Holt mich hier raus

„Eigentlich“. Das hört man in letzer Zeit immer mehr. „Eigentlich gucke ich Dschungelcamp ja gar nicht, aber…“, solche und ähnliche Sätze klingen von allen Seiten herüber.

Und ich arme Sau bin genau dazwischen und möchte von dem ganzen Mist gar nichs mitkriegen. Mich interessiert nicht, wer da drin ist und warum und was die da machen und lassen und und und. Ist mir echt Scheissegal. Lieber lese ich die Zeitung von letzter Woche, als mir so einen Käse an zu tun (dabei sollte ich erwähnen, dass ich das meiste im Fernsehen als Mist empfinde).

Leider kann man seine Ohren nich so schliessen wie seine Augen und so bekommt man immer wieder ungewünschte Gesprächsfetzen mit.  Und was mich dabei am meisten aufregt: Die offensichtliche Volksverarschung beim Dschungelcamp. Schlimmer ist nur, das mich scheinbar keiner versteht. Deswegen versuche ich hier noch mal, den Widerspruch, den keinen stört, hier niederzuschreiben:

Der Titel der Sendung „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“ sagt ja an sich folgendes Konzept aus:
Im Dschungelcamp ist es schlimm und doof und ekelig usw. Und wenn nun von jemanden der Lieblingsstar dort drin ist, dann will man nicht, dass er das mitmachen muss. Man will dafür sorgen, dass „sein Star“ da möglichst schnell wieder rauskommt (scheinbar gibt es ja auch eine Abstimmung für die Zuschauer). Das bedeutet wiederum, wer dort als erstes rauskommt ist DER Star, alle anderen können dort verrotten. Sendung vorbei, alles prima.

Aber offenbar ist es so, dass die Idioten und Loser und Ungeliebten zuerst rausfliegen und wer bis zum Ende drin bleibt ist der Dschungelkönig? Hallo? Dann müsste die Sendung doch heissen: „Ich bin ein Star – ich mach jeden Scheiss mit“.

Kann natürlich auch sein, dass ich alles falsch verstanden habe und es „in Wirklichkeit“ gaaaaanz anders ist. Ist mir aber eigentlich auch Scheissegal.

Leute, schaltet die Glotze aus oder wählt zumindest mal einen anderen Kanal. Ich empfehle Arte, N-TV und oft ist auch auf einem der regionalen Sendeanstalten des ARD was interessantes zu sehen. Und wenn das nicht geht, dann unterhaltet euch wenigstens nicht in der Öffentlichkeit so laut über den Unfug, mit dem ihr eure Freizeit verschwendet und euer Hirn verblödet.

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Wikileaks

Ich will mich nicht zu dem Thema äussern. Ich will erleben, was alle anderen zu Wikileaks, Assange und vermeindlich geheimem Material berichten und mich ansonsten zurücklehnen.

Aber es gelingt mir nicht. Natürlich verfolge ich die entsprechende Berichterstattung und natürlich habe ich auch eine Meinung dazu. Genau diese Meinung möchte ich aus bestimmten Gründen nicht öffentlich äussern und ich hoffe, im Folgenden gelingt mir das:

Bitte, liebe (Massen-)Medien, schmeisst nicht alles durcheinander!
Wikileaks und der Julian haben durchaus was gemeinsam, aber sie sind nicht ein- und dasselbe. Weder hat Wikileaks irgendjemanden (evtl.) vergewaltigt noch hat der Herr Assange Informationen über wasauchimmer selbst an sich gerissen (Beispiellink ohne ganz gelesen worden zu sein).

Es gibt einerseits die Plattform „Wikileaks“, die mittlerweile unter diversen Mirrors erreichbar ist und auf der zugespielte Informationen nach Auswertung auf diverse Kriterien evtl. veröffentlicht werden und es gibt andererseits den Gründer dieser Plattform, der dieses durchaus nicht unter der Decke hält und der auch recht Publikumswirksam für „seine“ Plattform auftritt. Aber „machen“ tut er Wikileaks nicht.

