Das Bild vom Schwarzen Loch

Überall wird es nicht nur erwähnt, es wird auch gezeigt, erläutert und erklärt, was da gezeigt wird und warum das so besonders ist, dieses Bild eines „echten“ schwarzen Loches.

Die Wissenschaftler sagen: Das ist ein Schwarzes Loch und wir freuen uns, dass wir so ziemlich das sehen, was wir uns vorher ausgedacht haben, ungefähr 55 Millionen Lichtjahre entfernt.

Aber was ist, wenn das was anderes ist? Vielleicht ist es das Auge eines Lebewesens in einem Labor, welches durch ein Mikroskop schaut und versucht, uns zu finden? Oder vielleicht sieht es gar nicht uns sondern irgendein uns unbekanntes Gebilde, und wir bzw. unsere Erde sind einfach nur ein klitzekleiner Flecken am Rand, den keinen interessiert? Und unsere festgestellten endlosen Jahre, die das Licht bis zu uns gebraucht hat sind für dieses Wesen nur ein Moment, eben ein Augenblick? Dann hätte dieses Wesen vielleicht in ca. vier Milliarden Jahren Feierabend und knipst uns das Licht aus… in diesem Sinne: Macht euch nicht zu viel Gedanken über irgendwelche Probleme sondern geniesst die Zeit, so lange ihr noch könnt 🙂

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Die Kraft der Hefe

Zufälle gibt es: Neulich erwähnte ich noch, dass ich ja auch schon Bier gebraut habe und Nachts darauf explodieren mir die vergorenen Flaschen. Naja, OK, ich habe bei diesem Versuch kein „echtes“ Bier gebraut, sondern das so genannte Champagnerbier, aber im Grunde ist es das gleiche. Fast.

Ich habe das Champagnerbier so ziemlich genau nach Rezept angesetzt, nur beim Abfüllen merkte ich schon, dass ich mit der Hefe nicht ganz so sorgfältig im Abschöpfen war. Aber ich weiss ja Bescheid, dachte ich mir: Hatte ich doch vor Jahren schon echtes Bier mit Bier-Kwik gebraut und das klappte recht gut und war durchaus lecker trinkbar. Und ich meinte mich zu erinnern, das etwas Hefe in den Flaschen der Gärung nicht schadet. Wir wissen doch, dass in den Flaschen vom Hefeweizen immer ein guter Teil der Hefe am Boden verbleibt? Ich hatte Recht, aber… seht meine letzten Flaschen:

Flaschenphasen der Gärung

Diese PET-Flaschen sind ja extra für Bier, sind relativ dickwandig und können schon was ab. Auf der linken Seite im Bild sieht man nun, wie diese Flaschen durch die Gär-Gase dünn wie Folie gezogen wurden! Die zweite von rechts musste ich gaaanz langsam drucklos machen, irre! Natürlich sind die Nachts hochgegangen und keiner im Haus hat was gemerkt. Ich glaube auch nicht, dass das besonders laut war. Das PET hat eben irgendwann nachgegeben und Blubb ohne Bumms. An den Schraubverschlüssen sind die Flaschen auf jeden Fall regelrecht abgerissen.

Aber es musste ja so kommen: Ich hatte das Bier angesetzt, dann 10 Tage gewartet und die erste Flasche probiert. Da war ich schon überrascht, wie viel Zeng auf der Buddel war und habe erstmal überall ein büschen Druck abgelassen. Die Brause schmeckte auch ganz erfrischend, schön am perlen 😉

Aber Alkohol schmeckte ich da nicht raus. Also warten, denn Geduld habe ich bei sowas ja. Aus irgend einer Vorsehung habe ich die Flaschen in eine Metallbox gestellt (diese glänzenden Ikea-Dinger mit Deckel für lose Dokumente, Post etc.). Und aus irgend einem anderen Grund habe ich das ganze dann mehr oder weniger vergessen. So circa 8-10 Wochen bestimmt. Bis ich morgens den Dreck und den Geruch wahrnahm. Ich werde das auf jeden Fall noch mal machen und dann aber eben ganz pingelig genau darauf achten, dass die sichtbare Hefe nicht mit in die Flaschen gefüllt wird. Für die Nachgärung ist das ganz offensichtlich nicht notwendig. Die Reste habe ich auch nicht mehr verkostet sondern gleich weggekippt. Ein Geruchstest liess aber nicht auf (viel) Alkohol schliessen… schade, darum ging es doch!

