Du singst nicht alle Lieder: Der Text

Bisher bekam ich keine Antwort auf meinen „eingereichten“ selbst(um)geschriebenen Songtext. So muss ich entweder annehmen, dass das keinen interessiert oder ich habe das einfach überschätzt. Und da ich einfach keine Lust mehr habe zu warten, bekommt ihr den Text nun serviert. Stellt euch grob die Melodie von dem Adel Tawil sein Lied vor und obwohl an meinem Werk noch etwas gefeilt werden müsste, passt es meiner Meinung nach schon einigermassen (ausserdem reimt es sich gerade so, wie es ist). Das wichtigste: Nun bekommen mal andere Lieder ihre Zeile ab, die wo anders nicht berücksichtig wurden 😉

Du singst nicht alle Lieder

Ich ging wie Biene Maja
Hab mit Roberto Spass gehabt
Wahnsinn von Wolle ist Pflicht,

Verdammt, du liebst nicht!
Welche Farbe hat dein Gummiboot,
Lippen soll man küssen, so rot
Ein Cowboy als Mann wäre nett
und im Kornfeld ein Bett

Refrain:
Wunder gibt es immer wieder
denn du singst nicht alle Lieder
Schön ist es, auf der Welt zu sein,
so schön wie griechischer Wein
Warst du noch niemals in New York
Adios Armor sang Andy Borg
Über den Wolken wollen wir sein,
Ein bißchen Frieden ist nicht nur Schein

Santa Maria ist ein fernes Land,
Moskau wirft Gläser an die Wand
Marmor, Stein und Eisen bricht,
Zwei kleine Italiener vergesse ich nicht
Es fährt ein Zug nach nirgendwo
Anita finden wir bald irgendwo
Er gehört zu mir ist ein Rosenberg
und Howards Ti Amo war ein tolles Werk

Refrain:
Wunder gibt es immer wieder
denn du singst nicht alle Lieder
Schön ist es, auf der Welt zu sein,
so schön wie griechischer Wein
Warst du noch niemals in New York
Adios Armor sang Andy Borg
Über den Wolken wollen wir sein,
Ein bißchen Frieden ist nicht nur Schein

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Du singst nicht alle Lieder

Der Tadel, äh, Adel Tawil ist ja gerade schwer in den Charts mit seinem Song „Lieder“. Und ja, natürlich erkenne ich da einige erwähnte Songs wieder  (Auch wenn ich auf Teufel komm raus noch nicht dahinter gekommen bin, was mit „EMF“ gemeint ist. Googlen deswegen will ich nicht, selber wissen macht schlau).
Ausserdem ist der Song recht musikalisch-intelligent aufgebaut, mit jedem mal hören wird er besser. Aber: Mein Kopf wäre nicht mein Kopf, wenn mir nicht was auffallen würde: Da fehlen ja etliche Lieder, ja gar ein ganzes Genre? Was ist denn mit Udo Jürgens, was mit Nicole? Wo ist Jürgen Drews, Costa Cordalis und Andy Borg? Und wer hat nicht schon Angetrunken Marianne Rosenberg mitgegrölt, um danach mit allen Anwesenden Karels Biene Maja zu besingen?
Siehste, das bewegt euch, wenn ihr in dem Alter seid, wo ihr auch dem Adel mit Tränen in den Augen zuhört. Deswegen habe ich mich hingesetzt und einen „alternativen“ Text geschrieben. Und als ich den so niederschrieb und guckte und las und leise vor mich her sang, da gefiel er mir immer besser. So gut, dass ihr ihn erstmal nicht zu lesen bekommt. Meine erste Idee war: Ich schnapp mir meine Akustik-Gitarre, hocke mich vor die Webcam meines Macs und klampfe euch das mal vor. Aber da gibt es einen Haken: Ich kann wirklich nicht Gitarre spielen, Ukulele auch nicht und singen kann ich nur laut oder leise, und das reicht einfach nicht. Und dafür wäre der Text einfach zu schade.

Kurz dachte ich an meinen Kollegen, der sogar momentan in zwei Bands als Schlagzeuger wirkt, aber ich weiss jetzt schon, dass der mich eh nur angrinst und sagt „du hast ja immer verrückte Ideen“. Und dafür ist mir der Text auch zu schade, auch wenn er nicht ganz unrecht haben könnte. Also habe ich den mal genommen und wo anders „platziert“. Ob und was das wird, das weiss ich natürlich nicht vorher, es bleibt also spannend. Im blödesten Fall wird das alles nix und ich werde diesen meinen Text hier einfach bloggen, wie andere Texte auch schon… warten wir etwas ab.

