Schnell noch…

… das passende Buch besorgen, denn schon bald könnte es so weit sein:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wir-sind-angespannt-Sonnenfinsternis-birgt-Blackout-Gefahr-2574145.html

http://www.golem.de/news/sonnenfinsternis-und-solarstrom-wie-energieversorger-den-blackout-verhindern-1503-112641.html

http://www.welt.de/videos/article137654355/Sonnenfinsternis-koennte-Blackouts-ausloesen.html

OK, das ist nun etwas Werbung in eigener Sache, aber schaden kann es doch nicht, oder 😉

101TippsfuerdenwerdendenPrepper

 

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Mensch Gottfried!

Ihr, die ihr das hier lest, tut mir bitte einen Gefallen: Geht in die ZDF-Mediathek und sucht nach „Mensch Gottfried“. Ihr werdet hoffentlich einen Bericht finden aus der Reihe „37 Grad“. Guckt ihn euch an. Diese Dokumentation dauert keine dreiviertel Stunde und wenn ihr nur annähernd so tickt wie ich, dann seid ihr zumindest nachdenklich, wenn der Bericht zu Ende ist. Vielleicht sogar berührt oder gar ertappt.

Ich weiss gar nicht, wann ich ihn das erste mal gesehen habe. Drauf gestossen bin ich über Umwege, über ein Youtube-Video, welches nicht ganz vollständig war. Und ich weiss auch nicht, wann das im Fernsehen gesendet wurde oder wie lange das in der Mediathek zum Anschauen vorgehalten wird. Aber ich kann mir denken, dass die ZDF’ler dort Dinge entfernen, die über einen gewissen Zeitraum so wie so kein Mensch guckt. Und das möchte ich bei und für Gottfried vermeiden. Auf jeden Fall hat er verdient, dass ihm mehr Menschen zuhören. Und wenn darauf hin jeder seine Lebensweise nur ein ganz klein wenig ändert oder gar nur mal darüber nachdenkt, dann hat sich das auch schon gelohnt.

Was mich immer wieder am Rande begeistert hat: Der Gottfried hat nicht einfach geantwortet, wenn ihm offenbar eine Frage gestellt wurde sondern er hat einen Moment nachgedacht, nach den rechten Worten gesucht. Das mag ich. Viel weiter will ich gar nichts darüber schreiben, schaut euch das einfach mal in einem ruhigen Moment an. Vielleicht können wir das ja später mal zu einem Thema machen…

mensch_gottfried

Denn: Wer Stille will muss ruhig sein.

 

 

 

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101 Tipps für den werdenden Prepper

Nun ist es schon passiert, obwohl es noch gar nicht so lange her ist, das ich darüber schrieb: Ich habe wieder ein Buch geschrieben und es ist wieder eine Art Fachbuch geworden:

101TippsfuerdenwerdendenPrepper

101 Tipps für den werdenden Prepper
Vorbereitet für welche Krise auch immer

Die Idee zu dem Buch kam so ganz langsam, und etwas verdichtet hatte sich das alles mit meiner Artikelserie über den Blackout. Was ein Prepper ist, weiss jeder, oder? Das sind Menschen, die sich vorbereiten, um auch nach Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung möglichst unabhängig weiterleben zu können. Oft reduziert auf das Wesentliche im Leben: Was zu Essen haben und so weiter. Und solche Blackout-Artikel schreibt man ja nicht, ohne sich ernsthaft Gedanken zu machen. Und wie ich mich so umgehört und -geschaut habe, ist mir aufgefallen: Es gibt bei den Menschen in der Bevölkerung hauptsächlich zwei Typen: Die, die voll im Thema sind, schon jetzt (fast) vollkommen autark leben und Unmengen von Lebensmitteln horten, nebst allerlei Ausrüstung (Von A wie Armbrust bis Z wie Zahnarztinstrumente ist so ziemlich alles dabei) und die andere Seite, die sich zu dem Thema überhaupt keine Gedanken macht und „die anderen“ als Spinner abtut. Mir wäre aber der dritte Typ lieber: So weiterleben wie bisher, aber zumindest mal über alles nachgedacht und einen Plan B im Hinterkopf. Ohne für hunderte von Euro Ausrüstung etc. anzuschaffen und/oder zu lernen, wie Nehberg und andere Survival-mässig zu überleben. Eigentlich ist das die Art, wie ich an die Sache rangehe und als ich vor einiger Zeit anfing, meine eigenen Informationen mal schriftlich festzuhalten und zu sortieren, da stand auf einmal fest: Ich mach das „richtig“ und bringe das als Buch heraus, damit andere da auch was von haben. Auch hier nehme ich an, dass dieses Buch nicht meine Haupteinnahmequelle wird, aber von mir aus sollte jeder Haushalt ein Exemplar im Regal haben… es lohnt sich, ehrlich!

