Walk the Line

„Bohemian Rapsody“, den Film über das Leben von Freddy Mecury, hat doch bestimmt jeder gesehen und kaum einer kann sich der speziellen Magie der Musik entziehen. Nun kommt als nächstes ein Film über das Leben von Elton John in die Kinos, und dessen unzählige Musikstücke haben ja auch alle etwas ganz besonderes. Werde ich mir also auch anschauen. Aber nun las ich, dass jetzt das Leben von Boy George verfilmt werden soll, Filmtitel bisher nicht bekannt. Aber George hin, Culture Club her, ich bin mir nicht sicher, ob man das einfach so in einem Atemzug mit den oben genannten erwähnen soll? Freddy und Elton sind schon eine andere Liga als Boy George, da helfen auch keine Sex- und Drogeneskapaden, denn das hatten alle.

Nun ja, der Film wird sicher kein Flop und bestimmt gut unterhalten. Was mich aber immer irritiert: Warum werden dann solche Filme wie „Walk the Line“ nicht erwähnt? Das verfilmte Leben von Johnny Cash, und wirklich mal hervorragend gespielt von Joaquin Phoenix. Vermutlich werden diese „hier ist ein neuer Film“-Artikel von irgendjemandem geschrieben, der gerade Zeit hat und einfach nicht genug über so ein Thema weiss und auch nicht genug recherchiert. Schade: Da werden einfach so die Fakten aneinander gereiht und das wars dann. Könnte man besser machen. Und ja: Es gibt ganz viele Filme über das Leben von Musikern und anderen Berühmtheiten und bestimmt mokiert sich jemand, weil ich dieses oder jenes nicht erwähne. Also mache ich es nicht besser als die anderen und kann diesen Artikel einfach so beenden.

Hauptsache, ihr schaut euch „Walk the Line“ an, denn der ist wirklich von der ersten bis zur letzten Minute wirklich gut gemacht 🙂

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Wenn der Mond die Sonne berührt

… kann man in Norddeutschland nicht viel davon sehen. Die SoFi 2015 kam und ging und das einzige, was man unter wolkenverhangenem Himmel feststellte war: Es war kalt.

Zum Glück kann ich immer noch von meinem Erlebnis 1999 zehren, wo wir nahe Landshut die totale Sonnenfinsternis miterleben konnten. Das war wirklich beeindruckend! Passend dazu der grüne Opel hinter uns (wir standen auf einem Acker irgendwo neben einer Landstrasse), aus dessen Lautsprechern „Dark Site of the Moon“ von Pink Floyd lief, was einfach hervorragend passte. Meine Söhne waren erst ein und zwei Jahre alt, der kleine mampfte im Kinderwagen seine SoFi-Brille auf und als plötzlich alles dunkel wurde, da wurde es gleichzeitig erstaunlich still. Die ganze Natur war ruhig und die fehlende Kraft der Sonne spürte man auf der Haut: Es war kalt.

Zumindest das hatten nun also die beiden von mir erlebten Sonnenfinsternisse gemeinsam 🙂

Der Titel dieses Beitrages ist übrigens auch ein Song-Titel von Hubert Kah aus dem Jahr 1984. Ich glaube aber nicht, dass er sich damals auf eine Sonnenfinsternis bezog…

 

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Kümmert!

kuemmert for germany

Hör mal Andreas: Wir, Deutschland, haben dich gewählt, um uns in Wien beim ESC zu vertreten,
weil wir dich und deine Musik toll finden.

Alles andere ist egal!
Scheiss auf die Show und mach deine Musik! Party und Getue können ja die anderen machen, wir finden dich toll,
so wie du bist und mit dem, was du machst!

Aber für den Mut der Ablehnung: 12 Points!

***

Ich verkneife mir mal Überlegungen über Schiebung und wie ich die ganze USfÖ-Aktion bewerten soll, das weiss ich auch noch nicht.

Update meines Artikels von mir am nächsten Abend:
Den ganzen Tag musste ich darüber nachdenken, hab mir Aussagen und Erklärungen von anderen Menschen durchgelesen. Nun mein eigenes Fazit: Der Andreas Kümmert hat meinen vollen Respekt. Ich akzeptiere seine Entscheidung, obwohl oder gerade weil man sowas eigentlich nicht macht. Vielleicht war es auch mehr Feigheit als Mut von ihm, letzten Endes doch nicht für Deutschland beim ESC 2015 anzutreten, aber: Wenn er aus welchen Gründen auch immer das alles, was da auf ihn zukäme, nicht mitmachen kann, dann war das auch der letztmögliche sinnvolle Punkt für ein STOP. Vermutlich hat er nicht mal im Traum daran gedacht, gewinnen zu können sondern sein eigentlicher Traum war durch die Teilnahme am Vorentscheid schon erfüllt. Wie auch immer: Das meiste ist Spekulation, genau wie die Annahme, er sei nun unglaublich erleichtert.

