Menschen, Ideen und Gelegenheiten

Neulich habe ich im Podcast der Zeitzeichen von Emil Berliner erfahren. Da war ich einigermassen baff, als ich erfahren musste, dieser hat das Grammophon erfunden!? Ich war immer der Meinung, Edison hätte seine Wachswalze mit allem Pipapo erfunden und der Plattenspieler wäre „einfach nur“ die logische Weiterentwicklung von Edison. Von wegen, ein Deutscher wars. Und in dem viertelstündigen Zeitzeichen-Bericht erfährt der Hörer kompakt und kurzweilig, wie es dazu kam (Diese Podcastreihe ist sowieso immer sehr interessant, aber das ist ein anderes Thema). Eine ganz nebensächliche Ursache auf dem Weg zu dieser entscheidenden Erfindung war (Zitat aus Wikipedia):

Er wanderte 1870 als junger Mann in die USA aus, um der Einberufung zum preußischen Militär zu entgehen.

Und darüber musste ich nachdenken: Der Herr Berliner war zwar zu alt, um im Weltkrieg gekämpft zu haben, aber irgend ein Krieg ist ja immer. Statt als Soldat zu dienen hat er erstmal 1877 ein funktionierendes Mikrofon erfunden, wurde so wirtschaftlich unabhängig und konnte richtig loslegen. Damals war es etwas sehr außergewöhnliches, seine Stimme konservieren zu können. Heute kann und macht das jeder nebenbei mit seinem Smartphone… das war sicher ein Meilenstein in der technischen Geschichte der Menschheit.

Es gibt genug Dinge, die noch nicht erfunden wurden, oder zumindest verbessert werden müssten. Aber wie viele Menschen sind wohl im Kriege umgekommen, die diese „richtige Idee“ im Kopf hatten, aber leider sterben mussten, bevor diese Idee keimen konnte, wie bei Emil Berliner?
Es ist durchaus anzunehmen, dass jemand mit der Saat einer Idee für funktionierendes Plastikrecycling, Medikamente gegen Krebs, interstellare Antriebe oder für den Weltfrieden rumläuft. Wir sollten nicht zulassen, dass dieses Potential in (sicher immer sinnlosen) Kriegen vernichtet wird.

Hat jemand eine Idee, wie?

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Kühlschrank

Neulich war ich kurz draussen im Garten und ging dann wieder über die Terrasse rein ins Haus. Mann, war das kalt draussen und drinnen in der Küche schön warm! Plötzlich lies mich ein Geräusch aufhorchen: Der Kühlschrank rumpelte leise, weil er gerade ansprang.

Hm.
Draussen ist es eisig kalt, so dass ich drinnen meine Räume heizen muss. Und in solch einem (künstlich) beheizten Raum steht ein Gerät, welches Dinge kühl halten soll und deswegen nicht unerhebliche Energie benötigt.
Ist das nicht irgendwie falsch? Fast schon pervers?

Aplus

Na gut, es ist sicher etwas unpraktisch, wenn ich den Kühlschrank nach draussen stelle oder gar gleich all meine kühl zu haltenden Dinge in Kisten auf die Terrasse stelle, aber das geht doch sicher besser als so, wie es ist? Man könnte z.B. den Kühlschrank nicht einfach in einen Raum stellen sondern an eine zuvor entsprechend vorbereitete Stelle an der Wand. Und diese Wand hat eine flächige Verbindung nach aussen. Schlauerweise würde man eine nach Norden gerichtete Wand wählen, so dass niemals (auch nicht im Sommer) die Sonne direkt darauf scheinen kann. Diese Verbindung enthält einen Wärmetauscher (vielleicht sowas wie ein riesiger Kühlkörper, wie man ihn z.B. von CPUs kennt, Alu-Profile etc.). Und ganz sicher kann man auch noch eine elektronische Regelung dazwischen schalten. Und wenn das dann bei uns von vielleicht November bis rein in den März draussen selten über 7 Grad warm wird (Nachts auf jeden Fall nicht), dann kann darüber der Inhalt im Kühlschrank mit viel weniger Energie als üblich gekühlt werden. Im Sommer könnte man vielleicht sogar die Abwärme des Kompressors nach draussen schaffen, damit die Wohnung nicht unnötig aufgeheizt wird…

Ja, das ist nicht im Detail von mir durchdacht, aber ihr versteht die Idee? Ist das so abwegig?

