fickscheisseditorneuerungen

dieser neue Blockeditor lenkt einen nur ab.

Taugt nix. Man sucht mehr als das man schreiben kann.

Wie stelle ich den Mist wieder um auf den klassischen Editor?

Wenn ich hier so rumklicke, dann kommt nix hilfreiches, nur Gefasel! „Absatz: Starte eine Geschichte mit dem Grundbaustein aller Erzählungen“

Echt? Ernsthaft? Ich will eine Überschrift, dann will ich den Text schreiben und ab und zu mal ein Bild. Feddich! Nicht mal ne Liste der Tags bekommt man, stattdessen vielviel weisse Fläche in Zeiten von Riesen-Bildschirmen. Leute! Schreiben alle nur noch an Tablets ihre Beiträge??? Zehn-Finger-Schreiben ist wohl komplett aus der Mode (falls es das je war und falls ich je mit der Mode gegangen wäre).

Und dann dieses verfickte „Mouse-Over“: Jedesmal, wenn der Mauspfeil über den Schirm wandert, blinkt irgendein Mist auf, den ich ganz sicher gerade auf keinen Fall will. Richtig nervig wird es, wenn die „Hilfe“ helfen will und ungefragt einen Tipp raushaut. Ey, da werde ich zum Digitalrassisten!

Das ganze Gehampel ist doch der Grund, warum ich einen schnelleren Rechner brauche, um so gewohnt flüssig wie früher arbeiten zu können.

Meine neue Wochenaufgabe: Auf den Tiny/MC/irgendwastollesklassisches umstellen.

(Nachtrag nach 42 Sekunden: Plugin aktiviert. Classic Editor. Voll geil. Ich bade gerade meine Hände darin)

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Kaffeebecher

Wenn die Angaben stimmen, dann werden in Deutschland 320.000 Einweg-Kaffebecher weggeworfen. Jede Stunde.
Jede Stunde! Mein eigener Verbrauch von diesen Bechern liegt im Jahr so circa bei Null, aufgerundet: Einer. Überschlägig bedeutet das, dass andere Menschen mehrmals täglich solche Becher kaufen, benutzen und wegwerfen. Und das offenbar völlig sorglos. Die Folgen, der Müll etc., muss diesen Menschen egal sein, sonst würden sie es ja nicht machen. Und genau das ist das Hauptproblem: Das Bewusstsein der Menschheit, dass ihr Handeln Konsequenzen hat und das der Preis für eine Änderung dieses Handelns eben die Bequemlichkeit ist. Der Kaffeebecher an sich ist natürlich nicht das Problem, aber er ist ein guter Platzhalter für die komplette Wahrnehmung vom Menschen bzgl. Umweltverträglichem Verhalten.

Diese Bequemlichkeit (man könnte es auch Faulheit oder Luxus nennen) gibt aber keiner auf. Jaha, Fordern und Verlangen, das kann man mal eben machen, auch Freitags statt Schule mit nem Kaffeebecher gegen den Klimawandel protestieren. Und den bösen Politikern alle Schuld in die Schuhe schieben, weil die tun ja nix. Man selber tut zwar auch nix, aber das ist natürlich eine ganz andere Sache. Erstmal die anderen.Währenddessen stopft man das kleine Stück Folie mit in den Biomüll, fährt eben mit dem Auto zur Bank, kauft sich irgendwas für wenige Euro bei Amazon (ist ja so günstig, da konnte ich nicht widerstehen) und lässt das Licht brennen, weil man mit dem Schalter das Licht zwar ein- aber nicht ausschalten kann und fliegt in den Urlaub.

Wenn man etwas Gutes aus dieser Erkenntnis ziehen will: Der Einzelne kommt da nicht gegen an, also kann sich jeder die Mühe sparen und wir hoffen einfach, dass die Wissenschaft schon was erfinden wird, was den Müll einfach in Morgentau oder ähnliches verwandelt.

(Wenn demnächst Kaffeebecherhersteller Personal entlassen muss, dann ist das ein ganz anderes Thema, aber: Es hängt eben alles zusammen)

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Mindestlohn für Auszubildende

Heute ging durch die Medien, dass wohl geplant ist, einen Mindestlohn für Auszubildende einzuführen.

Weiß denn keiner mehr, dass Auszubildende gar keinen Lohn kriegen? Sie erhalten eine Ausbildungsvergütung, das ist etwas vollkommen anderes!

