Youtube zu mp3 konvertieren

Ich persönlich habe eigentlich eine Abneigung gegen Youtube. Zum einen, weil sie scheinbar willkürlich bzw. rein auf Zuruf von „Rechteinhabern“ Videos sperren (WMG machen sich da wohl echt einen Spass draus) und zum anderen, weil ich Mails hasse, die als Betreff nur „DAS MUSST DU SEHEN!!1!/lol/guckmal geil“ oder sonstiges nichts Aussagendes haben und dann als Inhalt nur einen kryptischen Link auf ein (mutmasslich uraltes) YT-Video haben.

Aber mit Youtube ist es wie mit eBay: Man kommt nicht drum herum. So gibt es einige Musikstücke, die ich bisher nur noch bei Youtube gefunden habe, wie z.B.:

Und es gibt zwar diverse Software, um die Titel als MP3 oder gar MP4/avi (Video) lokal zu sichern, aber bisher haben die bei mir entweder nicht zuverlässig funktioniert oder waren komisch zu bedienen. Oder beides. Und heute hatte ich noch eine andere Konstellation: Ich bin zu Besuch bei meinem Schwager im Süden unseres Vaterlandes und sitze vor einem Rechner, der mir zwar zur Verfügung gestellt wurde aber sicherlich nun mal nicht die Softwareausstattung hat, die ich so gewohnt bin. Wie auch. Und wiedermal hatte ich ein Video bei YT gefunden, wo ich gern die Audiospur lokal als MP3 verfügbar hätte. Auf meiner Sucher nach geeigneter Software habe ich dann was ganz unerwartetes gefunden:

http://www.youtube-mp3.org/de

Nicht nur, dass diese Seite einen von nervigen Werbebanners und diversen sinnlosen Weiterleitungen verschont: Nein, sie macht auch genau das, was sie soll und das erstaunlich schnell. Dazu gibt es unten einen erklärenden Text. Letztendlich muss man nur den betreffenden Link einsetzen, den Button klicken und nach kurzer Zeit kann man die gewünschte Datei als MP3 herunterladen. In der Hoffnung, dass das lange Zeit so bleibt und funktioniert und weil ich mich darüber so gefreut habe, wollte ich euch das nicht vorenthalten. Vermutlich kennt ihr das alle schon lange und das ist ein alter Hut und ich bin nicht auf dem neusten Stand… aber jetzt bin ichs 😉

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KeepAlive

Der treue Leser wird sicher mitbekommen haben, dass manchmal die Seite nicht erreichbar war. Nun, um ehrlich zu sein: Es war nicht nur die Seite, der ganze Server war in diesen Momenten weder per Web noch per SSH noch per irgendwas erreichbar. Immer, wenn ich das bemerkte, habe ich ihn rebootet. Aus dem einfachen Grund: Ich fand den Fehler nicht. Nun habe ich mal meinen Schwager, selbsternannter Linuxexperte, in die Logs schauen lassen. Und er fand irgendwas. Was genau, konnte er mir nicht sagen. Letztendlich ging es darum, wie der Apache (Webserver) konfiguriert ist. Ich will euch bisher mit Details verschonen, aber ich habe nun seit einigen Tagen die Funktion KeepAlive ausgeschaltet. Eine kleine Suche im Netz gibt viele Fundstücke, aber leider keine eindeutige Lösung.

Wenn ihr also beim Aufruf der Seite länger warten müsst als üblich, dann könnte das daran liegen, dass euer Browser jede kleine Datei neu anfordern muss. Ich will das auf jeden Fall erstmal so lassen und schauen, wie der Server sich verhält. Und wenn ich das näher eingekreist habe, dann optimiere ich das, versprochen 😉

Und noch was…

BlueKuh2

Apropos KeepAlive:
Heute konnte ich an meinem Rennrasenmäher unter anderem die Bremse optimieren und bin dann auch gleich mal (verbotenerweise!) meine Strasse ein Stück rauf und runter gedüst: Tolle Sache, hoffentlich ist bald wieder Rennen! Dazu muss ich sagen: Ich bin eine feige Sau. Genau bei mir auf der anderen Strassenseite ist eine Grundschule und dort hängt, wohl auf Grund der vielen Raser hier ;), seit zwei Tagen eine Tafel „So schnell fahren sie“ und da unter wird dann die gemessene Geschwindigkeit angezeigt. Neulich war ich (mitm Auto!) mit stolzen 29km/h unterwegs. Das kann aber auch daran liegen, dass diese Tafel ziemlich genau auf Höhe meiner Auffahrt steht. Und hier mit 30 Sachen raufbügeln ist schon ne Kunst, man will ja nicht das Carport treffen…. Nun wäre dieser „Tempomat“ ja ideal gewesen, um mal festzustellen, wie schnell denn mein Rennrasenmäher läuft. Aber dazu hätte ich mich ein ganzes Stück von meinem Haus wegbewegen müssen, auf einer Kreuzung wenden und dann eben mit Vollgas zurück. Unabhängig vom Strassenverkehr, der immer genau dann auftaucht, wenn ich die Strasse mit einem Fahrzeug „betrete“ ist mein Rennhobel relativ laut, besonders, wenn man Vollgas gibt. Und Zuschauer (aka* neugierige Nachbarn) kann ich bei solchen Sachen echt nicht gebrauchen.

