Exot der Woche

Gestern beim einkaufen bin ich über ein Verkaufsschild „gestolpert“, welches mich etwas stutzig gemacht hat:

Ich fragte mich gleich, wo denn hier nun der Exot sei: die Heidelbeere kann es ja eigentlich nicht sein, die wächst hier allerorten und sollte jedermann kennen. Oder waren doch die Ananässe oben im Korb gemeint und der Azubi hat das Schild falsch beschriftet? Wer weiss es schon 😉

Flattr this!

Langeweile und kein Geld?

Diesen Beitrag hatte ich eigentlich als Gastschreiber für die Seite eines Kumpels verfasst, wo ich einmal die Woche was kurzes knappes doofes von mir geben durfte/ sollte. Der Knaller (wie nennt man die Typen, die immer mit den Musikern zusammen abhängen? Genau: Schlagzeuger) hat aber irgendwann mal aus Schusseligkeit seinen gesamten Webspace zuzüglich(!) MySQL-Datenbank gelöscht. Nach dem kompletten Neustart der Seite war mir dann die Lust vergangen, dort zu schreiben. Übrigens war ich eigentlicher Erfinder der dort von einigen Leuten weitererzählten „New Biene Maja“-Story. Da das aber einigen Wildwuchs bekam, habe ich mich aus der Geschichte zurückgezogen. Ich kann halt nicht überall sein 😉
Egal, hier ein bisher verloren geglaubter Beitrag für die ehemalige Seite, der den ein oder anderen eventuell übers Monatsende rettet, gefunden auf meiner Festplatte in einem völlig falschen Ordner (dank Spotlight):

10 Dinge, die man machen kann, wenn man mehr Langeweile als Geld hat: 

  1. Fernbedienungen beim Nachbarn durchs Fenster testen
  2. alle Treiber unter Windows löschen und Rechner neu starten
  3. MediaMarkt-Verkäufer mit doofen Fragen zur elektrischen Zahnbürste in den Wahnsinn treiben
  4. Bowling mit leeren PET-Flaschen und einem zusammengestülptem Paar Socken
  5. Eine Playstation 3 kaufen, beim auspacken 100 Digitalfotos machen, zocken, danach die PS3 laut Fotos wieder original einpacken und zurückgeben: „war ein Geschenk, aber der hatte schon eine XBox 360 und die ist sowieso viel besser
  6. Dartspiel mit Kronkorken und leeren Plastikbechern (alternativ und bei erhöhtem Schwierigkeitsgrad mit leeren Bierdosen)
  7. Zuckerlotto: Wenn ihr einen Diabetiker in der Runde habt, dann muss jeder den Blutzucker raten und derjenige muss sich dann messen und den Sieger verkünden.
    Besonders interessant bei Festivals etc.:
  8. Modellieren mit Ohrenschmalz
  9. einer furzt leise und die anderen müssen am Geruch erraten, wer das war
  10. Fussnägelwettweitabknipsen

Hinweis:
Dieser Eintrag ist bewusst langweilig gehalten, um den authentischen Ausdruck der Langeweile zu verdeutlichen. Dafür ist er sowohl kostenlos als auch umsonst.

Flattr this!

unveröffentlichte Entwürfe

Gerade stöbere ich im Dashboard von WordPress rum, da entdecke ich, dass sich einige Artikelentwürfe angesammelt haben, die ich irgendwann mal angefangen, aber nie beendet habe. Da ich das wohl nie tun werde, packe ich diese mal so wie sie sind hier in einen Artikel. Dann kann ich die Entwürfe löschen und ich bin die doch noch irgendwie los geworden 😉 Einfach so löschen will ich die dann doch nicht…

Priest

Das ist ein Film, wo man hoffen kann, das es einen zweiten Teil gibt.