Nachtrag: Tada…!

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Eure Kinder – Chakuza ft. Bushido

(Chakuza)
Du willst was sagen aber keiner hört dir zu und du gibst auf
und du gehst baden, Mann, wie ein zu nah am Fluss gebautes Haus.
Halt die Schnauze, jeder der mir sagt, es geht nach oben hat gelogen,
denn in Wahrheit ist mein Schlafplatz noch am Boden.
Ich muss nicht nach Hollywood mit allen Stars Sekt saufen,
ich muss mit dem Bus noch zu Aldi fahren und essen kaufen.
Nur weil ich rappe kann ich essen kaufen,
auch wenn mein Geld längst nicht reicht, um hier endlich mal
wegzulaufen, ich schreibe Zeilen und ich pack sie auf dein Beat
während die Kleinen aus Verzweiflung auf der Straße stehen und dealen.

Seht die Wahrheit, das mein Partner in dem Lied
Kids der Straße widerspiegelt und ein Pate ist für sie,
denk mal nach was sie dir sagen, ist das echt oder der letzte Stuss?
Ja Mann, ich laber Dreck, wenn ich den ganzen Tag Dreck fressen muss.
Und ja, sie wollen weg und ein Entschluss ziehn und da raus,
doch wies aussieht, mann, verpassen sie den letzten Bus hier raus.

Es tut mir leid (tut mir leid)
wenn ihr meint, (wenn ihr meint)
ich hab sie nie dazu gebracht,
es sind eure Kinder!

Und es reicht, (und es reicht)
es ist leicht, (es ist leicht)
ich hab sie nie dazu gemacht,
es sind doch eure Kinder!

(2x)

(Bushido)
Ich hör den ganzen Tag, ich wär für unsere Jugend zu schlimm,
weil ihr meint, dass meine Texte viel zu skrupellos sind.
Wo sind die Kinder? Wo sind sie wenn die Schule beginnt?
Du siehst sie draußen auf der Straße und sie suchen den Sinn,
es geht um klauen und um Dealerei, jeder will ein Spieler sein,
heute ist es Gras ticken, morgen Autoschieberei.
OK, das gibts in Dörfern nicht,
doch ich lebe in Berlin, wo sich ein Junkie jede Scheiße in den Körper spritzt.
Was kann ich dafür, dass so etwas passiert,
denkt ihr ich hab durch Musik eure Kinder dazu animiert?

Ich denke manchmal echt, dass es keiner begreifen mag,
ich hab eure Kinder so gemacht, das war leicht gesagt.
Das Produkt meiner Umwelt, ihr habt mich erschaffen
und jetzt guckt wie euer Weltbild umfällt,
sag was die Scheiße soll, 5 mal einfach Gold,
super Chakuza, Bruder, mach jetzt die Österreicher stolz:

Es tut mir leid (tut mir leid)
wenn ihr meint, (wenn ihr meint)
ich hab sie nie dazu gebracht,
es sind eure Kinder!
Und es reicht, (und es reicht)
es ist leicht, (es ist leicht)
ich hab sie nie dazu gemacht,

es sind doch eure Kinder!

(Bushido)
Und wollt ihr uns jetzt sagen da ist gar nichts wahr und alles fake

(Chakuza)
Beweg dein Arsch hierher und ja, dann wage es am Rad zu drehn,

(Bushido)
Wage es am Rad zu drehn,

(Chakuza)
klar denn du bist cool und hart,

(Bushido)
und nach einer Minute Junge wartet dein Besuch beim Arzt,

(Chakuza)
ich mach kein Spaß, Ramba Zamba oder Science Fiction,

(Bushido)
jetzt voll auf Verzweiflung, Bruder, Vater, beide sitzen,
und is dein Vater zwar frei,

(Chakuza)
und das ist kein Witz,
dann hat er keine Arbeit und dann nachmittags schon einen sitzen,

(Bushido)
Sieh uns an, wir leuchten heller als ein Stern,

(Chakuza)
auch wenn deine Eltern sagen, von den Männern halt dich fern,

(Bushido)
diese Männer ziehn durchs Land, machen Geld als ob nix wär

(Chakuza)
und beim Rest aus diesem Land bleibt der Teller immer leer.

