Pimp my Sturmlampe

Vor langer Zeit schrieb ich ja mal einen Artikel über Sturmlampen. Dort erwähnte ich auch die Favorit-Sturmlampe, die man bei Hornbach recht günstig kaufen kann. Und ich erwähnte den unpraktischen Mangel, dass diese Lampe keinen extra Einfüllstutzen hat. Kann ich sogar verstehen, denn das ist sicher ein sehr kostenintensiver Produktionspunkt und wenn man eng kalkulieren will oder muss, dann lässt man so was schon mal weg. Auf Anhieb wird es den unkundigen Blicken der Kaufwilligen auch gar nicht auffallen.

Mich hat es immer gestört und von der Verwendung dieser Lampe abgehalten. Denn gerade im Dunkeln ist ein sicheres Befüllen dieser Lampe so gut wie unmöglich (und wenn sie kurz vorher noch gebrannt hat, ist sie auch viel zu warm als das man mal eben am Brenner etc. rumfummeln kann). Also habe ich kurz über mögliche Lösungen nachgedacht und bin recht schnell auf eine simple Möglichkeit gekommen, einen aussenliegenden Schraubverschluss nachzurüsten:

favorit_sturmlampe
Selfmade Einfüllstutzen: Sieht doch gut aus

Dazu habe ich einfach ein 12mm-Loch an der Stelle des Öltanks gebohrt (4mm vorgebohrt), an der man den Einfüllstutzen erwarten würde. Das ist praktischerweise gleich oberhalb der „maximalen Einfüllhöhe“. So kann man die Lampe nicht zu voll machen. Vorsicht: Natürlich ist das Blech relativ dünn, geht also mit wenig Druck und viel Drehzahl da rein, sonst fransen die Kanten aus und ihr habt viel Mühe, das wieder zu glätten. Nicht wundern: Es befindet sich unterhalb des äusseren noch ein weiteres Blech, da müssen wir auch durch.

Wenn alles fein entgratet wurde (ggf. Schleifpapier oder eine feine kleine Feile), dann wird die Stelle sorgsam entfettet. Ich hatte gerade Bremsenreiniger zur Hand, es geht sicher auch was anderes. Nun habe ich Reparaturknetmasse (diese runden Stangen aus Epoxy) genommen, eine ca. 3mm dicke Scheibe abgeschnitten, geknetet und zu einer dünnen Wurst und dann zu einem Ring geformt, so dass dieser genau unter einer M12-Mutter passt. Dabei darauf achten, dass nichts nach innen quillt, eher den Aussenbereich verwenden, also ein grösserer Durchmesser. Wir wollen ja die Einfüllöffnung so gross wie möglich halten. Aus diesem Grund könnte man auch eine M14-Mutter samt Schraube verwenden, aber zum einen hatte ich M12 gerade da und zum anderen wird es dann auch wuchtig. In die M12-Mutter passt noch mein kleiner Trichter, freihand einfüllen ist schon ein Kunststück.

Jetzt kann man also die Mutter mit der Knetmasse schön mittig über die Bohrung setzen und sorgfältig anpressen. Epoxy braucht keinen Druck, um haltbar auszuhärten, aber natürlich sollte das flächig verteilt sein. Einfach, wenn alles genehm ist, hinstellen und warten. Wer will, kann noch den aussen sichtbaren Knetrand etwas glätten, ich hab mir das weitgehend gespart, nur etwas mit dem Finger rumgedrückt (wer das hübsch machen möchte, kann ja die ausgehärtete Epoxy-Knete noch mit dem Dremel bearbeiten oder sonst wie in Form bringen). Während das aushärtet kann man sich die passende Schraube nehmen und kürzen. 1,5 bis 2 Windungen müssen nur überbleiben. Wir wollen ja nicht ewig schrauben, um Öl nachfüllen zu können. Dann mit einer Feile das Gewinde säubern, so dass die Schraube gut gängig wird und das war es. Ich habe noch einen passenden O-Ring über die Schraube gestülpt, welcher als Dichtung dient, aber wenn die Lampe nicht wild rumbaumelt muss das wohl nicht zwingend.

