Status an) nur bis kurz vors Ende, verharrte und dann war ein rotes Minus-Zeichen vor der Nachricht. Tappst man da drauf, dann kommt der Hinweis: „Ihre Nachricht konnte nicht versendet werden, zum erneuten Versenden drücken Sie bitte Wiederholen“ oder so ähnlich. Ging aber nicht. Ums verrecken nicht.

Ich habe dann gleich mal Internet angeschmissen und auch einige Andere gefunden, die das gleiche Problem hatten. Aber leider gab es offenbar keine eindeutige Lösung. Mal sollte man unter Einstellungen -> Allgemein -> Zurücksetzen die Netzwerkeinstellungen auf Werkseinstellungen zurücksetzen, mal die Nummer der Kurznachrichtenzentrale (SMSC) neu setzen, durch die Eingabe von *5005*7672*+491710760000# (für T-Mobile) und das Gerät neu starten. Andere sagten, man müsse das iPhone in iTunes „wiederherstellen“ usw. usf.

Es war ein geliebtes und gepflegtes iPhone 3G mit der letzten dafür idealen Firmware 3.1.3, gepflegtem Jailbreak, gutem alten Baseband und cremigem Unlock. Nach meinen Versuchen, Wiederherstellungen etc. war es ein gehasstes 3G mit lahmer 4.2.1-Firmware ohne sinnvollen Mehrwert, nagelneuem (fast) unhackbaren 05.15.04- Baseband und so „sauber“, wie Apple sich das wünscht (Ich will auch nicht verschweigen, dass ich, als „damals“ das iOS 4.0 rauskam, auch gleich ein Update auf dem 3G durchgeführt hatte, weil die Neuerungen so verlockend erschienen. Aber nach ernüchternden Experimenten habe ich seinerzeit in einer nächtlichen Sitzung das 4er OS wieder runterbekommen und das tolle 3.1.3 wieder drauf bekommen. Puh, war das ne Arbeit.).

Nun ist wieder das neuste iOS drauf. Aber SMS konnte man nun immer noch nicht versenden. Und ich dachte, ich wäre fit in sowas.

Bei T-Mobile anrufen konnte ich mir aus beruflichen Gründen sparen und meine Frau drohte schon, in einen T-Punkt zu gehen. „Die müssen das ja klären, die sind doch schuld!“ Ich konnte sie davon überzeugen, dass die Leute da vorrangig Vertriebsmitarbeiter waren und wenn überhaupt nur nebensächlich Techniker und sie wahrscheinlich mit einem neuen iPhone 4-Vertrag den Laden wieder verlassen würde. Die Idee gefiel ihr sogar, bis ich sie auf die (Un-)Kosten hinwies.

Und heute, nach eineinhalb Tagen wilder Suche und Tüftelei, tauschten meine Frau und ich uns wieder aus und ich sagte „teste mal noch dies und dann das und warte mal, ich hab da was“ und während sie wartete war ich auf der Suche nach neusten Erkenntnissen und auf einmal sagt sie: „Hö, warum hab ich denn Null Euro Guthaben?“ Ich sagte: „Bitte was, Schatz?

Schweigend (aber leise murmelnd) loggte ich mich in mein Online-Banking ein, schob 15 Tacken auf ihre Handy-Nummer und hörte sie bald sagen: „Oh supi, jetzt gehts auf einmal!

Wir haben uns geschworen, das nie keinem zu erzählen, das ist einfach zu doof. Also, Leute: Nicht weiter sagen!

TIPP: Da mir bei der Suche nach diesem Fehler im Netz aufgefallen ist, dass viele mit diesem Problem Simyo, blau, Vodafone, Lidl und sonstige Mobil-Provider haben: Checkt erst euer Guthaben, bevor ihr wahllos Einstellungen etc. verändert 😉

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Alles Zufall 4

(Die älteren Teile findet man hier: 1 2 3 )

Alles Zufall

4.