(Bushido)
Wir sind nicht schuld daran, dass Kinder nicht mehr reden und sich schlagen,

(Chakuza)
weil sie sehn, wie ihre Stars sind und sie leben was wir sagen,

(Bushido)
und es ist nicht leicht, hoffnungsvoll zu beten und dann teilen,

(Chakuza)
sone Scheiße, Gott hat leider nicht für jeden von uns Zeit.

Es tut mir leid (tut mir leid)
wenn ihr meint, (wenn ihr meint)
ich hab sie nie dazu gebracht,
es sind eure Kinder!
Und es reicht, (und es reicht)
es ist leicht, (es ist leicht)
ich hab sie nie dazu gemacht,
es sind doch eure Kinder!

Meine Meinung: Recht haben die beiden. Auch wenn der Text sich manchmal etwas holprig/banal liest. Einen guten Rap kann man wohl nicht so aufschreiben, wie er gesungen vorgetragen wird.

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Mein Testament – Reinhard Mey

In Erwartung jener Stunde, die man halt nicht vorher kennt,
nehm‘ ich mir Papier und Feder und beginn‘ mein Testament.
Schreibe meinen letzten Willen, doch ich hoffe sehr dabei,
daß der Wille, den ich schreibe, doch noch nicht mein letzter sei.
Aber für den Fall der Fälle halte ich ihn schon bereit,
dabei täte mir der Fall der Fälle ausgesprochen leid.

Meinen Nachlaß zu verwalten, geb‘ ich dir allein Vollmacht,
so weiß ich, daß mit dem Nachlaß keiner keinen Unfug macht.
Geh‘ zunächst zum Biergroßhändler, der schon schluchzt und lamentiert,
weil er mit mir eine Stütze seines Umsatzes verliert.
Schenk‘ ihm all die leeren Flaschen, die bei uns im Keller steh‘n,
mit dem schönen Posten Leergut wird es ihm schon besser geh‘n.

Was danach an guten vollen Flaschen noch im Keller ist,
die vermach‘ ich Euch, Ihr Freunde, die Ihr sie zu schätzen wißt.
Als Dank für die guten Stunden, die ihr mir gegeben habt,
als Dank dafür, daß Ihr heut‘ noch hinterm schwarzen Wagen trabt.
Ich vermach‘ Euch Faß und Flaschen, Euch zum Wohle, mir zum Trost.
Ich hätt‘ gerne mitgetrunken, leider geht‘s nicht, na denn Prost.

Alles, was ich an irdischen Gütern habe, Hund und Haus,
vermach‘ ich Dir, meine Freundin, mache Du das Beste draus.
Und erscheinen Dir die Räume plötzlich viel zu eng und klein,
öffne den Freunden die Türen, und das Haus wird größer sein.
Verschenke, was immer Du verschenken willst vom Inventar,
sei mit denen, die Dich bitten, großzügiger, als ich es war.

Meine Träume, meine Ziele, sind bei Dir in guter Hand,
die, die ich so gut geliebt hab‘, wie ich es nun mal verstand.
Ich wollte die Welt verbessern, ohne viel Erfolg, scheint mir,
mach Du, wo ich aufhör‘, weiter, und vielleicht gelingt es Dir.
Das wird Dich darüber trösten, wenn ich nicht mehr bei Dir wohn‘,
Dann werd‘ wieder die Glücklichste, die Schönste bist Du ja schon.

Meine Verse, meine Lieder, gehör‘n Dir ja ohnehin.
Die, die mich so sehr geliebt hat, mehr vielleicht, als ich‘s verdien‘.
Denn durch dich hab‘ ich, wenn heut‘ schon meine letzte Stunde kommt,
viel mehr als nur jenen Teil vom Glück gehabt, der mir zukommt.
So bedaur‘ ich eins in jener Stunde nur, daß offenbar
uns das Los von Philemon und Baucis nicht beschieden war.

Aber eines freut mich doch, wenn ich heut‘ sterbe, ungeniert
Hab‘ ich meine Widersacher doch noch einmal angeschmiert.
Denn ich hör‘ die Lästermäuler Beileid heucheln und sogar
Murmeln, daß ich stets der Beste, Liebste, Allergrößte war.
Euch, Ihr Schleimer, hinterlaß‘ ich frohen Herzens den Verdruß,
daß man von dem frisch Gestorb‘nen immer Gutes sagen muß.

