Faster

Heute möchte ich mal eine Filmkritik schreiben. Nein, eigentlich möchte ich nur berichten, was ich von eben diesem Film halte. Und das wird ganz sicher kein neutraler Bericht. Und ich werde ganz sicher nicht darüber schreiben, worum es in dem Film geht. Denn gleich vorab: Ich will keinem das Erlebnis nehmen, das selbst zu erfahren. Das bedeutet, ich schreibe doch keine Filmkritik? OK, versprochen, ich werde sowas noch nachholen. Filme hamwa genug.

Ich hatte die Gelegenheit, den Film „Faster“ mit Dwayne Johnson zu sehen. Bei Dwayne „the Rock“ Johnson bin ich etwas zwiegespalten: Einerseits haben seine Filme immer einen Mindestunterhaltungswert und andererseits muss man nicht alle Filme sofort sehen und einige kann man sicher auch auslassen. Aber oft genug wird man überrascht. Bei der „Zahnfee auf Bewährung“ war das zwar nicht der Fall, „Daddy ohne Plan“ war echt mal besser als erwartet (wenn auch irgendwie ein Stereotyp) und da war noch irgend ein Film, der mir gerade nicht einfällt. Dazu kommt, dass er ja im Kern ein Wrestler ist, und Wrestling finde ich echt mal pauschal einfach Scheisse. Was man the Rock lassen muß: Er hat wirklich ein gewinnendes Lächeln. Würde ich Schulungen zu diesem Thema machen, dann wäre er ein Paradebeispiel. Und obwohl ich selbst auch recht gut aussehe, wäre ich dem lieben Gott nicht lange böse, wenn ich mit Dwayne tauschen müsste (Immerhin ist er jünger als ich…).
In „Faster“ lächelt er nicht.

Und was bei diesem Film hinzu kommt: Billy Bob Thornton. Dieser ist mir eigentlich nur aus zwei Filmen in Erinnerung geblieben: „Bad Santa“ (besser als erwartet) und „The Man Who Wasn’t There„, ein für mich sehr beeindruckender Film. Und auch Billy Bob hat viel mehr Filme gemacht, welche man eigentlich erwähnen sollte. Letzt genannter Film ist übrigens von den Coen-Brüdern und ich lege diesen allen nahe, die sich selbst mindestens Hobby-Cineast nennen (wollen) und diesen Film noch nicht kennen sollten.

Aber wir wollen ja hier keine Darsteller beschreiben, sondern über den Film reden, also zurück zum Stück:
Der Film fängt einfach an; ohne Einleitung, ohne Erklärung, ohne eine eindeutige Situation zu etablieren. Aber gleich nach den ersten Sekunden will man wissen, was als nächstes kommt. Und sie (die Macher des Films) haben es geschafft, dass sich das bis zum Ende durchzieht. Es ist ein Film über einen Mann (Driver), der sich rächen will. Und dann ist da bald noch ein Mann (Cop), der das wohl verhindern sollte (dem man es aber nicht zutraut). Und dann ist da noch ein Mann (Killer), der das gleiche vor hat wie der Cop, aber aus anderen Gründen. Und der ist mal ganz anders als die anderen beiden.
Der Film lebt (endlich wieder einmal) nicht von Effekten und Tricks sondern von der Story, wie sie erzählt wird und von der intelligenten Kameraführung inkl. Schnitt. Dazu Einstellungen, die nur im Kino so rüber kommen, wie sie sollen. Man erlaubt sich im Film den Luxus, bei einer Kamerafahrt erstmal genüsslich an der Seite eines coolen Autos langzufahren, bevor man den Fahrer zu sehen bekommt. Und man spürt die Kraft von allem. Das sind leider Gelegenheiten, die in vielen anderen Filmen verpasst wurden. Hier nicht. Der Film strotzt vor Kraft. Aber nicht, weil man sie sieht, sondern weil man sie spürt. Und dennoch gibt es Momente, wo man vor lauter Kraftüberschuss auf den Knall wartet und der kommt einfach nicht und dann merkt man, dass das auch gut so ist. Gut für alles: Den Film, die Handlung, die Protagonisten, die Story.

In einer Szene beurteilt der Killer sein Ziel so: „Er zieht sein Ding voll durch und er zögert nie!“ und man nimmt das wahr und stimmt dem zu und ist überwältigt, wie simpel man das beschreiben kann. Und bald darauf merkt man für sich selbst: „Das stimmt ja eigentlich so gar nicht, aber ich will das trotzdem glauben.“ Und auch dieser Film hat seine ruhigen Phasen, die aber nie als „in die Länge gezogen“ wirken und es gibt Wendungen, wo man selbst als Zuschauer hin- und hergerissen ist.