Innerhalb von ca. 10ms spielt sich in meinen Kopf folgendes ab:

Die Polizei rollt langsam vorbei und hält an, während ich noch auf meinem Rennhobel sitze (Ich habe immer einen NotAus an den Leib getüdelt, Routine und Sicherheit und lange Abfummelei). Die Herren steigen aus wie man es kennt: Langsam, Mütze aufsetzen, gleich verstehend nicken (Ahnung hamse wohl beide nicht).
Böser P: „Na, was haben wir denn da für ein Schmalspurgefährt“
Ich: „das ist, äh, ein Rasenmäher!“
Böser P: „fahrnse damit etwa auf der Strasse?!?“
Ich: „Nee, nie, ausser, um hinten zur Rasenfläche zu kommen“ (Nie nur „Rasen“ sagen, das wollen die falsch verstehen)
Böser P: „Wir haben da ne Meldung erhalten, sie würden hier rumheizen!“
Guter P: „Wie schnell fährt der denn?“
Ich: „Die Leute sind sicher irritiert, weil der Auspuff etwas defekt ist. Der fährt nich so schnell…“
Böser P: „Da kann ja jeder kommen….“ (holt aus zu mehr)
Guter P: „Ist der Motor ein Honda GX? Cool, liegende Welle mit fettem Gehäuse!“
Ich: „Hö, aehm, ja…“
Guter P: „Ich fahre gern Kart, aber die haben nur so 6PS, der hier muss ja mindestens das doppelte haben…“
Ich: „20…“
Böser P: „damit kann man Verkehrsteilnehmer gefährden!“
Guter P: „20PS!?! Boah, damit muss der ja abgehen wie eine Rakete“ (Wo er Recht hat…)
Böser P: „Damit dürfen Sie auf keinen Fall weiterfahren!!!“
Guter P: „darf ich auch mal fahren?“

…und wie gesagt, alles in 10 Millisekunden gedacht, nicht erlebt, aber mit ungewissem Ausgang.
Ich tuckere also auf meinen Hof, in die Garage und freue mich, dass er fährt und keiner meckert und ich in keinen Dialog mit Ordnungshütern treten muss. Feiglinge leben länger.

Nachtrag: Zwei Minuten Angst 😉

(*aka ist die Abkürzung für das englische „also know as“, übersetzt „auch bekannt als“. Vielleicht hilft es ja jemandem; wird im Netz häufig gebraucht…)

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Pokerstars und Mac

Ganz selten ab und zu spiele ich mal Online-Poker bei Pokerstars. Netterweise gibt es auch einen Client für den Mac. Ich spiele das so selten, dass fast immer, wenn ich das Programm starte, ein Update vorliegt und die Software dann aktualisiert wird. Gestern war das wieder der Fall. Aber dieses mal etwas „heftiger“: Mir wurde gesagt, ein Update sei nicht möglich und ich solle mir den neuen Client von der Webseite laden. Ein Link wurde gleich mitgeliefert. Aber leider verlinkte dieser Defaultmässig auf die PokerStarsInstall.exe, also für Windows. Das macht für mich mit meinem iMac natürlich keinen Sinn. Also begab ich mich auf der Suche, ob es denn auch eine OSX-Version gibt. Das hat etwas gedauert. Deswegen möchte ich hier den Link dahin platzieren, damit andere es vielleicht etwas leichter haben:

http://www.pokerstars.com/de/poker/download/mac/

Damit hat es dann reibungslos funktioniert. Apropos Funktion: In der Vergangenheit war es übrigens so, dass der Client, den man bei pokerstars.com runterladen konnte, mehr Optionen hatte als der Client von pokerstars.de 
Ob das heute noch immer so ist und welche das genau sind, kann ich gerade nicht vergleichen, aber hier ist mal ein Bild von den mir vorhandenen Optionen, eventuell hilft es ja jemandem:

Pokerstars-Optionen im Mac-Client

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Kinder vernetzen

Meine Frau sagte vor langer Zeit: „Kinder, wenn ihr konfirmiert seid, dann kriegt ihr auch Internet!“ Und die Bengel vergessen sowas ja nicht. Vokabeln lernen, Zimmer aufräumen, Klobürste benutzen, Schuhe abputzen: Alles flott verdrängt, aber die Sache mit dem Internet, das war wahrscheinlich Thema Nummer 1 und einzige Motivation, sich den „Kirchenkram“ überhaupt anzutun. Nun ganz so schlimm ist es nicht mit meinen Söhnen, aber ich wollte ja mein (unser) Versprechen halten.

Und da ich selbst ja weiss, wie verdorben das Internet sein kann (immerhin bin ich selbst seit 1994 online), welche Verlockungen es bietet und wie schnell es gehen kann, dass die Jungs mir meine Bandbreite wegnehmen, wollte ich die nicht einfach an mein LAN anklemmen. Meine Idee war, dass die Knaben nur über einen Proxy ins Netz kommen, der das „schlimmste“ von denen fernhält. Am liebsten wäre mir eine Positivliste, wo alles reinkommt, was gewünscht ist und ich dann genehmige und alles andere fern bleibt. Oder noch besser ein Filter, der Standardmässig schon einiges fernhält. Ich selbst will aber natürlich ungebremsten Zugriff haben. Dabei alles möglichst ohne, dass ein fetter Rechner hier permanent am Stromnetz hängt oder auch nur einen vermeidbaren Switch. Mit etwas Ahnung etc. kommt man schnell auf eine mögliche Lösung:
Eine AVM Fritz!Box (FB) so anpassen, wie man es wünscht.

Zunächst beschreibe ich mal, wie meine fertige Netzwerkinstallation (nach vielem hin- und her überlegen) geworden ist: Vorne weg: Ich habe einen Entertain-Anschluss der Telekom und kann/sollte deswegen nicht ganz beliebig in mein LAN eingreifen. Aber ich weiss ja, was ich tue 😉

  • Masteranschluss ist eine Speedport W 920V
    Hier dran hängen per WLAN einige Geräte (mein iMac, manchmal mein Macbook, zwei iPhones und ein „Familien“-eMac im Flur), dazu noch: 

    • ein LAN-Kabel zu meinem Win7-Rechner
    • ein LAN-Kabel zu meinem Büro-Media Receiver X300T
    • eine W100-Bridge zum Wohnzimmer mit fettem weissen neuen MR (303?)
    • eine W100-Bridge zum Schlafzimmer oben mit MR100
      (mit vier LAN-Anschlüssen ist der/die w920V voll belegt) 

      • und oben an die B-Seite der Bridge habe ich die FB 7050 geklemmt
      • an LAN A hängt nun die MR100 (TV funktioniert!)
      • per WLAN sind die Kinder online