Mein Vermächtnis ist geschrieben, klaren Kopfes bis zuletzt,
ich laß‘ noch Platz für das Datum, den Rest unterschreib‘ ich jetzt.
Dieser ist mein letzter Wille, doch ich hoffe sehr dabei,
daß der Wille, den ich schreibe, doch noch nicht mein letzter sei.
Wär er‘s doch, schreib‘ auf den Grabstein, den ich mir noch ausbeding‘:

„Hier liegt einer, der nicht gerne, aber der zufrieden ging“.

Nicht nur ein intelligenter wenn auch nachdenklicher Text, die Gitarrenmusik dazu ist auch sehr schön. Und ich finde fast, der Text ist wie für mich geschrieben. Aber vermutlich denkt das so mancher, wenn er da mal zuhört…

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Sag mir wo die Blumen sind

Pete Seeger schrieb das Lied 1955. Ursprünglich sollte das Lied ganz anders lauten:

Sag mir, wo die Autos sind.
Wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die Autos sind.
Was ist geschehn?

Er schrub den Text, nachdem er nach einer recht langen Partynacht sein Auto nicht wieder fand und verwirrt am Strassenrand, nach dem Wagen Ausschau haltend, diese Zeilen murmelte. Als er nach langen Irrwegen endlich den Wagen fand fuhr er sofort nach Haus und notierte die Zeilen auf einer alten Serviette, die auf dem Tisch rum lag. Als er den Text am nächsten Tag seinem Produzenten zeigte und auf der Gitarre vorspielte, da war dieser hin und weg: „Das wird der grösste Partyhit aller Zeiten, damit wirst du unsterblich und für ewig in aller Munde sein“, soll dieser gesagt haben. Als aber der Tontechniker, der die Aufnahme leiten sollte und dessen Schwagers Onkel Verkehrspolizist war, von der Entstehungsgeschichte des Songs hörte, riet dieser davon ab, dass alles zu veröffentlichen, das käme ja einer Selbstanzeige wegen Alkohol am Steuer gleich. Der Produzent stutzte, war sich aber nicht sicher, ob er das dennoch durchziehen sollte. 1955 war das Jahr der Revoluzzer, der Andersdenker, da käme so ein Lied doch wie gerufen? Zufällig war gerade auch Marlene Dietrich im Studio, die immer alle Lieder vom Pete auf Deutsch rausbrachte. Die hörte sich das alles an und sagte: „Hey Guys, do not come me with this shit, I need something peaceful for my Fans or I can einpacking my Karriere“. Wie wäre denn etwas mit roten Herzen?, sagte der Tontechniker, der auch noch schwul und gerade hoffnungslos verliebt war, das wusste aber keiner, weil so was gerade nicht „in“ war. Und während alle hin und her stritten und sich irgendwie so gar nicht einigen konnten, da fing Pete, mehr nebenbei, auf seiner Gitarre zu klimpern an, weil er die ganze Zeit unbewusst auf Marlenes üppige Bluse starren musste, die voller grosser weisser Lilien war. „Where have all the flowers gone…“ murmelte er dabei. Alle wurden ruhig im Raum, Pete spielte weiter. Plötzlich intonierte die Dietrich laut „…sag mir wo die Blumen sind, wo sind sie gebliehieben?“.

„Das ist es“ brüllte der Produzent, „wir bringen das gleich auf Deutsch raus und Pete kann seinen englischen Kram vergessen!“. Das ging so natürlich nicht, weil es fest verzurrte Knebelverträge zwischen allen gab, aber letztendlich brachte man dann die Version mit den Blumen raus, Marlene durfte ein paar Jahre später loslegen und der Rest ist Geschichte.

Der Sohn vom Onkel vom Schwager des schwulen Tontechnikers, der immer wieder von der in der Familie rum erzählten Geschichte begeistert war, verarbeitete Pete’s Ursprungstextzeilen über 40 Jahre später in dem Film „Ey Mann, wo ist mein Auto?“. Der Film war nicht ganz so erfolgreich wie der Song, weil ihn keiner richtig verstand, gilt aber heute als Kultfilm.

Pete Seeger sagte mal in einem Interview: „Mit diesem Lied hab ich immer meine Steuern bezahlt“ und starb mit 94 Jahren am 27. Januar 2014.

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Forever Young – Alphaville

Let’s dance in style, let’s dance for a while
Heaven can wait, we’re only watching the skies
Hoping for the best but expecting the worst
Are you gonna drop the bomb or not?