Und das soll nicht heissen: „Der Film war so scheisse, das kann nur besser werden.“ Nein. Ich glaube, wenn es nach den Machern des Films geht, wäre der anders, im Sinne von detaillierter und schlüssiger, geworden. Vermutlich war hier „Geld“ das reduzierende Mittel. Und wenn man dem Film so folgt, dann fiel diese Entscheidung erst relativ spät in der Entstehung dieses Films. Zum Ende ging es dann doch ganz schön Hals über Kopf und wirkt irgendwie zerstückelt. Wenn der sich nun zu einem kleinen Kultfilm entwickelt, dann kommt vielleicht die Möglichkeit, in einem zweiten Teil all das umzusetzen, was man schon im ersten machen wollte. Oder der Film sollte einfach nur eine möglichst billige aber hochwertig wirkende Massenmarktproduktion werden und keiner schert sich mehr darum? Kann auch sein.

Information ist relativ

Woher wissen wir was wir wissen? Woher wissen wir, dass das, was wir erfahren, auch stimmt? Was sind Nachrichten und wer bestimmt, welche Information eine Nachricht wert ist und welche nicht?

Der letzte Bulle

Ich habe schon häufiger erwähnt, dass ich recht wenig Fernsehen gucke. Deswegen wusste ich von einer Serie wie „der letzte Bulle“ auch bisher nichts. Nun gerade habe ich die erste Folge gesehen. Ich muss zugeben: So beim durchzappen wäre sie mir auch nicht weiter aufgefallen. Die übliche Kameraführung, Schnitttechnik und eher laienhafte Darsteller, die deutsche Serienproduktionen so typisch wie austauschbar machen. Aber: So richtig scheisse ist das nicht und ich als alter Mann erkenne auch fast jeden Musiktitel, der dort angespielt wird 🙂 Leider kommt das viel zu kurz und wird nicht so konsequent und gut eingesetzt, wie man könnte.

Die Dialoge bzw. Gags sind im Grunde oft plump, soll aber wohl in aller Kürze auch den Typ erkennen lassen, den Mick, der letzte Bulle, verkörpert. Mitunter ist das auch witzig trocken, wie z.B. die Szene, wo er die Psychologin anbaggert und ihr einen Klaps auf den Po gibt:
„Mick, das kannst du nicht machen!“
„Wieso, ist die ansteckend?“

Wo ich so surfe

Manchmal ist es interessant zu erfahren, auf welchen Webseiten andere sich so bewegen. Deswegen wollte ich mal mitteilen, welche Seiten ich mehr oder weniger regelmässig „ansurfe“. Wikipedia bzw. die deutsche Hauptseite brauche ich sicher nicht erwähnen, dort lese ich oft und viel. Aber auf den Heise-Seiten finde ich auch oft lesenswertes, wie z.B. das hier: http://www.heise.de/autos/artikel/Alles-nur-gebaut-Filmautos-aus-Lego-1158235.html

 

…wenn ich die paar Fetzen so überfliege, dann könnte ich bei dem ein oder anderen heute wieder durchaus mehr schreiben und vollenden und „echte“ eigene Artikel davon machen… aber nee, das sind und bleiben Entwürfe und haben so eine ganz besondere Vollendung erfahren… Verschont habe ich euch von Artikeln, wo nur der Titel feststand oder gar nur ein, zwei Stichwörter notiert waren. Bei einem wusste ich heute selbst nicht mehr, was das eigentlich werden sollte 😉

 

Flattr this!

Fundstücke

Der ein oder andere wird es eventuell schon bemerkt haben: Es tauchen immer wieder Artikel auf, die eigentlich schon älter sind. Das alles sind Fundstücke auf diversen Seiten von mir. Also alles irgendwann mal von mir geschrieben und irgendwo verewigt und einiges davon halte ich für erwähnenswert. Deshalb habe ich die neue Kategorie „Fundstücke“ eingerichtet, wo der ganze alte Krempel rein kommt.

Viel Spass beim stöbern, da kommt sicher dann und wann noch was dazu 😉

ES GIBT SAFT, ANDROIDIN

Und noch ein Fundstück.