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Paypal fördert Spam-Mails

Hin und wieder schreibe ich ja etwas zu Spam-Mails, die mich erreichen (hier, hier, hier z.B.). Nun bekam ich aber eine echte Mail von PayPal, weil die ihre AGB ändern und ich darüber informiert werden muss. Natürlich sind im Mail-Text auch Links zu weiteren Informationen. Guckt es euch an:

Das Gegenteil von seriös wirkend? Diese URL in der E-Mail

Selbst ich, als Profi, muss mir so einen Link genauer anschauen, denn auf den ersten Blick wirkt das für mich genau so kryptisch, wie die Spammer das immer versuchen: Erstmal eine verwirrende Subdomain (epl), dann eine Domain, die nicht direkt dem Anbieter zugeordnet werden kann (paypal-communication.com), dann ein Ordner-Name aus einem Buchstaben (T) und dann weitere scheinbar sinnlose Zeichen als Ordner- und Dateinamen.

Links in Phishing-Mails sehen exakt so aus!

Warum PayPal das macht, kann man nur vermuten: Sicherlich gibt es aus der Marketing-Abteilung die Aufforderung, jede Mail müsse exakt (rück)verfolgbar sein, um festzustellen, welcher Kunde wann was angeklickt hat. Vermutlich ist irgendwo hinter dem Link eine Landing-Page, die extra für diesen Mail-Auftrag erstellt wurde. Nein, ich glaube nicht, dass (irgendwelche) Entscheider bei PayPal das „mit Absicht“ so anordnen, um… was auch immer. Der eigentliche Grund, bei diesem doch sensiblen Thema so unsensibel zu sein ist zum einen reine Ignoranz und zum anderen der Mangel bei vielen beteiligten Abteilungen, nicht oder nicht auf der richtigen Ebene miteinander zu reden. Die Leute, die die Mail erstellen, sind sicher nicht die Mailserver-Admins sondern auch nur Leute, die irgendwelche Skripte bedienen… vielleicht wundert sich sogar der ein oder andere schulterzuckend („was soll soll man da schon machen“)

Warum heisst der Link denn nicht paypal.com/nutzungsbedingungen/2019/info ?
Wenn also unbedarfte Kunden auf relativ gut gemachte Phishing-Mails reinfallen, dann ist Paypal nicht ganz unbeteiligt, weil sie ihren Kunden ja vorleben, dass solche Links völlig normal sind und man da ruhig raufklicken darf… tze.

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Mein Teekesselchen ist nicht mehr

Es ist zwar lange her, aber ich habe es nie vergessen: Ich wollte euch ja noch erzählen, wozu ich den Teekessel brauchte, den ich seinerzeit auf dem Flohmarkt erwarb (ui, ist das lange her).

Die ganz kurze Version: Ich wollte mal probieren, Schnaps zu brennen.
Natürlich habe ich mich vorher kundig gemacht, wie sowas geht, was man beachten muss/sollte usw. Im Internet gibt es ausreichend Infos darüber und natürlich findet man auch das ein oder andere Buch aufm Flohmarkt dazu 😉

Letztendlich entschied ich mich gegen Maische und Gären und Gammel und Methanol usw. sondern ich „brannte“ alkoholhaltige Reste. Gleich vorab: Ein Brand aus Bier schmeckt schon sehr nach Whisky! Interessant ist aber auch Rotwein. Im Grunde hat man dann Weinbrand…

Technisch funktioniert das Schnapsbrennen so, wie es offiziell heisst: Destillieren. Kurz erklärt: Nemmt den Teekessel, füllt Wasser aus beliebiger Quelle ein und erhitzt den Kessel. Wenn das Wasser zu kochen anfängt, wird es gasförmig (Dampf) und tritt aus. Fertig ist das Destillat. Die Kunst ist nun, den Dampf aufzufangen und abzukühlen. Dazu dienen die vermutlich bekannten Spiralen aus Rohr etc.
So kann man beispielsweise verschmutztes Wasser absolut rein und trinkbar machen (Blackout, ihr wisst schon). Alkohol verdampft deutlich vor Wasser (bei ca. 78 Grad), deswegen ist der aufgefangene „Dampf“ so rein (wegen Verdunstung etc. aber nie 100%). Aromastoffe werden auch immer mittransportiert, deswegen schmeckt das Destillat nach irgendwas.