Da ist es also und wie schon gewohnt wieder über BoD. Und wie schon beim ersten Buch habe ich Lehrgeld zahlen müssen beim Veröffentlichen des Buches so ganz ohne Lektorat etc.: Denn obwohl ich seeehr pingelig bei der Erstellung war, alles zwei dreimal gelesen und drübergeschaut, damit alles mit den Überschriften, dem Inhaltsverzeichnis etc. passt, hatte ich einen doofen Fehler im Text gemacht. Der fiel mir neulich spontan ein, als das Buch schon fünf Tage hochgeladen und das so genannte Mastering schon abgeschlossen war. Ich will das nun nicht in aller Breite erzählen, aber es war ein logischer Fehler, mit dem man hätte leben können, der mich persönlich aber unglaublich ärgerte. Also hab ich alles noch mal überarbeitet und als neue, zweite Auflage hochgeladen. Das kostet natürlich noch mal das gleiche Geld wie eine Neuauflage. Sollte ich noch mal ein Buch rausbringen wollen, dann werde ich mich zwingen, das Manuskript von einem Freund lesen zu lassen, auch wenn ich bzgl. Kritik sehr dünnhäutig sein kann…. das muss ich mir als Buchautor sowieso abgewöhnen. Und falls einer das Buch kauft: Ihr dürft gern ein Kommentar bei Amazon schreiben, aber seid nicht so hart mit mir, ich bin doch empfindlich… und das Buch kostet nur 8,80 Euro, das ist doch auch fair 😉

Falls einem das Cover des Buches irgendwie bekannt vorkommt: Es ist die gleiche Vorlage wie schon für mein erstes Buch. Und das Bild verwendete ich sogar hier in einem Artikel. Ich rede mir ein, dass die Bücher so einen gewissen Wiedererkennungswert haben, aber ob ich das gleiche noch mal für das nächste Buch verwendet möchte ich nicht beschwören 🙂

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Blackout: Restgedanken

Beim Aufräumen meiner Festplatte fand ich noch unten stehenden Text, welchen ich mal irgendwann bei der Recherche zu den Blackout-Artikeln geschrieben habe. Wenn ich mich recht erinnere, habe ich das in keinem Artikel „verwertet“ (ich hab jetzt nicht alle Artikel noch mal durchgelesen, das könnt ihr tun…), drum möchte ich das hier noch präsentieren, damit es nicht ungelesen verschwindet. Im Groben ist es eine Reaktion von mir auf einige Beiträge in diversen Foren, die sich mit Survival, Überleben und „darauf vorbereiten“ beschäftigen. Die Quellen, auf die ich wohl eingehe, habe ich aber nicht mehr. Egal, ist auch so einigermassen lesenswert:

Da man weder weiss, ob wann noch was passiert gibt es auch keine Möglichkeit, einen detaillierten Plan aufzustellen. Dieses ist ein Fakt: Der letzte Mensch, der als Universalgenie galt, war Gottlieb Wilhelm Leibniz und der ist seit 300 Jahren tot. Alle Menschen danach sind mehr oder weniger Spezialisten, keiner kann oder weiss alles. Das Zauberwort lautet „Improvisation“. Idealerweise ist man also Spezialist im Improvisieren. Ich habe keine Ahnung, ob man derlei bis zur Perfektion üben kann. Vermutlich nicht, aber sicherlich kann man Erfahrungen sammeln. Erfahrung ist übrigens das Lernen aus Fehlern. Also hilft es wenig, wenn man sich ganz viel Wissen „anliest“ und davon ausgeht, dieses Wissen im Falle des Falles abrufen zu können. Wer das von sich glaubt, der soll mal bitte eine Anleitung zum Binden eines Knotens, den er noch nicht beherrscht, lesen und dann mit Händen hinter dem Rücken nachmachen. Für den Laien sollte ein Palstek reichen. Möchte man also „improvisieren“ beherrschen, sollte man alle möglichen (nachgelesene) Tipps, Tricks und Fähigkeiten auch mal ausprobieren. Man muss ja nicht gleich wie Nehberg ohne alles quer durch ganz Deutschland, einfach mal eine Wanderung mit bescheidenem Rucksack in eine Himmelsrichtung (in welcher ausser Gegend nicht viel los ist) für mehr als sechs Stunden reicht vermutlich… wenn man es dann unterwegs schafft, sich mit (den selbstgewählten) bescheidenen Mitteln einen Fichtennadeltee zuzubereiten, kann man sich vielleicht schon selbst auf die Schulter klopfen.
Aber natürlich hilft eine breite Allgemeinbildung ungemein, um in vielen (un)erdenklichen Situationen nicht unbedingt exakt richtig aber doch nicht gleich falsch zu handeln. Und in der Realität muss nicht jeder Gedankenblitz McGyver-mässig beim ersten Versuch funktionieren. Man könnte entweder den Versuchaufbau optimieren oder einen anderen Versuch (mit den Ergebnissen aus gescheiterten Versuchen im Hinterkopf) starten. Und ich rede hier von Dingen wie ein wärmendes Feuer oder Insekten essen, kein UKW-Notsender aus nem Kaktus und einer Münze…