„Kadett, folgende Sachlage:“
Die kurzen Sätze von MPacho. Unter den Kadetten ist klar, was das zu bedeuten hat: Ich bin raus aus dem Projekt. Zumindest habe ich etwas zu erzählen, wenn ich wieder bei den Unterkünften bin.
„Wir haben ihre Leistungen durch den Prüfungscomputer checken lassen.“
Computer sind nicht immer ein Segen: Man kann sie nur schwer überreden, was anderes zu sagen als sie denken. Nun hatte ich es schwarz auf weiss: Wenn ich Brad schlagen will, nehme ich Sport, nicht Taktik. Nicht so. Keine Versetzung.
Ihr hättet mal sehen sollen, wie Brad mir beim ersten Staffel-Surf den Stick übergeben hat und dann quasi als Halbtoter ausgerollt ist. Oder bei der Selbstverteidigung: Da hat er sich glatt die Nase brechen lassen, obwohl der Coach als Übungseinheit eine Fuß-Sichel angekündigt hat. Zu seinem Glück konnte Gina[1] das mit ihren chirurgischen Grundkenntissen wieder einwandfrei korrigieren, ohne dass es in seiner Medi-Akte eingetragen wurde. Sportlich betrachtet kann ich Brad jeder Zeit schlagen, in Sachen Taktik kann ich mir wohl noch was abgucken.
Einer der beiden anderen übernahm das Wort: „Sie verbrachten einige Zeit in einem Internat, dort leiteten Sie offenbar mit einigem Erfolg die Cafeteria. Was war der Grund?“
Die Antwort war leicht, oft schon hatte ich die Erlebnisse meiner Jugend anderen erzählt: „Meine Eltern besaßen eines von diesen Space-Hotels, die immer durch das System reisten, um den Gästen an Bord ausserordentliche Schauplätze zu bieten. Dort habe ich oft ausgeholfen. In den Zeiten, wo sie besonders riskante Fahrten durchführten – zum Beispiel an den Rand von Kriegsschauplätzen oder Schwarzen Löchern- hielten meine Eltern es für besser, wenn ich nicht dabei bin und sicher untergebracht wurde. Und die Cafeteria im Internat war in einem wirklich miserablen Zustand, als ich dort ankam. Als Sohn von Menschen, die wissen, was man seinen Kunden bieten muss, konnte ich nicht umhin, einiges zu ändern.“
Nun sprach der dritte:
„Und gerade hier sehen wir ein grosses Potential für das Adjudanten-Projekt. Des weiteren haben Sie offenbar schon erste Erfahrungen mit nicht-irdischen Lebensformen sammeln können. Ihre Leistungen auf der Schule sind, nun ja, akzeptabel. Kurzum: Sie erhalten ihren Marschbefehl innerhalb der nächsten Tage und sobald die wichtigsten Prüfungen, welche sie an dieser Schule noch absolvieren müssen, beendet sind, werden Sie für Ihre zukünftige Ausbildung freigestellt.“
Das Gesicht von MPacho war recht verknautscht, als er sich das anhören musste. Mein Gesicht muss ebenso komisch ausgesehen haben, denn einer der drei winkte mit der Hand vor meinem Gesicht und fragte: „Haben Sie ein Problem damit? Möchten Sie den Auftrag aus irgendwelchen Gründen ablehnen?“
Dieses Stichwort brachte mich wieder unter Kontrolle. „Nein, Sir. Natürlich werde ich die mir übertragenen Aufgaben zur bestmöglichen Zufriedenheit aller Beteiligten ausführen und Gewissenhaft auf das Ausbildungsziel hinarbeiten.“
„Wir wünschen Ihnen alles Gute und entlassen Sie hiermit zurück in die taktische Ausbildung.“
Auch MPacho war wieder der Alte: „Und reden Sie in Zukunft nicht so geschwollen. Sie kommen auf ein Schiff der Galaxy-Klasse, nicht in irgendeine Hotel-Lobby.“
Ich wurde zurück gebeamt in den Transporterraum der Schulungseinheit und fragte mich, warum „der“ Ausschuß solch eine Geheimaktion daraus machte, mir mitzuteilen, das ich „dabei“ bin…
Ich musste mich wieder als „Anwesend“ melden und leider die verpassten Simulationen nachholen. Brad war noch da und vertrieb sich die Zeit damit, eine Admirals-Simulation unter Gefechtsbedingungen unbemerkt umzuprogrammieren: Die einzig zielführende Lösung bestand jetzt darin, dass die ganze Schiffsbesatzung auf einmal furzen muss, um durch die entstehenden Geräusche, Schwingungen und Gase das fremde kriegerische Volk kampfunfähig zu machen. Diesen Lösungsvorschlag transferierte er in den Holo-Doc des Admiral-Schiffes, welchen man nur abrufen konnte, wenn man dem Doc erlaubt, seine Kenntnisse über das gegnerische Volk dadurch zu ergänzen, dass er deren Ausscheidungen analysiert. Während er mir die Einzelheiten zeigte, fragte er beiläufig: „Und? Wurdest du bestraft oder verwarnt?“
Ich versprach ihm, das wir am Abend nochmal richtig feiern würden, damit er die neue Kunde auch verdauen kann.
Und das zweite Mal innerhalb der letzten halben Stunde sah ich ein wirklich dummes Gesicht.