Ich beschreibe nun, wie ich insgesamt vorgegangen bin: Wie ich den Teekessel organsierte, wisst ihr ja. Dann bestellte ich mir frei Haus eine Länge Kupferrohr (ziemlich dünn, ca. 12mm Aussendurchmesser). Weil ich gelernter Schlosser bin, weiss ich, wie man Rohre biegt, ohne das sie einknicken: Sand einfüllen und die Enden verschliessen. Ich habe das nur halbherzig gemacht, weil ich das schnell fertig haben wollte (mal eben…) und weil ich nicht so enge Radien benötigte. Meine zwei Windungen hatten ungefähr 50cm Durchmesser. Nun musste ich noch einen Dampfdichten Anschluss vom Teekesselausgang ans Rohr zaubern. Dazu wühlte ich in der Garage und fand Alubleche und Schellen. Aus dem Blech eine Art Trichter gedengelt und das ganze mit dem Pfeifenstöpsel verbunden (die Zunge, die pfeift, habe ich vorher entfernt). Jetzt mit Holzklötzen das ganze wackelige Gebilde so platziert, dass man unterm Kessel noch Feuer machen konnte, die Spirale so steht, dass es am (geschätzten) Taupunkt abwärts nach aussen und nicht zurück in den Kessel geht und das ganze nicht gleich umfällt. Schwieriger als ich dachte.
Feuer unterm Kessel: Falls euch einer erzählt, mit Teelichtern könne man durchaus Wasser zum kochen bringen: Vergiss es, nur Laberei. Ich habe es probiert, nachdem ich im Netz recherchierte und was von einer Schulklasse und ihrem Lehrer fand, die da son Projekt hatten. Unter Laborbedingungen mag das mit einer definierten winzigen Menge etc. ja noch klappen, im echten Leben sind die Teelichte aber verbraucht, bevor auch nur annähernd kochende Temperatur erreicht wird. Ich nahm dann einen Spiritusbrenner, wie ihn jeder hat, der verheiratet ist und damit ein Fondue-Set besitzt (Irrsinn am Rande: Ich muss Spiritus, also Alkohol, verbrennen, um Alkohol zu brennen).

Weiterer Spannungsbogen nach all dem Gebastel, Gebrenne und Gewarte, bis es endlich zu tröpfeln anfängt: Wie viel Alkohol hat das neue Zeux denn nun? Der erfahrene Profi findet es durch Probieren heraus. Ich bin aber den vorsichtigen Weg gegangen und habe erst mit Wasser verdünnt und dann gekostet, d.h., die Lippen benetzt. Ich wollte mir nun nicht extra ein Gerät kaufen, um den Alkoholgehalt zu bestimmten (die Russen machen angeblich dafür die Feuerprobe: Wenns brennt ist genug Alkohol drin).

(Hier kommt noch ein Bild, wenn ich es finde)

Alles in allem eine sehr interessante Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Ich kann Schnaps brennen! Irgendwann verstaute ich den ganzen Kram und wollte es später noch mal weiter versuchen. Nie mehr habe ich es hervor gekramt.
Nun der Clou für euch: Ihr dürft es nicht nachmachen! Ich war ganz erstaunt und wollte es nicht glauben, als mein Sohn, der ja gerade Koch lernt, aus der Berufsschule erzählte, dass man das in Deutschland nicht dürfe. Dabei hatte ich mich seinerzeit noch genau informiert und weiss noch sinngemäß, dass übliche Mengen für den eigenen Bedarf zumindest geduldet werden, ohne dass man das irgendwo deklarieren muss. Ganz sicher. Es gab ja mal sogar kleine, schicke Brenn-Sets für daheim zu kaufen.