Klassisch reduzierter Fall, den man oft in einschlägiger Literatur, in Videos oder auf Webseiten präsentiert kriegt: Man steht mit fast nix im Freien und will erstmal nur den nächsten Morgen erleben.
Wenn man mit den im Moment zur Verfügung stehenden Mitteln ein Feuer und ein Dach über den Kopf hin bekommt, dann muss man „nur“ weiter improvisieren und für Wasser und Nahrung sorgen. Der Rest besteht aus (über)leben und sich den ergebenden Situationen stellen.
Möchte man *von vornherein*, also im hier und jetzt, auf den „Worst case“ eingestellt sein, dann ist wohl das beste: Jetzt schon so leben, als wäre was auch immer bereits passiert.
Sobald man von Verzicht und Entbehrung spricht, hat man nicht annähernd den Status, den man möchte, sondern eine Phase, in der man hofft, das bald alles wieder so ist wie früher.
Selbstverständlich ist es sinnvoll, Vorräte anzulegen. Für welchen Zeitraum, das kann aber keiner sagen. Und jeder, der sich damit beschäftigt, weiss, das es hier natürliche Grenzen gibt. Und, ganz wichtig: Vorräte von was? Nahrung, klar. Kohlenhydrate, Vitamine, Proteine, nahezu Verzehrbereit eingelagert. Wasser, auch klar. Wasser ist aber eine Resource, die grundsätzlich immer vorhanden ist (wenn es nicht so wäre bräuchten wir nicht weiter nachzudenken. Und kommt mir nicht mit „aber in der Wüste…!“). Auf jeden Fall liegt hier die Kunst eher im Aufbereiten von Wasser, hauptsächlich für den Verzehr. Aber was ist mit Sachen wie Kleidung, Seife, Handtücher, Klopapier, Sehhilfen, Papier und Stift usw usf.? Kleidung kann ausserordentlich schnell verschleissen, Seife möchte ich persönlich nicht langfristig missen, Klopapier ist toll. Schuhe sind toll. Schon mal Schuhe selbst gemacht?

Möchte man nun „so gut es geht“ vorbereitet sein, hilft wohl nur eine Kombination aus drei Dingen:

  • Sinnvoller Vorrat an sinnvollen Dingen
  • Wissen über Dinge, die man alltäglich benötigt
  • Die Hoffnung, das was auch immer nicht ewig dauert

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Blackout: Fazit

Ich schrieb: einige Artikel

…zum Thema Blackout und damit so ziemlich alles, was mir mehr oder weniger spontan dazu eingefallen ist. Ich gehe bei mir selbst davon aus, dass ich im Falle eines Falles nicht unbedingt perfekt vorbereitet bin, aber auf keinen Fall völlig unvorbereitet. Ein klein wenig hoffe ich auch, dass ich das alles nicht nur geschrieben habe, damit ich selbst das nicht vergesse sondern vielleicht dem ein oder anderen einen hilfreichen Denkansatz gegeben habe.

Sicherlich habe ich nicht alle möglichen Aspekte abgedeckt, aber es sei euch gesagt, dass durchaus Experten über eventuelle Szenarien nachdenken und die Bevölkerung auch darüber informieren wollen: Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat einige durchdachte Hilfen zusammengestellt:

  • Eine Notfall-Broschüre (Link zum PDF), wo auch z.B. das Radio erwähnt wird, Hinweise zu Lebensmitteln und Wasser oder ein „Notgepäck“. Durchaus lesenswert!

Auf der Webseite selbst findet man auch etliche Tipps und Hinweise.