In der 920er ist der IP-Adress-Bereich von *.1 bis *.199 per DHCP freigegeben. Die Fritzbox hat die *.200 und für DHCP *.201 bis *.206. Das sollte für die Kids reichen und so kommen sich die Netze nicht in die Quere und dennoch kann man alles von allem aus erreichen (wenn man weiss, wie 😉 ) Ich hatte erst die Befürchtung, dass die MR100 hinter der Fritz!Box nicht einwandfrei funktioniert, aber die Sorge hat sich nicht bestätigt.
Ich habe die Kinder bewusst per WLAN angebunden: Zum einen spart man sich das Getüdel mit den LAN-Kabeln (die 7050 hat eh nur zwei LAN-Buchsen, also eine zu wenig) und zum anderen habe ich so eine gewisse Chance, die nutzbare Bandbreite der Kinder einzudämmen (und ausserdem gibt es bei Pearl echt günstige Win7-taugliche WLAN-USB-Sticks. Einstecken, kurz warten: geht). Ich habe nämlich das WLAN in der FB auf 802.11b eingestellt, also brutto „nur“ 11MBit. Und dazu die Sendeleistung auf (meiner Meinung nach ausreichende) 6% gestellt. Hintergrund: Wenn man die Kiddies fragt, wozu sie denn überhaupt Internet brauchen, dann kommen so Sachen wie: „Na für die Schule, dass man mal was nachgucken kann und vielleicht mal ne eMail und manchmal Chatten wär auch toll“. OK. Dafür braucht man aber keine fette Leitung. Selbst schuld und wieder was gelernt: Argumentieren lernen 😉
Und wenn die Sende- bzw. Empfangsleistung sehr gering ist, dann verhandelt der Rechner und der Router eine geringere Geschwindigkeit, mit der sie sich noch verstehen. Ich finde, 1MBit ist schon recht flott. Die meiste meiner Gesamt-Onlinezeit musste ich mit weniger auskommen… ausserdem hamwa ja noch Entertain, welches etwas Bandbreite für sich will (dem QoS im Speedport traue ich nicht, das kann scheinbar sogar mein Mac aushebeln).

Auf jeden Fall habe ich das so verkabelt und es funktioniert auch. Vorher habe ich natürlich die FB konfiguriert, damit die sauber ins LAN passt. Da musste ich auch kurz stutzen, denn man kann im Menü der FB nicht sofort alles einstellen. Man muss erst unter „Ansicht“ die erweiterten Möglichkeiten aktivieren. Danach habe ich es auch geschafft, dass die FB sich nicht immer per DSL connecten will und eine IP-Verbindung akzeptiert. Das ist deswegen wichtig, weil die sonst keinen DNS-Server bekommt und die angeschlossenen Rechner zwar „online“ sind, aber deren Browser keine URL auflösen können. Muss man alles wissen, ich schreib später mal darüber 😉

Damit es aber noch nicht Schluss. Der Proxy fehlt noch. Immerhin kann man die Fritzbox „aufbohren“ und um einige Funktionen erweitern. Doch da das auch wieder ein Thema für sich ist, schreibe ich da noch mal extra was zu.

Meine Jungs waren auf jeden Fall glücklich, dass sie mit ihren Rechnern online waren 😀

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Micro SIM

Tja, nun habe ich ein weisses iPhone 4. Eigentlich wollte ich die Version überspringen und dann das nächste holen. Aber ihr habt vielleicht gelesen, welch Pech ich mit der Kameralinse meines 3GS hatte. Und die Kamera-Funktion am Handy ist mir sehr wichtig. Ich mach gern Fotos von allem, was ich so mache und wo ich so bin. Wie bei Flickr so schön gesagt wurde: Die beste Kamera ist die, die du gerade dabei hast“. Natürlich schleppt man nicht überall seinen Fotoapparat mit hin, sein Handy dagegen schon. Und wenn man sich mit iPhone4-Besitzern unterhält kommt immer wieder „Ja, das ist echt echt toll, ich weiss gar nicht, was das nächste noch besser können soll“ usw usf. Ich kenne diese Begeisterung, hatte ich doch das gleiche bei meinen vorherigen iPhones 🙂 Dazu kommt, dass ich aus diversen Gründen leidenschaftlicher Jailbreaker bin. Und ich bin mir gar nicht sicher, ob die nächste iPhone-Generation so ohne weiteres „break“bar ist. Immerhin hat Apple bei den letzten drei iOS-Updates (aktuell 4.3.3) die relevante Lücke nicht entfernt. Vermutlich weil sie wissen, dass es eh bald vorbei sein wird? Denn ich bin mir sicher, dass spätestens mit dem nächsten iPhone auch das iOS 5 kommen wird. Und da wird erstmal alles anders sein, auch für das Dev-Team, Geohot etc. Vielleicht steckt Apple da seine Energien lieber wo anders rein.

Egal. Ich war am hin und her überlegen, am schönrechnen und am abwägen und da war doch noch irgendeine Sache, die ich vorher klären wollte? Noch mal egal, wird schon werden. Meinen Klarmobil-Tarif hatte ich bereits auf Internet Flat 500 umgestellt, da ich merkte, dass mein iPhone 3GS mit iOS 4.2.1 aus irgendwelchen Gründen ständig an der Leitung nuckelte. Immer wieder kleine Datenpakete, die in der Summe meine letzte Rechnung unerwartet hoch trieben. Tarifumstellung war am 01.06. Das neue iPhone hatte ich am Freitag, den 27.05. online bei Apple bestellt. Die sagten mir: Voraussichtliche Lieferung am 07.06. Da hilft nur warten. Ich konnte aber nicht glauben, dass das wirklich so lange dauern sollte. Netterweise schickte Apple mir eine Bestätigungsmail mit einem Link, wo ich die Lieferung online verfolgen konnte. Und da war schon bald der 06.06. anvisiert. Schon am 01.06. kam dann das Paket bei mir an. Also von der Bestellung bis zur Lieferung nur 5 Tage. Nicht schlecht. Und passend zur Tarifumstellung bei Klarmobil.