Als ich in dem Dokument, in welchem die einzelnen Teile von „Alles Zufall“ gespeichert sind, mal gaaanz nach unten scrollte, fand ich ein von mir geschriebenes „Intermezzo“. Eine Mini-Story, welche nicht zum eigentlichen Handlungsstrang gehört, aber die bekannten Charaktere enthält. Und als ich die nun wieder las wusste ich auch, warum ich das damals geschrieben habe: Einer meiner treuen Leser in der erwähnten Newsgroup unterschrieb seine Beiträge dort immer mit „the Lost Soul“ und während einer Unterhaltung dort versprach ich ihm, ihn (irgendwie) mal mit in die Geschichte einzubinden. Und ein ganz klein wenig erfährt man auch mehr über Gina 😉

Nun, hier ist das Ergebnis:

ES GIBT SAFT, ANDROIDIN

„Haben Sie schon mal einen Klingonen grinsen sehen?“, fragte der Verkäufer mit einem schmalzigen Grinsen auf dem Gesicht. Wir schauten uns Betten an.
„Dieses Modell macht aus jedem Krieger einen friedlichen Mann. Im Gegensatz zum kleineren Modell >Soul< kann dieses wirklich exklusive Gegenstück zu einem “echten” Nagelbrett (er lächelte verschmitzt) jeden Mann um seine Vergangenheit bringen. Darum der Name: The Lost Soul.“ Ich winkte ab, als er zu noch mehr ausholen wollte und sagte zu Gina: „Das ist es.“
„Gegencheck der Buchung erfolgt,“ sagte die süsse Gina,und dann noch: „Bist Du sicher, das wir all` das brauchen? Unterwäsche benötigt meine Einheit nicht, zumal das Anlegen meine Servo-Motoren bis zum Limit belasten wird. Auch die veralteten Gewahrsamsutensilien sind für eine Genesung laut meines Med-Programmes nicht erforderlich.“
Sie meinte damit die Handschellen. Aber wie sollte ich ihr das alles erklären? Man konnte einem Androiden, pardon, einer Androidin nicht mit viel Worten beikommen. „Ich werde dein Programm anpassen und auf den neuesten Stand bringen“ versprach ich ihr, wohlwissend, das Sie eher schmelzen würde als meinen Worten nicht doch zu glauben.

Das neue Bett war bereits geliefert und aufgebaut, als wir zuhause ankamen. Ich legte mich gleich mal drauf und genoss die äusserst angenehme Konturmatraze. „Konsole“, sagte ich und vor meinen Augen erschien ein Steuerdisplay. Dort stand: Was wünschen Sie? Und dann eine interessante Liste:
1. Schlafen
2. Entspannungs-Massage
3. Solo-Stimulierung
4. Partner-Stimulierung
5. Hilfe und Rat (bitte erst wahrnehmen)

Da ich gegen das Studieren von Anleitungen war, wählte ich die “vier” und rief: „Gina, kommst du bitte mal? Ich möchte jetzt deine Programmierung anpassen“.

Sie setzte ihre neuen Anweisungen hervorragend um und die temporäre Körperanpassung auf 100-60-90 stand ihr ausgezeichnet. Die Entwickler des Bettes „the Lost Soul“ waren so pfiffig, auf die Menü-Punkte drei und vier automatisch Punkt “eins” folgen zu lassen.

Es hat wirklich Vorteile, einen weiblichen Androiden sein eigen zu nennen, dachte ich, bevor ich in einen tiefen Schlaf fiel.

Flattr this!

Damals, im Internet

Wo ich gerade von Newsgroups sprach (Alles Zufall), da fällt mir doch glatt wieder was ein. Seinerzeit war ich auch ab und an in den T-Online-Gruppen (RIP) unterwegs und dort gab es u.a. die Gruppe t-online.talk.allgemein, auch „tota“ genannt. Das war wirklich nur eine Quasselgruppe, wo selbst das berüchtigte T-Online-Team zwar grundsätzlich irgendwie moderierend aber schon extrem entspannt unterwegs war. Dort gab es mehr oder weniger regelmäßig auch das so genannte „Lexikon-Spiel“ (Infos hier: http://www.tota.info/lks.html), bei welchem ich genau einmal teilgenommen habe. Das war im Jahr 2002 (mann, ist das lange her…). Und was soll ich sagen: Bei dieser einen Teilnahme habe ich doch gleich mit meinem Beitrag gewonnen, wurde durch die anderen zum Sieger gekürt.