Sucht man weiter im Internet, so wird man unweigerlich auf „private“ Webseiten stossen, die noch viel weiter gehen in Sachen Vorbereitung und Ausrüstung. Wenn man sich für das Thema interessiert kann es sicher nicht schaden, sich hier und da zu vertiefen, aber ganz ehrlich: Bei einigen, welche die düstersten Szenarien fast schon beschwören, drängt sich mir der Eindruck auf, sie könnten es gar nicht abwarten, bis es so weit ist. Und hier wiederum vermute ich, das diese Leute sich einfach nach einem Leben sehnen, wo sie selbst die Kontrolle haben, alles mehr oder weniger überschaubar ist und die üblichen „Zwänge“ des zivilisierten Lebens nicht mehr gelten. Da käme so ein Blackout gerade recht: Endlich um die elementaren Dinge im Leben kümmern wie ein Dach über den Kopf, Hunger stillen, nicht frieren und dursten etc., vorbei mit Miete zahlen, zur Arbeit gehen, Schulden machen und abzahlen, TÜV, GEZ, Spam und „die Politiker, die einen nur verarschen“. Leider ist es dann auch vorbei mit Krankmelden, ausschlafen, ne Nacht durchzocken, mal lecker essen gehen, Fernsehgucken, ein Bier ausm Kühlschrank holen, eben eine rauchen und „Social Media“.

Versteht mich bitte keiner falsch: Ich will nicht alle über einen Kamm scheren, aber einige Typen glauben offenbar, wenn sie es in diesem Leben nicht schaffen, dann wirds im anderen besser. Bei einigen zweifele ich daran…. Ich persönlich kann mich mit fast allem gut arrangieren, aber ich gucke ja eh kein Fernsehen etc. 😉 Auf einen Blackout bin ich aber nicht scharf, denn sicher wird das bei weitem nicht so romantisch, wie manch einer glauben mag. Mich würde aber schon fast interessieren, wie lange ich es wohl ohne Strom aus der Steckdose, fliessendem Wasser und geregelten Strassenverkehr aushalten würde…. aber ich kann warten, das eilt nicht.

Und vergesst bei allem euren eigenen Körper nicht: Drahtig, gestählt und ausdauernd will er sein, um auch jeder Situation gewachsen zu sein! Auch hier hab ich es nicht ganz so eilig 😉

In diesem Sinne:
Geniesst den Wind, egal woher er auch kommen mag!

Nachtrag:
Ich habe über das ganze Thema noch sehr viel ausführlicher nachgedacht, einiges erweitert und es dann letztendlich als Buch rausgebracht:

101 Tipps für den werdenden Prepper

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Blackout: Licht, Information und Müll

Ich schrieb:
Kerzen sind auch ohne Stromausfall gemütlich, machen Licht und Wärme. Teelichter sind sicher eine gute Wahl. Wer Sturmlampen hat, sollte auch Lampenöl vorhalten. Taschenlampen kann man eh immer gebrauchen.

Hat man noch irgendwo ein Radio, welches mit Batterie läuft? Auch wenn kein Strom da ist, können darüber noch wichtige Informationen gesendet bzw. empfangen werden! Eine Rolle Müllbeutel gibt es auch für wenig Geld und kann “auf Halde” besorgt werden.

Mindestens jeder, der eine Frau im Haus hat, hat auch Kerzen im Haushalt. Und im Notfall darf man die vielleicht sogar anzünden 😉
Kerzen sind der Klassiker, wenn es darum geht, etwas Licht in einen Raum zu bringen. Ich denke, ich muss nicht viel darüber schreiben. Teelichter haben den Vorteil, dass sie nicht „von allein“ umkippen können und dass kein Wachs „wegläuft“. Wasser bekommt man damit auch warm, wenn auch nicht zum kochen. Aus einem alten YPS-Heft weiss ich sogar noch, dass eine Kerze die Temperatur in einem Iglu bis auf Null Grad anheben kann. Probiert habe ich es nie 😉
Ich mag Sturmlampen. Sie sind wesentlich heller als z.B. Kerzen und bei korrekter Verwendung auch sicherer. Bei „kleiner Flamme“ ist ihre Leuchtdauer beachtlich. Auch sie geben natürlich Wärme ab und verbrauchen Sauerstoff, das sollte man in geschlossenen Räumen beachten.
Und Taschenlampen habe ich unzählige daheim. Viele davon sind im Batterieverbrauch erstaunlich bescheiden, man sollte sie aber ab und zu einschalten, damit die Batterien nicht kaputt gehen. Ich hab sogar ein, zwei Taschenlampen, die einen eingebauten Dynamo haben (man drückt den Griff und sie leuchten, einfache einhändige Bedienung). Komischerweise brauche ich ca. alle zwei Tage mal eine Taschenlampe für irgendwas. Ob das vielen so geht?