Und die bekannten Medien schmeissen alles durcheinander:
War Julian Assange unter Arrest, weil er dem Vorwurf einer Vergewaltigung begegnen muss oder weil auf Wikileaks irgendwelche Dokumente veröffentlicht wurden?

Die „alten“ Medien müssen wirklich lernen, die „neuen“ zu verstehen (und das sagt einer, der ganz sicher kein 16-jähriger Script-Kiddie mehr ist und schon auf der Welt war, als die Fernseher noch nachts ein Testbild sendeten).

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Das Buch der Ausreden

Kennt ihr das? Manchmal ist man in einer Situation, wo man einfach eine passende Ausrede braucht. Man will nicht wirklich lügen, aber man will das, was ein anderer gerade von einem will, nicht machen und sucht einen Grund dafür. Oder man kommt aus irgend einem doofen Grund (meist Faulheit…) zu spät. Weil ich mal einen Freund hatte, der sowas echt mal nötig hatte, habe ich vor Jahren „das Buch der Ausreden“ geschrieben. Auf viele kleine Zettel verteilt, zusammen geheftet und dann zum Geburtstag verschenkt.

Nun, hier ist es, zusammen gefasst und nicht als Buch. Einige Punkte sind meinem Kumpel damals sogar echt passiert, z.B. Punkt 11:

Das Buch der Ausreden

1. Ich habe eine Strassenallergie

2. RTL sagt, es hat eh‘ keinen Sinn.

3. Ich wurde für „Popstars“ entdeckt und hatte Probeaufnahmen.

4. ich bekam die Q-Tipps nicht aus dem Ohr

5. der Hund hat den Wecker gefressen

6. Ich finde den Motor meines Minis nicht.

7. Die Polizei hat unsere Strasse gesperrt weil der Kanzler kommt.

8. Ich war die Nacht in der Ausnüchterungszelle

9. Meine Eltern haben goldene Hochzeit

10. Meine Schwiegereltern haben goldene Hochzeit

11. Ich musste ein Schaf retten.

12. Die Sitte hat mein Haus durchsucht.

13. Bin Legasteniker und konnte den Stadtplan nicht verstehen

14. Die [Fluss in der Nähe] ist über die Ufer getreten.

15. Mein Klopapier ist alle.

16. Habe meine Butterbrotdose nicht gefunden.

17. Der Wachhund des Nachbarn lässt mich nicht vom Hof.

18. Habe den Code fürs Auto vergessen.

19. Ich konnte mich einfach nicht entscheiden, mit welchem Motorrad ich fahre.

20. Ein Satellitenausfall legte die Navi meines Autos lahm.

21. Mein Horoskop sagt, ich soll dieses Jahr im Bett bleiben.

22. Das Datum am Computer zeigte „Sonntag“.

23. Bin im Waschbärenverein und übe Winterschlaf.

24. Mein Arzt ist krank.

25. Mein Apotheker ist krank.

26. Mein Drogendealer ist krank.

27. Die Polizei hat unsere Strasse gesperrt, weil der Papst kommt.

28. Detlev hat Geburtstag.

29. Ich dachte, ich hätte im Lotto gewonnen.

30. Der Kinderwagen musste dringend zur Inspektion.

31.Mein Computer hat den Montags-Virus.

32. Ich musste die Katze zum Arzt fahren.

33. Ich bin pünktlich, der Rest war zu früh.

34. Der Wünschelrutengänger sagte, ich darf nicht über unsere Einfahrt gehen.

35. Die Telekom verlegt bei uns Breitbandanschlüsse, da kam ich nicht vorbei.

36. Reste der MIR fielen vor meine Haustür.

37. Ich wollte „die unendliche Geschichte“ noch zu ende lesen.

38. Meine Einschlaf-Spieluhr war in einer Endlosschleife.

39. Ich konnte meine „Pillen“ nicht finden.

40. Mein neues Federbett wollte nach Süden fliegen.

41. Mein Nachbar hat seine Zeitmaschine getestet.

42. Ich habe auf meine Morgenlatte gewartet.

43. Ich bin Beta-Tester für ein neues Schlafmittel.

44. Das Kind ist endlich eingeschlafen und meine Frau wollte Sex.

45. Ich bin jüdisch geworden und heute ist Sabbath.

46. Ich war Unfallzeuge.

47. meine Frau hatte gekocht.