Und auch die diversen Spannungsbögen findet ihr Ende, ohne das man zunächst erfährt, wie es nun weiter gehen soll. Bei mir war es so: Bis zum Ende des Films habe ich nicht kommen sehen, wie es genau weitergeht (und eigentlich kann ich das mittlerweile ganz gut). Zwei mal habe ich mich richtig erschrocken! Und immer ist noch eine Überraschung parat… am besten gar nicht versuchen, mitzudenken sondern einfach auf sich wirken lassen.

Alles in allem ein Film, für den es sicher eine Kategorie gibt. Ich kann das aber nicht benennen, da ich kein geübter Filmkritiker bin. Wenn ich gezwungen würde, eine Aussage zu treffen: So ist ein Film, wie er sein könnte, wenn man keine Computer benutzen will.

Kinostart ist der 17.03.2011 und ich spreche eine klare Empfehlung aus (ohne dass ich dadurch einen Vorteil hätte). Noch ein Tipp von mir: Wenn es irgendwie geht, dann meidet vorher jeden Trailer, jede Information über diesen Film und geht mal einfach so ins Kino und pfeift euch das rein.

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Geocaching

Ja ja, ich mach auch jeden Scheiss mit, denkt ihr bestimmt. Das ist aber nicht ganz korrekt: ich picke mir die tollen Sachen raus 😉

Vom Geocachen sollte eigentlich jeder schon mal gehört haben. Immer häufiger wird irgendwo darüber berichtet. Wenn nicht, hier eine grobkurze Zusammenfassung:
Jemand versteckt an einer bestimmten Stelle etwas und stellt die Koordinaten anderen zur Verfügung. Diese können dann versuchen, diese Stelle zu finden.

Eigentlich nichts anderes als eine Schnitzeljagd, nur mit besseren technischen Mitteln (welche man auch benötigt).

Wir als Familie haben uns vor einiger Zeit entschlossen, da mal mit zu machen. So hat man einen Grund mehr, am Wochenende raus zu kommen. Das Finden der Caches ist oft verbunden mit viel Bewegung in der freien Natur. Je nach Cache-Art und -Beschreibung kann/muss man einige Vorarbeit leisten, damit der Cache (leichter) gefunden wird. Und heute haben wir unseren ersten Cache gefunden! 😀

Wir haben uns vor einigen Wochen schon mal daran gemacht, sind aber viel zu naiv an die Sache rangegangen.  Ich will das mal beschreiben, ohne zuviel zu verraten: Die Pfiffigkeit des von uns ausgesuchten Caches besteht darin, dass zwei Start-Koordinaten vorgegeben sind statt einer. Von beiden ist jeweils die Entfernung zum „Schatz“ in Metern festgehalten. Nun muss man den Punkt finden, der diese Bedingungen erfüllt (Tipp: Schnittpunkt). Auf Grund von Ungenauigkeiten kann der gefundene Zielpunkt zu einem mehrere Meter grossen Kreis wachsen. Beim ersten Suchen hat uns das gereicht, aber je näher wir dem mutmasslichen Ziel kamen, desto genauer wussten wir, dass wir falsch sind… beim zweiten mal bin ich dann wesentlich präziser vorgegangen. Ich habe Online Karten studiert, Koordinaten eingetragen und vermessen, ich hatte sogar einen Kompass besorgt. Und dieses mal waren wir mit mehreren Leuten unterwegs und konnten uns dem Ziel von zwei Seiten nähern. Und was war die Aufregung groß, als der gefundene Ort den Angaben entsprach! Netterweise ist in der Cache-Beschreibung noch ein Foto abgebildet, welches den Zielpunkt (siehe Bild oben) samt GPS-Gerät des Cache-Versteckers zeigt. Nach etlichen Minuten stöbern und abgleichen von Realität und Foto und schieben von Laub und Stöcken und Erde konnte ich nach Entfernen einer dünnen Erdschicht etwas ausmachen! Eine kleine Plastikdose! Darin ein paar kleinere Gegenstände und das sogenannte „Logbuch“. Einige Einträge waren schon drin und ich habe uns voller Stolz dazu eingetragen. Ein erhebender Moment! Vorher habe ich mich noch kurz versichert, dass kein anderer sieht, was wir hier treiben. Die „anderen“ Nicht-Cacher werden übrigens Muggel genannt. Recht passend, wie ich finde 😉 Und den Kompass hab ich gar nicht gebraucht.
Nun, nach dem ersten geloggten Fund, kann ich mich als echten Geocacher bezeichnen und wir werden auf jeden Fall versuchen, noch weitere zu finden. Und ich freue mich schon darauf: Wenn wir mal wieder durch Deutschland fahren eben hier oder da halt machen und einen Cache finden. Und vermutlich werde ich auch hier zu Hause einige neue Ecken kennenlernen, von denen ich sonst sicher nicht erfahren hätte!