Vielleicht liest sich das alles relativ aufwendig, aber das alles hat echt nur eine viertel Stunde gedauert, wenn man das Aushärten und vorher Teile zusammensuchen nicht mitzählt. Das ist wirklich einfach und schnell gemacht und ein normaler Durchschnittsbastler sollte sowieso all die Teile schon daheim irgendwo rumliegen haben 😉 Ausserdem zahlt man auf einem Flohmarkt für eine alte (schlecht behandelte) Feuerhand mittlerweile mindestens genauso viel Geld wie für eine neue Favorit. Wenn man diese Lampe also als Gebrauchsmittel und nicht als Sammlerstück sieht, dann rechnet sich der kleine Aufwand auf jeden Fall. Schon wegen dem unbezahlbaren Gefühl, mal wieder was gepimpt zu haben…

Flattr this!

Noch ne kleine Bastelei

luefter

Das hatte ich ja auch schon lange vor und nun habe ich es „mal eben“ gebastelt: Einen Lüfter für mein Arbeitszimmer. Vom Prinzip her ganz einfach: Ein Loch in die Aussenwand gebohrt, von innen einen Lüfter dagegen, der raus pustet und durch den Unterdruck im Raum kann der Zigarettenqualm nicht in die Wohnung ziehen sondern wird nach draussen geblasen.

Als billige Alternative hatte ich immer das Fenster auf Kipp und oft einen kleinen Deckenventilator laufen. Aber das war eher Zufallslüftung und die Spinnen nahmen das offene Fenster auch gern als Einladung, reinzukommen. Denn das Problem an der Umsetzung für eine „richtige“ Lüftung war bisher: Man müsste erstmal ein ausreichend grosses Loch in die Wand kriegen, da ein Rohr rein, den passenden Lüfter davor u.s.w. Nun dachte ich mir: Pfeif drauf, versuch einfach mal was mit vorhandenen „Bordmitteln“. Ich habe noch aus meinen aktiven Schlosserzeiten in der Garage einen dicken Hilti-Bohrer, 25mm Durchmesser. Mit dem habe ich dann von aussen nach innen ein Loch in die Wand gebohrt, vorher innen Folie an die Wand geklebt, damit der Dreck nicht rumfliegt. Nun schnell von Hornbach ein Leerrohr für Kabel geholt, die haben genau 25mm. Der Meter kostet nur 50 Cent, es gab nur 3m-Stücke und ich brauchte nur 31cm. Naja, nicht teuer und den langen Rest kann ich bestimmt mal wo anders gebrauchen.

Danach habe ich den auf dem Bild abgebildeten PC-Lüfter raus gekramt, ein passendes Montagebrett zurechtgeschnitten und den Lüfter dort drauf gesetzt. Dieser Lüfter ist mit seinen 80mm zwar zu gross für das Rohr, aber das war mir egal, ich wollte das jetzt mal machen. Ich habe den letztendlich etwas versetzt über der Bohrung in der Wand montiert, so dass die Lüfterschaufeln fein am Loch vorbeiwedeln, denn die Nabe (mit dem Motor drin) vom Lüfter ist schon grösser als das Loch 😉
Quasi als Ausgleich für den eigentlich zu kleinen Lüfter für das noch viel kleinere Loch in der Wand habe ich nur ein 15V-Steckernetzteil für den 12V-Lüfter gefunden. Damit pustet der ganz fleissig. Aber auch hörbar.

Wichtig ist mir: Generell geht es und das freut mich! Denn gerade der geringe Durchmesser hat mich immer von der Umsetzung dieser Idee abgehalten. Nun säuselt das alles vor sich hin, wenn man aussen die Hand gegen hält, dann spürt man auch einen Luftzug, innen rede ich mir ein, auch schon eine Verbesserung zu bemerken.