(Fortsetzung)

[1] Gina kommt noch…

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Lesefluss erhalten

Ich bin sicher keine Rechtschreib-Koryphäe und ich kann auch nicht zwischen alter und neuer Rechschreibung unterscheiden. Ich mixe wohl alles so zusammen, wie es mir gefällt.

Aber es gibt so Kleinigkeiten, auf die sollte man beim Schreiben achten, damit der Lesefluss nicht unnötig gehemmt wird. Ihr wisst, was ich damit meine? Man liest einen Satz und manchmal muss man sich diesen im Geiste noch mal aufsagen, um den Sinn zu verstehen. Ursache sind hier oft doofe kleine Schreibfehler, die man gar nicht machen muss, weil man es eigentlich besser weiss. Hier versuche ich mal, ein paar Dinge aufzuzeigen und gleich mit dabei, wie man sie einfach vermeidet.

Das dass
Ich selbst habe das lange Zeit nicht richtig verstanden und falsch gemacht. Aber wenn man es erst mal weiss, dann fällt es einem sofort auf. Also:

  • Wenn man das „das“ durch „dieses„, „jenes“ oder „welches“ ersetzen kann, ohne dass der Satz seinen Sinn verliert, dann wird „das“ wie ein Artikel (der die das) geschrieben.
  • Wenn jenes (das obige, welches ich eben schrieb) nicht funktioniert, verwendet man „dass
  • daß“ gibt es gar nicht mehr, das ist also einfach 😉
    (ich selbst schreibe so wie so ungern das ß, verwende lieber ss)

Buchstaben weglassen oder hinzufügen
Hier schreibt man oft wie man spricht, meint aber was anderes:

  • War etwas wahr oder war es falsch? Eben kurz darüber nachdenken hilft wahrscheinlich schon.
  • Gerade war es noch gerade, nun ist es einen Grad krumm.“ Oft wird hier beim ersten Wort „grade“ statt „gerade“ (im Sinne von eben noch oder vorhin) geschrieben, was schlicht unnötig ist.
  • Den/denn, wen/wenn. Wird gern beim schnellen Schreiben vertippt, denn man achtet nicht darauf. Merke: Je mehr N desto kürzer das E
  • Entgelt, endgültig, Paket, liest (von lesen), der Standard, voraus, widerlegen etc. werden gern falsch geschrieben. Ich spare mir hier die falsche Schreibweise, damit man sich gleich an die richtige gewöhnt 😉

Kommata
Ich kenne die Kommaregeln gar nicht, aber wenn man schon lange Sätze schreibt, sollte man die Nebensätze auch sauber trennen. Aber bitte kein Komma, mitten im Satz machen! Im Zweifel einfach öfter mal einen Punkt setzen, ggf. den Satz umstellen: Ich kenne die Kommaregeln gar nicht. Aber manchmal schreibt man schon lange Sätze. Dann sollte man die Nebensätze, wenn es denn welche gibt, auch sauber trennen.

Wenn ihr so schreibt, dann bin zumindest ich zufrieden und werde euren Text wahrscheinlich mit Genuss lesen, ohne dass mir ein Fehler auffällt.