48. mein Adventstürchen hat geklemmt.

49. Ich konnte mich einfach nicht entscheiden, mit welchem Bein ich aufstehe.

50. Ich habe Hausarrest.

51. Ich bekam meinen Schlafsack nicht auf.

52. Ich hab Pipi inne Augen und musste zum Urologen.

53. Der Schülerlotze liess mich nicht über die Strasse.

54. Meine Frau hat mich mit Handschellen ans Bett gefesselt und die Schlüssel nicht wieder gefunden.

55. Ich hatte zwei verschieden grosse Schuhe an und bin immer im Kreis gelaufen.

56. Der Kaffee war zu schwach und ich bin wieder eingeschlafen.

57. mein neuer Wecker ist aus Korea und geht um sieben Stunden falsch.

58. Ich bin zu alt für den Scheiss.

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Piwik Analytics Configuration

Das faulthiel hat mir den Tipp gegeben, Piwik zu verwenden, um mein Blog statistisch auswerten zu können.  Er hat auch eine Piwik-Installation, welche ich mit nutzen kann. Piwik ist die freie Variante zu Google Analytics und bietet auch eine gute und einfache Webanalyse der eigenen Seiten.

Nun hatte er das Problem, dass er keines der Piwik-Plugins in WordPress so recht ans laufen kriegte. Er hat dann kurzerhand den von Piwik generierten Quelltext in seinen Footer kopiert. Geht, wird aber ggf. problematisch, wenn man beispielsweise das Theme wechselt. Ich wollte ein Plugin zum laufen kriegen. Das kann doch nicht so schwer sein! War es auch nicht.

Ich habe dann im Admin-Bereich bei den Plugins nach „Piwik“ gesucht und es wurden auch einige gefunden. Entschieden habe ich mich dann für Piwik Analytics, da dieses so aussah, als wenn es genau das macht, was ich will. Nach der Installation des Plugins (bei mir automatisch und fehlerfrei) und Aktivierung kann man es einstellen. Man findet es im WordPress-Admin-Menü unter „Einstellungen -> Piwik Analytics“. Wenn es da noch nicht vorhanden ist, kann man es auch unter „Plugins“ auswählen und bearbeiten.
Und das war auch der Punkt, an dem das Faulthiel sagte, das er genau hier nicht weiterkam 😉 Er vermutete einen Versionskonflikt, weil vielleicht die Plugins nicht auf dem neuesten Stand waren, den Piwik benötigt.

Eine Hürde war offenbar die korrekte Angabe der Host- bzw. URL-Parameter. Hier nun für alle, die ähnliche Probleme haben, die Auflösung, wie man es korrekt einstellt:

  • Piwik side id: Hier gibt man eben die ID an, welche Piwik für seine Seite vergeben hat (bei nur einer Seite meist die 1)
  • Track downloads: Unkritisch, default ist Ja, also angehakt
  • Hostname of the piwik server: Hier gibt man die Webadresse der Piwik-Installation an (ohnehttp://„). Meist ist das die eigene Seite, dann muss da halt nichts rein. Ansonsten irgendwas wie „meinePiwikDomain.tld“ (.tld = TopLevelDomain, also .de .com. net .org etc.). Im Zweifel eben die Domain, unter welcher die eigene Piwik-Installation erreichbar ist.
  • Base URL path of piwik installation: In meinem Fall einfach nur ein Slash „/“ für das Wurzelverzeichnis, da bei uns Piwik in keinem Unterordner liegt. Oft wird aber ein eigener Ordner für die Installation verwendet, dann muss hier eben rein „/Ordnername“ (meistens wohl /piwik )
  • Track the admin user too: Unkritisch, muss man halt selbst wissen, ob die eigenen Adminzugriffe auch gezählt werden sollen.