Wer mehr darüber erfahren will, dem empfehle ich den Wikipedia-Eintrag dazu. Wer dann tiefer eindringen will findet sicher die Geschichte zum „first Germany“, das fand ich recht beeindruckend. Dazu kommen die gängigen Internetseiten, wie z.B.: http://www.opencaching.de

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Flattrn

Nachtrag:
Mittlerweile hat sich das Flattr-Modell ja geändert, man muss u.a. keine Mindestsumme zur Verfügung stellen. An den generellen Einstellungen des Plugins ändert das natürlich nichts…

Wie ihr vielleicht schon gesehen habt, habe ich mich entschlossen, Flattr mit ins Blog einzubinden.

Ich finde das eine feine Sache. Sicherlich wird man damit nicht reich, aber in jedem Fall ist es eine nette Anerkennung für Dinge, die einem gefallen. Ich will und werde damit nicht meinen Server finanzieren können. Aber ich werde mich freuen, wenn jeden Monat ein paar Cent „Belohnung“ zusammen kommen, die mich sicher motivieren, noch mehr und (vielleicht noch wichtiger 😉 ) besser zu bloggen.

Die Mindestsumme, die man bei Flattr je Monat zur Verfügung stellen muss, beträgt 2,- Euro. Und ich nehme an, die meisten Nutzer haben auch nur diesen Betrag ausgewählt. Und wer bei Flattr kassieren will, der muss auch zahlen. Also idealerweise ist das alles nur ein Kreislauf. Der Reiz dabei: Der Betrag (also z.B. die 2,- Euro) werden jeden Monat durch die Anzahl eurer Flattr-Klicks geteilt. Macht ihr das also nur einmal, dann erhält derjenige 2 euro, macht ihr das zehn mal, dann erhält jeder nur 20 Cent. Und wenn man keinem seinen Flattr-Betrag zukommen lässt, dann wird das Geld für wohltätige Zwecke gespendet.

Und Ich bin schon häufiger auf Sachen gestossen, die ich gerne belohnt hätte, da ist Flattrn eine nette Geste. Und fair. Und es ist mir hundermal lieber, als wenn ein Betreiber mit Werbungsbanner, Popups etc. versucht, sein Webprojekt zu (re-)finanzieren. Am schlimmsten finde ich diese Dinger, die sich riesig von der Seite reinschieben und man dann erstmal den Close-Button finden muss, um das wieder loszuwerden. Bei ganz hinterfotzigen Dingern ist der rechte Button nicht der, der das Ding schliesst sondern die Seite im Hintergrund öffnet, obwohl ein X als Symbol dargestellt ist (was ja allgemeinhin mit „schliessen“ gedeutet wird).

Aber zurück zu Flattr. Die Anmeldung dort ist sehr einfach. Und wenn man „drin“ ist, dann wird man einzeln durch die notwendigen vier Schritte geführt, bis man alles vollständig eingerichtet hat. Leider bislang nur auf englisch, was vielleicht nicht jedermanns Sache ist. Da soll sich aber in Zukunft was ändern, habe ich gelesen. Einzahlen kann man bei Flattr neben Paypal u.a. auch mit Kreditkarte, was ich sehr gut finde (Meine Abneigung zu Paypal hatte ich noch nicht erwähnt, oder?)

Die Einrichtung des Plugins war nicht ganz so einfach, wie ich das gedacht hätte, ging letztendlich aber doch gut. Komischerweise konnte ich einige Dinge einfach nicht speichern. Ich will mal kurz erklären, wo bei mir der Haken war, vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen.