Noch was: Gar nicht schreibt man gar nicht zusammen 🙂

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Ich habs immer gewusst

Heute bin ich (ganz wirklich nur durch Zufall) auf folgende Information gestossen, ich zitiere mal den relevanten Wikipedia-Abschnitt:

Nach Angaben des Fotografen Jay Myrdal ist der Riesenpenis von Long Dong Silver (45cm) das Ergebnis einer komplizierten analogen Bildbearbeitung (Mehrfachbelichtungen, Kameratricks): „Für die erste Aufnahme von Long Dong Silver hatte ich eine Platte vor der Kamera installiert und auf ihr Masken befestigt, dann machte ich eine Aufnahme, spulte den Film vor, wechselte die Maske und machte eine weitere Aufnahme, sodass beide Segmente zueinanderpassten. Ich glaube, insgesamt waren es fünf Masken, eine Gesamtansicht, die ihn mit gespreizten Beinen und herunterhängendem Penis dastehend zeigte.“ Die natürliche Länge des Penis von Long Dong Silver wird von Myrdal mit 24 bis 25 cm angegeben. Motiviert vom Erfolg seiner Aufnahme ließ Myrdal von einem Maskenbildner eine Schaumstoff-Latex-Hülle anfertigen, die über den echten Penis seines Modells gestülpt wurde. In dieser Kostümierung trat Long Dong Silver dann auch in einigen Filmproduktionen auf.

Puh. Das war mir neu.
Long Dong Silver kennt wahrscheinlich nicht jeder. Aber das Erscheinen seiner Filme (ab 1983) deckt sich zeitlich mit meiner persönlichen biologischen Phase des „Mann werdens“ und ehrlich gesagt begleitet einen die Penisgrösse mindestens sekundär, unbewusst, hintergründig und sexuell motiviert auch nach der Pubertät ein Leben lang. Ich habe mich bisher noch nie ausgiebig mit anderen Männern darüber ausgetauscht, aber ich gehe einfach mal davon aus, dass ich hier wie 98% aller anderen Männer funktioniere. Es gibt halt auch Klischees, an denen was wahres dran ist 😉

Wie auch immer, auf jeden Fall sprach sich damals in den Pausen auf dem Schulhof rum, dass es da wohl einen (Mann) gibt, der echt mal voll den riesigen Pimmel hat und boah, was der damit wohl macht und die Weiber, die können sich auf was gefasst machen und und und. Dazu natürlich die ersponnenen Geschichten von denjenigen die meinen, mit ihren (sicherlich nur in ihren Träumen geschehenen) sexuellen Erfahrungen rumprotzen zu müssen. Gleichzeitig wurde natürlich auch das ein oder andere Schulluder „verkündet“, die es ja voll mit jedem treibt und die hat Sachen drauf und… aber das ist ein anderes Thema.

Aber schon damals gehörte ich eher zu denen, die sich zwar gern alles erzählen lassen, aber nicht alles einfach so glauben. Und Tatsache ist, dass mir damals keiner einen Silver-Film zeigen konnte und dass ich selbst noch nie einen der Dong-Filme gesehen habe. Alle wussten davon und prahlten rum, aber immer war es der Bruder des Freundes der Schwester des Nachbarn, bei dem man den Film geguckt hat, weil die Eltern gerade nicht da waren und heute geht das leider nicht. Und nun, fast dreissig Jahre später, erfahre ich, dass das Ding vom Dong gar nicht so Long war. Späte Bestätigung des eigenen Zweifels, aber wem hilfts? Mir hilft es, da es mir zeigt, dass ich mit meiner Einstellung, nicht jeden Scheiss einfach so für bare Münze zu nehmen und dann noch -vielleicht sogar etwas „geschönt“- weiterzuerzählen, als wenn ich es selbst erlebt hätte, recht gut durchs Leben komme. Und da ich Leute schätze, denen ich anmerke, dass die auch so denken wie ich nehme ich an, dass auch andere dergleichen bei mir zu schätzen wissen.

Und um das Thema abzuschliessen: Ich werde euch meine Penisgröße nicht mitteilen (Ha-haa), kann aber verkünden: Ich habe noch keine Klagen gehört 😉

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Alles Zufall 3

(Die anderen Teile findet man hier: 1 2 )

Alles Zufall
3.