Ich hatte auch erst den Einfall, einfach mehrere, vielleicht drei, von den 25mm-Rohren in die Wand zu setzen aber garantiert hätte ich die Bohrungen nicht exakt gerade durch die Wand gekriegt und dann hätte ich ein doofes Kraterschlamassel in der Wand und noch viel mehr Arbeit damit und aber ich bin doch ein Freund von Quick&DirtyLösungen

Nachtrag:
Heute vormittag habe ich doch noch ein zweites Rohr „installiert“. Ich habe dafür erst von innen nach aussen ein kleines Loch gebohrt, damit ich im Raum auch die Öffnung dort habe, wo ich sie brauche (den Bohrstaub habe ich so gut es geht schon beim bohren mit dem Staubsauger weggesaugt). Wie erwartet ist der Bohrer in der dicken Wand etwas aus der Richtung gelaufen, aber aussen ist das ja nicht so schlimm.

Flattr this!

Ausgepufft

Jetzt hat mein Renault mit etwas Aufwand (750,- Euro, Danke Peter!) seit einer Weile wieder TÜV. Ich war da wirklich froh drüber, denn ich bin noch nicht so weit, über ein neues Auto nachzudenken. Und der Megane reicht für alles, was ich von einem Auto erwarte. Und weil der eine Anhängerkupplung hat brauchen wir den sogar häufiger als unseren BMW. Aber wie das so mit alten Autos ist, mit der Zeit häufen sich Mängel, die behoben werden müssen.

Nun fing gestern der Auspuff an, rumzuröhren. Sicherlich gehört der Auspuff zu den Verschleissteilen, die einfach irgendwann mal ersetzt werden müssen, aber: Momentan möchte ich jeden Aufwand für den Wagen so gering wie möglich halten, denn irgendwann übersteigen die Kosten der Instandhaltung den Restwert des Wagens zu erheblich. Also habe ich mich kurzerhand selbst unters Auto gelegt und mal geguckt. Ach siehste: Mitten drin, zwischen Mittel- und Endtopf ist das Rohr durchgegammelt. Das könnte ich doch übergangsweise flicken?

Gesagt, gegrübelt, getan: Ein Restblech war schnell gefunden,  mit der Handblechschere zurecht geschnitten, dann bei Hornbach zwei ausreichend grosse Schlauchschellen geholt, den Wagen hinten mit dem Rangierwagenheber hoch und das Basteln angefangen, dauert alles in allem keine halbe Stunde:

auspuff_flicken

Das Blech habe ich vorher mit Schraubstock und Händen vorgebogen. Noch ein Tipp für Nachmacher: Achtet darauf, dass die Kante, die nach her „innen“, also unten sein soll, gut entgratet und vielleicht etwas angeschliffen ist, damit die Blechkanten unter dem Zug der Schellen gut übereinander weg gleiten. Auf dem Bild sieht das aus, als wenn das Blech nicht eng aneinander liegt, das kommt aber von der einfallenden Beleuchtung.

Das einzige, was mich etwas stört: Ich hatte Schellen 50-70mm geholt, aber die musste ich bis zum Ende festziehen, ganz etwas würde noch gehen. Vielleicht hole ich noch 60er Schellen und tausche die noch aus, denn ein wenig fester könnte ich das Blech noch ums Rohr ziehen. Er röhrt immer noch ein wenig und das könnte noch besser, auch wenn das nicht ganz weggehen wird. Und ich bin mir sicher, das wird dahinter und davor weiter gammeln und dann lohnt auch dieser Aufwand nicht mehr. Aber erstmal geht es und vielleicht kann ich den kompletten Austausch noch rauszögern bis es sich wirklich lohnt. Ein paar tausend Kilometer kann das aber gerne noch dauern.