Danach ein Klick auf „Update Settings“ und das sollte es gewesen sein. Überprüfen kann man das jetzt relativ einfach. Da unter ist noch der Hinweis:
All options set? Then check out your stats!
Hinter „check out your stats“ liegt nun der vom Plugin generierte Link zu deiner Piwik-Installation. Falls man oben falsche Angaben gemacht hat, wird dieser Link auch nicht korrekt sein. Nutzt man den Firefox, so reicht es, den Mauspfeil darüber zu bewegen. Unten in der Statusleiste des Browsers wird der hinterlegte Link angezeigt (kein doppeltes http ist schon mal gut 😉 ).

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Kein Henne-Ei-Problem!

Warum wird da so viel drüber geredet, immer wieder zitiert, gegrübelt etc.?

Es gibt kein Henne-Ei-Problem! Ist doch ganz einfach:

Also:
Das Ei war zu erst da.

Warum?
Die Henne, wie wir sie kennen, wie sie in dem „Problem“ erwähnt wird, ist einem (dem!) Ei entschlüpft. Dieses Ei wurde von einem Tier gelegt, das der uns bekannten Henne wahrscheinlich sehr ähnlich war, aber auf Grund der Evolution gentechnisch (noch) so weit abwich, das es nicht als Henne gelten konnte.

Fertig.

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Facebook – eine Gegendarstellung

Hier eine Gegendarstellung zu meiner wahren unwiderlegbaren Aussage. Diese Gegendarstellung schrub ich selbstverständlich nicht selber (ich schwör!). Ist sicherlich auch etwas sehr provokant, aber das haben Gegendarstellungen ja oft an sich:

Sehr geehrter Holger,

sie sehen die grösseren Zusammenhänge hier nicht. Natürlich wird Facebook benötigt, selbstverständlich brauchen wir Twitter! Das ist mitnichten Zeitverschwendung oder wie Sie schreiben „verschenkte Energie“, ganz im Gegenteil, es handelt sich bei diesen Communitys um eines der erfolgreichsten Konzepte der neuen „e-volution“

Was hier passiert ist die Aussortierung der geistig Schwachen, der Manipulierbaren, der e-sklaven. Diese haben für die Evolution keine Wert und müssen dementsprechend in naher Zukunft verschwinden. Anscheinend hat aber die Evolution in den letzten Jahrzehnten einen friedlicheren Weg eingeschlagen, Auslaufmodelle werden nicht mehr eliminiert, die werden auf ein Abstellgleis geschickt und dürfen dort Ihr Leben fristen.

Als Auffangbecken für diese Gestalten wurden die Communitys entwickelt.
Hier darf jeder sein, was er möchte, wozu er im „Real Life“ niemals fähig wäre.
Jeder darf seine Träume und seine Wünsche ausleben und dann glücklich auf sein Ende warten.

Dadurch, dass diese „Gemeinschaften“ nur virtuell existieren, ist eine Vermehrung der Mitglieder ausgeschlossen, dies geht nun mal nur im „Real Life“ mit entsprechendem  Körpereinsatz.

Womit wir zusammenfassen können:
Facebook und Co sind ein genialer Schachzug der Evolution. Nicht lebenstaugliche Spezies werden ausgegliedert und dürfen ein, ihren Fähigkeiten angemessenes, glückliches Leben führen!

Ob Sie, unter Berücksichtigung dieser Tatsachen, einen Facebook-Account benötigen, dass müssen Sie jetzt selber entscheiden….

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wahre unwiderlegbare Aussage

Ich bin durchaus ein Kind des Internets. Ich war schon online, als noch mein nächster Einwahlknoten nur per Ferngespräch erreichbar war (wer kennt denn sowas noch?). Ich betreibe einige Internetseiten, bin in einigen Foren aktiv und passiv unterwegs, gebe Kommentare in Blogs und Beiträgen ab, mein Computer ist immmmmer an und online, ich mache Sachen im Internet, die Leute, die vor alles, was sie wollen “www” schreiben, gar nicht kennen und nie begreifen werden, ich schreibe mehr eMails als SMS, ich brauche mein iPhone kaum zum telefonieren, aber ich habe es nie verstanden, obwohl ich wie verrückt Informationen, Gründe und Erklärungen suche:

Warum zum Teufel brauche ich einen Facebook-Account?

