John Wick 3

Als ich den ersten Teil von „John Wick“ sah, war ich, wie wohl viele andere auch, sehr beeindruckt. Endlich mal wieder ein Film, der es in seiner gnadenlosen Eindeutigkeit und Konsequenz von vorne bis hinten schafft, zu unterhalten. Und das durchaus mit etwas Humor zwischendurch (je nach dem, was man so lustig findet). Immerhin: „du hättest den Hund nicht töten sollen“ ist doch schon fast ein geflügeltes Wort geworden.

Über den zweiten Teil will ich gar nicht viel Worte verlieren, denn bei filmischen Mehrteilern ist es ja gewöhnlich so, dass der zweite Teil unterdurchschnittlich ist (grosse Ausnahme: Zurück in die Zukunft). Humbug war der Plot aber auf jeden Fall: Er hat sich auf diese komische Schuldscheibe eingelassen und weiss ganz genau, was daran hängt, aber will einfach nicht mehr. Will aufhören. Na gut, da sprengt man eben sein Haus mit einer Rakete in die Luft und er macht es dann doch. Warum nicht gleich?!? Warum muss er erst warten, bis sein schickes Heim zu Klump geballert wird? Er kennt doch die Regeln… wie gesagt: Humbug.

Aber das kann man ja steigern! Latsche in die Wüste und vielleicht findet „er“ dich und wenn und mit Glück und du weisst ja… Pustekuchen. Natürlich hackt er sich den Finger ab. Und natürlich nimmt er „den Auftrag“ an. Und natürlich… führt er diesen dann nicht aus?!?!?! Da hätte er sich die Quälerei in der Wüste (im Anzug, ohne Vorräte etc.) doch sparen können und zehn Finger hätte er auch noch gehabt, denn jeder weiss ja, was am Ende passieren wird.

Meine Fresse, was für ein Quatsch. Und das ist besonders schade, weil der dritte Teil durchaus interessante Elemente, Ideen und Schauspieler hat. Aber offenbar fehlte der Mumm, das genauso konsequent wie im ersten Teil durchzuziehen. Oder vielleicht waren es ja wirtschaftliche Gründe, und bei der Abwägung von Aufwand zu Gewinn kam man zu dem Ergebnis: Passt schon!

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Walk the Line

„Bohemian Rapsody“, den Film über das Leben von Freddy Mecury, hat doch bestimmt jeder gesehen und kaum einer kann sich der speziellen Magie der Musik entziehen. Nun kommt als nächstes ein Film über das Leben von Elton John in die Kinos, und dessen unzählige Musikstücke haben ja auch alle etwas ganz besonderes. Werde ich mir also auch anschauen. Aber nun las ich, dass jetzt das Leben von Boy George verfilmt werden soll, Filmtitel bisher nicht bekannt. Aber George hin, Culture Club her, ich bin mir nicht sicher, ob man das einfach so in einem Atemzug mit den oben genannten erwähnen soll? Freddy und Elton sind schon eine andere Liga als Boy George, da helfen auch keine Sex- und Drogeneskapaden, denn das hatten alle.

Nun ja, der Film wird sicher kein Flop und bestimmt gut unterhalten. Was mich aber immer irritiert: Warum werden dann solche Filme wie „Walk the Line“ nicht erwähnt? Das verfilmte Leben von Johnny Cash, und wirklich mal hervorragend gespielt von Joaquin Phoenix. Vermutlich werden diese „hier ist ein neuer Film“-Artikel von irgendjemandem geschrieben, der gerade Zeit hat und einfach nicht genug über so ein Thema weiss und auch nicht genug recherchiert. Schade: Da werden einfach so die Fakten aneinander gereiht und das wars dann. Könnte man besser machen. Und ja: Es gibt ganz viele Filme über das Leben von Musikern und anderen Berühmtheiten und bestimmt mokiert sich jemand, weil ich dieses oder jenes nicht erwähne. Also mache ich es nicht besser als die anderen und kann diesen Artikel einfach so beenden.

Hauptsache, ihr schaut euch „Walk the Line“ an, denn der ist wirklich von der ersten bis zur letzten Minute wirklich gut gemacht 🙂

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