Nun also erstmal Akku randvoll laden und meine SIM-Karte vom alten ins neue Gerät stecken. Da war die Sache, die ich vorher klären wollte: Ins neue iPhone 4 passt natürlich nur eine Micro-SIM-Karte, aber wer hat sowas schon. Und irgendwie bestellen und warten ist nicht drin. Also selber bauen. Von einem Bekannten habe ich schon erfahren, dass das durchaus geht und gar nicht so schwer sein soll.

Um es kurz zu machen: Ist auch nicht schwer.
Im Grunde muss man einfach nur genau um den Chip herum ausschneiden und zur oberen Seite, wo die Schräge der SIM-Karte ist, zwei Millimeter stehen lassen und wieder eine Schräge dran schneiden. Solange man nicht in den Chip schneidet kann nichts kaputt gehen, dass ist nur Plastik. Wenn es dann nicht genau in den Tray (Halter) passt: einfach etwas nachschnibbeln oder ganz penibel mit einer Nagelfeile was runternehmen. Die Kontaktflächen des Chips sind gross genug, so dass es immer passen wird. Wer es gaaanz präzise mag: Hier gibt es eine bebilderte Anleitung mit ein paar Hinweisen und einer Schablone: http://www.micro-sim.de/selbst-basteln/ Notwendig ist der Aufwand aber nicht, einfach vorsichtig schneiden und den Chip nicht verletzen, dann ist alles in Ordnung 😉

Ich konnte auf jeden Fall meine nun beschnittene kleine SIM ins neue iPhone schieben, sie wurde erkannt und fertig. Ich bin halt kein Frickler, sondern ein erfolgreicher Frickler 😉
Noch nicht ganz fertig: iTunes hat das neue iPhone auch erkannt und mich gefragt, was es damit machen soll: Als neues Gerät betrachten oder ein Backup einspielen. Ich wählte das letzte Backup meines 3GS, wartete etwas und schon war mein neues iPhone wieder auf dem letzten Stand. Prima Sache, einfacher gehts nicht. Aber den Jailbreak, den habe ich noch nicht gemacht 😀

PS: Was mir aufgefallen ist: Das USB am neuen iPhone scheint wesentlich schneller zu sein, als am alten… komisch aber toll.

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iPhone 3GS und die Kamera

Als ich mein iPhone 3GS erwarb, da wusste ich schon, dass die Abdeckung der Kameralinse auf der Rückseite einen Kratzer hat. „Bei ungünstigen Lichtverhältnissen macht sich das auf den Fotos bemerkbar“. Das eigentlich schlimme: Wenn man das erstmal weiss, dann sieht man das iiiimmmmer. Auch bei günstigen Lichtverhältnissen. Kurioserweise war der Kratzer nur auf dem runden Glas, nicht aber auf der schwarzen Rückseite zu sehen. Und er ging so eben mitten rüber. Da ich nun weiss, dass es sich hier nur um eine Abdeckung handelt und die eigentliche Optik sich dort hinter befindet hatte ich die Idee, diesen Kratzer rauszupolieren. Zunächst nahm ich spezielle Polierpaste für Acryl-Scheiben und ein weiches Tuch. Dadurch wurde die Fläche zwar unglaublich sauber, aber der Kratzer blieb. Dann suchte ich wild im Netz rum, um rauszukriegen, aus welchem Material dieser kleine Kreis denn nun sei. In einem iPhone-lastigem Forum bekam ich die Aussage: „Definitiv Glas“. Also machte ich mich kundig, wie man am besten Kratzer aus Glas heraus poliert. Ich habe einen so genannten Dremel und dafür gibt es einen sehr weichen Polieraufsatz. Dazu allerfeinste Polierpaste. Meine Idee war, dass der Kratzer ja nicht vollständig raus müsse, ich diesen aber so weit „abmildern“ kann, dass er nicht mehr all zu sehr auf den Fotos auffällt. Und ich war mir bewusst, dass ich das sicher nicht schaffte, ohne die Rückseite des iPhones etwas mit zu zerschrubbeln. Das nahm ich aber in Kauf, wenn ich nur wieder bessere Bilder machen kann.

Ich setzte den laufenden Dremel also mit aller Vorsicht an, näherte mich gaaanz langsam der Oberfläche und kaum, dass der weiche drehende Lappen Kontakt hatte, so ganz eben, da flogen die ersten feinsten Späne -eigentlich nur Staub- davon. Erschrocken hob ich den Dremel hoch: Fast die ganze Fläche war komplett abgeschliffen und milchig. Nix mit Polieren. Und definitiv kein Glas.Verdammt! Da war nichts mehr zu retten. Kurzerhand wechselte ich das Werkzeug im Dremel auf einen kleinen Fräskopf und fräste die kleine Scheibe komplett aus ihrer silbrigen Fassung. Nun konnte man wieder was sehen, wenn man die Kamera anschaltete, aber nun war natürlich etwas Schmutz in die Optik geraden. Und bevor ich weiter unbedacht und überstürzt handelte und noch mehr kaputt mache habe ich das erst mal so gelassen.

Nun mache ich das, was ich schon von Anfang an hätte machen sollen: Ich werde das iPhone zum Phone-Doktor nach Berlin schicken und die sollen mir für 10,- (das kostet die Diagnose) sagen, ob man noch was retten kann. Natürlich zzgl. Versandkosten.

Was lerne ich daraus? Einmal mehr weiss ich, dass man leider bei weitem nicht alles glauben kann, was andere im Internet behaupten zu wissen. Selbst, wenn es ein sehr fachspezifisches Forum ist.