204638 Kilometer in 15 Jahren, da geht noch was
204.638 Kilometer in 15 Jahren, da geht noch was

Flattr this!

Wetterhahn

wetterhahn
Wetterhahn bei Amazon: Finde den Fehler

Wenn ihr mal in einer Runde mit Leuten steht und es ist gerade kein Gesprächsthema da, dann könnt ihr ja mal folgende Frage in den Raum werfen: „In welche Richtung zeigt eigentlich ein Wetterhahn?“
Dann werdet ihr ganz sicher einige grübelnde Gesichter sehen, die zunächst meinen, das sei doch ganz klar und sich dann nach einem anfänglichem „Äh, also…“ selbst unterbrechen. Denn so ganz klar ist das eben nicht. Es gibt ja nur zwei sinnvolle Antworten: Die Spitze des Pfeils, auf dem der Wetterhahn sitzt, oder der Schnabel des Hahnes zeigt in die Richtung,

a) in die der Wind bläst
b) aus der der Wind kommt.

Was ist nun auf den ersten Blick verständlicher? Eine Fahne weht mit dem Wind, zeigt also, wo es hin geht. Also zeigt der Pfeil eines Wetterhahns auch die Richtung des wehenden Windes an? Beim Wetterbericht auf den Karten zeigen die Pfeile auch die Richtung des Windes an, nicht woher er weht. Und hier http://www.wer-weiss-was.de/naturwissenschaften/wie-funktioniert-eine-wetterfahne wird im Internet wild diskutiert.

Aaaber der Wind wird ja nach seiner Herkunft benannt: Westwind kommt aus Westen, und genau das will man auch wissen, wenn man nach der Windrichtung schaut. Deswegen die kurze Antwort nach relativ viel Text: Der Wetterhahn zeigt an, aus welcher Richtung der Wind weht. Ich kam nur drauf, weil ich neulich einen Wetterhahn selbst gebaut hatte. Der steht nun vor unserem Wohnzimmerfenster, weil er so hübsch anzusehen ist und zeigt fast immer nach Norden, weil genau vor einer Wand der Wind gerne mal seine ursprüngliche Richtung ändert 😉

wetterhahn

Flattr this!

Kochfeld an Herd anschliessen

Wir, meine beste Ehefrau von allen und ich,  hatten uns bei der letzten, Jahre zurückliegenden, vollständigen Küchenerneuerung dazu entschlossen, auf einen Ofen zu verzichten. Dadurch hätten wir dann einen 60er Schrank mehr Platz für… Sachen. Naja, so ganz haben wir nicht verzichtet: Statt eines Backofens und einer gängigen Mikrowelle holten wir eine Kombimikrowelle mit möglichst grossem Garraum (34 Liter). Dieses Gerät kann neben Mikrowelle auch Grill und Heissluft. Und: es steht Platzsparend in der Ecke der Arbeitsplatte. Das hat all die Jahre auch gut funktioniert; wir konnten Kuchen backen, Aufläufe machen, zur Not sogar drei TK-Pizzen auf einmal fertigbacken. Aber auch stiess man immer wieder mal an die Grenzen: Ne richtig selbstgemachte Pizza, Lasagne für alle, Blechkuchen in üblichen Ausmassen oder sogar eine Rehkeule: Das ging alles nicht, weil der Garraum dafür doch zu klein war. Oft halfen wir uns, indem wir den Drehteller rausnahmen, so bekam man auch grössere Formen rein, weil er sich nicht mitdrehen musste. Des Weiteren hatten wir ein autarkes Ceranfeld von Ikea, was an sich funktionierte, aber: Die Bedienelemente sind hierbei natürlich oben drauf, das schränkt den nutzbaren Platz beim Kochen ein und ist ein fleissiger Schmutzfänger.  Es hatte auch keine erweiterten Kochzonen für einen Bräter oder mal einen dritten grossen Topf. Ausserdem ist vor einiger Zeit irgendwas auf das Feld gefallen und seitdem hat es einen Riss querdurch.