Und euch, liebe Leser, will ich diesen Beitrag nicht vorenthalten 🙂
(der vorgegebene Begriff lautete: Talayot )

———-
Ich war wie im Koma. Drei Tage war ich nun in einem Stück im Usenet, ich hatte ca. 90 der meist trafficisierten Gruppen besucht und musste an allen Fingern Fingerhüte tragen, da das Fleisch drohte, die Tastatur zu verkleben. Ich musste mal raus. Nicht nur meine Blase, auch der Rest meines Körpers sehnte sich derart nach etwas natürlichem Licht und einer realen Umgebung, wie sie www.gott.de selber erschaffen haben mochte. Ich wankte auf die Strasse und während streunende Hunde versuchten, mir die Pizza-Reste vom T-Shirt zu nagen, ohne meinen Socken nahe zu kommen, überlegte ich, welches Ziel wohl am passensten wäre. Ich wusste nicht genau, wo ich mich befand. Der Gruppenname auf dem Schild am Ende der Strasse war unleserlich durch meine 75Hz-optimierte Brille. Irgendein vergessener Cache in meinem Hirn gab die Erinnerung frei, dass die Sonne nützlich zur Positionsbestimmung sei, jedoch fand ich die Sonne nicht. Kurz darauf stellte ich fest, dass die Pings, die ich immer wieder aus den Augenwinkeln wahrnahm, nichts weiter waren als Laternenmastenlichter, die an meinem ziellosen Auge vorüber wischten. Mir wurde klar, das es Nacht, zumindest Abend sein musste, als ich an einem wahnsinnig grossen Ping, ähm, beleuchtetem Schild vorbei kam.
Was stand da? TLZ? Sofort packte mich der Ehrgeiz eines Menschen, der weiss, was sich gehört und durchschritt die Tür. Noch bevor jemand mich wirklich wahrnehmen konnte brüllte ich los: “ Hier herrscht Realnamespflicht! Was soll das bedeuten: TLZ, soll ich darauf etwa antworten?“ Jetzt hatte ich plötzlich alle Aufmerksamkeit auf mich; ich sah mich bestärkt, meinen Feldzug gegen derartige Schandtaten weiter zu führen: „Wenn hier einer glaubt, er könne unter irgendeinem Pseudo Dinge verbreiten, die man sich unter eigenen Namen nicht getraut, dann kann er sich von mir nur einen Plonk einfangen!“ Plonk machte es, als ich wie von einem Hammer getroffen zu Boden fiel. Einer der Angesprochenen hatte mir so schnell einen Haken verpasst, dass ich meine Cursor-und-Maus-Tasten nicht mehr erreichte, um mich zu verteidigen.
Ein Reset meiner -durch groben Eingriff verstellten- Funktionsparameter in Form einer kalten Dusche lies mich in den abgesichterten Modus booten: Sofort nach dem Erwachen krabbelte ich in eine Ecke, hielt mir die Augen und Ohren zu und schrie: „Ich war’s nicht!“
Eine warme Stimme fragte mich: „Wo ist denn dein Problem? Wer hat dir was getan?“ Ich, etwas irritiert, entgegnete: „Wo bin ich denn? Was heisst TLZ? Warum schreibt ihr den Namen nicht im Klartext hin?“. Stille. Dann: „Wo steht TLZ? Draussen, über der Tür zu unserem indischen Restaurant steht TaLaYot; die Gestaltung des Schildes beruht auf Hindu-Lehren und das „Z“ könnnen wir nirgends entdecken.“ Plötzlich fiel mir ein, das ich ja zuhause stets meine olle Tastatur verflucht hatte und aufgrund von Erfahrungsberichten in dasVau vor nicht all zu langer Zeit zu einem „Original-US-Keyboard“ gewechselt bin… „F*ck off the Z!“

———-

Flattr this!