Stellvertretend mal Kommentare anderer Menschen:

kommentare-kuemmert

Ach, was solls:

Australien vor, ich drücke euch die Daumen!

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Warum höre ich Matthias Reim?

Und, vielleicht sogar interessanter: Warum kann ich so viel davon mitsingen?

Ich höre Musik von Abba bis Zappa, von Adamo bis Zander, von AC/DC bis ZZ Top, von Beatles bis Yazoo, von 2Pac bis U96, von Knorkator bis Ideal, nur: Es muss halt gut sein. Das könnte meine Antwort auf die Frage im Titel sein, ist sie aber nicht. Es ist eben alles so verdammt relativ. Gerade und besonders der Musikgeschmack. Und oft genug prägt sich ja ein Musikstück schon wegen der oftmaligen Wiederholungen im Kopf ein, auch wenn man nur unbewusst zuhört, Stichwort „Ohrwurm“ und so. Ich könnte zum Ohrwurm einen eigenen Artikel schreiben, das mache ich aber vielleicht später, jetzt nicht. Jetzt erzähle ich, wie Matthias Reim in meinen Kopf kam.

(Ich habe versucht, eine kurze Version zu schreiben, aber gemerkt, dass immer ein Detail fehlt, also Scheiss drauf, ihr müsst eben das alles lesen (aber so ganz alles schreiben weicht vom Thema ab… also zu eurem Glück alles wieder etwas kürzer)).
Im August 1988 kam ich zur Bundeswehr. Die Jungs wollten mich schon eher haben, denn die Musterung habe ich natürlich gut überstanden. Ich war noch als Schlossergeselle beschäftigt, da bekam ich einen Brief: Die Wehrpflicht würde rufen. Ich dachte mir: „Wenn schon, denn schon und was anderes wäre ja auch mal schön“. Zu dem Zeitpunkt hatte ich schon daran gedacht, meinen Schlossermeister zu „machen“, aber ich war jung und hatte nicht das Geld. Die Bundeswehr schon. Aus Erzählungen mit Alterfahrenen hatte ich den Entschluss gefasst, ich müsse zur Luftwaffe, Heer kam auf keinen Fall in Frage (Heute würde ich die Marine wählen). Also habe ich das Schreiben meinem Meister gezeigt, kurz überlegt und die Option gezogen: Ich melde mich freiwillig. Damit war der eigentliche Termin hinfällig, ich musste erst nach Hannover und da eine Untersuchung über mich ergehen lassen. Das waren Eignungstests, etwas Sport meine ich, und medizinische Untersuchungen. Wofür ich mich noch heute schäme: Dabei hatte ich eine schmutzige Unterhose an! War aber wohl nicht so schlimm, denn nach einem Abschlussgespräch bekam ich später Post, sinngemäss: „04.07.88 melden in Goslar zur Grundausbildung“. Vorspulvorspul. Danach war ich in Wittmund stationiert, Traditionsgeschwader Richthofen, Phantom! Es erwies sich aber, dass meine Funktion als Munitionsmechaniker mal gar nichts mit schlosserischem Handwerk zu tun hat, mir die Zeit dann wohl doch nicht angerechnet werden könnte (notwendige Jahre für den Meister) Vorspulvorspul. Am 02.01.90 meldete ich mich beim Fliegerhorst Oldenburg, ich sollte Luftfahrzeugmetaller werden. Und das war genau das, was ich brauchte! Und die Leute waren auf Zack: Ich bekam einen Grundlehrgang im Lfz-Metallern, den ich dank meiner Vorkenntnisse sehr gut absolvierte (aber ich musste viel Lfz-Kram lernen). Dann wurde ich zum Metaller-Lehrgang („1. Metaller“ war ich danach) nach Fassberg angemeldet. Und zum Uffz-Lehrgang bei Hamburg. Wilde Zeiten. Ein Buch wert. Noch vor Ende 1991 wurde ich zum Unteroffizier befördert, war da schon Zweitranghöchster in der Abteilung (waren drei Zivilisten da, nur noch ein Oberfeld und ein paar Wehrpflichtige), Thorsten, mein Grundlehrgangsausbilder war da schon bald im BfD (Berufsförderungsdienst). Kurz vor Weihnachten 91 kam die Meldung über den Standort: „72-Stunden-Bereitschaft für alle Soldaten!“ Die Golfkrise (Saddam Hussein) war im höchsten Gange und das JaBoG 43 wurde der Nato unterstellt. Weihnachten sass ich also zuhause auf gepackten Taschen, denn von „unseren Metallern“ kamen ja nur wenige in Frage. Zwei hatten eine gute Ausrede und der Rest waren Zivilisten, die nicht für solch einen Einsatz vorgesehen waren. Am 06.01.1991 flog ich als 1. Lfz-Metaller (und einziger) mit mal gerade zwei Monaten Erfahrung im Job Richtung Türkei / Erhac, in einer Transall, via Brindisi. 12 Std. Reisedauer. Vorspulvorspul.