Ich habe es aber auch nicht mehr eilig, denn ich habe bereits ein neues iPhone. Ein weisses 4er. Sieht sehr elegant aus und ist nicht nur wesentlich schneller als alle meine iPhones vorher, es macht auch wirklich brillante Bilder 😉

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Navi VX-35 Easy von Pearl

Ich wollte mal ne neue Navi haben. Mein letztes Gerät ist bestimmt schon 5 Jahre alt und hat einen nicht mehr dahin geführt, wo man hin will. Veraltetes Kartenmaterial und überhaupt veraltete Hardware. Und der Akku war hin. Und und und. Die Navigon-App auf meinem iPhone kann ich nicht mehr nutzen, weil ich keine T-Mobile-Karte mehr im Gerät habe. Ich wollte für das iPhone auch keine neue Navi-App kaufen. Also habe ich mich bei meinem Lieblings-Online-Krimskrams-Shop Pearl umgeschaut. Die haben da im wesentlichen zwei Geräte im Angebot, die es mit diversem Kartenmaterial zu erwerben gibt. Das eine Gerät hat ein Display von 3,5 Zoll Grösse, das andere 4,3 Zoll. Leider waren alle VX-43 (also die grösseren) nicht aktuell auf Lager, ich wollte aber nicht warten. So habe ich mich einfach für das günstigste Gerät in der Auswahl entschieden, welches lieferbar war: Das VX-35 Easy mit Deutschland-Karte. Dazu noch das optionale TMC-Modul. 69,90 plus 16,90 = 86,80 Euro.

Mein Fazit gleich vorweg: Das Gerät macht das, was es tun soll, gut. Die Bedienung ist einfach und intuitiv.

Nun im Detail:
Ich bekam ein Paket von Pearl, in dem sich mehrere Artikel befanden. Als erstes packte ich das VX-35 aus. Netterweise war der Akku schon vorgeladen, man konnte es gleich einschalten. Aber ich konnte nicht in den Navi-Modus wechseln. Man tapste auf das Display, aber nix tat sich. Settings etc. liessen sich wunderbar durchklicken. Das Rätsels Lösung: Die Micro-SD-Card mit dem Kartenmaterial war separat im Paket. In einem SD-Adapter in einer transparenten Schutzhülle. In dem riesigen Karton hätte ich das fast übersehen. Aus Sicht von Pearl natürlich eine praktische Lösung, aus meiner Sicht eher doof. Nach Eindrücken der Karte in den Slot ertönte bald das Windows (CE)-typische „klingping“, die Karte wurde erkannt und war eingebunden. Nun ging alles wie erwartet. Beim ersten Start wird das Gerät einmal eingerichtet und man wählt u.a. Sprache, Masseinheiten und die Stimme, mit der man die Ansagen erhalten möchte.

Mit in der Verpackung war noch das Ladekabel für den Zigarettenanzünder im Auto und ein extra USB-Kabel. Der Clips-Halter für den beiliegenden Saugnapf-Fuss war schon am Gerät. Ich habe es dann gleich im Auto fixiert. Der Saugnapf hat auf Anhieb und dauerhaft gehalten, man kann das Gerät auch relativ einfach da rein und raus klippen. Das Gelenk ist festschraubbar und es wackelt nichts. Der Haltearm könnte etwas länger sein, geht aber. Den TMC-Adapter habe ich gleich mit angesteckt. Er kommt an die USB-Buchse der Navi und die Ladebuchse ist durchgeschleift. Die Kabel sind allesamt mehr als ausreichend lang, für meine Zwecke schon zu lang. Insbesondere die Wurfantenne fürs TMC mit ihren zwei kleinen Saugnäpfen würde auch quer über eine LKW-Frontscheibe passen 😉 Ich habe zwar vorher in das sehr ausführliche Handbuch geschaut, aber das muss man eigentlich nicht. Wer schon mal ein Navi programmiert hat kommt auch hier wunderbar zurecht. Das erste mal GPS-Signal finden dauerte etwas länger als erwartet, aber später war das kein Problem. Die Route wurde auch sehr schnell berechnet. Wenn man will, kann man dann noch die Routeneinstellungen anpassen (Schnell, kurz, Autobahn ja nein etc.). Man kann aber auch einfach auf „Los gehts“ tippen und es geht los. Dabei bemerkte ich etwas, dass ich von anderen Navigationshilfen nicht kenne: Vor jeder Ansage erklingt ein kleiner Gong, eher ein „Bing“. Ich fand das ganz gut, weil man nun darauf aufmerksam wurde, dass die nächste Ansage kommt. Und diese kamen immer zeitig und passend. Manchmal verschluckte sich das Gerät, weil wohl die Anweisungen zu schnell auf einander folgten, aber man hat immer alles verstanden. Zum schmunzeln ist, dass wohl aus Gründen der Sparsamkeit nicht alle Wörter in der Datenbank liegen. So wird ein Satz beispielsweise so ausgegeben: „Folgen Sie dieser Strasse einen Kilometern. Ist aber nicht schlimm, man weiss ja, was gemeint ist. Ich war in Hannover unterwegs und selbst schnelle aufeinanderfolgende Abbiegungen, Kreuzungen und Kurven brachten die Navi nicht aus der Ruhe. Und dabei bemerkte ich nebenbei, dass die Süsse sowohl weiss, wie schnell ich fahren darf als auch wie schnell ich bin. Und statt wie bei Navigon einfach „Achtung“ zu sagen, wurde ich höflich hingewiesen: „Sie überschreiten die zulässige Höchstgeschwindigkeit„. Kann man aber aus stellen 😉