Nun bot eine Kollegin wegen Umzug einen gebrauchten Bauknecht-Herd an, mit allem drum und dran: Ceran-Kochmulde mit zuschaltbaren Zonen, Ofen mit Umluft, Heissluft, Unterhitze, versenkbare Knöpfe, pi pa po. Und sie hat sich auf einen solch günstigen Preis eingelassen, dass ich gleich zugeschlagen habe (Ein neues autarkes Kochfeld hätte uns wesentlich mehr, bestimmt das doppelte, gekostet). Natürlich hatten wir keinen passenden „Backofenunterschrank“, aber das kriege ich als Handwerker schon hin.
Nun zu dem, warum ich diesen Artikel überhaupt schreibe: Ich holte den Herd ab, lud ihn zu hause aus und wunderte mich kurz: Am Kochfeld waren lose Kabel. Sollten da nicht Stecker sein? Offenbar hatte ein übereifriger Umzugshelfer flux die Kabel abgeschraubt, statt einfach die beiden (drei- und vierpoligen) Stecker abzuziehen. OK, die Stecker sehen auch aus wie grosse Lüsterklemmen. Dass man die abziehen kann erkennt man nicht sofort. Aber was sollte ich nun machen? Sieben lose Kabel-Enden, davon drei blau. Einfach nur raten ist da nicht ratsam. Was macht also der zeitgemässe Durchschnittsmensch? Ich schmiss das Internet (im Volksmund „Google“) an, liess es kurz warm laufen und gab dann im Suchfeld ein „EMZD 5265 WS Kochfeld anschliessen“.  Das brachte einige nach helfenden Tipps ausschauende Links, aber erst die Modell-Bezeichnung für das Ceranfeld brachte mich weiter: „EKV 3460 anschliessen“. Ich fand nach kurzer Zeit auf zwei verschiedenen Seiten zwei verschiedene Menschen, die exakt das gleiche Problem wie ich hatten: Lose Kabel am baugleichen Bauknecht-Herd und keine Ahnung, wie es weitergehen soll. Leider bekamen die beiden nur „dumme“ Fragen als Antwort, keiner präsentierte einfach die genaue Kabelbelegung. Ich fragte noch einen Kollegen, aber der stellte quasi die gleichen wenig hilfreichen Fragen wie die Menschen im Internet. Deswegen verrate ich das jetzt:

bauknecht-ekv3460

Wenn man genau darauf achtet, dann erkennt man, dass es sich um vier etwas dickere und drei dünnere Leitungen handelt. Bei meinem Gerät war zufälligerweise die Null-Leitung (grün/gelb, separate Schraube zum Festmachen) genau zwischen diesen Adern gefallen und bewahrte sie und mich vor heillosem Durcheinander.

Genaue Belegung, von oben betrachtet, Stecker zeigen zu einem und von links nach rechts, wie auf dem Bild:
Vierer-Stecker (dickere Adern):

  1. Blau
  2. Weiss
  3. Blau
  4. Rot

Dreier-Stecker (dünnere Adern):

  1. Braun
  2. Blau
  3. Weiss

Ich gehe davon aus, dass die beiden dicken blauen Kabel die gleiche Funktion haben (Masse oder so). Achtung: Wenn man die Kabel anschliesst, wird man es vermutlich anders rum halten, also aufpassen! Sowieso aufpassen, denn wenn das nicht stimmen sollte dann kann bestimmt was Schlimmes passieren. Und ich möchte darauf hinweisen, dass ich weder Elektriker bin noch bei Bauknecht arbeite. Jeder schliesst das auf seine eigene Verantwortung an! Ich möchte bloss denen helfen, die danach suchen und sonst nix hilfreiches finden. Ich dachte mir DocBrown-mässig Pfeiff drauf!, klemmte die Kabel genau so an, stellte den Ofen in die Küche, legte das Kochfeld auf einen Stuhl, schloss das Stromkabel an den Wandanschluss an (wie das geht, verrate ich nicht!) und machte einen Testlauf: Alles funktionierte, puh 🙂