Untergebracht wurden wir in einem „Militärhotel“ (so nannten die Türken das) in Malatya, immer zwei Mann auf einer Stube. So richtig kannte ich noch keinen, aber Kameradschaft geht ja über Freundschaft. Letztendlich war ich mit Thomas in einem Zimmer, der irgendwie um drei Ecken meine damalige Freundin kannte. Ich kannte den nicht, aber ich kannte Dirk, der aber mit seinem Fachkameraden in ein Zimmer ging. So trafen wir uns jeden Abend auf einem Zimmer, um die Zeit zu verbringen (wenn der Job nicht nach einem rief). Da die Alpha Jets recht pflegeleicht waren, verbrachten wir viel Zeit auf den Bettkanten, aber immer in Uniform, 24Std.-Bereitschaft! Und da zum einen der Schnaps recht billig war, wir zum anderen mit unserem „Nachschieber“ und den türkischen Adjudanten gut um konnten, hatten wir immer Weinbrand und Cola oder so.

Und eines Tages mussten alle antreten und Handgeld empfangen. Wir waren so ziemlich die ersten Soldaten, die solch ein „Fall“ betraf, deswegen war man sich mit der Bezahlung lange Zeit uneins. Nun bekamen wir einfach mal 600 Mark in bar ausgehändigt, Vater Staat und damit unser Chef hatte so das Gefühl, alles getan zu haben. Wir standen mitten in Ost-Anatolien mit der sinnlosen Knete, denn wenn wir was kaufen wollten, dann mussten wir erst in türkische Kujambel umtauschen. Und das war nix wert. Später spielten wir das Kartenspiel „Schwimmen“ mit 1000er Scheinen des türkischen Geldes… ich schickte einen Teil vom Bargeld per Feldpost nach Hause zu meiner damaligen Freundin, samt einem netten Brief. Vorspulvorspul. Da mit jedem Kilometer Entfernung die Liebe wächst, hatte ich sie gebeten, von einem Teil des Geldes einen Walkman (Sony, kennt ihr noch? War vor iPod) und bespielte Kassetten mit kuscheliger Musik zu besorgen. Eine davon war Reim. Walkman, Reim, Zeit= Holger baut sich ewige Ohrwürmer. Dazu kam, dass wir das sogar an der Bettkante beim Schnaps hören konnten (wie wir das damals technisch gelöst haben weiss ich nicht mehr). Komischerweise waren die anderen kaum in der Lage, andere Musik zu besorgen, obwohl sie immer meckerten.

So kam es, dass ich heute noch, über 20 Jahre später, Matthias Reim höre und dann immer an die Geschehnisse damals zurück denken muss, während ich fast zwanghaft (lautleise) mitsingen muss.

Ach ja, wegen der Türkei-Geschichte war ich seinerzeit auch in der Bild-Zeitung und ich bekam später die Ehrenmedaille der Bundeswehr. Vielleicht sollte ich doch mal ein Buch über mein Leben schreiben…

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Fleisch ist Fleisch

Oft, wenn ich Musik vom Schlage eines Micky Krause, DJ Ötzi, Peter Wackel etc. höre, dann rege ich mich auf, weil die sich „trauen“, mit solch simplen und recht Geistlosen Dingen Musiktitel zu produzieren und damit Geld zu verdienen (was ja scheinbar klappt, man muss wohl nur Hemmungslos genug sein). Und genauso oft gebe ich mir dann selbst die Antwort, bevor es ein anderer sagt: „Mach es doch selber, wenn es so einfach ist“. Nun weiss ich nicht, ob es Stolz ist, oder eben nur Faulheit, dass ich das nicht einfach mache. Oder ich hab den Mund zu voll genommen und kann es selbst gar nicht? Ist es doch nicht so einfach, simple Dinge in Textform zu packen und kernig rüberzubringen? Was ich weiss, ist: Häufig werden bekannte Melodien genommen, leicht verfremdet und dort neue Texte dazu komponiert und gesungen. Und quer über alle Volksfeste, Partys und Urlaubsorte werden die dann rauf und runter gespielt.