Das Display ist auch in der Grösse noch gut ablesbar, des weiteren kann man diverse Anzeigen ein- und ausblenden. Gestört haben die nie. Vermutlich kann man auch sehr gut nur auf Grund der Ansagen fahren, ganz ohne auf das Display zu schauen. Ich mach das aber ganz gerne um mich z.B. abzusichern, dass es nicht die nächste Seitenstrasse ist sondern die übernächste (wird aber auch in bestimmten Momenten so angesagt: „Biegen sie die zweite Strasse links ab„). Brücken werden übrigens so dargestellt, dass man sie auch als solche erkennt. Nicht, dass man da abbiegen will 😉 Ich bin von Altwarmbüchen zu den Herrenhäuser Gärten, zur AWD-Arena und von da zum Zoo gefahren und nie hatte ich ein unsicheres Gefühl. Folgt man mal nicht der vorgegebenen Route, so wird überraschend schnell eine neue Route berechnet, prima! Meine erste Navi damals wollte ewig, dass ich wende. Schön finde ich auch die Anzeige der Abfahrtsschilder mit der passenden Beschriftung sowie die Anzeige der Fahrspuren. So ist man sich immer sicher (Hannover z.B. hat viele Strassen, die zweispurig irgendwo hin führen).
Insgesamt wurden nur nötige und sinnvolle Ansagen gemacht (folgen sie dem Strassenverlauf halb links), keine Verwirrenden oder Überflüssigen. Die Ansagen passten auch immer zur angezeigten Karte. Mein altes Gerät sagte an jeder vorbei sausenden Autobahnabfahrt, wo man nicht runter musste: Links halten! Das hat genervt.

Was nicht ging: Wir wollten das auch zu Fuss ausprobieren, weil wir die nächste Strassenbahnstation suchten. Also schaltete ich in den Routeneinstellungen auf Fahrzeugart: Fussgänger um. Das Gerät brachte es aber nicht zustande, eine Route zu berechnen. Hier kann man dann als Workaround einfach die Streckenart „kurz“ wählen und ggf. Autobahn aus, Fahrzeug auf Auto lassen. Die Optionen hatte ich blöderweise auf dem Rückweg immer noch so eingestellt, deswegen sind wir auf der B6 zurückgefahren 😀
Was auch nicht geklappt hat: Eine erstmal gestartete Navigation abbrechen und dann nur die Karte anzeigen lassen. Immer wollte die Else, das wir der zuvor errechneten Route folgen. Und dabei wird man nach Druck auf Beenden gefragt, ob man das auch wirklich beenden will (Windows halt). Aber ich denke, in diese Situation kommt man nicht so oft.

Das Gerät soll auch noch MP3, Bilder und Movies wiedergeben, das habe ich aber nicht getestet (und werde es wohl auch nicht).

Nachtrag:
Nun hab ich am Wochenende doch die Option gefunden, die gestartete Navigation abzubrechen: Man geht auf „Menü“, dort auf „Meine Route“ und hier kann man unten rechts auf „Route löschen“ drücken. Ganz einfach, wenn man es weiss 😉 

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Hupen ist toll

 

Wer mich in seinem Auto mitfahren lässt, der weiss: Hupen finde ich toll. Nein, ich muss nicht dauerhaft hupen, aber so ganz Ohne muss eine Autofahrt ja auch nicht ablaufen. Ich war ja nun ein Wochenende in Hannover und dort ist mir positiv aufgefallen: Die Hannoveraner Verkehrsteilnehmer denken genau wie ich. Und damit wir uns nicht missverstehen und auch zur Auffrischung von eventuell nicht mehr ganz so exaktem Führerscheinprüfungswissen: Ich will nicht andauernd sinnlos rumhupen, aber es gibt eben doch einige mehr Situationen, wo die Verwendung des Signalhorns im Kraftfahrzeug angebracht ist, als man gemeinhin annimmt.

Paragraph 16 der Strassenverkehrsordnung sagt dazu:

Warnzeichen
(1) Schall- und Leuchtzeichen darf nur geben
1. wer außerhalb geschlossener Ortschaften überholt
(§ 5 Abs. 5) oder
2. wer sich oder andere gefährdet sieht.

Und gerade Punkt 1.2 dieses §16 lässt ja doch einiges Spielraum (gerade im Zusammenhang mit §1 der StVO) offen. Wer sich z.B. zwar StVO-mässig korrekt verhält, aber dennoch einen unsicheren und/oder sportlichen Fahrstil auf die Piste legt ist ja gut beraten, andere des öfteren vor potentiellen Gefährdungen zu warnen. Ich selbst bin ja weder unsicher noch sportlich unterwegs, aber wenn ich wo mitfahre, dann fällt mir dergleichen doch schon häufiger bei meinem jeweiligen Chauffeur auf. Und dann kann es doch nichts schaden, wenn ich andere Verkehrsteilnehmer durch ein kurzes Hupen darauf hinweise? Die sollten ja schliesslich auch §16 StVO kennen und dieses Signal dankbar wahrnehmen.
Seltsamerweise denken die Leute auf den Fahrersitzen oft gar nicht so und fangen an, mit ihren rechten Armen zu wedeln, damit ich den Hupenknopf nicht erreiche. Einmal schaffe ich es meist, aber dann wirds anstrengend. Also habe ich mich auf das höfliche Fragen oder Hinweisen reduziert. „Darf ich mal hupen?“ „Nein.“ „Willst du nicht mal hupen?“ „Nein!“ „Wäre besser, wenn du mal hupst…“ „Warum denn!“ Wie kann man beim Fahren nur so übellaunig sein, das müsste ja in Dauerhupen enden…

Irgendwie sind die meisten Autofahrer total eigensinnig und unbelehrbar, wenn sie selbst am Steuer sitzen. Ich bin da offenbar völlig anders und viel gelassener, denn noch nie hat mich einer neben mir sitzend gefragt, ob er nicht mal hupen darf.

PS: Es gibt Leute, die behaupten, nach §1 StVO, Punkt 2 dürfte sowieso keiner mehr Auto fahren.
PPS: Manchmal werden auch die weiblichen Brüste Hupen genannt, darum geht es hier aber nicht.