Aber was soll ich dem frischem Wissen meines Sohnes widersprechen. Ich habe es lieber selbst überprüft und in der Tat, da stehts: Link zum Zoll
Seit dem 01.01.2018 ist es nicht mehr erlaubt. Schade, dass mein Sohn davon erzählte, sonst hätte ich irgendwann ohne schlechtes Gewissen noch mal damit angefangen. Wenn man ganz penibel ist, dann müsste ich sogar meinen Teekessel vernichten, denn selbst der Besitz einer Brennbirne ist nicht mehr erlaubt. Aber wer will das denn alles überprüfen? Posaunt ja nicht jeder im Internet rum, was er so alles in seiner Garage lagert, richtig?

Bier brauen darf man übrigens noch, aber das habe ich ja auch schon gemacht…

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Bild der Woche: Aufpassen beim Naschen

Ich bin ja zur Zeit beruflich wieder im Handwerk unterwegs und auch da gibt es immer wieder mal etwas Haribo zum Naschen:

Na, welchen essen wir lieber nicht?

Da muss man wirklich aufpassen: Gab es früher nur so genannte „Micky Mäuse“ als Gehörschutz, so sind das heute üblicherweise Quietschbunte Softgummikegel, die natürlich bei vielem Rein- und Rausstecken auch Schmutz und damit zumindest eine interessante Struktur annehmen. Könnte aber auch ein Halloween-Haribo-Naschkonfekt sein 🙂

Dieser Stöpsel lag natürlich nicht mit in der grossen bunten Dose sondern effizienzorientiert wie ich bin packte ich ihn nicht in die Hosentasche sondern hielt ihn in der Hand, brauche ihn ja gleich wieder…

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Friday on my Mind

Na gut, über den Friday for the Future wurde bestimmt schon alles gesagt, aber eben noch nicht von mir. Also jetzt:
Ich will gar nicht lange darauf rumreiten, dass es ganz sicher eine wesentlich geringere Beteiligung gäbe, wenn die sagen würden „Hey, Sunday morning for the Future, seid alle dabei, acht Uhr gehts los!“. Es ist doch wohl jedem klar, dass ein Großteil der Schüler einfach die Gelegenheit wahrnimmt, eben mal nicht zur Schule zu gehen. Vermutlich schaffen die meisten es auch noch, die elementaren Gründe für das Schwänzen wieder zu geben:

…fordern von den Politikern, die Klimaziele ernst zu nehmen…

Nett. Auch ehrenwert. Man könnte gar noch mehr fordern.
Aber: Wer von den Schülern als erstes eine Steckdose sucht, um sein Smartphone aufzuladen, auf dem Weg zur Demo noch nen Coffee to go mit nimmt oder einen Schokoriegel mampft, mit dem Auto da hin fährt, den Müll nicht immer korrekt trennt und bei Amazon Dinge aus China bestellt nur weil die so günstig sind, der braucht von anderen mal gar nichts bzgl. Klimaschutz zu fordern.

So, und nun macht eure Hausaufgaben.

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Das Wissen der Welt

Da steht gestern einer neben mir, einer, von dem ich weiss, dass er angelt, eine kleine Dreizimmerwohnung hat, sich kein eBike kaufen kann, kein Auto besitzt, eine besonders leistungsstarke HiFi-Anlage im Wohnzimmer stehen hat die er auch schon mal Nachts aufdreht und dass die Polizei deswegen auch schon da war aber auch gern ZZ Top hört, einen knittrigen Blaumann an hat und mir gerade haarklein aber in groben Stichworten erklärt, was Boeing mit ihrer 737 Max8 und die Piloten in diesen Flugzeugen falsch machen bzw., warum diese Flugzeuge denn nun abgestürzt sind und wie könne man nur so doof sein, das wisse doch wohl jeder.

Warum hört bloß keiner auf solche Menschen?