Ich verstehe ja, was im Grunde damit gemeint ist, aber man muss sich schon an das korrekte Wording halten, um korrekte Ergebnisse zu erhalten. Leider fällt diese Art, alles unnötig schwammig zu formulieren (oder gar zu recherchieren) immer häufiger auf. Wie sagte doch Alex: Wenn ich das Geld hätte, würde ich die alle verklagen (und wenns nur ist, damit sie dumm gucken).

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Friday on my Mind

Na gut, über den Friday for the Future wurde bestimmt schon alles gesagt, aber eben noch nicht von mir. Also jetzt:
Ich will gar nicht lange darauf rumreiten, dass es ganz sicher eine wesentlich geringere Beteiligung gäbe, wenn die sagen würden „Hey, Sunday morning for the Future, seid alle dabei, acht Uhr gehts los!“. Es ist doch wohl jedem klar, dass ein Großteil der Schüler einfach die Gelegenheit wahrnimmt, eben mal nicht zur Schule zu gehen. Vermutlich schaffen die meisten es auch noch, die elementaren Gründe für das Schwänzen wieder zu geben:

…fordern von den Politikern, die Klimaziele ernst zu nehmen…

Nett. Auch ehrenwert. Man könnte gar noch mehr fordern.
Aber: Wer von den Schülern als erstes eine Steckdose sucht, um sein Smartphone aufzuladen, auf dem Weg zur Demo noch nen Coffee to go mit nimmt oder einen Schokoriegel mampft, mit dem Auto da hin fährt, den Müll nicht immer korrekt trennt und bei Amazon Dinge aus China bestellt nur weil die so günstig sind, der braucht von anderen mal gar nichts bzgl. Klimaschutz zu fordern.

So, und nun macht eure Hausaufgaben.

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iPhone 5 für 20 Euro

Langjährige Mitleser meines Blogs können sich vielleicht noch an diesen Artikel erinnern: iPhone 5 für 100 Euro. Dieser Beitrag ist mittlerweile über sechs Jahre alt, nur mal so als Vorab-Information. Nun war es wieder so weit.

Am letzten Wochenende habe ich unser iPhone 5 zum Verkauf angeboten, mit so einer Anzeige:

wir verkaufen unser iPhone 5. Es hat kaum Gebrauchsspuren, keine Kratzer (wenn jemand ganz pingelig sucht findet er sicher was: ist eben Gebraucht, aber nicht zerschunden ^^). Das Display ist OK.
Die Farbe des iPhones nennt sich glaube ich graphit, sieht auf jeden Fall gut aus. Ich habe es zurückgesetzt, ist so bereit zur Neueinrichtung („Hallo“).

Wir geben es günstig weg, weil es hier eh nur rumliegt und dadurch auch nicht an Wert gewinnt. Wäre nett, wenn nicht mehr am Preis verhandelt wird.
Dazu gibt es noch ein entsprechendes Lightning-Ladekabel.
Siehe auch Bilder.

Vorher hatte ich mir natürlich andere Angebote und deren Preisvorstellungen angesehen. Das ist ja mal breit gefächert. Ich habe mich dann am günstigsten, welches kein Schrott war, orientiert und einfach mal 5 Euro da drunter geblieben. Am nächsten Morgen ist mein Postfach explodiert. Einige haben sogar gleich zweimal, mit nur knapp 1,5 Std. Abstand nachgefragt. Auch, wenn die meisten Anfragen nett und knackig waren, so hat sich doch wenig in den letzten sechs Jahren getan. Eine Anfrage tat sich besonders hervor:

Hallo,
Meine Schwester Sucht ein Smartphone bis 20€
Tel.: 017xxxxxxxxx

Ich wurde leider nicht schlau aus dieser Anfrage. War das der Versuch, den Preis zu drücken? Oder versteckte sich hier die Frage, ob ich noch weitere Geräte zu ggf. günstigeren Konditionen abgeben würde? Sollte sich gar ein Chat sozialer Art daraus entwickeln? Immerhin waren ja die Wörter „Schwester“ und „Sucht“ enthalten, da würden bei Facebook vermutlich einige Filter Alarm schlagen. Ich wollte das aber gleich abkürzen und schrieb zurück: „Das ist ja interessant“. Vermutlich wurde der Empfänger dadurch etwas hektisch, denn ich bekam nur ein „Sehr“ als Antwort zurück. Erledigt.

Andere machten sich noch weniger Mühe und schrieben nur „Hi“. Muss man solchen Leuten antworten? Ich weiss nicht… es gilt für mich das gleich wie beim ersten Artikel zu dem Thema: Ich bin einfach kein guter Verkäufer. Schlauer wäre vermutlich gewesen, den Preis höher anzusetzen, und dafür etwas länger zu warten, bis „der Richtige“ das haben will. Im Billigsegment muss man sich doch nur unnötig mit Leuten rumschlagen. Schade.