Radio höre ich sowieso gern und sollte mal eine „offizielle“ Notfallsituation eintreten dann ist geplant, über den Rundfunk Informationen an die Bevölkerung zu senden. Vermutlich reicht ein UKW-Empfänger, gute alte Geräte empfangen aber auch noch Mittelwelle. Schaden kann das nicht, da die Reichweite hier wesentlich grösser ist. MW-Sender sind auch „robuster“ bzw. simpler. Die meisten Batteriebetriebenen Radios benötigen AA-Batterien, wie sie auch in vielen Taschenlampen Verwendung finden. Das ist praktisch.

Bei längerem Stromausfall kann man auch nicht so bald mit einer geregelten Müllabfuhr rechnen. Bevor einem also der eigene Dreck im wahrsten Sinne im Wege steht, sollte man ihn (wie gewohnt) bei Seite schaffen. Hier ist der erste Schritt, nicht alles rumliegen zu lassen sondern gleich einsammeln (man kann sicher noch was konsumieren, was Abfall verursacht ). Volle Müllsäcke kann man immer noch auf einen Haufen schmeissen. Papier würde ich nicht mit wegschmeissen. Das isoliert und dient als Brennstoff und nötigenfalls ist es sogar fürn Arsch… apropos: Wenn kein Wasser da ist sollte man nicht mehr ins Klo „machen“. Das wird schnell unangenehm. Dann besser gleich in einen Müllbeutel, wenn man keinen Garten hat. Wer einen Hauch von Gewohnheit nicht aufgeben will der kann ja den Müllbeutel erst in der Schüssel ausbreiten, dann Brille runter und raufgesetzt. Danach statt spülen eben Beutel knoten. Ganz Verwegene können sich auch nen Beutel mit mehreren teilen. Hier hilft evtl. das gesammelte Papier… muss jeder selbst entscheiden.

Der letzte Teil: Blackout: Fazit

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Blackout: Warme Mahlzeit

Ich schrieb:
Grillkohle kann man auch gut auf Vorrat halten. Mit einem Grill kann man kochen, warm macht er auch (nicht drinnen verwenden!).

Ich möchte jetzt nicht bis ins kleinste Detail auflisten, wie man völlig autark im tiefen Wald zu einer warmen Mahlzeit kommt, denn ich gehe immer noch hier von aus: Es gibt einen Stromausfall, ich und meine Familie befinden sich zuhause oder begeben sich sofort dahin und von hier aus plant man weiter. Zuhause hat man Vorräte, Kerzen, Feuerzeuge, Decken und so weiter. Und genug Material, um zur Not aus dem Grill ein Lagerfeuer zu machen. Viel weiter denke ich nicht, denn jedwede Änderung bedarf individueller Entscheidungen, die bis aufs kleinste einfach unplanbar sind. Spätestens ab dann verlasse ich mich auf das, was ich kann. Und ich kann viel 🙂

Grillen wird wohl für die meisten die einfachste Form sein, Nahrungsmittel ohne Strom zuzubereiten. Viele haben die nötigen Utensilien zuhause, viele können damit umgehen. Und man kann ja nicht nur Fleisch auf dem Rost zubereiten sondern genauso gut einen Topf mit Wasser darauf zum kochen bringen. Ausserdem gibt Kohle recht lange Wärme ab. Aber dennoch sollte man den Grill nicht einfach in die Wohnung stellen, um damit zu heizen! Zu gross ist die Gefahr eines Brandes. Auch Sauerstoffmangel und damit Erstickung sind möglich. Wenn schon, dann möglichst in einen Raum mit wenig Brandgefahr (Waschküche, Fliesen auf dem Boden?) aber guter Lüftungsmöglichkeit. Und diesen Grill auch nicht so mitten in den Weg stellen, dass man immer direkt am Grill vorbei laufen muss. Schnell ist man gestolpert oder irgendwo gegen gekommen… Am besten in eine Ecke aber nicht zu nah an die Wände. Ich würde einen Grill drinnen vermeiden, wenn es irgendwie geht.

Natürlich muss man auch Grillkohle da haben. Aber ein echter „Griller“ hat immer einen Sack auf Vorrat. Und in einer Notsituation muss man ja auch nicht gleich den ganzen Sack auf einmal in den Grill schütten. Ich bin sowieso ein Fan von Grillbriketts und diese würden sich auch beim Blackout besser bewähren: Mehr Heizkraft, längere Brenndauer, besser zu dosieren, weniger Funkenflug. Wer irgendwo einen Blechstreifen rumliegen hat, kann sich daraus einen Ring biegen, um so die Grillzone und damit die verwendete Grillkohle zu reduzieren. Topfgröße reicht 😉