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Armbanduhr

Ich trage gern eine Armbanduhr. So ganz ohne bin ich mir nie sicher, wie spät es gerade ist. Und ich gehöre nicht zu der Generation, die ständig aufs Handy schaut (habe es sogar meist gar nicht direkt am Mann). Ausserdem finde ich die genaue Uhrzeit gerade beim Bootfahren wichtig: Wann kippt die Tide? Schaffen wir die Schleuse noch? Sind wir rechtzeitig an der nächsten Tonne?

Lange Zeit habe ich gebraucht, um die richtige Uhr für mich zu finden. Das lag u.a. auch daran, dass ich nicht bereit war und bin, mehrere Hundert Euro für eine Armbanduhr hinzublättern. Und wie wir alle wissen, aber dennoch nix daraus lernen: Zu billig ist auch nicht gut.
Nach vielen Wechseln habe ich nun eine Uhr, auf die ich mich verlassen kann: Wird per Solar geladen (vollständig, nicht nur Batterie-unterstützend, und mit perfekten Akku-Management), stellt sich selbst auf die korrekte Zeit ein (per Funk, und das Weltweit), ist Wasserdicht, Stoßgeschützt und hat als nettes Beiwerk sogar eine Anzeige für die Mondphase und die Gezeit für einen selbst zu wählenden Ort. Es handelt sich um eine Casio G-Shock GW-7900B. Zur Einführung seinerzeit kostete die ca. 280,- Euro, momentan geht sie für um die 89,- weg. Ein fairer Preis, der sich lohnt.

Nun bin ich aber aktuell handwerklich am Arbeiten, und da kann so eine Uhr schon mal was abbekommen. Nicht nur Dreck sondern auch mal einen Stoß oder gar Farbkleckser. Das wollte ich meiner Uhr aber nicht antun und beschloss: Für Wochentags muss es nicht dieses dolle Ding sein, da reicht auch was einfachereres. Doch die Uhren, die ich daheim noch fand, waren aber alle aus den mehr oder minder gleichen Gründen nicht brauchbar: Batterie alle, und/oder unverständliche Bedienung zum Einstellen, oder Armband eingerissen o.ä.. Also musste ich mir notgedrungen was kaufen. Sowas macht der moderne Mensch ja online. Ich habe mich echt gezwungen, nicht das günstigste passende Modell zu finden. Bei Amazon werden ja echt zuhauf welche für 1 (einen!) Cent angeboten, aus China. Ich will gar nicht darüber nachdenken, was das soll und wie die Schwerölbefeuert nach Europa transportiert werden usw.

1 Cent kostet diese Uhr

Also wählte ich eine altbackene aber bewährte Casio und als zweites noch eine mit einem Taschenrechner drin (Quatsch, aber… haben statt brauchen). Die waren beide zu fairen Preisen angeboten, aber lassen noch auf etwas Qualität in der Haltbarkeit hoffen. Nun heisst es warten, bis sie hier eintreffen.

Einen Tag habe ich ohne Uhr verbracht, das war echt doof. Abends, daheim, guckte ich dann zufällig, weil ich wieder mal irgendwas suchte, in eine kleine Schublade der Kommode auf dem Flur. Und fand darin eine Armbanduhr. Naja, von Pearl. Kann wahrscheinlich so in die Tonne…die muss da schon Jahre drin liegen, lief aber noch. Die Uhrzeit war falsch. Hm. Vier Knöppe? Mal auf Verdacht gedrückt und es stellte sich heraus, dass die Bedingung durchaus logisch funktionierte: Ich konnte auf Anhieb Zeit und Datum einstellen. Über Nacht habe ich sie liegen gelassen und am nächsten Morgen war noch immer die korrekte Zeit. Also band ich sie um und ging damit zur Arbeit. Und jetzt habe ich sie immer noch um. Sowas.

Die Bestellungen der anderen beiden Uhren habe ich nicht widerrufen, das ziehe ich durch. Wenn es sein muss, lagere ich die hier unausgepackt, bis ich sie brauche (Zurückschicken widerstrebt mir noch mehr, das mag ich überhaupt nicht: Dinge bestellen und dann wieder zurück senden. Total sinnlos und… ach, anderes Thema).