Nach der Installation und Aktivierung des Plugins (einfach Flattr suchen, das oberste ist wahrscheinlich das richtige) erscheint im Admin-Bereich von WordPress links unten das Flattr-Menü. Zunächst sollte man dort mit seinem Flattr-Account connecten. Das geht recht einfach und selbsterklärend. Dann auf dem nächsten Reiter „Post/Page Buttons“:

Hier gibt man an, welche Default-Kategorie (für Flattr) man möchte,  welche Sprache man nutzt. Ausserdem:

  • Insert button before the content: Soll der Button über den Text oder darunter? Angehakt erscheint er darüber.
  • Use the compact button: Es gibt zwei Grössen der Buttons, ich habe den kompakten gewählt.
  • Hide my posts from listings on flattr.com: Sollen die Beiträge bei Flattr.com versteckt werden? Nö, man will ja gelesen und belohnt werden 😉
  • Insert Flattr button into posts/pages automagically: Wenn angehakt, dann erscheint der Button eben immer bei jedem (alten und neuen) Beitrag. Scheint mir sinnvoll. Ist auch das einfachste, man muss nichts weiter machen, eben alles „automagisch“.

Nun kann man auf „Save Changes“ klicken und hat alle groben Einstellungen fertig. Leider war es bei mir eben so, dass nichts gespeichert wurde. Unter den „Advanced Settings“ fand ich dann einen gelb markierten Hinweis, dass mein Server „cURL“ nicht unterstütze und deswegen einige Optionen nicht verfügbar wären. Ich bezog das nur auf die Option zur Übertragung meiner Beiträge in Richtung Flattr. Aber es wird wohl generell benötigt. Da ich im Netz kaum Informationen dazu fand nehme ich an, dass die verbreiteten Hosting-Server dieses von Haus aus unterstützen. Mein Server aber nicht. Zum Glück habe ich Debian am laufen und dort reichte als Root die Eingabe „apt-get install php5-curl“. Nachdem er das durchgerödelt und beendet hatte muss ich mich nur erneut in mein Blog einloggen und auf einmal hatte ich viel mehr Optionen und der Warnhinweis war auch verschwunden.
Falls ihr das gleiche Problem habt, aber keinen Root-Zugriff auf den Server, dann könnt ihr versuchen, dass in der php.ini zu definieren: Einfach die Zeile „extension=php_curl.dll“ dort (ohne Anführungszeichen) einfügen. Falls diese Zeile schon vorhanden ist achtet darauf, das kein Semikolon (;) davor ist! Natürlich kann ich nicht garantieren, dass es funktioniert, aber ein Versuch ist es sicherlich wert. Kaputt gehen wird nichts.

So, und wenn ihr das jetzt hilfreich und gut fandet, dann dürft ihr nun Flattr testen 😀

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warme Gedanken

Wenn man sich die letzten Tage so umhört, dann schimpft jeder darüber, dass das nun echt mal genug sei mit der Kälte und dem doofen Wind und dem Winter überhaupt. Kann ich auch verstehen, ich habe ja auch genug von all dem. Aber wir haben noch Februar, da ist „Winter“ völlig normal. Das Problem ist, dass dieser Winter im letzten Jahr schon so früh anfing mit Frost und Schnee, und deswegen scheint das nun soooo lang.

Also packt man sich weiterhin warm ein, wenn man vor die Tür geht, und warme Gedanken können sicher auch nicht schaden 😉
So stand ich neulich draussen, fein in der Sonne, sah das Auto da oben auf dem Bild und dachte spontan: Ob dieses Fahrzeug wohl eine Rolle in einer Pornfilmproduktion gespielt hat? (OK, das muss nicht jeder verstehen…)

Und wer weiss, vielleicht nützt der lange Winter indirekt, weil weniger Insektenlarven etc. überleben und wir so bald unser Bier beim Grillen mit weniger Gesummsel um die Ohren geniessen können?
… eines ist auf jeden Fall sicher: Es wird am meisten über das geredet, was man am wenigsten ändern kann: das Wetter.

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Als ob ich nichts zu tun hätte

Ich bin in keinem Verein, habe keine regelmässige Skatrunde oder Kegelclub, gucke nicht viel Fernsehen, muss nicht mehr als 38 Std. die Woche arbeiten, habe wenig Kontakt mit meiner Familie und eigentlich überhaupt relativ wenig Freunde, aber:

Neben dem nun jährlichen LvS, wo die Planung fast das ganze Jahr über läuft, fahre ich auch noch Rasenmäherrennen. Und fahren heisst auch selbst bauen und tüfteln und reparieren und mit Gleichgesinnten austauschen. Die Saison geht ca. von April bis Ende September mit Rennen fast überall in Deutschland. Für jede Saison erstelle ich auch noch eine Meisterschaftsliste und habe die Startnummernliste erfunden und pflege diese. Und weil mir das offenbar immer noch nicht reicht, machen wir oft so Sachen wie Maibaum aufstellen oder ein Online-Schachturnier und wir haben eine Fussball-Tippgemeinschaft, die neuerdings auch die 1.Bundesliga tippt und natürlich hat man immer auch etliche Projekte, die einfach nicht weiterkommen. Wie beispielsweise die Idee der beiden LvS-Parteien, wir könnten ja mal eine Art „bemannte kleine Panzer mit Tretantrieb“ bauen und gegen einander antreten (zum Glück redet da erstmal keiner mehr von). Dazu kommen natürlich noch Sachen, die man im Internet gar nicht findet, wie: Dachboden, Garage, Arbeitszimmer aufräumen (wollen) und für die nächste Kohlfahrt am 26.02. wollte ich auch noch dem Bollerwagen einen Antrieb verpassen, weil immer nie einer ziehen will. Angefangen habe ich schon, liegt alles zerlegt in der Garage… Dass ich einen Garten mit Teich mit Fischen drin habe brauche ich ja gar nicht erst erwähnen, genau wie die Carporterweiterung, die ich meiner lieben Frau zum letzten Herbst(!) ganz fest versprochen habe, damit auch ihr Auto im Winter nicht zufriert und einschneit (Ich hatte die Hoffnung, dass der Winter schon nicht ganz so schnell und heftig kommen wird). Und der Alex will immer noch seine Steine (für eben mein Carport) loswerden.

Und bloggen tu ich auch noch 😀

Warum ich das alles schreibe? Letzten Freitag hatten wir ein „geselliges Beisammensein“ mit drei Leuten und Metaxa. Und zu späterer Stunde kamen wir überein, dass wir dringenst mal wieder was machen müssen und wir haben ja so viele gute Ideen und wir sind so toll und auf einmal sagt Kai einfach so in den Raum hinein: „Also dieses Robotwar, das müssen wir auch mal machen, das finde ich toll“. Und wie wir so reden und laienhaft fachsimpeln und immer mehr der Meinung werden, wir kriegen das eh nicht gebacken, haben wir auch schon einen Stichtag ausgemacht: In 14 Tagen treten unsere Bots gegeneinander an.

In 14 Tagen! Leute! Freitag Abend klang das noch wie eine gute Idee… als ersten Schritt habe ich gleich mal meinen Söhnen ihre Fernlenkautos abgeschwatzt, als zweiten im Netz der Netze mir Matrix-mässig Wissen angeeignet und als dritten eine alte Tür auf zwei Böcken in mein Arbeitszimmer gestellt. Als Modellbauplatz.
Und irgendwann dazwischen gleich mal eine Domain gesichert, ohne zu wissen, was für Content dahin soll. Die Idee hatte ich, als ich den anderen beiden die dritte Mail schrieb mit Dingen, die wir unbedingt beachten müssen. Und weil ich das immer mal machen wollte habe ich da das so genannte „Miniblog“ installiert. Ich wollte nicht schon wieder WP nehmen und ein Forum war mir zu dick… das Miniblog funktioniert wie erwartet, ist aber recht bescheiden (Interessant ist, dass man es offenbar in eine bestehende Seite einbinden kann).

Wo ich hier so plaudere kann ich auch die neue Domain gleich nennen: http://nordbotwar.com. Nicht unbedingt ein geiler Name, aber klingt irgendwie wichtig und organisiert und war das zweitbeste, was mir einfiel (das erstbeste waren die Anfangsbuchstaben der Teilnehmer, aber da kam nix lesbares und/oder cooles bei raus). Auf der Seite wird aber zunächst nicht all zu viel interessantes für Aussenstehende stehen und von meinen speziellen Ideen und technischen Fortschritten verrate ich mal gar nichts, der Feind könnte ja was mitbekommen 😉
Aber wenn alles vorbei ist, dann werde ich da sicher einen kleinen Erfahrungsbericht mit einigen Bildern platzieren… notiert euch das Datum und die URL, wenn ihr interessiert seid…

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Das Buch der Ausreden

Kennt ihr das? Manchmal ist man in einer Situation, wo man einfach eine passende Ausrede braucht. Man will nicht wirklich lügen, aber man will das, was ein anderer gerade von einem will, nicht machen und sucht einen Grund dafür. Oder man kommt aus irgend einem doofen Grund (meist Faulheit…) zu spät. Weil ich mal einen Freund hatte, der sowas echt mal nötig hatte, habe ich vor Jahren „das Buch der Ausreden“ geschrieben. Auf viele kleine Zettel verteilt, zusammen geheftet und dann zum Geburtstag verschenkt.