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Dinge, die einen zum Jahreswechsel beschäftigen

Nun ist es wieder soweit, dass alle Kalender mit einem Schlag obsolet werden und neue angeschafft werden müssen. Das nächste Jahr fängt von vorne an. Man nennt das dann Jahreswechsel und ist für viele Menschen ein Grund, mal ein kleines Fazit zu ziehen, seine Gedanken zu ordnen und vielleicht neue Ziele zu definieren. Dabei entsteht manchmal in meinem Kopf eine Art Grundrauschen, mehr oder weniger unwichtige Fragen, die mir in den Sinn kommen, schwirren umher und verlangen nach einer Antwort. Sowas zum Beispiel:

Warum beträgt die Anzahl der Atome im Universum 10 hoch 80 und nicht 11 hoch 70 und welche Zahl ist eigentlich grösser? Ist das BDG eine spielbare Eröffnung für einen durchschnittlichen Hobby-Schachspieler und kann er sich darauf verlassen, dass der Gegner mitspielt? Wenn sich zwei Kreise berühren und die Kreise werden grösser, wächst dann auch die Kontaktfläche dieser Kreise? Was ist, wenn der kleine Kreis sich in dem grossen befindet? Und welche Form hat ein Punkt? Warum gibt es noch keinen Funkstrom und wie kann man Energie verbrauchen, wenn doch der Energieerhaltungssatz als Bewiesen gilt? Und warum wird Strom dann immer teurer? Warum isst man Dinge, verdaut diese und die Reste werden wieder ausgeschieden? Und reicht die Restwärme von Ausscheidungen aus, damit die Kanalisation nicht einfriert? Warum schaut der Mensch mit offenen Augen zu, wie die Welt zu Grunde geht und lebt dennoch weiter wie bisher? Reicht Google aus, um alle Fragen der Welt zu beantworten oder ist das Internet doch nicht das vollständige digitale Abbild der Welt?

So ein Kram geht mir im Kopf rum? Eigentlich ist der Jahreswechsel nur ein willkürliches Datum ohne tiefere Bedeutung. Praktischer und realistischer wäre es doch, die Zeit der Wintersonnenwende (um den 21.12.) als Jahreswechsel zu definieren: Die längste Nacht, danach werden die Tage wieder länger (was ja positiv zu bewerten ist), bis das halbe Jahr um ist und die Sommersonnenwende kommt. Aber auch das ist eigentlich egal, denn das Leben geht weiter und schön ist doch, dass man immer wieder einen neuen Tag geniessen kann, egal was der Kalender sagt. Und wenn man nicht so träge wäre, dann könnte man „Carpe diem“ auch wirklich leben.

In diesem Sinne: Wir lesen uns auch die kommenden Tage!

(PS: Genau 365 Wörter erreicht)

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Besinnung

Wenn ich diese Tage Radio höre und bemerke, wie jede Pop-Funzel versucht, den Musikmarkt mit weihnachtlichen Liedern zu bereichern und die alle irgendwie gleich und Einfallslos sind (rythmische Klingelchen im Hintergrund und ein geschmuster Text mit Christmas in irgendwas), dann bin ich immer im Geiste dabei, zum Rapper zu werden (singen kann ich ja nicht) und reime mir was mit „Christmas in my Ass“ zusammen. Und das ist dann härter als der Weihnachtssong von Sido, weil ich meine ganze Abneigung in meinen Flow bringe… zumindest danach lächele ich dann meist 😉

Wesentlich passender und besinnlicher ist da folgendes: Meine Kinder müssen für die Schule „Nathan der Weise“ lesen. Natürlich nicht ohne im Unterricht über Lessing zu sprechen. Und wie mein Sohn mir davon erzählte, da wurde ich doch neugierig und las bei Wikipedia nach. Und dabei musste ich feststellen: Der Lessing, der hat genau das niedergeschrieben, was ich mir eigentlich schon immer dachte, aber nie formulieren konnte:

Lessing argumentierte gegen den Glauben an die Offenbarung und gegen das Festhalten an den „Buchstaben“ der Bibel durch die herrschende Lehrmeinung. Dem gegenüber vertraute er auf ein „Christentum der Vernunft“, das sich am Geist der Religion orientierte. Er glaubte, dass die menschliche Vernunft, angestoßen durch Kritik und Widerspruch, sich auch ohne die Hilfe einer göttlichen Offenbarung entwickeln werde

Das ist nämlich die Kirche, wie ich sie immer verstanden habe: Kein Bibeltreues (vielleicht sogar asketisches) Leben, kein Glaube an einen Gott, sondern ein Ort, wo Menschen zusammenfinden und (moralische) Unterstützung für wasauchimmer bekommen können. Dabei ist es folgerichtig auch nicht ganz so wichtig, welcher Religion genau man denn angehört. Die Geschichte um Nathan ist die Fortsetzung eines Streites, den Lessing „im wahren Leben“ nicht fortführen durfte, also machte er das in Romanform. Im Kern geht es darum, dass es eben keine „einzig wahre“ Religion gibt, sondern das alles nur Mittel und Zweck für ein friedliches und vernünftiges Zusammenleben der Menschen sei (das ist mal meine etwas reduzierte Interpretation).

Um so scheinheiliger finde ich dann die Leute, die gerade und nur zur Weihnachtszeit in die Kirchen strömen, die Gottesdienste „aushalten“, sich vorher aufbrezeln und nachher doch froh sind, das hinter sich zu haben und vor der Kirchentür in der Kälte erstmal eine Rauchen und dann nach Hause zum Geschenkeverteilen („Bescherung“) oder zum üppigen Mahl eilen. Immerhin werden in diesen Tagen die Klingelbeutel gut gefüllt, da freut sich so manches Tierheim oder Kinderhilfswerk.

In diesem Sinne: Nutzt die besinnliche Zeit mal um darüber nachzudenken, was das überhaupt heisst und:
Besser als Last Christmas wird eh kein weihnachtlicher Popsong mehr!

Frohe Weihnachten!

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Ahoi Pils!

Mein jüngster Sohn ist halb 17 Jahre alt und hat den Plan, später viel Geld zu machen bzw. zu haben. Mitunter gebe ich ihm von mir erkannte Marktlücken und Geschäftsideen preis, die ihn seinem Ziel näher bringen könnten.

Heute schlug ich ihm vor, „Instand Bier“ zu erfinden, wie ein Brausepulver, welches man in ein Glas Wasser einrührt und dann hat man ein Bierchen vor sich. Der spontane Arbeitstitel lautet dann auch „Ahoi Pils“, weil sich die Leute hier am ehesten vorstellen können, worum es geht. Man nimmt sich also so ein Tütchen, reisst es auf und streut und rührt es in ein Wasserglas. Als besonderen Kniff könnte man noch ein zweites Tütchen beilegen, welches eine passende Krone obendrauf plaziert. Wichtig: Es muss nachher die Farbe von Bier haben, den (hopfigen) Geschmack, es muss sprudeln, und es muss Alkohol enthalten. So was muss doch zu machen sein??? Die erste Antwort meines Sohnes beim Abendbrot: „Das geht nicht“. Dann sag ich natürlich: „Immer sagen die Leute, das geht nicht, bis einer kommt und das einfach macht“. Na gut, mein erster, vollkommen undurchdachter Vorschlag wegen dem Alkohol war: Einfrieren und raspeln, dann hat man den schon mal in Pulver. Aber meine Familie sass nur stirnfesthaltend am Küchentisch. Die haben einfach keine Phantasie (wenn sie auch, zumindest in diesem Moment, recht hatten). Dann muss man halt den Alkohohl kapseln, irgendwo einbinden. Wenn es fast reiner Alkohol mit nahezu 100% Reinheit ist, dann braucht man da ja auch nicht sooo viel von, am Ende brauchen wir ja ca. 5%. Das wird man chemisch sicher bewerkstelligen können. Ich war im Geiste schon bei der Produktspezifischen Lösungsfindung, wobei ich die Idee an sich noch gar nicht an die Zielgruppe durchvermarktet hatte. Aber zum Schutze meines Sohnes muss man erwähnen, dass er kein Bier trinkt, gar keinen Alkohol. Der einzige Haken: Dadurch erkennt er nicht die unglaublichen Chancen für ein solches Produkt; Wer würde so was nicht alles haben wollen! Nicht nur Camper, Fussballfans und sonstige Spontankurzreisende mit lieber leichtem Gepäck, ganze Völker von Ländern, in denen Alkoholhaltige Getränke hoch besteuert werden, sähen eine Chance für das Glück!