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Im Kopp

Ich war am Wochenende, bzw. Freitag bis Samstag unterwegs. Auf nach Stapelburg, wo die Harzmeisterschaft der Rasenrenntrecker 2011 ausgefahren wurde. Ich bin da schon Freitag abend hingefahren, weil es doch 266Km von mir entfernt ist und das ganze schon morgens gegen 9:00 losgehen sollte. Das bedeutet mit Anhänger 3 Stunden durch Deutschland eiern und Radio hören. Da hat man viel Zeit für Einfälle, was man noch dringend so bloggen will. Und ich ertappe mich dann immer dabei, wie ich schon ganze Sätze im Geiste ausformuliere etc. Themen sortieren, splitten, durchdenken. Und was ist am nächsten Tag? Nix mehr! Nur noch Fragmente, die man nicht wieder zusammenbekommt. Ich weiss, dass ich eine Meinung zu dieser Strauss-Kahn-Geschichte habe und zu dem angedachten Plastiktüten-Verbot hätte ich auch noch was zu sagen. Und das war alles schon fertig. In meinem Kopp. Und ich weiss, es war gut 😉

Jetzt sitze ich hier und kann das alles nicht einfach niederschreiben, weil ich es nicht mehr zusammen bekomme, wie es sein sollte und es unendliche Mühen kosten würde, das zu rekonstruieren. Ich sollte mir wirklich angewöhnen, die Diktierfunktion an meinem iPhone öfter zu verwenden. Das könnte man dann sogar während der Autofahrt machen, zehn-Finger-Schreiben ist da ja nicht machbar…. Ausserdem bin ich echt fertig und ich spüre bei jeder Bewegung Muskeln, die sonst unbemerkt ihren Dienst tun. Das kommt vom Rasenmäherrennen, wo ich jetzt mal spontan einen kleinen Nachbericht abgeben kann:

Das schöne ist, dass alle Umbauten, die ich vorher noch machte, gut funktioniert hatten (ich schrieb drüber). Die Bremse funktionierte dauerhaft und zuverlässig. Dieses Eisenstück, wo ich meinen Fuss drauf ablegte muss noch im Detail überdacht werden, aber es ging einigermassen gut. Die Modifikationen an der Vorderachse sorgten dafür, dass ich den Rennhobel wesentlich besser kontrollieren konnte und er dahin fuhr, wo ich wollte. Die neue Spurstange machte genau das, was sie sollte. Aber: Im ersten Lauf löste sich mein Keilriemen auf. Ich hatte das schon vorher geahnt. Ich hoffte aber, dass ich diesen zwischen den Rennen wechseln konnte, einen neuen hatte ich ja bereits. Nein, er hielt leider nur neun Runden und im wahrsten Sinne des Wortes hat sich das Gummi vom Riemen in Luft aufgelöst. Jeder konnte es riechen. Nur die Kevlar-Fäden, die sich im Keilriemen befinden, waren noch vorhanden. Der Rennlauf war aber erst in der zehnten von 15 Minuten. Da wären noch ein paar Runden drin gewesen. Und natürlich kam ich genau bis zum anderen Ende der Rennstrecke und musste meinen Boliden gaaanz umzu zurück in die Boxengasse schieben. Den neuen Riemen hatte ich wohlweislich eine Nummer (präzise einen Zoll) kleiner besorgt, da der andere ein Stück zu lang war. Nun passte der neue so gerade über die ganze Geschichte und war nach dem Wechsel Megastramm. Ich hatte nun die Befürchtung, dass die Eingangswelle meines Getriebe gegen die Belastung was haben könnte. Zum Glück habe ich schon seit Jahren ein Gegenlager da drüber gebaut, aber das ist auch schon recht ausgenudelt. Das Getriebe hat gehalten bzw. bin ich auch im nächsten Lauf nicht lang genug unterwegs gewesen, um dieses festzustellen. Ich war in dem Lauf recht gut unterwegs, hatte mich an die Strecke gewöhnt und hatte das Gefühl, jede Runde etwas schneller zu sein. Das muss auch gestimmt haben denn auf ein mal hatte ich einen Renner vor mir, der eindeutig langsamer war als ich. Ich kam aber nicht dran vorbei. Die Rennstrecke war recht eng und es wechselten sich viele Kurven ab. Nach zwei Runden hatte ich genug und wollte mich kurz vor Start/Ziel in der 180Grad-Kurve aussen statt innen vorbei mogeln. Hätte klappen können, mit dem Schwung hätte ich genug Fahrt gehabt, auf der nächsten Geraden noch rechtzeitig vor der Schikane an ihm vorbei zu ziehen. Leider kam ich etwas zu weit nach aussen und stiess noch so eben quer gegen einen grossen Quaderballen. Mist. Aber der Mäher fuhr noch, also weiter. Ich kam aber nur wenige Meter weit bis ich merkte, dass die Lenkung was abbekommen haben muss (das Vorderrad schlug zuerst gegen den Ballen). Also bin ich runter von der Strecke und geradeaus in die Boxengasse. Und da stellte ich fest, dass die Lenkung nicht mehr reparabel war. Ich hatte es noch damit versucht, die Lenksäule umgedreht einzubauen, aber es nützte nix: Der Renntag war gelaufen. Da war es aber auch schon ca. 13:30. Das hat mich geärgert. Hätte ich auf der Strecke noch etwas gewartet wäre evtl eine Gelegenheit zum Überholen gekommen oder ich wäre den Lauf einfach so mal zu Ende gefahren. So machte ich alles durch einen doofen Fahrfehler zunichte. Und es hat doch gerade Spass gemacht und der stramme Riemen hat meinen Hobel echt mal gut voran geschoben. Einen einzigen Vorteil hatte das ganze: Eine halbe Stunde später kam ein wahnsinniger Regenguss herunter, der die folgenden Läufe zur Schlammschlacht gemacht hat. Das muss ich nun nicht haben 😉

Tja, wieder was gelernt und doch noch was zum Schreiben gehabt.

Ich muss aber eines erwähnen: Bei den Rasenmäherrennen ist es so, dass kaum eines der Teams durch einen Renntag kommt, ohne irgendwas am Hobel schrauben zu müssen. Das ist mehr die Regel als die Ausnahme.

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Er lebt!

Heute hatte ich ein (für mich) schönes Erlebnis: Ich konnte mit meinem Rennrasenmäher aus der Garage hinten in den Garten fahren und ihn mal komplett mit einem Hochdruckreiniger bearbeiten.