Dann konnte ich alles einbauen. Ich musste einen Zwischenboden einbauen, damit der Ofen „nach oben“ kommt und das Kochfeld passte exakt in die Aussparung des Ikea-Kochfeldes (etwas mit der Faust hämmern, dann sass das neue Feld dort, wo vorher das alte sass. Sogar die Klammern konnten an den gleichen Stellen bleiben). Zwischen dem Schrankboden und neuem Zwischenboden sind nun ca. 9cm Platz, da können die Backbleche lagern und es sorgt für Belüftung. Die Türen mussten natürlich ab.

Nun will ich noch kurz verraten, wie ich an die korrekte Kabelbelegung kam: Ich ging letztendlich auf die Seite eines grossen Internetauktionsanbieters, suchte dort nach „Bauknecht kochfeld“ und schaute mir aaaaalle Bilder an. Wenn überhaupt mal jemand die Verkabelung fotografierte, dann sah das alles ganz abenteuerlich anders aus als das, was ich brauchte.
Nur einer, ein einziger, hatte sich eeetwas mehr Mühe gemacht und ich fand ein schlecht ausgeleuchtetes, gering aufgelöstes Bild mit genauso viel Schatten wie Kabeln und ungemein schummerig, aber mit analoger Logik konnte man die Farben tendenziell auseinander halten: „Wenn das braun ist, dann muss das andere rot sein, das nächste kann dann nur blau sein“ usw. Nach mehrmaligem Abgleich am vorhandenen Objekt war ich mir so sicher, dass ich kurzerhand alles festschraubte. Dabei merkte ich auch erst die unterschiedliche Stärke der Adern. Aber wie gesagt: Ich bin ja kein Elektriker 😉

Flattr this!

Auto fängt mit Au! an

„Auto fängt mit Au! an und hört mit oh! auf“, sagt meine Mutter immer. Ich besitze u.a. einen Renault Megane (Kombi), Baujahr 1999. Seit 2006 habe ich den und ich hätte nie gedacht, dass ich einen Franzosen so lange fahren werde. Weil ich ihn so lange fahre, hat der sich richtig bezahlt gemacht. Ausser den üblichen Reperaturen war nix, vielleicht noch die beiden Drehstabfedern hinten, die nacheinander ausgetauscht werden mussten (einmal hatte ich ihn aber auch extrem beladen; Hannes seinen Renntrecker auf den Anhänger und meinen hinten drin, plus Geraffel). Seit langer Zeit fahre ich mit ihm täglich zur Arbeit nach Westerstede: 27km hin und wieder zurück. Und weil ich immer fein vor mich hineiere und selten über 100 km/h gehe (nie über 4000 U/min, schon gar nicht mit Anhänger! Denkt an die kleinen Lager im Motor, das ist nur ein 1,4L, wenn auch 16V), ist der Durchschnittsverbrauch mittlerweile bei 5,8 Litern angekommen. Als ich ihn kaufte zeigte der Bordcomputer locker 2 Liter mehr. Ausserdem hat er einen grossen Laderaum, die Sitzbänke kann man so weit runterklappen, dass der Boden eben ist (gut zum Schlafen, hab ich bei Rasenmäherrennen oft gemacht), man bekommt ein ganzes Fahrrad am Stück hinein und mit der Anhängerkupplung hab ich sowohl Rasenmäher, Renntrecker, Wohnwagen, Anhänger mit Müll oder Grünzeug als auch mein Boot durch die Gegend gezogen. Ich pflege ihn kaum, mache ihn fast nie sauber und die Ölwanne leckt seit langem so ein gaaanz wenig. Und aber immer kam er so über den TÜV. Einmal musste ich 3,50 nachbezahlen, weil bei der Abnahme zwei Leuchten (Nummernschild und so) nicht gingen und das noch mal von mir vorgeführt werden musste. Der Peter hat auch mal den Abgaskrümmer geschweisst, ohne Ausbau!, weil da ein Riss war und ASU nicht mal mehr mit tricksen ging… coole Sache.