Nun, hier ist es, zusammen gefasst und nicht als Buch. Einige Punkte sind meinem Kumpel damals sogar echt passiert, z.B. Punkt 11:

Das Buch der Ausreden

1. Ich habe eine Strassenallergie

2. RTL sagt, es hat eh‘ keinen Sinn.

3. Ich wurde für „Popstars“ entdeckt und hatte Probeaufnahmen.

4. ich bekam die Q-Tipps nicht aus dem Ohr

5. der Hund hat den Wecker gefressen

6. Ich finde den Motor meines Minis nicht.

7. Die Polizei hat unsere Strasse gesperrt weil der Kanzler kommt.

8. Ich war die Nacht in der Ausnüchterungszelle

9. Meine Eltern haben goldene Hochzeit

10. Meine Schwiegereltern haben goldene Hochzeit

11. Ich musste ein Schaf retten.

12. Die Sitte hat mein Haus durchsucht.

13. Bin Legasteniker und konnte den Stadtplan nicht verstehen

14. Die [Fluss in der Nähe] ist über die Ufer getreten.

15. Mein Klopapier ist alle.

16. Habe meine Butterbrotdose nicht gefunden.

17. Der Wachhund des Nachbarn lässt mich nicht vom Hof.

18. Habe den Code fürs Auto vergessen.

19. Ich konnte mich einfach nicht entscheiden, mit welchem Motorrad ich fahre.

20. Ein Satellitenausfall legte die Navi meines Autos lahm.

21. Mein Horoskop sagt, ich soll dieses Jahr im Bett bleiben.

22. Das Datum am Computer zeigte „Sonntag“.

23. Bin im Waschbärenverein und übe Winterschlaf.

24. Mein Arzt ist krank.

25. Mein Apotheker ist krank.

26. Mein Drogendealer ist krank.

27. Die Polizei hat unsere Strasse gesperrt, weil der Papst kommt.

28. Detlev hat Geburtstag.

29. Ich dachte, ich hätte im Lotto gewonnen.

30. Der Kinderwagen musste dringend zur Inspektion.

31.Mein Computer hat den Montags-Virus.

32. Ich musste die Katze zum Arzt fahren.

33. Ich bin pünktlich, der Rest war zu früh.

34. Der Wünschelrutengänger sagte, ich darf nicht über unsere Einfahrt gehen.

35. Die Telekom verlegt bei uns Breitbandanschlüsse, da kam ich nicht vorbei.

36. Reste der MIR fielen vor meine Haustür.

37. Ich wollte „die unendliche Geschichte“ noch zu ende lesen.

38. Meine Einschlaf-Spieluhr war in einer Endlosschleife.

39. Ich konnte meine „Pillen“ nicht finden.

40. Mein neues Federbett wollte nach Süden fliegen.

41. Mein Nachbar hat seine Zeitmaschine getestet.

42. Ich habe auf meine Morgenlatte gewartet.

43. Ich bin Beta-Tester für ein neues Schlafmittel.

44. Das Kind ist endlich eingeschlafen und meine Frau wollte Sex.

45. Ich bin jüdisch geworden und heute ist Sabbath.

46. Ich war Unfallzeuge.

47. meine Frau hatte gekocht.

48. mein Adventstürchen hat geklemmt.

49. Ich konnte mich einfach nicht entscheiden, mit welchem Bein ich aufstehe.

50. Ich habe Hausarrest.

51. Ich bekam meinen Schlafsack nicht auf.

52. Ich hab Pipi inne Augen und musste zum Urologen.

53. Der Schülerlotze liess mich nicht über die Strasse.

54. Meine Frau hat mich mit Handschellen ans Bett gefesselt und die Schlüssel nicht wieder gefunden.

55. Ich hatte zwei verschieden grosse Schuhe an und bin immer im Kreis gelaufen.

56. Der Kaffee war zu schwach und ich bin wieder eingeschlafen.

57. mein neuer Wecker ist aus Korea und geht um sieben Stunden falsch.

58. Ich bin zu alt für den Scheiss.

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Kein Henne-Ei-Problem!

Warum wird da so viel drüber geredet, immer wieder zitiert, gegrübelt etc.?

Es gibt kein Henne-Ei-Problem! Ist doch ganz einfach:

Also:
Das Ei war zu erst da.

Warum?
Die Henne, wie wir sie kennen, wie sie in dem „Problem“ erwähnt wird, ist einem (dem!) Ei entschlüpft. Dieses Ei wurde von einem Tier gelegt, das der uns bekannten Henne wahrscheinlich sehr ähnlich war, aber auf Grund der Evolution gentechnisch (noch) so weit abwich, das es nicht als Henne gelten konnte.