Nun sollte das für einen erfahrenen Renntreckerfahrer und -Schrauber eigentlich kein Problem darstellen. Deswegen will ich gern alles drum herum erzählen, damit andere sich vielleicht mit freuen können 😉

Zum einen habe ich so viel Dinge „aufm Zettel“, die ich noch erledigen muss/ will/ soll, dass es eigentlich gar keinen Sinn macht, überhaupt anzufangen. Ich schrieb schon mal davon. Zum anderen halte ich mich abends viiiieel zu lange am Computer und im Netz auf, so dass ich den nächsten Tag auf jeden Fall schon mal unausgeruht beginne. Und wenn ich dann meinen regulären Arbeitstag beendet habe, dann möchte ich mich gern „kurz auf die Couch“ legen und ausruhen. Oft gelingt mir das auch. Ich habe eine prima Couch und eine prima Frau, die da auch gern neben mir liegt… und wenn ich dann irgendwann wieder von der Couch hochkomme, dann brauche ich einige Zeit, um wieder in Fahrt zu kommen. Und dann bin ich natürlich auch so ausgeschlafen, dass ich nicht um elf wieder ins Bett kann. Spätestens dann fängt das wieder von vorn an. Aber immer öfter verkneife ich mir auch die Couch und muddel so rum. Dinge, die getan werden müssen. Heute habe ich gleich damit begonnen, unseren Wohnwagen nach hinten zu bringen, weil er vorne einen Parkplatz aufm Hof belegt, den ich besser gebrauchen kann. Und weil ich das mal machen wollte habe ich den Wohnwagen nicht einfach hinter unseren Renault mit Anhängerkupplung gehängt sondern meinen Aufsitzrasenmäher (Ja, den Mäher, nicht den Renner) geholt und den Wohnwagen dahinter gehängt. Nun muss man wissen, dass es sich hier um einen kleinen Sabo mit 6,5PS-Motor und einer Schnittbreite von unter 80cm handelt, also echt mal nix grosses. Aber ich habe dem irgendwann mal einen Kugelkopf spendiert, damit er Anhänger ziehen kann. Den Anhänger zieht er auch ohne Probleme, aber mit dem Wohnwagen dahinter sah das schon komisch aus. Ganz kurz hatte ich Sorge, der Wohnwagen würde den kleinen Mäher einfach dahin drücken oder schieben, wo er gar nicht hin soll und der kleine 6.5HP-Motor mit seinem Hydrostaten könnte da gar nichts gegen machen. Aber: Ging gut. Doch ich spürte quasi die Blicke und Gedanken der Nachbarn und Fussgänger etc. („was macht der Spinner denn da schon wieder“), während ich um unsere Grundstücksecke eierte. Egal. Auto kann jeder.
Nun war vor dem Haus wieder Platz und ich konnte den Anhänger mit dem PC-Schrott vom LvS, der noch entsorgt werden muss, von der Garage wegschieben. Und in der Garage steht (unter anderem, da drin ist das reinste Wimmelbild) mein Rennhobel, gleich vorne an. Am 21.05. ist Rennen in Stapelburg, da möchte ich schon gerne hin. Der Hobel steht da, wie ich ihn vor dem Winter in die Garage geschoben habe, mit noch all dem Dreck des letzten Rennens dran (Ja, ich schäme mich auch dafür). Immerhin hatte ich damals gleich die Batterie ausgebaut (die brauchte ich für… ach, schreib ich später mal).

Das oberallerletzte Rennen, bei welchem ich 2010 war, dass war das so genannte „Saisonabschlusstraining“ vom Team Sommeringen. Kein echtes Rennen, aber schon Rennbedingungen. Nachdem ich beim offiziellen Abschlussrennen in Jeddeloh einige grobe Fehler an meinem Mäher feststellte hatte ich noch spontan Änderungen vorgenommen und das Rennen der Sommeringer zwei Wochen später schien mir geeignet, diese Änderungen auf Wirksamkeit zu testen. Was sich vor Ort herausstellte: Auf dem Acker kam ich kaum einen Meter vorwärts, der Riemen rutschte durch. Testfahrten auf dem Asphalt gingen einwandfrei. Einige hilfreiche Leute, die Rasenmäherrennen überhaupt erst zu dem ganz besonderen machen, halfen mir dabei, eine zusätzliche Spannrolle anzubringen, gaben mir Riemenspray und sonst alles, was man noch machen konnte. Aber es hatte alles keinen Zweck: fuhr nicht. Und in diesem Zustand hatte ich am selben Abend das „blaue Wunder“ abgeladen und in die Garage geschoben.
Natürlich hatte ich schon einen klaren Verdacht, woran das liegen könnte und hatte mir irgendwann im Winter eine neue Riemenscheibe mit Taperspannbuchse für mein Getriebe geholt. Diese montierte ich nun heute kurzerhand. Und das ging alles erstaunlich geschmeidig: Ich musste natürlich zunächst unter den Hobel kommen und die extra Spannrolle entfernen. Kurz danach konnte ich aber ohne grossen Aufwand die alte Riemenscheibe abnehmen und die neue draufsetzen. Obwohl diese im Durchmesser kleiner ist passte der Riemen noch (natürlich musste die Spannrolle wieder dran…). Und dann Batterie angeklemmt, Choke gezogen und nach etwas orgeln sprang der Motor an! Bremse kurz getestet: Greift. Ich gab mehr Gas und die Kupplung fasste auch und ich fuhr los.

Und nun sind wir wieder am Anfang: Das war ein tolles Gefühl, wenn alles so geht wie erwartet und wenn man mal einen Schritt weiterkommt. Ich habe dann auf dem Rasen den Renner ordentlich gereinigt und alte Spuren beseitigt. Und danach bin ich wieder zurück in die Garage gefahren und fing an, einige wichtige Baustellen am Rennhobel anzugehen. Und das 16 Tage vor dem nächsten Rennen, nicht wie früher 16 Stunden vorher 😀

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