Wie auch immer, jetzt hab ich mich hingesetzt, eine halbe Stunde überlegt (viel länger hat das echt nicht gedauert) und herausgekommen ist ein Songtext, der meiner Meinung nach durchaus in die Riegen der oben genannten Interpreten passt. Als Grundmelodie wurde der Titel „Life is Life“ von Opus genommen, kennt wohl jeder? Ich habe mir übrigens nicht die Mühe gemacht und geschaut, ob es dergleichen schon gibt. Wollte mich ja nicht beeinflussen lassen 😉
Im gleichen Atemzug möchte ich aber ausdrücken, dass ich Vegetarier durchaus respektiere (bei Veganern bin ich mir nicht ganz sicher). Dieser Titel ist absolut Scherzhaft gedacht und geht davon aus, dass man alles nicht so eng sehen sollte. Weiterhin möchte ich mich von jeder Tierquälerischen Aktion deutlich distanzieren (das alles soll jetzt aber auch nicht Basis einer Diskussion werden).

Egal, haben wir einfach mal Spass (hoffe ich) und legen los:

Nana na nana
Nana na nana
Alle zusammen!
Nana na nana 

Fleisch
Fleisch ist Fleisch
labadab dab dab Fleisch
Flaha-heisch

Wir alle brauchen Power
und lassen keinen Rest
jede Minute unsrer Mahlzeit
gefällt uns allerbest
Ob direkt von nem Bauer
oder aufm Schützenfest
Wenn jeder seinen Braten hat
oder nur ne Scheibe Wurst 

Es ist Fleisch! (nana na nana)
Fleisch ist Fleisch (nana na nana)
Fleisch ist Fleisch (nana na nana)
Labadab dab Fleisch 

Was kann es bessres geben
Als Mett reinzuhauen
Fleisch ist unser Leben
Und Schnitzel wolln wir kau’n
dann haben wir die volle Kraft
also ran an den Speck
das man so was leckeres schafft
wir essen alles weg 

Es ist Fleisch! (nana na nana)
Fleisch ist Fleisch (nana na nana)
Fleisch ist Fleisch (nana na nana)
Labadab dab Fleisch
Fleisch ist Fleisch (nana na nana) 

Es ist Fleisch! (nana na nana)
Fleisch ist Fleisch (nana na nana)
Fleisch ist Fleisch (nana na nana)
Labadab dab Fleisch 

Nein wir lassen nichts über
Stark wollen wir sein
kriegen auch kein Fieber
und alles dank dem Schwein
Nichts ist uns lieber
und danken jedem Tier
Wenn jeder seine Bratwurst hat
und dazu ein schönes Bier 

Fleisch ist Fleisch!

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Meine Weihnachtsansprache

Liebe Blogger- und Netzgemeinde,
was mir dieses Jahr am Heiligen Abend auffällt: Schon jetzt geht mir die ganze „X-mas-Musik“ im Radio gehörig aufn Sack. Immer und immer wieder die gleichen Titel, und wenn mal eine „unsere Hörer dürfen sich was wünschen“-Stunde kommt, dann wird es auch nicht einfallsreicher, im Gegenteil. Es ist ja durchaus schön, hin und wieder einem weihnachtlichen Titel zu lauschen, aber das Fest wird ja auch nicht schöner, wenn man sich in jede Zimmerecke nen Weihnachtsbaum hinstellt… von den ganzen Tannennadeln mal abgesehen, die man im folgenden Jahr noch überall findet. Deswegen steht unser Baum dieses Jahr auch draussen, genau vor dem Wohnzimmerfenster. Aussenlichterkette dran und indirekt von einem Strahler beschienen, damit man die Kugeln etc. auch sieht. So hat Oma neben an auch noch was davon und wenn die besinnlichen Zeit vorbei sind kann ich ihn einfach zum Schulhof schluren.

Aber da ja Weihnachten ist will ich mal nicht so schimpfen und schaue mir später allerfeinst mit meiner Familie „Ist das Leben nicht schön?“ an. Jaaa, der kommt morgen im Fernsehen, aber Dank des digitalen Zeitalters schlummert der schon seit längerem auf meiner Platte. Ich mag es, unabhängig vom TV-Programm zu sein. Aber das hat ja schon alles gar nichts mehr mit Weihnachten zu tun und die meisten sind wahrscheinlich einfach nur froh, ein paar Tage frei zu haben. Auch schön!

In diesem Sinne: ho ho ho!

Nachtrag:
Doof finde ich auch diese pseudopersönlichen Gruss-Mails und -SMS, die immer so aussehen sollen, als wären die nur für mich, aber offensichtlich so allgemein gehalten sind, dass sie von jedem an jeden sein könnten. Da könnte man gleich jeden einfach nur anpingen (was übrigens wirklich mal cool wäre 😉 ).

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