Was lerne ich daraus? Das weiss ich noch nicht 🙂
Ich war seit langem der Meinung, dass Dinge von Pearl generell keine hohe Qualität haben. Zumindest bei dieser Uhr scheint das anders zu sein. Warten wir mal etwas ab, wie sie sich auf Dauer bewährt. Meine gute Casio wird so auf jeden Fall geschont! Nun muss ich nur noch herausfinden, wie ich bei der Pearl-Uhr den Stundenpieps ausschalte. Noch habe ich nicht danach gesucht, will ja nicht irgendwas verstellen…

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Helfen Sie uns, Ihr eBay-Konto zu schützen

Nicht oft aber sehr regelmässig bekomme ich eMails von eBay, immer mit dem im Titel genannten Betreff. Und das sind dann keine Spam-Mails sondern echte, reguläre Mails von eBay. Und die meinen das ernst: eBay behauptet, dass mein Konto dort weniger geschützt sei, weil ich meine persönlichen Daten nicht aktualisiere???

Sie haben Ihre persönlichen Daten seit über einem Jahr nicht mehr aktualisiert.
Indem Sie Ihre persönlichen Daten immer auf dem aktuellen Stand halten, helfen Sie uns Ihr eBay-Konto besser zu schützen.

Dabei ist es doch genau anders rum: Wenn irgendjemand an irgendwelche fremden eBay-Kontodaten kommt, wird er doch ziemlich sicher erstmal die Adresse ändern, damit bestellte Ware etc. auch „richtig“ zugestellt werden kann?! Eine Änderung der persönlichen Daten ist also ein gutes Indiz dafür, dass etwas ungewöhnliches abläuft und einer genaueren Prüfung bedarf…. oder bin ich einfach altmodisch, weil ich so lange hier wohne und nicht jedes Jahr umziehe? Nein, sicher nicht. Oder ist es so, dass eBay andere Gründe hat, mich dort hin zu locken? Immerhin scheint die eingesetzte Rhetorik darauf abzuzielen:

Sie finden, das klingt gut? Sehen Sie sich einfach bei eBay Ihre persönlichen Daten an und vergewissern Sie sich, dass sie noch auf dem aktuellen Stand sind.

Lauert dort irgend ein verlockendes Angebot auf mich? eBay Plus oder ein Gratishörbuch von Audible? Ich vermute was viel Schlimmeres: Die Ursache für solch eine Mail ist keine versteckte Vertriebsmasche sondern dieses Aktionshaus hat, statt zu investieren und vernünftiges Datenschutzpersonal zu schulen oder gar einzustellen, einfach eine Abteilung genommen und angewiesen: „Ihr da, ihr macht ab jetzt auch das mit dem Datenschutz!“
Na gut, vielleicht gab es auch eine interne Stellenausschreibung und einige engagierte Mitarbeiter haben sich beworben und auch gut verkauft beim Vorstellungsgespräch. Und weil keiner genau weiss, was so ein unproduktiver Datenschützer macht ausser Zeit und Geld zu verbraten, hat man dann einen genommen „der einen echt total überzeugt hat, der kann das!“. Dieser naive Heini hat sich dann erstmal einiges zusammengereimt (und -gegoogelt) und dann allerhand angeordnet. Unter anderem eben jene völlig sinnbefreite eMail, die ich eingangs erwähnte.

Und aber eMail kostet ja nix, kann also auch nix schaden.

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Fundstück: Was Wikipedia einem verraten kann!

Eigentlich diskutierte ich mit meinem Sohn darüber, aus welcher Höhe wohl Regentropfen fallen, welchen Weg sie also zurücklegen, bevor sie auf die Erde klatschen. Man tauscht so sein Wissen aus und irgendwann kommt man an den Punkt, wo man Belege braucht oder einfach was nachgucken muss, weil man es eben nicht weiss. Dann benutze ich oft Wikipedia.

Und da lohnt es sich, ganz genau hinzuschauen, denn in der Wikipedia stehen Informationen, die man dort gar nicht erwartet hätte:

Na? Ihr denkt doch auch, was ich denke, oder?

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