Selbstverständlich gehen auch andere „Campinglösungen“ wie Gas- oder Spirituskocher. Jeder wie er hat und wie er möchte. Vielleicht hat der ein oder andere sogar einen Allesbrenner da? Fein, das macht die Brennstoffwahl einfacher. Denn alles steht und fällt natürlich mit der vorhandenen Brennstoffmenge. In der Aschepfanne meines Grills kann ich nötigenfalls noch den Inhalt meiner Altpapiertonne und das doofe alte Regal, das sowieso weg sollte, verfeuern…

Das Zubereiten warmer Speisen macht man aber nicht nur, weils besser schmeckt. Einige Lebensmittel werden erst durch das Garen geniessbar und Wasser muss man ggf. abkochen, um Keime etc. abzutöten (mindestens 20 min. abkochen!). Nudeln kann man vielleicht noch in kaltes Wasser einweichen, um sie kalt zu essen, aber wenn man nur noch ein Pfund Mehl hat, dann möchte man sich das besser nicht trocken in den Mund stopfen. Einige Tropfen Öl rein, etwas Salz und man kann schon einen Teig kneten, den man ausbacken kann, sei es in der Pfanne oder auf dem Grillrost. Man hat daheim sicher auch noch einiges an Gewürzen, um Essen schmackhafter zu machen. Selbst altes Brot wird um einiges geniessbarer, wenn man es kurz rösten kann.

Auf jeden Fall tut eine warme Mahlhzeit nicht nur dem Körper sondern auch der Seele gut. Wer nur etwas an Kochkünsten beherrscht wird immer in der Not was essbares, vielleicht sogar aus der Monatstonne, zusammenbruzzeln können. Und um den Inhalt einer Monatstonne zu testen kann man ja auch mal „in guten Zeiten“ ein Testnotkochtag einlegen…

Der nächste Teil: Blackout: Licht, Information und Müll

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Blackout: Geld

Beim letzten Artikel zum Thema Blackout kommentierte die fleissige Merline:
zwei, drei Flaschen Whisky sind auch nicht schlecht, denk ich.. und nehmen kaum Platz weg. Sind auch als Zahlungsmittel verwendbar.. oder bei Zahnschmerzen.

„Zahlungsmittel“ ist das Stichwort, auf welches ich dieses mal kurz eingehen möchte. Die ganzen Artikel zur Vorbereitung auf einen eventuell länger andauernden Stromausfall deuten ja schon darauf hin, dass man sich die notwendigen Dinge nicht mehr kaufen kann, wenn es so weit ist. Das liegt zum einen natürlich daran, dass -alles zusammengenommen- schon ein Batzen Geld dabei rauskommen kann (je nach dem, wie man versorgt sein will) und zum anderen an der mangelnden Verfügbarkeit der wahrscheinlich plötzlich sehr stark nachgefragten Artikel. Ausserdem werden etliche Bezahlsysteme ohne Strom nicht funktionieren und viele Läden werden den Verkauf vermutlich erstmal einstellen. Ob Lidl & Co einen Notfallplan in der Tasche haben? Bevor Ware verdirbt oder Leute versuchen, sich einfach zu holen, was sie möchten, sollte man die Dinge verkaufen, so lange die Menschen vernünftig agieren können/wollen und sich noch Bargeld im Umlauf befindet.
Eine Idee wäre, im Falle eines Falles erstmal die Preise vereinfachen, damit das Kopfrechnen an der Kasse einfacher wird. Aber Gedanken hier zu würden einen eigenen Artikel füllen und das müssen die Discounter schon selbst regeln (Ideen hätte ich genug). Auf Tankstellen und Kioske würde ich als Endverbraucher nicht zählen, denn die haben oft nur einen sehr begrenzten Lagervorrat und wenn die Betreiber pfiffig sind, schaffen die alles für Selbstversorgung und Schwarzmarkt schnell zur Seite… ich hätte Verständnis dafür.

Ist das Geld denn noch was wert, wenn der Strom weg ist? Auch darüber kann man viel spekulieren und schreiben, aber um es abzukürzen, ich würde es so angehen: In der Annahme, dass ich das Nötigste bereits zu hause habe, muss ich auch kein Geld für Einkäufe ausgeben. Je länger der Blackout dauert, desto unwichtiger wird Geld. Der eigentliche Wert eines Gegenstands, einer Ware, tritt in den Vordergrund. Und da kann, wie von Merline erwähnt, Alkohol sicher kein schlechtes Zahlungsmittel sein. Aber das zieht sicher auch Neugier und Gewalt an. Brot, Nudeln, Wasser und Obst/Gemüse können wesentlich wertvoller werden. Aber will man sowas überhaupt als Zahlungsmittel einsetzen? Vielleicht braucht man es selber… in solchen Fällen würde ich mehr auf die Gier der Menschen setzen und denen vorhandene „Wertgegenstände“ wie Schmuck, Computer, Smartphones etc. anbieten. Scheiss drauf, kann man nicht essen. Man sollte aber nicht zu lange warten, derlei feilzubieten, denn irgendwann merken alle, dass der Hunger grösser als die Freude über ein iPhone ist…