Wir machten dann weiter mit der Taktik-Schulung. Das Basis-Programm der Ausbildung eines Sternenflotten-Kadetten bestand immer darin, dass man alles irgendwie beherrschte, was man brauchte, um auf einem Schiff zu überleben. Egal, welchen Auftrag es hätte. So hatten wir unter anderem Geologie, Chemie, Technik, Waffenkunde und Menschliche Führung. Das war zwischendurch recht unterhaltsam: In Geologie z.B. wurde uns erzählt, das man Steine, je nach Herkunft, folgend nutzen kann: Erstens Hütten bauen, zweitens für Kommunikation oder drittens als Nahrung. Danach bekamen wir einen Haufen Steine, welche wir zuvor genannten Kriterien zuordnen sollten. Es kam schon vor, dass wichtige, freiwillige Botschafter eines fernen Fels-Planeten dabei gebissen wurden oder als Fenstersturz eine Lehrstunde überleben mussten.
Nun, wir waren jetzt bei Taktik. Brad saß hinter mir an seiner Konsole und löste die uns gestellten Aufgaben mit irrationaler Gleichgültigkeit und Exaktheit.
„Hast du mir nun geholfen oder muss ich dir böse sein?“ fragte er zwischen zwei Simulationen, die mir gerade Zeit zum Atmen gaben.
„Ich habe deinen C`leron [1] gerettet. Du findest immer eine Möglichkeit, auf das grosse Schiff zu kommen“, sagte ich vorlaut, da ich mir sicher war, dass meine Aktion zumindest ein richtiger Schritt in Richtung Weltall war. Die Entscheidung von Commander MPacho war noch abzuwarten, aber ich war mir sicher: Er würde mir das entweder als Belohnung oder als Bestrafung andrehen, so dass es seine eigene Entscheidung war, er keine weitere Arbeit damit hätte und ich eben das kriegte, was ich so sehr begehrte.

Ich blickte auf. Auf meinem Schirm stand: „Mission für SE Cornert: Erfüllen sie folgende taktische Anweisungen:“ Darauf folgend eine Liste von kryptischen Befehlen, von denen ich viele nur als weibliche Belästigung kannte.
„Brad, hilf mir! Bin auf Manöver-Taktik!“ Er schaute sich um und las die Anweisungen.
„Okay, das nächste Schiff der Kennung TX-001 mit Traktorstrahl erfassen, andocken und die taktisch wichtigen Positionen besetzen. Danach Übergabe an Flotten-Offizier und Abmeldung.“
Hatte ich also richtig verstanden, aber was bedeutete Abmeldung? Ich gab nach Beendigung des doch einfachen Manövers meinen Code ein und wartete auf die nächste Meldung am Schirm. Plötzlich kündigte ein Glimmen um meinen Körper an, dass ich von einem Transporter erfasst wurde…
„Bitte setzen Sie sich, Kadett“, vernahm ich, kaum das ich ganz materialisiert hatte. Vor mir war dieses typische Bild eines viel zu grossen Tisches mit nur drei Personen, die daran saßen. Commander MPacho und noch zwei, deren Namen mir im Gegensatz zu ihren Positionen entfallen waren: „Der“ Ausschuss! Dazu wohl ein paar passende Worte, weil dieser Ausschuss recht neu ist:
Die neueste Empfehlung der Starfleet ist folgende: Da bei zukünftigen Missionen aufgrund der vielen Verhandlungen mit fremden Völkern häufig Gäste an Bord der Starfleet-Schiffe sind, welche überaus angemessen zu behandeln sind, wird empfohlen, hier gesondertes Personal einzusetzen, damit der eigentliche Ablauf auf den Schiffen nicht beeinträchtigt wird und mögliche Anwärter auf höher bewertete Positionen die Gelegenheit haben, eben jenen Ablauf und auch die für ihn fremden Völker kennenzulernen. Hierzu ist ein Ausschuss bei allen Schulen einzurichten, der die Selektion der entsprechend passenden Kadetten übernimmt.
Dieses sprach sich natürlich recht schnell rum, besonders bei den Kadetten. Einige über-Bemittelte brachten dann den „Starfleet-Kuven“ als Bezeichnung ins Spiel. >Kuve< ist ein klingonisches Wort für Sklave oder Lakai. Somit war es für die meisten Kadetten absolut unpassend, sich freiwillig dafür zu melden. Brad und ich dachten da anders: Wir konnten uns nichts einfacheres vorstellen, um auf DAS Schiff zu kommen.