Fertig.

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Facebook – eine Gegendarstellung

Hier eine Gegendarstellung zu meiner wahren unwiderlegbaren Aussage. Diese Gegendarstellung schrub ich selbstverständlich nicht selber (ich schwör!). Ist sicherlich auch etwas sehr provokant, aber das haben Gegendarstellungen ja oft an sich:

Sehr geehrter Holger,

sie sehen die grösseren Zusammenhänge hier nicht. Natürlich wird Facebook benötigt, selbstverständlich brauchen wir Twitter! Das ist mitnichten Zeitverschwendung oder wie Sie schreiben „verschenkte Energie“, ganz im Gegenteil, es handelt sich bei diesen Communitys um eines der erfolgreichsten Konzepte der neuen „e-volution“

Was hier passiert ist die Aussortierung der geistig Schwachen, der Manipulierbaren, der e-sklaven. Diese haben für die Evolution keine Wert und müssen dementsprechend in naher Zukunft verschwinden. Anscheinend hat aber die Evolution in den letzten Jahrzehnten einen friedlicheren Weg eingeschlagen, Auslaufmodelle werden nicht mehr eliminiert, die werden auf ein Abstellgleis geschickt und dürfen dort Ihr Leben fristen.

Als Auffangbecken für diese Gestalten wurden die Communitys entwickelt.
Hier darf jeder sein, was er möchte, wozu er im „Real Life“ niemals fähig wäre.
Jeder darf seine Träume und seine Wünsche ausleben und dann glücklich auf sein Ende warten.

Dadurch, dass diese „Gemeinschaften“ nur virtuell existieren, ist eine Vermehrung der Mitglieder ausgeschlossen, dies geht nun mal nur im „Real Life“ mit entsprechendem  Körpereinsatz.

Womit wir zusammenfassen können:
Facebook und Co sind ein genialer Schachzug der Evolution. Nicht lebenstaugliche Spezies werden ausgegliedert und dürfen ein, ihren Fähigkeiten angemessenes, glückliches Leben führen!

Ob Sie, unter Berücksichtigung dieser Tatsachen, einen Facebook-Account benötigen, dass müssen Sie jetzt selber entscheiden….

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wahre unwiderlegbare Aussage

Ich bin durchaus ein Kind des Internets. Ich war schon online, als noch mein nächster Einwahlknoten nur per Ferngespräch erreichbar war (wer kennt denn sowas noch?). Ich betreibe einige Internetseiten, bin in einigen Foren aktiv und passiv unterwegs, gebe Kommentare in Blogs und Beiträgen ab, mein Computer ist immmmmer an und online, ich mache Sachen im Internet, die Leute, die vor alles, was sie wollen “www” schreiben, gar nicht kennen und nie begreifen werden, ich schreibe mehr eMails als SMS, ich brauche mein iPhone kaum zum telefonieren, aber ich habe es nie verstanden, obwohl ich wie verrückt Informationen, Gründe und Erklärungen suche:

Warum zum Teufel brauche ich einen Facebook-Account?

Facebook und ähnliche Communities braucht kein Mensch und verbrennen mehr Zeit und Energie als Pornos zu produzieren (und/oder zu gucken). Dort tummeln sich doch fast nur Menschen, die nach Aufmerksamkeit, Anerkennung und Sex gieren und im Real Life dazu vermutlich nicht in der Lage sind. Und Klugscheisser, denen sonst keiner zuhört weils einfach keinen interessiert (jaaa, das ist vielleicht überspitzt, aber ich will auch mal polarisieren). Dennoch: Verschenkte Energie.

„Ich hab gut reden, ich war da ja noch nie“, werden sicher nun einige einwenden. Genau, und ich muss da auch nicht hin. Ich will auch gar nicht über Statusänderungen anderer Leute per Mail informiert werden und ich will dort auch nicht hinterlassen, dass ich gerade einen neuen Blogeintrag verfasst habe und mir dann Leute dort statt hier mitteilen: „Gefällt mir“. Dafür ist hier die Kommentarfunktion freigeschaltet und hier gehört es hin.

Warum muss man die gesamte Kommunikation von überall abziehen und auf FB und Co. zusammenziehen? Ich höre schon: „Ja, genau, das ist das tolle, alle Infos gebündelt, ist doch prima!“ Nee, Leute, das ist Mist. Es gibt sowieso schon zuviel Information, und das noch alles auf einen Haufen werfen?

Man geisselt sich selbst, und das nur zum Selbstzweck.