Bierpulver an sich gibt es übrigens schon, aber das ist mit ohne Alkohol und irgend wie nicht das gleiche. Und vermutlich ist es nicht sinnvoll, das dann wirklich „Ahoi Pils“ zu nennen, aber mit etwas Brainstorming kommt man sicher auf weitere passende Namen wie Saufbrause oder Beutelbier…

Und aber ausserdem will ich das ja gar nicht zur Marktreife bringen, mein Sohn soll das doch machen. Und dann gerne so viel Geld damit verdienen, dass seine Eltern nicht mehr arbeiten müssen. Aber immer wenn ich das erwähne, dann gucken meine Söhne völlig Verständnislos. Dann muss ich denen wieder vorrechnen, was deren Leben mich alles gekostet hat und selbst dann sehen sie nicht ein, mich (irgendwann mal) finanziell zu unterstützen. Doch dann ziehe ich immer meinen besten Joker: Sollte ich mal Enkelkinder haben, dann werden die nach Strich und Faden verwöhnt, bis deren Eltern (also meine Kinder und deren Frauen) Augenverdrehend stöhnen. Und da bin ich kreativ, vom in Zucker getunkten Schnuller über Fernsehen bis in die Puppen und Pizza und Gummibären als Hauptmahlzeiten so wie nervig lautes Spielzeug als Geschenke.

Meine Jungs sollten also langsam mal anfangen, meine Geschäftsideen ernst zu nehmen, es geht um unser aller Zukunft 😉

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Unveröffentlichte, die dritte

Und wieder habe ich in meinen Entwürfen ein paar angefangene aber nicht beendete Artikel gefunden. Ein paar hab ich gleich gelöscht, das war nix verwertbares, aber zumindest bei diesen dreien dürft ihr noch mal reinschnuppern:

Und keiner redet von the Catch
Nun haben die „Fantastischen Vier“ also ihr 25-jähriges Jubiläum und wollen das gemeinsam mit uns und dem passenden Hit „25 Years“ feiern. Und ich als einer, der mit der Musik der 80er Jahre aufgewachsen ist und noch immer hört, erkennt doch sofort ein anderes Lied: Eben 25 Years von „the Catch“. Kennt das jeder und man muss nicht extra erwähnen, dass der eingängige Refrain von den Fanta4 hier entliehen wurde? Zumindest konnte ich im Radio nie einen Hinweis darauf hören, wenn der Titel gespielt wird. Aber das Jubiläum wird durchaus erwähnt.

Ich wollte noch schauen, ob nicht doch jemand den alten Song in diesem Zusammenhang erwähnt, aber irgend wie kam ich darüber hinweg und dann vergass ich irgendwie, das alles zu Ende zu schreiben.

Weisst du, wo Troja liegt?
Tja, wo liegt denn dieses bekannte Troja eigentlich? Diese Frage hatte ich heute meinen Söhnen gestellt, da ich gerade ein Buch lese (Hans Zitt, „Ein Mann, ein Boot“) und dort wurde eben u.a. Troja erwähnt. Wenn ihr es nicht wisst: Versucht mal, das rauszufinden ohne zu googlen! Denn die Suche nach Antworten im Netz ist ebenso schnell und eiZeit

Das hatte ich eigentlich schon weitergeschrieben. Da sass ich seinerzeit an meinem Macbook. Und beim Schreiben muss ich irgendwie mit dem Handballen über das Touchpad geschlüpft sein. Auf jeden Fall waren plötzlich etliche Zeilen markiert und mit dem nächsten Tipper entfernt bzw. überschrieben und dann überkam mich spontane Unlust, weiter zu schreiben.