Was mich aber seit ca. 2 Jahren stört: Ab und zu springt er einfach nicht an. Man muss dann warten, probieren, warten… irgendwann springt er dann doch an. Einige Male sprang er erst nach 20 Minuten und mehr an. Weil einen das natürlich nervt (mal gings so, mal beim dritten mal, mal eben nicht) suchte ich im Netz nach Lösungen. Schnell wird man fündig: Die Renaults dieser Generation haben ein Problem mit der Wegfahrsperre, egal ob Megane, Clio oder Scenic. Die abenteuerlichsten Geschichten und Lösungen schwirren durchs Netz: Mal soll man die Batterie des Schlüssels erneuern, mal das ganze Steuergerät tauschen (es gibt da einen, da kann man seines hinschicken und er entfernt die WFS), mal muss man nur im richtigen Moment das richtige Kabel durchschneiden und man hat für immer Ruhe. Mein „Trick“ war stets: Immer, wenn er nicht ansprang, dann verriegelte ich die Türen über die ZV im Schlüssel und öffnete wieder und ziemlich oft sprang er dann beim dritten mal an. Wenn das nicht ging, gab ich dem Wetter die Schuld: Es war zu heiss oder zu feucht oder beides.

Mein neuer Tipp: Vergesst das Gehampel mit der WFS! Eine weitere Suche im Internet brachte mich auf eine Seite, die ich vorher nie gefunden habe, obwohl die Informationen dort schon seit mindestens 2010 stehen sollen: Klick hier!
Das ganze Geheimnis: Es gibt bei den Renaults einen so genannten OT-Geber, der selbst für Laien einfach zu finden und auszubauen ist. Zwei Schrauben (10er Nuss) muss man lösen, dann noch den Stecker von den Kontakten abziehen und man hat ihn in der Hand.

OTGeber_megan

Man kann ihn auch im eingebauten Zustand einfach finden, indem man von der Fahrerseite aus in den Motorraum guckt, dort wo Motor und Getriebe zusammen kommen. Er ist einfach über eine Öffnung geschraubt, darüber laufen ein paar Schläuche wegen Luftfilter etc.. Dieser Geber ist offenbar magnetisch, denn es sammeln sich Späne vorn an dem kleinen Nippel. Das waren bei meinem echt nicht viel und ich konnte die mit einem Lappen runterwischen. Als der Geber wieder sauber war, baute ich ihn wieder ein und dachte: „das solls gewesen sein???“. Es soll auch Fälle geben, wo dieser Geber defekt ist und getauscht werden muss, Kosten ca. 30-40,- Euro. Das wäre es mir wert gewesen…

Nun ist das über eine Woche her, ich habe den Wagen schon zig Dutzend mal gestartet und immmmer ging es seit dem einfach so, auf Schlag: Schlüssel drehen und brumm. Unglaublich, nix Wegfahrsperre. Das Reinigen des Gebers dauerte wirklich nur wenige Minuten samt Aus- und Einbau und das war alles. Und ich war kurz davor, den Wagen entweder zum Händler zu fahren oder gleich zu verschrotten….

Nun muss der Renault nur noch diesen August einmal übern TÜV.  Ich bin guter Dinge, hat er doch gerade erst die 200.000 überschritten.

200201

Flattr this!