Man muss sich bewusst sein, dass Geld nur ein Ersatz für ein Tauschmittel ist, Zinsen nur Anteile an Gewinne durch Weiterverkäufe. Das System an sich funktioniert auch ohne Geld, es wird für manchen aber komplizierter 🙂
Hier ist es gut, wenn man irgend etwas „kann“, was andere benötigen. Fähigkeiten und Dienstleistungen werden immer gebraucht, sind  fast unerschöpflich nutzbar und können gar das eigene Leben retten. Und dazu muss man kein Arzt sein, im Gegenteil. Webdesigner werden es in einer Welt ohne Strom schwer haben, aber jemand, der melken kann hat einen Vorteil.

Während ich all das schreibe wird mir wieder mal bewusst, wie sinnvoll eine Erfindung wie „Geld“ eigentlich ist, wie eine übergeordnete Tauschwährung das Leben vereinfachen kann. Um so schlimmer ist es, dass die Finanzwelt so extrem abhängig von einem funktionierenden Stromnetz geworden ist. Aber die Existenz von Schwarzmärkten (und Schwarzarbeit) zeigt, dass die Menschen immer einen Weg finden, durch Handel ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Auch ohne Strom, wenn es nicht anders geht.

Der nächste Teil: Blackout: Warme Mahlzeit

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Blackout: Medizinische Versorgung

Was ich im „Eröffnungs-Artikel“ noch nicht erwähnt habe: Die medizinische Versorgung. Natürlich ist man hier auch erstmal auf sich selbst gestellt, das Wissen um die „Erste Hilfe“ wird wichtiger als es so wie so schon ist. Vermutlich haben die meisten das letzte mal für die Führerscheinprüfung oder bei der Bundeswehr solch einen Lehrgang mit gemacht.

Man muss sich das vor Augen halten: Fällt plötzlich der Strom aus, dann ist das Licht aus. Befindet man sich dann gerade auf einer Treppe, unter der Dusche oder vielleicht vor einer grünen Ampel im Strassenverkehr, dann kann man sich ausmalen, was für schreckliche Unfälle passieren können. Gleich eine wichtige Massnahme: Elektrische Geräte sofort ausschalten! Nicht, dass die Bohrmaschine oder nur der Mixer in der Küche auf einmal losrappeln, weil der Strom wieder da ist. Desweiteren hantiert man bei einem Blackout vielleicht ja auch mal mit ungeübtem Gerät. Wenn dann was passiert ist, dann sollte man sich wenigstens erstmal helfen können. Es muss ja nicht gleich die Wiederbelebung oder die stabile Seitenlage sein: Da reichen schon Kleinigkeiten wie gequetschte Daumen, Verstauchungen, Prellungen oder Schnittwunden. Wie stellt man ein Körperteil ruhig, wann braucht man die Schocklage, wann einen Druckverband? Was mache ich bei Unterkühlung?Wo ist überhaupt der Erste-Hilfe-Kasten, wo das Pflaster?

In dem Zusammenhang sollte man auch dafür sorgen, dass man Schmerztabletten da hat, Dinge zum desinfizieren etc. Der Apotheker berät da sicher gern 😉 Selbstverständlich müssen auch chronische Leiden versorgt sein. Mein Sohn z.B. ist Diabetiker, da kann es bei zwei Wochen Stromausfall schon eng werden. Wie senkt man den Blutzucker ohne Insulin? Hat man Allergien, eine empfindliche Haut oder einen empfindlichen Magen? Denkt daran, dass Medikamente nicht unbegrenzt haltbar sind.

Ich kann hier nicht für alle eine ultimative Lösung bieten. Nur den Tipp, sich da rechtzeitig zumindest Gedanken zu machen. Ein Extra Erste-Hilfe-Set ist nicht all zu teuer (der neuste in meinem Auto hat gerade mal 5,55 Euro gekostet, direkt beim TÜV), ein Ersthelferlehrgang kann mit Freunden oder Familie richtig Spass machen.

Derartige Vorbereitungen sorgen für ein grosses Mass an Entspannung und auch ohne Stromausfall kann das alles ganz sicher nicht schaden.