Facebook und ähnliche Communities braucht kein Mensch und verbrennen mehr Zeit und Energie als Pornos zu produzieren (und/oder zu gucken). Dort tummeln sich doch fast nur Menschen, die nach Aufmerksamkeit, Anerkennung und Sex gieren und im Real Life dazu vermutlich nicht in der Lage sind. Und Klugscheisser, denen sonst keiner zuhört weils einfach keinen interessiert (jaaa, das ist vielleicht überspitzt, aber ich will auch mal polarisieren). Dennoch: Verschenkte Energie.

„Ich hab gut reden, ich war da ja noch nie“, werden sicher nun einige einwenden. Genau, und ich muss da auch nicht hin. Ich will auch gar nicht über Statusänderungen anderer Leute per Mail informiert werden und ich will dort auch nicht hinterlassen, dass ich gerade einen neuen Blogeintrag verfasst habe und mir dann Leute dort statt hier mitteilen: „Gefällt mir“. Dafür ist hier die Kommentarfunktion freigeschaltet und hier gehört es hin.

Warum muss man die gesamte Kommunikation von überall abziehen und auf FB und Co. zusammenziehen? Ich höre schon: „Ja, genau, das ist das tolle, alle Infos gebündelt, ist doch prima!“ Nee, Leute, das ist Mist. Es gibt sowieso schon zuviel Information, und das noch alles auf einen Haufen werfen?

Man geisselt sich selbst, und das nur zum Selbstzweck.

Vom offenbar durchaus rentablen Zweck für die Betreiber der Plattformen will ich gar nicht erst anfangen und schon gar nicht vom Missbrauch etlicher nur scheinbar persönlicher Daten. Darüber wird sich an genug Stellen im Netz ausführlich ausgelassen.

(Nachtrag: Es gibt auch eine Gegendarstellung)

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Readers Digest Auswahlbücher

Readers Digest Auswahl

Ja, ich lese Bücher. Leider vernachlässige ich das in letzter Zeit sehr, hänge viel zu viel vor dem Computer 😉 Aber immer wieder stosse ich auf interessante Titel, wo ich denke „das muss ich lesen!“. Ob es nun Tipps von Kollegen sind, die während eines Gespräches fallen (Rattentanz) oder Buchtipps im Radio (Britannica & ich) oder gar eine Shortbook-Zusammenfassung (Die Gelehrtenrepublik).

Und nun möchte ich eine Lanze brechen für eine andere Quelle, um über interessante Bücher „zu stolpern“:
Reader’s Digest Auswahlbücher. Ich kenne die von klein auf an, da meine Mutter die damals irgendwie abonniert hatte oder so… richtig drum gekümmert habe ich mich da aber nie drum, denn schon die Titel der Bücher sagten mir nichts. Nun, mit dem Alter ist auch die Erfahrung gekommen und so manchen Titel habe ich dann doch wieder erkannt, z. B.:

  • die Akte
  • der große Bellheim
  • fürn Groschen Brause
  • Im Westen nichts neues
  • Die Nadel

Derlei Titel sollten eigentlich jedem was sagen, der nicht völlig ahnungslos durch die Welt geht.

Aber was ist das besondere an diesen Auswahlbüchern? Der Verlag selbst beschreibt es so:

„Ein Buch – vier internationale Bestseller in gekonnter Kurzfassung! Packende, mitreißende und gefühlvolle Lektüre auf fast 600 Seiten“

Ich denke, das wichtige Merkmal ist hier: in gekonnter Kurzfassung. „Im Westen nichts neues“ wird beispielsweise als drittes von den vier Romanen in einem Buch auf ca. 132 Seiten abgedruckt. Die Bertelsmann-Ausgabe von 1959, die ich besitze, braucht für die Geschichte über 300 Seiten.
Als geübter Leser merkt man auch hier und da, dass irgendwie was fehlt oder ein Sprung in der Geschichte gemacht wird. Aber generell hemmt nichts den Lesefluss, es ist keine Zusammenfassung wie es vielleicht ein Achtklässler machen würde 😉

Man kann sicher eine spannende Kontroverse darüber führen, ob so eine Kürzung ein Werk verschandelt oder unbrauchbar macht und ganz sicher ist das auch nicht falsch. Ich aber sehe eine solche gekürzte Fassung als ideale Möglichkeit, „mal eben schnell“ einen Roman wahrzunehmen (hätte ich mir im Nachhinein für Rattentanz sehr gewünscht…). Wenn es einen dann wirklich anspricht, kann man sich immer noch die vollständige Ausgabe besorgen.