Blasen statt Saugen

Nun ist wieder die Jahreszeit, wo es draussen kalt und grau wird. Und laubig. Wer ein eigenes Grundstück hat oder eine Terasse oder nur einen „ungünstig“ gelegenen Balkon, der kann ein Lied vom Laub singen: Schier endlose Massen in vielen goldbraunen Farbtönen. Macht man sich einmal die Mühe, alles weg zu sammeln muss man nur zwei Tage warten, bis wieder die gleichen Ecken mit den gleichen Haufen gefüllt sind.

Zum Glück habe ich seit einigen Jahren einen Laubsauger. Das ist irre praktisch: Wie mit einem Staubsauger geht man über das liegende Laub und alles wird fein geschreddert in einem Beutel aufgefangen. Der Haken ist nur: Bei grossen Flächen ist das sehr mühsam. Aber man kann meinen Sauger auch zum Blasgerät umbauen. Den Beutel abbauen, an den Stutzen das dünnere Rohr anschrauben und das dickere Saugrohr kann ab. So kann man über die Flächen streichen und das Laub vor sich her scheuchen. Besonders günstig ist das auf Grasflächen, wo man sonst harken oder mit dem Aufsitzmäher drüber müsste. Das geht wesentlich einfacher und leichter, weil man auch den grossen Beutel am Gerät nicht mit sich rumschleppen muss und so lange kein Wind herrscht hat man gute Kontrolle darüber, in welche Richtung das Laub soll.

Es bleibt aber ein Problem: Bestenfalls kann man das ganze Laub auf einen Haufen pusten, weg ist das dann noch nicht. Aber nun kann man es wenigstens mehr oder weniger einfach z.B. in Säcke stopfen. Und die Abgabe von Säcken mit Laub ist, zumindest hier in Oldenburg, kostenlos. Wenn ich mal richtig Zeit und Lust habe werde ich mir aus Holz o.ä. einen grossen Trichter bauen, hinter den ich eine Öffnung mache, über die gerade so ein 120L-Müllbeutel passt. Dann kann ich die einfach vollpusten. Müsste klappen, aber dieses Jahr wird das nix mehr…

Laubpresse
…und wo ich gerade dabei bin, seit Jahren geistert eine Idee in meinem Kopf herum und jeden Herbst fällt es mir wieder ein. Und damit mir keiner diese Idee wegschnappt, schreibe ich das hier schon mal auf: Ich möchte eine Laubpresse bauen. Als Endprodukt soll eine Art „Laubpellets“ herauskommen, die man verfeuern kann. Mir ist bewusst, dass Laub keinen besonders hohen Heizwert hat, aber dafür haben wir das in Hülle und Fülle. Vermutlich wird das gepresste Laub auch schnell wieder auseinanderfallen. Hier müsste man mit irgend einem Bindemittel arbeiten. Bei meiner Recherche nach „natürlichen Klebern“ bin ich auf einige interessante Tipps gestossen. Unter anderem soll Mehl mit Wasser einen passablen Kleber abgeben. Und da das Laub vermutlich auch nie ganz trocken ist, könnte man hier das Mehl untermischen und dann pressen. Beim pressen sollte sich das Mehl mit soviel Wasser vermengen, das es klebt. Überschüssiges Wasser wird (hoffentlich) rausgepresst. Danach muss es vermutlich noch einige Zeit trocknen, Dachboden oder Keller etc., wo es halt trocken ist (der Raum, wo die Heizung steht?). Vielleicht kann man das gepresste Endprodukt (ich stelle mir so ungefähr Backsteingrösse vor) auch in altes Zeitungspapier einschlagen, um es zusammen zu halten. Gleichzeitig könnte das Papier dann auch als eine Art „Brandbeschleuniger“ dienen. Wichtig ist nur, dass man bei der Produktion nicht all zu viel Energie reinsteckt (aufwändig pressen, trocknen…), weil man vermutlich auch nicht viel raus holen kann. Aber das ganze Laub könnte einem guten Zweck, nämlich heizen, zugeführt werden.

Flattr this!