Der Sinn des Lebens

Der Sinn des Lebens ist die Vermehrung. Und damit meine ich nicht bumsen, rumficken oder eben Sex haben sondern den biologisch dahinter verankerten Zweck, Nachwuchs zu zeugen, gross zu ziehen und eigenständig in die Welt zu entlassen. Jede Art strebt an, sich selbst zu erhalten. Schon Lebewesen ohne grösseres Bewusstsein wie Blumen machen sich für Insekten, Vögel oder nur den Wind attraktiv, damit ihre Samen hinaus in die Welt kommen. Dort sind diese zwar recht auf sich selbst gestellt, aber das macht die schiere Menge wieder wett. Ein Löwen- oder auch Antilopenweibchen bekommt keine x-tausend Nachkommen auf einmal, dafür wird der „Wurf“, vielleicht eines oder zwei, um so entschiedener gegen jedwede potentielle Bedrohung von Aussen beschützt. Viele Tierarten stellen als junge Eltern ihre eigene Nahrungsaufnahme ein, um nur immer beim Nachwuchs sein zu können. Auch ist es so, dass viele Tierarten diverse Möglichkeiten entwickelt haben, sich gegen andere zu wehren.

Nicht so der Mensch. Der Homo Sapiens hat nur seinen Kopf, bzw. seinen Verstand, um sich wehren zu können. Dafür hat die Natur es so gegeben, dass Menschen zum einen recht oft Nachwuchs zur Welt bringen können und zum anderen, dass sie „es“ jederzeit machen können. In der Pflanzenwelt gibt es Blütezeiten, in der Tierwelt gibt es Paarungszeiten. In diesen Phasen geben sich die Männchen besondere Mühe, den Weibchen zu gefallen, denn diese wollen natürlich nur die besten Voraussetzungen für guten Nachwuchs. Das stärkere Männchen setzt sich in der Regel durch, zur Not wird das Weibchen ohne direktes Einverständnis „genommen“, die Natur hat die Duldungsstarre erfunden.

Nicht so der moderne Mensch. Eigentlich müsste jede Frau das Ziel haben, den möglichst intelligentesten Mann als Partner auszuwählen.

Hier hörte ich auf zu schreiben, weil ich zu viele Ideen hatte, die ich dazu niederschreiben könnte und erstmal sortieren musste. Vor über drei Jahren, so alt ist der Entwurf 😉 Vermutlich wäre das Stoff für ein ganzes Buch. Wer weiss…

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Kochfeld an Herd anschliessen

Wir, meine beste Ehefrau von allen und ich,  hatten uns bei der letzten, Jahre zurückliegenden, vollständigen Küchenerneuerung dazu entschlossen, auf einen Ofen zu verzichten. Dadurch hätten wir dann einen 60er Schrank mehr Platz für… Sachen. Naja, so ganz haben wir nicht verzichtet: Statt eines Backofens und einer gängigen Mikrowelle holten wir eine Kombimikrowelle mit möglichst grossem Garraum (34 Liter). Dieses Gerät kann neben Mikrowelle auch Grill und Heissluft. Und: es steht Platzsparend in der Ecke der Arbeitsplatte. Das hat all die Jahre auch gut funktioniert; wir konnten Kuchen backen, Aufläufe machen, zur Not sogar drei TK-Pizzen auf einmal fertigbacken. Aber auch stiess man immer wieder mal an die Grenzen: Ne richtig selbstgemachte Pizza, Lasagne für alle, Blechkuchen in üblichen Ausmassen oder sogar eine Rehkeule: Das ging alles nicht, weil der Garraum dafür doch zu klein war. Oft halfen wir uns, indem wir den Drehteller rausnahmen, so bekam man auch grössere Formen rein, weil er sich nicht mitdrehen musste. Des Weiteren hatten wir ein autarkes Ceranfeld von Ikea, was an sich funktionierte, aber: Die Bedienelemente sind hierbei natürlich oben drauf, das schränkt den nutzbaren Platz beim Kochen ein und ist ein fleissiger Schmutzfänger.  Es hatte auch keine erweiterten Kochzonen für einen Bräter oder mal einen dritten grossen Topf. Ausserdem ist vor einiger Zeit irgendwas auf das Feld gefallen und seitdem hat es einen Riss querdurch.