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Walk on Girls

Die Dart WM 2019, also die aktuell laufende, ist ja spannender als je zuvor. Dieses Jahr gibt es aber einige Änderungen. Unter anderem sind nun nicht nur mehr Startplätze (96 statt 72) vorhanden, sondern auch zwei davon reserviert für weibliche Dartspieler. Und, vermutlich in dem Zusammenhang: Es gibt keine Walk-On-Girls mehr! Das wurde vermutlich auch schon auf allen Portalen berichtet. Die armen Mädels… machen sich so hübsch und nun dürfen die das niemandem zeigen bzw. den Walk-On der Dartspieler mal etwas aufmotzen.

Nun aber ist die erste Runde vorbei und die beiden teilnehmenden Damen sind ausgeschieden. Da ist es doch wohl OK, wenn die Girls die Jungs wieder begleiten dürfen?

Was kann man denn da gegen haben?

Ich würde mich freuen!

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Kontoeinschränkung – Ihre Daten müssen aktualisiert werden

Man bekommt ja immer wieder mal ne Spam-Mail bzw. eine, die offensichtlich an meine Login-Daten für PayPal, Amazon oder sonst was kommen wollen. Und hin und wieder sind auch wirklich welche dabei, die echt gut gemacht sind. Ich schrieb ja auch schon darüber. Aber was ich in letzter Zeit bekomme, das ist dermassen plump:

Wer auf sowas reinfällt…

Wer bei sowas zu neugierig (oder was auch immer) ist und irgendwas anklickt und vielleicht sogar noch auf dann folgenden Webseiten seine wertvollen Passwörter etc. eingibt, der hat es wirklich nicht anders verdient, als das mit diesen Daten dann Schindluder getrieben wird.

Ach, bei euch sehen die Mails aber anders aus, viel bunter und alles wird angezeigt und warum sollte man da nix anklicken? Dann empfehle ich euch dringend, eine kleine Einstellung an eurem eMail-Programm zu ändern: KEINE ENTFERNTEN INHALTE LADEN! Diese Option heisst vielleicht bei jedem Mail-Client etwas anders, aber selbst ein Laie wird es schaffen, das zu finden. Als Tipp: Die Einstellung lautet niemals „wollen Sie den Account wirklich löschen?“ oder so. Ihr schafft das schon. Diese Bilder etc. nicht automatisch zu laden und anzuzeigen ist sehr hilfreich: Denn zum einen erkennt man sofort, wenn mit einer Mail „irgendwas nicht stimmt“ (siehe Bild) und zum anderen kann durch das Laden dieser „entfernten Inhalte“ der Spammer auch erkennen, welche seiner Mails denn auch von welcher Adresse aufgerufen werden. So einen Hinweis will doch keiner geben, richtig?

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Tausendundein Loch

Ich habe in meinem Leben schon viele Löcher gebohrt. Echt viele Löcher, in so ziemlich jedem Durchmesser zwischen einem Millimeter und vielenvielen Zentimetern, in so ziemlich jedes bohrbare Material. Ob Stahl oder Kunststoff, ob Stein oder Holz, ob Erde oder mitm Finger in die Sahnetorte.

Und heute, da ist es dann passiert, nach (gefühlt, nicht gezählt) zehn Millionen Löchern: Nachdem ich neues Laminat in Flur etc. verlegt hatte, mussten noch die von mir ungeliebten Fußleisten zugeschnitten und montiert werden. Ich kann mich da immer nicht richtig entscheiden, wie es am besten geht: Nageln? Vergiss es, Entweder ist der Putz an der Stelle Diamanthart oder gar nicht vorhanden. Kleben? Dann muss meistens die Leiste fixiert werden, bis der Kleber ausgehärtet ist. Das ist nicht immer praktikabel. Bleibt nur die eigentlich einzig vernünftige Methode: Schrauben. Das ist aber auch gleichzeitig die aufwendigste Methode. Ich beschreibe mal kurz die Arbeitsgänge, auch wenn es nicht zwingend hier her gehört:

  1. gewünschte Position der Löcher auf der Leiste anzeichnen
  2. Löcher (in Grösse des Dübels) in die Leiste bohren
  3. Leiste korrekt positionieren und durch die Leiste in die Wand bohren
  4. Leiste wieder entfernen, Bohrdreck wegfegen/wischen/saugen
  5. Dübel einstecken
  6. Leiste wieder vor und anschrauben

Das ist grundsätzlich eine solide Sache. Dabei können natürlich die üblichen Probleme auftreten: Putz steinhart oder nur noch Pulver. Oder Bohrer wandert aus, weil Eisen in der Wand. Oder beim Anschrauben hebt sich die Leiste an anderer Stelle von der Wand und sieht scheisse aus. Oder, und nun kommen wir zu meinem Jubiläum: Man bohrt in ein Wasserrohr.