Let us die young or let us live forever
We don’t have the power but we never say never
Sitting in a sandpit, life is a short trip
The music’s for the sad men

Can you imagine when this race is won?
Turn our golden faces into the sun
Praising our leaders,
we’re getting in tune. The music’s played by the… the mad men

Forever young, I want to be forever young
Do you really want to live forever?
Forever – who will never…

Forever young, I want to be forever young
Do you really want to live forever?
Forever – forever young

Some are like water,
some are like the heat
Some are the melody
and some are the beat
Sooner or later they all will be gone,
why don’t they stay young?

It’s so hard to get old without a cause,
I don’t want to parish like a fading horse
Youth’s like diamonds in the sun,
and diamonds are forever
So many adventures couldn’t happen today,
so many songs we forgot to play
So many dreams swinging out of the blue,
we’ll let them come true

Forever young, I want to be forever young
Do you really want to live forever?
Forever – who will never…

Forever young, I want to be forever young
Do you really want to live forever?
Forever – who will never…

Forever young, I want to be forever young
Do you really want to live forever?
Forever…

Meiner Meinung nach eines der grössten Songs von Alphaville, einfach weil es der Welt noch gefehlt hat. Es gibt so viel Musik, so viel Songtexte und Gesang, aber nur wenige treffen den jeweiligen Punkt als Gesamtkunstwerk aus Text, Instrumenten und Harmonie. Es gibt nichts vergleichbares zu „Forever Young„, kein weiteres Lied, das die „ewige Jugend“ so thematisiert und rüberbringt. Im Wust von unzähligen Liedern über Liebe, Freundschaft oder Saufen taucht manchmal eines auf, das unverhofft ganz anders ist und irgendwie einen Moment, ein Gefühl oder nur einen Gedanken perfekt beschreibt. Ganz im Sinne von z.B. „Let it be“ von den Beatles oder „We are the Champions“ von Queen… dieses ist eines davon.

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Cat Stevens – Father and Son

(Father)
It’s not time to make a change,

Just relax, take it easy
You’re still young,
that’s your fault,
There’s so much you have to know
Find a girl, settle down,
if you want you can marry
Look at me, I am old but I’m happy

I was once like you are now
And I know that it’s not easy
To be calm when you’ve found
Something going on
But take your time, think a lot,
why think of everything you’ve got
For you will still be here tomorrow
but you dreams may not

(Son)
How can I try to explain,

‚cos when I do he turns away again
It’s always been the same, same old story
From the moment I could talk,
I was ordered to listen
Now there’s a way and I know that I have to go away
I know, I have to go

(Instrumental)

(Father)
It’s not time to make a change,

Just sit down, take it slowly
You’re still young, that’s your fault,
There’s so much you have to go through
Find a girl, settle down, if you want, you can marry
Look at me, I am old but I’m happy

(Son)
All the times that I’ve cried,

keeping all the things I knew inside
It’s hard, but it’s harder to ignore it
If they were right I’d agree,
but it’s them they know, not me
Now there’s a way and I know that I have to go away
I know, I have to go

-Für meine Söhne-
(auch wenn die es wohl niemals lesen werden. Ist ja englisch, und Englisch können heisst Vokabeln lernen und Vokabeln lernen ist wohl doof)

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Lukas Graham – Criminal Mind

Years go by and I miss you
I can’t describe what you’ve been through
But you’re gone
We do what we believe in
Set a goal and stop dreaming
I’m not saying you’re wrong

But every time you’re going
And I’m asking myself why
Hoping, oh just hoping you won’t go
I know you’re proud of me
You’re holding your head high
It’s OK, it’s OK, it’s OK, it’s OK

‚Cause I know I’ll get you back
Though I know your mind is criminal
It don’t matter, no
That you’re going in again
I know I’ll get you back
No, I know your mind is criminal
I got women for you man
When you’re coming out again

You know I could have been with you
Been with you, done what you been through
I had a chance to choose
When enough’s enough will you know it
When you reach your goal will you hold it
I’m afraid you’re gonna lose

And every time you’re going
And I’m asking myself why
Hoping, oh just hoping you won’t go
I know you’re proud of me
You’re holding your head high
It’s OK, it’s OK, it’s OK, it’s OK

‚Cause I know I’ll get you back
Though I know your mind is criminal
It don’t matter no
I bet you’re going in again
I know I’ll get you back
No, I know your mind is criminal
I got women for you man
When you’re coming out again

I know I’ll get you back
A criminal, a criminal…

Als ich Lukas Graham das erste mal sah und hörte („Drunk in the Morning“), da fand ich das doof, flach, plump und nervig. Als ich  meiner Frau die Live-Version von „Criminal Mind“ vorspielte, da hörte sie ca. eine Minute zu und sagte dann „schrecklich“ und wand sich anderen Dingen zu. Ich selbst war voll von den Socken. Im Radio gehört weckte der Song meine Aufmerksamkeit. Und ich ärgerte mich über mich selbst, als ich hörte, das sei von Lukas Graham. Ich finde den Titel so klasse und melodisch, und besonders in der live gespielten Variante total eindringlich, musikalisch und ohrwurmig.