Nun bot eine Kollegin wegen Umzug einen gebrauchten Bauknecht-Herd an, mit allem drum und dran: Ceran-Kochmulde mit zuschaltbaren Zonen, Ofen mit Umluft, Heissluft, Unterhitze, versenkbare Knöpfe, pi pa po. Und sie hat sich auf einen solch günstigen Preis eingelassen, dass ich gleich zugeschlagen habe (Ein neues autarkes Kochfeld hätte uns wesentlich mehr, bestimmt das doppelte, gekostet). Natürlich hatten wir keinen passenden „Backofenunterschrank“, aber das kriege ich als Handwerker schon hin.
Nun zu dem, warum ich diesen Artikel überhaupt schreibe: Ich holte den Herd ab, lud ihn zu hause aus und wunderte mich kurz: Am Kochfeld waren lose Kabel. Sollten da nicht Stecker sein? Offenbar hatte ein übereifriger Umzugshelfer flux die Kabel abgeschraubt, statt einfach die beiden (drei- und vierpoligen) Stecker abzuziehen. OK, die Stecker sehen auch aus wie grosse Lüsterklemmen. Dass man die abziehen kann erkennt man nicht sofort. Aber was sollte ich nun machen? Sieben lose Kabel-Enden, davon drei blau. Einfach nur raten ist da nicht ratsam. Was macht also der zeitgemässe Durchschnittsmensch? Ich schmiss das Internet (im Volksmund „Google“) an, liess es kurz warm laufen und gab dann im Suchfeld ein „EMZD 5265 WS Kochfeld anschliessen“.  Das brachte einige nach helfenden Tipps ausschauende Links, aber erst die Modell-Bezeichnung für das Ceranfeld brachte mich weiter: „EKV 3460 anschliessen“. Ich fand nach kurzer Zeit auf zwei verschiedenen Seiten zwei verschiedene Menschen, die exakt das gleiche Problem wie ich hatten: Lose Kabel am baugleichen Bauknecht-Herd und keine Ahnung, wie es weitergehen soll. Leider bekamen die beiden nur „dumme“ Fragen als Antwort, keiner präsentierte einfach die genaue Kabelbelegung. Ich fragte noch einen Kollegen, aber der stellte quasi die gleichen wenig hilfreichen Fragen wie die Menschen im Internet. Deswegen verrate ich das jetzt:

bauknecht-ekv3460

Wenn man genau darauf achtet, dann erkennt man, dass es sich um vier etwas dickere und drei dünnere Leitungen handelt. Bei meinem Gerät war zufälligerweise die Null-Leitung (grün/gelb, separate Schraube zum Festmachen) genau zwischen diesen Adern gefallen und bewahrte sie und mich vor heillosem Durcheinander.

Genaue Belegung, von oben betrachtet, Stecker zeigen zu einem und von links nach rechts, wie auf dem Bild:
Vierer-Stecker (dickere Adern):

  1. Blau
  2. Weiss
  3. Blau
  4. Rot

Dreier-Stecker (dünnere Adern):

  1. Braun
  2. Blau
  3. Weiss

Ich gehe davon aus, dass die beiden dicken blauen Kabel die gleiche Funktion haben (Masse oder so). Achtung: Wenn man die Kabel anschliesst, wird man es vermutlich anders rum halten, also aufpassen! Sowieso aufpassen, denn wenn das nicht stimmen sollte dann kann bestimmt was Schlimmes passieren. Und ich möchte darauf hinweisen, dass ich weder Elektriker bin noch bei Bauknecht arbeite. Jeder schliesst das auf seine eigene Verantwortung an! Ich möchte bloss denen helfen, die danach suchen und sonst nix hilfreiches finden. Ich dachte mir DocBrown-mässig Pfeiff drauf!, klemmte die Kabel genau so an, stellte den Ofen in die Küche, legte das Kochfeld auf einen Stuhl, schloss das Stromkabel an den Wandanschluss an (wie das geht, verrate ich nicht!) und machte einen Testlauf: Alles funktionierte, puh 🙂

Dann konnte ich alles einbauen. Ich musste einen Zwischenboden einbauen, damit der Ofen „nach oben“ kommt und das Kochfeld passte exakt in die Aussparung des Ikea-Kochfeldes (etwas mit der Faust hämmern, dann sass das neue Feld dort, wo vorher das alte sass. Sogar die Klammern konnten an den gleichen Stellen bleiben). Zwischen dem Schrankboden und neuem Zwischenboden sind nun ca. 9cm Platz, da können die Backbleche lagern und es sorgt für Belüftung. Die Türen mussten natürlich ab.