(Fortsetzung)

[1] C`leron ist irdischen Ursprungs und schon recht alt. Keiner weiss genau, wie es zu einem solchen Schimpfwort wurde und bedeutet nichts anderes als: Arsch, Müll, Gurke, Pfeife, Pfosten, Weichei; ganz nach Situation.

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Grösster anzunehmender Unfall

Die große Welle vor Kanagawa

 

Leider gibt es den GAU nicht nur im schönen Zusammenhang wie bei „Lerigau“ sondern auch, wie aktuell überall in den Nachrichten, als Bezeichnung für einen Störfall in Kernkraftwerken.

Nun habe ich mich mal näher mit den Erläuterungen zu einem GAU beschäftigt. Bisher nahm ich immer an, der GAU sei eben der „Größte Anzunehmende Unfall“, was ja die Abkürzung auch genau aussagt. Also nichts ziemlich großes oder eines der größten, sondern das größte. Eine Steigerung gibt es hier nicht mehr, was schlimmeres kann nicht passieren (nimmt man an).
Gemeint ist aber was anderes, mit einem kleinen, wichtigen Unterschied:

Ein GAU ist der größte Unfall, für den die Sicherheitssysteme noch ausgelegt sein müssen, der bei der Planung einer kerntechnischen Anlage anzunehmen ist und dessen Beherrschbarkeit im Rahmen des Genehmigungsverfahrens nachzuweisen ist. (Wikipedia)

Salopp formuliert: „Leute, selbst wenn das schlimmste passieren sollte, was ihr euch ausdenken könnt: Wir habens im Griff!“
Und wenn nun doch mal was viel schlimmeres passiert, dann nennen die Experten das eben den Super-GAU, oder : „damit konnte nun wirklich keiner rechnen„.

Nach dieser Logik kann aber in Japan kein Super-GAU in einem KKW nach einem Tsunami eintreten, denn so unwahrscheinlich sind Erd-/Seebeben in und um Japan ja nun nicht. Hier zitiere ich mal wieder die Wikipedia:

Japan musste aufgrund seiner geografischen Lage in den letzten tausend Jahren die meisten Todesopfer durch Tsunamis beklagen; in dieser Zeit starben über 160.000 Menschen.

Ergo müssen die Erbauer von Fukushima & Co. bei der Planung durchaus bedacht haben, dass ein Erdbeben und/oder ein Tsunami ihre AKWs während der Bauphase, Laufzeit und auch danach ernsthaft bedrohen kann. Und ein Kernkraftwerk ist mal nix, wo man mit einer gelassenen, entspannten Lebensweise weiterkommt („Ach, das wird schon“). Genau das werfe ich denen vor: Nach Simulation, Berechnung und Erfahrung hätte man vor dem Bau der Kraftwerke eigentlich zu dem Schluss kommen müssen, dass das echt keine gute Idee ist, an jener Stelle ein Atomkraftwerk in dieser Bauweise hinzustellen. Aber mit Sicherheit hat man gedacht: „Was sollen wir machen, wir brauchen den Strom und da wir kaum eigene Ressourcen (Kohle, Öl…) haben ist dieser Atomstrom schon eine feine Idee. Nehmen wir halt an, dass die kommenden Tsunamis nicht so groß sein werden, dass unsere Gebäude ernsthaft in Gefahr kämen usw usf.

Nun haben wir den Salat. Eine Lösung für das eigentliche Dilemma habe ich aber auch nicht. Ich glaube aber, dass es wirklich Zeit wird, dass die Länder dieser Erde mal (politisch) enger zusammenrücken und ihre kleinen Geplänkel sein lassen, um die echten Probleme zu lösen. So nach und nach geht es einigen Diktatoren ja an den Kragen, das ist wenigstens ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.

Der normale Mensch (=Erdenbürger) will doch einfach nur leben.

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Damals, im Internet

Wo ich gerade von Newsgroups sprach (Alles Zufall), da fällt mir doch glatt wieder was ein. Seinerzeit war ich auch ab und an in den T-Online-Gruppen (RIP) unterwegs und dort gab es u.a. die Gruppe t-online.talk.allgemein, auch „tota“ genannt. Das war wirklich nur eine Quasselgruppe, wo selbst das berüchtigte T-Online-Team zwar grundsätzlich irgendwie moderierend aber schon extrem entspannt unterwegs war. Dort gab es mehr oder weniger regelmäßig auch das so genannte „Lexikon-Spiel“ (Infos hier: http://www.tota.info/lks.html), bei welchem ich genau einmal teilgenommen habe. Das war im Jahr 2002 (mann, ist das lange her…). Und was soll ich sagen: Bei dieser einen Teilnahme habe ich doch gleich mit meinem Beitrag gewonnen, wurde durch die anderen zum Sieger gekürt.