Der nächste Teil: Blackout: Geld

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Blackout: Strom bei Stromausfall

Ich schrieb:
…Und selbst im Leerlauf des Motors hat man immer konstant einige Watt an 12V-Strom abgreifbar

Wer einen Wohnwagen oder gar ein (grösseres) Boot sein Eigen nennt, der weiss, was man mit 12V alles betreiben kann. Das ist fast schon ein Leben ohne Einschränkungen. Kann man im Notfall auf eine 12V-Anlage zurück greifen und hat auch noch die passenden Geräte dazu, dann kann man sich bzgl. eines Blackouts beinah gemütlich zurück lehnen. Wenn man denn die nötigen 12V-Strombedarf auch parat hat oder erzeugen kann. Es lohnt vermutlich nicht, all sowas nur für den Fall der Fälle bereit zu stellen.

Aber wer sich auskennt, der kann das Auto vielleicht nahe an die Wohnung fahren und mit einem geeigneten Kabel für gemütliches 12V-Licht im Wohnraum sorgen. Wenn es baulich günstig ist, dann schafft man es vielleicht auch mit Planen, Folien, Bettlaken etc. eine Art Wärmetunnel zu basteln, um die Motorabwärme zum heizen zu gewinnen. Aber niemals die Abgase ins Haus leiten! Besser als solch eine Bastellösung: Ich habe hier einen 1KW-Zweitaktgenerator „rumstehen“, weil der mir auf den Rasenmäherrennen sehr nützlich war. 1000 Watt sind nun nicht wirklich viel und man schafft nicht mal eine annähernd vollständige Notstromversorgung, aber dieser kleine Moppel hat mich unter 100,- Euro gekostet und auch ohne Stromausfall kann man den ein-, zweimal im Jahr brauchen. Und wenn ich ihn im Notfall nur dazu verwende, eine Bohrmaschine anzutreiben, um damit irgendwas anderes hilfreiches zu basteln, dann hab ich schon einen enormen Vorteil. Selbstverständlich muss ich für diesen Generator Benzin vorhalten. Einen 5l-Kanister habe ich aber eigentlich immer da, für Rasenmäher, Freischneider etc. Zur Not etwas Sprit aus dem nicht leeren Auto absaugen 😉 (Ggf. Zweitakt-Öl nicht vergessen)

Im Allgemeinen ist es besser, sich bei Stromausfall gleich auf ein Leben ohne Strom einzustellen. Für Licht gibt es Taschenlampen. Diese kann man auch im Alltag immer wieder gebrauchen. Wenn ihr diverse Modelle verwendet, dann achtet darauf, das möglichst alle den gleichen Batterietyp verwenden. Und ein Paket Batterien kann man auch einfach mal kaufen und einlagern (Monatstonne?). Denn immerhin 4-6 Jahre halten unbenutzte (!) Batterien ungefähr, und beim Discounter kostet ein Achterpack deutlich unter zwei Euro (Aus wirtschaftlichen Gründen halte ich weder was von Markenbatterien noch von Akkus).

Beachtet bitte, dass ich hier nur Denkansätze vermitteln möchte. Der Umgang mit elektrischen Leitungen etc. sollte geübt sein! Selbst 12V kann noch Funken erzeugen, die einen Brand verursachen. Von körperlichen Schäden durch Feuer abgesehen hat man im dümmsten Fall plötzlich kein Dach mehr über dem Kopf und die Feuerwehr hat bei einem Blackout sicher andere Sorgen! Doch gerade die erwähnten Bastellösungen sind es, die einem in einer Not vielleicht einen persönlichen Vorteil verschaffen. Deswegen schadet es nicht, zumindest mal ein paar Gedanken in diese Richtung zu verschwenden und sich darauf hin elementares Grundwissen anzuschaffen…

Ausser Licht wird man, wenn man sich irgend wann daran gewöhnt hat, dass es keinen Strom gibt, kaum noch Strom brauchen. Fernseher? Videofilme? Pah, ein Buch hat doch wohl jeder daheim (eBooks helfen da aber nur, solange das Lesegerät noch Saft hat). In versammelter Runde kann bestimmt jemand was vorlesen. Und statt Wikipedia und diversen Foren nehmen wir dann wieder den Brockhaus oder Opas erzählte Erfahrungen. Kochen mit elektrischer Energie ist dann Luxus, da nehmen wir wie unsere Urahnen Feuer/Kohle. Nicht in der Wohnung aufm Fussboden ein Feuerchen machen! Seid auf jeden Fall besonders sorgsam. Aber Feuer macht auch warm. Nach dem Kochen auf Balkon oder Terasse noch eben die Hände über dem Feuer reiben: Wenn man satt und gewärmt ist und mit der Restwärme noch eine Kanne Tee warm kriegt, dann ist man schon fast zufrieden. Auf warme Mahlzeiten komme ich aber noch zurück 🙂

Der nächste Teil: Blackout: Medizinische Versorgung

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