Nun will ich noch kurz verraten, wie ich an die korrekte Kabelbelegung kam: Ich ging letztendlich auf die Seite eines grossen Internetauktionsanbieters, suchte dort nach „Bauknecht kochfeld“ und schaute mir aaaaalle Bilder an. Wenn überhaupt mal jemand die Verkabelung fotografierte, dann sah das alles ganz abenteuerlich anders aus als das, was ich brauchte.
Nur einer, ein einziger, hatte sich eeetwas mehr Mühe gemacht und ich fand ein schlecht ausgeleuchtetes, gering aufgelöstes Bild mit genauso viel Schatten wie Kabeln und ungemein schummerig, aber mit analoger Logik konnte man die Farben tendenziell auseinander halten: „Wenn das braun ist, dann muss das andere rot sein, das nächste kann dann nur blau sein“ usw. Nach mehrmaligem Abgleich am vorhandenen Objekt war ich mir so sicher, dass ich kurzerhand alles festschraubte. Dabei merkte ich auch erst die unterschiedliche Stärke der Adern. Aber wie gesagt: Ich bin ja kein Elektriker 😉

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Erdnussdosengiesskanne

Ich habe hinten im Garten ein kleines Hochbeet (ca. 2,1 x 0,6m) direkt an der Rückseite einer Garage. Dort ist auch eine Regenrinne. Und damit ich das Wasser zum Giessen verwenden kann, habe ich da eine kleine blaue Tonne, die ich noch hatte, hingestellt. Ich glaube, Profis nennen die „Weithalstonnen“, sie fasst ca. 80 Liter. Das mit dem volllaufen klappt auch prima, aber wie das Wasser wieder rausbekommen? Eine übliche grüne Plastikgiesskanne ist viel zu gross, auch die kleinen… und ganz kleine Giesskannen (meist fürs Zimmer) sind völlig überteuert. Was macht der sparsame aber kreative Schlossermeister mit einem Erdnussfaible? Er baut sich ein Giesskännchen 🙂

erdnussdosenkanne

Ich finde, die sieht richtig schnuckelig aus. Natürlich passt nicht viel rein, aber da die Tonne direkt an dem Beet steht ist das gar kein Problem. Ich hab die Dose einfach aussen etwas angeschliffen (Shebby-Look soll ja „in“ sein), mit dem Hammer eine Nase reingedengelt,  einen Blechstreifen per Augenmaß mit einer Blechschere zurecht geschnitten, entgratet und mittels zwei Blindniete (Volksmund: „Poppnieten“) befestigt. Ist sogar Wasserdicht. Ich hab mir dann gleich noch eine für drinnen gebaut, wo ich schon dabei war… Wer auch so eine möchte: Eben ne Mail, ich mach das auch gegen eine aufgerundete Aufwandsentschädigung oder gegen ein vernünftiges Gebot 😉 Man kann ja auch was rein pflanzen (Klee, Kresse etc.) oder Ostern Eier drin verstecken oder Stifte reinstellen oder… was man halt so mit Erdnussdosen macht, die man partout nicht wegschmeissen will.

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Der Hagel

Ich hab mal wieder was erfunden. Vermutlich aus reiner Langeweile meines Gehirns (ohne, dass mir selbst langweilig gewesen wäre) und vermutlich gibt es das schon. Ich habe aber nicht danach gesucht also weiss ich von nix ergo ist das erstmal meine Idee, für alle Fälle. Ausserdem hab ich ne coole Zeichnung gemacht.