Mannmannmann. Ich musste so ca. 4 cm tief, wegen der Schrauben und damit das hält und so. Und bei dieser einen kurzen Leiste, die ich eh nur mit einer Schraube festmachen wollte, da ging der Bohrer auf Anhieb nur 3,5cm rein. Kurz gegrübelt: Nä, das haut nicht hin mit Dübel und so, das muss noch ein kleines bisschen tiefer. Und ruckzuck war ich ich gleich 22mm tiefer: Ich hatte das Kupferrohr gut mittig erwischt. Und das ohne ankörnen, auch ne Kunst. Mir kam ein satter 6mm-Strahl entgegen. Zum Glück war Thor im Haus, den konnte ich herbei rufen, damit der den Wasseranschluss zudreht (natürlich nach viel zu viel Gefrage undundund). Dann musste ein Stöpsel her: Weil Thor (er lernt ja gerade Koch) mir da keine schnelle technische Hilfe geben konnte, nahm ich flott den Bohrer, wickelte einen Lappen drum und stopfte ihn rein. Zwei Hammerschläge und dicht war es zunächst.

Was ist die erste Idee? Dichtschmieren und wenn es nicht leckt dann weitermachen als wenn nix wär. Aber so stumpf kann ich gar nicht sein. Zumal es noch ziemlich tropfte… nein. Bevor ich mich weiter darüber ärgern konnte, dass mein frisch verlegter Fußboden total eingesaut ist, nahm ich Hammer und Meißel und stemmte die Wand um das Leck auf. Der neue Boden voll mit Bauschutt. Als ich das Rohr sehen konnte rief ich meinen Klempner an, der zum Glück auch ans Telefon ging. Kurz besprochen: Ich muss weiter frei stemmen, damit er mit der Presse daran kommt und er sieht zu, wie er wen zu mir her kriegt. Letztendlich kam er dann selbst vorbei, sägte das alte gelötete Rohr raus und presste ein neues rein.

Fertig. Das war die Kurzform. Nun muss ich nur noch das Loch in der Wand wieder dicht kriegen, vier Stück 40 Jahre alte Fliessen besorgen und davor setzen und den 20 Stunden alten Fußboden… tja, mal sehen.

Aber ich werde diese Trefferquote nutzen und flott am kommenden Wochenende Lotto spielen.

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Facharbeitermangel

Man hört es häufig in den Medien und neulich stand es wieder in der Zeitung:

Fachkräftemangel bremst Wachstum

Nun bin ich selbst gerade in einer Phase der beruflichen Umorientierung und kann sagen: Diese Aussage ist so nicht richtig! Es gibt sicherlich einen Mangel an Fachkräften, denn gute Leute kann man ja immer gebrauchen, aber was es viel mehr gibt: Einen Fachkräftebezahlmangel. Ja, viele Firmen suchen weitere Mitarbeiter, sind aber nicht bereit, diese entsprechend zu entlohnen. Da sitzt man im Vorstellungsgespräch, tauscht sich prächtig fachlich aus, ist sich eigentlich so weit einig, und dann wird man mit Dackelaugen angeschaut: Mehr als x Euro könne man natürlich nicht zahlen, das wäre schon hoch angesetzt und dürfe man in der Firma auf keinen Fall weitererzählen, aber dafür gibt es ein super Betriebsklima usw. Ein anderer Chef klagte, er hätte soviel Aufträge, er müsste bald Nachts durcharbeiten. Aber als es auch hier um den Lohn ging: Nee, mehr geht auf keinen Fall, er zahlt ja schon immerhin die Anfahrt zur Baustelle (nicht die Rückfahrt, das wäre dann wohl meine Freizeit…). Neulich habe ich mich mit jemanden von der Handwerkskammer unterhalten und das nebenbei erzählt. Als ich Summe X nannte, da machte er grosse Augen: „Das kriegen doch ungelernte Floristinnen aufm Wochenmarkt!“

Diese Firmenchefs sind irgendwie in der Zeit stehen geblieben, ausser beim eigenen Kalkulieren. Habt ihr mal geschaut, was eine Handwerkerstunde heutzutage kostet?

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