Meist ist nur einer der vier Auswahlbücher ein Titel, der auch nur einigermassen bekannt ist und die anderen sind Füllstoff, die einen aber durchaus mal überraschen können.

Der schöne Vorteil: Auf Flohmärkten wimmelt es nur so von diesen Auswahlbüchern, die man in der Regel für nen Euro erwerben kann, oder gar fünf für vier, je nach Verhandlungsgeschick 😉

So kommt man dann an Bücher, von denen man sonst wahrscheinlich nie was erfahren hätte, wie diese hier:

  • Pilot am Scheideweg
    Ein Alkoholabhängiger Pilot und sein Leben…
  • Hundeleben in Herrlichkeit (Bericht einer Reise)
    1964 verliess ein Paar ihr Alltagsleben und segelte mit ihrer „KAIROS“ um die Erde. 1967 kehrten sie zurück.
  • Bomber (Len Deighton)
    1943 zerstört eine englische Luftarmada durch ein Versehen eine kleine Stadt. Deutsche Nachtjäger versuchen, einige der Bomber vor dem Ziel abzufangen

Und natürlich schafft man die kürzeren Geschichten auch in kürzerer Zeit, man kann also mehr Bücher lesen oder noch mehr Zeit im Internet verbringen. Für weniger geübte Leser ist es auch eine gute Möglichkeit, sich an Lesestoff heran zu tasten…

… probiert es mal aus, ist besser als Fernsehen!

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Der Weihnachtsmann sieht alles

Ward ihr auch alle artig?

Klingt wie eine doofe Frage, weil: Wen interessierts, ausser den Weihnachtsmann? Aber stellt euch mal vor, den gäbe es wirklich und der würde dann zu seiner Zeit vor euch stehen und euch fragen: „Warst du denn auch artig?“
Was würdet ihr dann antworten? Habt ihr da schon mal drüber nachgedacht? Wann ist man artig? Wann ist man unartig?
Artig sein ist ja so ein Kinderding… Erwachsene müssen sowas nicht bzw. denen wirft man sowas nicht vor. Im Gegenteil ist es ja für einen Erwachsenen schon oft eine Beleidung, ihn „artig“ zu nennen. Aber wenn wir bestraft werden würden für unser Tun… was dann? Schon mal kaputte Sachen bei Ebay vertickert? Schon mal der Versicherung einen unberechtigten Schaden gemeldet? Schon mal ein Auto verkauft, wo man wusste, aber nicht sagte, was doof an der Karre ist? Schon mal beim Chef krank gemeldet, obwohl man so arbeitsunfähig gar nicht war?

Vermutlich hat keiner von uns es geschafft, mal ein Jahr artig zu sein und solange man nicht an den Weihnachtsmann glaubt sollte das auch kein Problem darstellen. Das schlimmste ist ja auch, wenn man selbst immer nett und artig ist und dabei fein von denen, denen das alles Scheißegal ist, verarscht wird. Und wenn man dann mal unartig wird dann ist das eben die Rache des netten Menschen. Trifft wahrscheinlich nicht den richtigen, aber da das Leben ein Kreislauf ist, wird das irgendwann wieder passen.

Was heisst das überhaupt, artig zu sein?

Ich habe da jetzt mal lange drüber nachgedacht (ca. zwei Minuten) und behaupte: Artig ist man, wenn man keinem was zu Leide tut.

Und wenn man Erwachsen ist, dann kann man hier schon recht präzisiös unterscheiden und ist eigentlich gar nicht in der betroffenen Menge der berechtigten Frageempfänger…

…in diesem Sinne: Bleibt artig!

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