Vom offenbar durchaus rentablen Zweck für die Betreiber der Plattformen will ich gar nicht erst anfangen und schon gar nicht vom Missbrauch etlicher nur scheinbar persönlicher Daten. Darüber wird sich an genug Stellen im Netz ausführlich ausgelassen.

(Nachtrag: Es gibt auch eine Gegendarstellung)

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Readers Digest Auswahlbücher

Readers Digest Auswahl

Ja, ich lese Bücher. Leider vernachlässige ich das in letzter Zeit sehr, hänge viel zu viel vor dem Computer 😉 Aber immer wieder stosse ich auf interessante Titel, wo ich denke „das muss ich lesen!“. Ob es nun Tipps von Kollegen sind, die während eines Gespräches fallen (Rattentanz) oder Buchtipps im Radio (Britannica & ich) oder gar eine Shortbook-Zusammenfassung (Die Gelehrtenrepublik).

Und nun möchte ich eine Lanze brechen für eine andere Quelle, um über interessante Bücher „zu stolpern“:
Reader’s Digest Auswahlbücher. Ich kenne die von klein auf an, da meine Mutter die damals irgendwie abonniert hatte oder so… richtig drum gekümmert habe ich mich da aber nie drum, denn schon die Titel der Bücher sagten mir nichts. Nun, mit dem Alter ist auch die Erfahrung gekommen und so manchen Titel habe ich dann doch wieder erkannt, z. B.:

  • die Akte
  • der große Bellheim
  • fürn Groschen Brause
  • Im Westen nichts neues
  • Die Nadel

Derlei Titel sollten eigentlich jedem was sagen, der nicht völlig ahnungslos durch die Welt geht.

Aber was ist das besondere an diesen Auswahlbüchern? Der Verlag selbst beschreibt es so:

„Ein Buch – vier internationale Bestseller in gekonnter Kurzfassung! Packende, mitreißende und gefühlvolle Lektüre auf fast 600 Seiten“

Ich denke, das wichtige Merkmal ist hier: in gekonnter Kurzfassung. „Im Westen nichts neues“ wird beispielsweise als drittes von den vier Romanen in einem Buch auf ca. 132 Seiten abgedruckt. Die Bertelsmann-Ausgabe von 1959, die ich besitze, braucht für die Geschichte über 300 Seiten.
Als geübter Leser merkt man auch hier und da, dass irgendwie was fehlt oder ein Sprung in der Geschichte gemacht wird. Aber generell hemmt nichts den Lesefluss, es ist keine Zusammenfassung wie es vielleicht ein Achtklässler machen würde 😉

Man kann sicher eine spannende Kontroverse darüber führen, ob so eine Kürzung ein Werk verschandelt oder unbrauchbar macht und ganz sicher ist das auch nicht falsch. Ich aber sehe eine solche gekürzte Fassung als ideale Möglichkeit, „mal eben schnell“ einen Roman wahrzunehmen (hätte ich mir im Nachhinein für Rattentanz sehr gewünscht…). Wenn es einen dann wirklich anspricht, kann man sich immer noch die vollständige Ausgabe besorgen.

Meist ist nur einer der vier Auswahlbücher ein Titel, der auch nur einigermassen bekannt ist und die anderen sind Füllstoff, die einen aber durchaus mal überraschen können.

Der schöne Vorteil: Auf Flohmärkten wimmelt es nur so von diesen Auswahlbüchern, die man in der Regel für nen Euro erwerben kann, oder gar fünf für vier, je nach Verhandlungsgeschick 😉

So kommt man dann an Bücher, von denen man sonst wahrscheinlich nie was erfahren hätte, wie diese hier:

  • Pilot am Scheideweg
    Ein Alkoholabhängiger Pilot und sein Leben…
  • Hundeleben in Herrlichkeit (Bericht einer Reise)
    1964 verliess ein Paar ihr Alltagsleben und segelte mit ihrer „KAIROS“ um die Erde. 1967 kehrten sie zurück.
  • Bomber (Len Deighton)
    1943 zerstört eine englische Luftarmada durch ein Versehen eine kleine Stadt. Deutsche Nachtjäger versuchen, einige der Bomber vor dem Ziel abzufangen

Und natürlich schafft man die kürzeren Geschichten auch in kürzerer Zeit, man kann also mehr Bücher lesen oder noch mehr Zeit im Internet verbringen. Für weniger geübte Leser ist es auch eine gute Möglichkeit, sich an Lesestoff heran zu tasten…

… probiert es mal aus, ist besser als Fernsehen!

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