Das Schöne an der Idee: Es ist total einfach zu erklären und zu beschreiben. Bezüglich des Nutzens muss man gegebenenfalls etwas kreativer sein. Mein erster – nicht weiter durchdachter – Einfall: Man könnte kleine Einwegmodelle den Verpackungen von Bilderrahmen bei legen, ähnlich diesen winzigen Innensechskantschlüsseln (Volksmund „Imbus“) bei Ikea-Möbeln. Hier ist er also: Der Hagel; Hammer und Nagel in einem:

Hagel
Der Hagel – Hammer und Nagel in einem

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Fleisch ist Fleisch

Oft, wenn ich Musik vom Schlage eines Micky Krause, DJ Ötzi, Peter Wackel etc. höre, dann rege ich mich auf, weil die sich „trauen“, mit solch simplen und recht Geistlosen Dingen Musiktitel zu produzieren und damit Geld zu verdienen (was ja scheinbar klappt, man muss wohl nur Hemmungslos genug sein). Und genauso oft gebe ich mir dann selbst die Antwort, bevor es ein anderer sagt: „Mach es doch selber, wenn es so einfach ist“. Nun weiss ich nicht, ob es Stolz ist, oder eben nur Faulheit, dass ich das nicht einfach mache. Oder ich hab den Mund zu voll genommen und kann es selbst gar nicht? Ist es doch nicht so einfach, simple Dinge in Textform zu packen und kernig rüberzubringen? Was ich weiss, ist: Häufig werden bekannte Melodien genommen, leicht verfremdet und dort neue Texte dazu komponiert und gesungen. Und quer über alle Volksfeste, Partys und Urlaubsorte werden die dann rauf und runter gespielt.

Wie auch immer, jetzt hab ich mich hingesetzt, eine halbe Stunde überlegt (viel länger hat das echt nicht gedauert) und herausgekommen ist ein Songtext, der meiner Meinung nach durchaus in die Riegen der oben genannten Interpreten passt. Als Grundmelodie wurde der Titel „Life is Life“ von Opus genommen, kennt wohl jeder? Ich habe mir übrigens nicht die Mühe gemacht und geschaut, ob es dergleichen schon gibt. Wollte mich ja nicht beeinflussen lassen 😉
Im gleichen Atemzug möchte ich aber ausdrücken, dass ich Vegetarier durchaus respektiere (bei Veganern bin ich mir nicht ganz sicher). Dieser Titel ist absolut Scherzhaft gedacht und geht davon aus, dass man alles nicht so eng sehen sollte. Weiterhin möchte ich mich von jeder Tierquälerischen Aktion deutlich distanzieren (das alles soll jetzt aber auch nicht Basis einer Diskussion werden).

Egal, haben wir einfach mal Spass (hoffe ich) und legen los:

Nana na nana
Nana na nana
Alle zusammen!
Nana na nana 

Fleisch
Fleisch ist Fleisch
labadab dab dab Fleisch
Flaha-heisch

Wir alle brauchen Power
und lassen keinen Rest
jede Minute unsrer Mahlzeit
gefällt uns allerbest
Ob direkt von nem Bauer
oder aufm Schützenfest
Wenn jeder seinen Braten hat
oder nur ne Scheibe Wurst 

Es ist Fleisch! (nana na nana)
Fleisch ist Fleisch (nana na nana)
Fleisch ist Fleisch (nana na nana)
Labadab dab Fleisch 

Was kann es bessres geben
Als Mett reinzuhauen
Fleisch ist unser Leben
Und Schnitzel wolln wir kau’n
dann haben wir die volle Kraft
also ran an den Speck
das man so was leckeres schafft
wir essen alles weg 

Es ist Fleisch! (nana na nana)
Fleisch ist Fleisch (nana na nana)
Fleisch ist Fleisch (nana na nana)
Labadab dab Fleisch
Fleisch ist Fleisch (nana na nana) 

Es ist Fleisch! (nana na nana)
Fleisch ist Fleisch (nana na nana)
Fleisch ist Fleisch (nana na nana)
Labadab dab Fleisch 

Nein wir lassen nichts über
Stark wollen wir sein
kriegen auch kein Fieber
und alles dank dem Schwein
Nichts ist uns lieber
und danken jedem Tier
Wenn jeder seine Bratwurst hat
und dazu ein schönes Bier 

Fleisch ist Fleisch!

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