Aber entscheidet doch selbst: http://www.youtube.com/watch?v=FzNLViJaoi4

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The Animals – The House of the Rising Sun

There is a house in New Orleans
They call the Rising Sun
And it’s been the ruin of many a poor boy
And God I know I’m one

My mother was a tailor
She sewed my new bluejeans
My father was a gamblin‘ man
Down in New Orleans

Now the only thing a gambler needs
Is a suitcase and a trump
And the only time he’s satisfied
Is when he’s won and drunk

Oh mother tell your children
Not to do what I have done
Spend your lives in sin and misery
In the House of the Rising Sun

Well, I got one foot on the platform
The other foot on the train
I’m goin‘ back to New Orleans
To wear that ball and chain

Well, there is a house in New Orleans
They call the Rising Sun
And it’s been the ruin of many a poor boy
And God I know I’m one

Neben dem einprägenden Gesang von Eric Burdon ist es sicher die typische 60er-Jahre-Orgel (welche sich langsam in den Song einschleicht), die diesen Hit so besonders machen. Und natürlich der leicht mitzusingende Titel; die ersten beiden Zeilen (und zum Ende noch mal), der Rest wird undeutliches Gemurmel (beim mitsingen, nicht im Original, natürlich!). Da macht es dann auch nichts, wenn vom besonderen 6/8-Takt der Animals und der wilden Orgel nur drei Akkorde auf der Akustik-Gitarre bei irgend einer Party mit vielen gut gelaunten mitgrölenden Leuten überbleiben.

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ABBA – The day before you came

I must have left my house at eight, because I always do
My train, I’m certain, left the station just when it was due
I must have read the morning paper going into town
And having gotten through the editorial, no doubt I must have frowned

I must have made my desk around a quarter after nine
With letters to be read, and heaps of papers waiting to be signed
I must have gone to lunch at half past twelve or so
The usual place, the usual bunch

And still on top of this I’m pretty sure it must have rained
The day before you came

I must have lit my seventh cigarette at half past two
And at the time I never even noticed I was blue
I must have kept on dragging through the business of the day
Without really knowing anything, I hid a part of me away

At five I must have left, there’s no exception to the rule
A matter of routine, I’ve done it ever since I finished school
The train back home again
Undoubtedly I must have read the evening paper then

Oh yes, I’m sure my life was well within it’s usual frame
The day before you came

I must have opened my front door at eight o’clock or so
And stopped along the way to buy some Chinese food to go
I’m sure I had my dinner watching something on TV
There’s not, I think, a single episode of Dallas that I didn’t see

I must have gone to bed around a quarter after ten
I need a lot of sleep, and so I like to be in bed by then
I must have read a while
The latest one by Marilyn French or something in that style

It’s funny, but I had no sense of living without aim
The day before you came

And turning out the light
I must have yawned and cuddled up for yet another night
And rattling on the roof I must have heard the sound of rain

The day before you came

Was für ein Text! Was für eine Interpretation! Mir gefällt an diesem Text diese unglaublichen Variationen, um die Gleichtönigkeit „ihres“ Alltages zu beschreiben, „bevor er (in ihr Leben) kam“. Hier wird extrem diskret beschrieben, wie sich das eigene Leben verändern kann, wenn man einen besonderen Menschen kennenlernt. Und so vorsichtig, fast zaghaft vorgetragen, aber total melodisch. Gerade hier ist die Stimme ein weiteres Instrument, wie es bei vielen Abba-Titeln ja nicht unüblich ist. Nicht ohne Grund hatte Abba so dermassen Erfolg. Das war mehr als gefälliger Pop, man muss sich das nur mal antun. Wenn über Abba berichtet wird, dann oft über Dancing Queen, Waterloo und vielleicht SOS. Und meist hört man „Abba“, ohne zuzuhören, die Musik ist ja auch gefällig genug. Aber es lohnt sich, ab und an dem Text zu lauschen!

Und irgendwann hört ihr mal wieder einen Abba-Song, lächelt und denkt an Lerigau 😉

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