Und euch, liebe Leser, will ich diesen Beitrag nicht vorenthalten 🙂
(der vorgegebene Begriff lautete: Talayot )

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Ich war wie im Koma. Drei Tage war ich nun in einem Stück im Usenet, ich hatte ca. 90 der meist trafficisierten Gruppen besucht und musste an allen Fingern Fingerhüte tragen, da das Fleisch drohte, die Tastatur zu verkleben. Ich musste mal raus. Nicht nur meine Blase, auch der Rest meines Körpers sehnte sich derart nach etwas natürlichem Licht und einer realen Umgebung, wie sie www.gott.de selber erschaffen haben mochte. Ich wankte auf die Strasse und während streunende Hunde versuchten, mir die Pizza-Reste vom T-Shirt zu nagen, ohne meinen Socken nahe zu kommen, überlegte ich, welches Ziel wohl am passensten wäre. Ich wusste nicht genau, wo ich mich befand. Der Gruppenname auf dem Schild am Ende der Strasse war unleserlich durch meine 75Hz-optimierte Brille. Irgendein vergessener Cache in meinem Hirn gab die Erinnerung frei, dass die Sonne nützlich zur Positionsbestimmung sei, jedoch fand ich die Sonne nicht. Kurz darauf stellte ich fest, dass die Pings, die ich immer wieder aus den Augenwinkeln wahrnahm, nichts weiter waren als Laternenmastenlichter, die an meinem ziellosen Auge vorüber wischten. Mir wurde klar, das es Nacht, zumindest Abend sein musste, als ich an einem wahnsinnig grossen Ping, ähm, beleuchtetem Schild vorbei kam.
Was stand da? TLZ? Sofort packte mich der Ehrgeiz eines Menschen, der weiss, was sich gehört und durchschritt die Tür. Noch bevor jemand mich wirklich wahrnehmen konnte brüllte ich los: “ Hier herrscht Realnamespflicht! Was soll das bedeuten: TLZ, soll ich darauf etwa antworten?“ Jetzt hatte ich plötzlich alle Aufmerksamkeit auf mich; ich sah mich bestärkt, meinen Feldzug gegen derartige Schandtaten weiter zu führen: „Wenn hier einer glaubt, er könne unter irgendeinem Pseudo Dinge verbreiten, die man sich unter eigenen Namen nicht getraut, dann kann er sich von mir nur einen Plonk einfangen!“ Plonk machte es, als ich wie von einem Hammer getroffen zu Boden fiel. Einer der Angesprochenen hatte mir so schnell einen Haken verpasst, dass ich meine Cursor-und-Maus-Tasten nicht mehr erreichte, um mich zu verteidigen.
Ein Reset meiner -durch groben Eingriff verstellten- Funktionsparameter in Form einer kalten Dusche lies mich in den abgesichterten Modus booten: Sofort nach dem Erwachen krabbelte ich in eine Ecke, hielt mir die Augen und Ohren zu und schrie: „Ich war’s nicht!“
Eine warme Stimme fragte mich: „Wo ist denn dein Problem? Wer hat dir was getan?“ Ich, etwas irritiert, entgegnete: „Wo bin ich denn? Was heisst TLZ? Warum schreibt ihr den Namen nicht im Klartext hin?“. Stille. Dann: „Wo steht TLZ? Draussen, über der Tür zu unserem indischen Restaurant steht TaLaYot; die Gestaltung des Schildes beruht auf Hindu-Lehren und das „Z“ könnnen wir nirgends entdecken.“ Plötzlich fiel mir ein, das ich ja zuhause stets meine olle Tastatur verflucht hatte und aufgrund von Erfahrungsberichten in dasVau vor nicht all zu langer Zeit zu einem „Original-US-Keyboard“ gewechselt bin… „F*ck off the Z!“

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