E-Autos werden günstiger!

Das ist doch eine frohe Botschaft, die ich hier eben festhalten möchte: Heute wurde ja über alle Medien verkündet, dass Volkswagen in Emden in Zukunft Elektro-Autos bauen wird. Und das führt zu einem Personalabbau. Für die betroffenen 500 befristeten Mitarbeiter ist das natürlich keine so tolle Nachricht, aber die Begründungen von VW zeigen immerhin klar auf, dass die neuen E-PKW wesentlich günstiger werden müssen als aktuelle Viertakt-Modelle.

Gehört habe ich das heute auf NDR 1 und jetzt gerade habe ich das mal schnell bei NWZ-Online rausgesucht:

Es werden also weniger Arbeitskräfte benötigt

und es sind weniger Produktionsschritte. Im Radio sagte man noch „E-Autos bauen ist einfacher…“. Und das kann ja nur bedeuten, dass letztendlich die Preise für den Verbraucher auch sinken werden! Wäre aber auch wirklich an der Zeit: Die grundsätzliche Entwicklungsphase muss ja nun vorbei sein, man kann seit einer guten Weile zeitgemässe E-Fahrzeuge kaufen. Wir gestehen ja gerne ein, dass neue Technologien (harhar, von wegen) am Anfang natürlich teuer sind. Wobei die aktuellen Preise eher ausgedacht statt  kalkuliert erscheinen:

Diese Infos sind direkt von der VW-Webseite (das Bild ist dahin verlinkt)

Aktuell geht der „normale“ Golf bei 19.300 Euro los, der e-Golf bei 35.900 Euro. Selbst wenn wir den JOIN als Maßstab nehmen, dann können wir uns alle darauf freuen, dass der Emdener e-Golf bald um die 13.000 Euro günstiger wird!

Wollen wir wetten?

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Das ist doch eine Falle!

Heute bekam ich einen Brief von meinem Stromanbieter. Das war keine besondere Überraschung, denn wie eigentlich jedes Jahr ist jetzt Zeit für die Ankündigung, wie viel mehr ich nächstes Jahr für meinen verbrauchten Strom zu zahlen habe. Ganz gelassen öffnete ich den Umschlag, entfaltete den Brief so entspannt wie einen Sonnenschirm an einem frühen Sommertag, der wärmer werden könnte und las das hier:

strombilliger

Ich schielte zunächst gar nicht auf die Überschrift und die Einleitung sondern gleich auf die Preise, bis mir mein Gehirn sagte, dass ich nun stutzig werden sollte: Wir senken Ihren Strompreis!

Also wenn da kein Haken dran ist, dann heisst es nun: vorbei mit Strom sparen, teuren LED-Leuchtkörpern, im Dunkeln tapsen, Energiesparmodi und Radioausschalterei! Denn je mehr ich ab dem 01.01. verbrauche, desto mehr spare ich auch. Diese Logik verwenden ja auch so ziemlich alle Wasch- und Spülmittelwerbespots und da Werbung immer wahr sein muss, plane ich schon mal, wie ich die nächste Vorschussrückzahlung sinnvoll investieren kann… vielleicht einen Raspberry Pi samt Sensorplatine, der mir übers Internet aufs iPhone bequem in einer App zeigt, wie viel mehr Strom ich gerade verbrauche und ich mich dann auch mobil darüber freuen kann? Und wenn ich mich etwas anstrenge und noch mehr Strom verbrauche, dann kann ich mir eventuell sogar das grössere B-Modell von dieser Ersparnis kaufen.

Ich glaub, ich muss über das alles noch mal genauer nachdenken, irgendwas habe ich vielleicht doch falsch verstanden.

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Da raucht der Kopf

nelson280
2,80 Euro: Ich weiss nicht, wie alt diese Tabakpackung ist

Ja, ich bin Raucher. Wissen alle, kein Geheimnis und meckern darf ich deswegen auch nicht. Schon seit langer Zeit rauche ich ausschliesslich den günstigen Tabak von Lidl. Was heisst günstig, mittlerweile kostet die 40g-Packung auch 4,45 Euro. Heute morgen habe ich irgendwie vergessen, meine Raucherutensilien (Packung Tabak und Zippo) einzustecken. Das passiert mir selten und: Zum Glück, wie ich erfahren musste: Ich bin also zum nächsten Fluppenladen gegangen (denn ich brauchte ja nun Ersatzdrogen) und dachte „dann gönne ich mir mal was feines“ und habe ein Päckchen Van Nelle halbschwarz geholt. Diesen habe ich gaaanz früher gern geraucht und er schmeckt auch immer noch sehr gut.Doch als ich bezahlen wollte, da hab ich mich doch erschrocken: Sechs Euro vierzig soll der Spass nun kosten! Das ist echt mal viel Geld, auch ohne umrechnen. Und wenn man genau auf die Packung schaut dann sieht man, dass da nun nur 38 Gramm drin sind, also mal eben 5% weniger.

Natürlich könnte ich nun anfangen gegenzurechnen, wieviel Prozent meines Einkommens der Preis einer Packung Tabak vor 30 Jahren ausgemacht hat und wie sich das heute verhält, denn ausser der Preise ist ja auch mein Einkommen gestiegen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob mich das vom Rauchen abhalten würde… wie gesagt: Ein Raucher darf ja nicht meckern, er hat ja immer noch eine Option, aber wundern darf ich mich doch mal.

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Ums Geld

Immer wieder dreht sich alles im Leben ums Geld: Was isst man morgen zum Mittag? Was den nächsten Tag? Ist das Auto betankt? Brauchen wir nicht neue Winterjacken? Tapeten? Teppiche? Was ist mit Winterreifen, und überhaupt, mal ein neues Auto? Warum können die denn einen Urlaub im Mittelmeer planen, die hams ja wohl? Was, schon wieder in Dänemark? Ein neuer Mac, was kostet der denn? Mein iPhone ist so langsam, soll ich ein neues kaufen? Schuhe?

Alles Fragen, die man mir besser nicht stellt. Mir ist das so Scheiss egal, das glaubt ihr gar nicht. Klar braucht man Geld, es stellt ja das aktuelle Tauschmittel für alles dar. Aber ich will nur satt und warm dasitzen und Dinge machen, zu denen ich Lust habe. Schreiben zum Beispiel. Deswegen schreibe ich das hier ja auch. Mir ist das echt Rottenegal, was andere für Autos haben, wie viele davon und warum. Ich denke mir dann nur: Wenn ich die Knete über hätte, würde ich davon keine Autos kaufen. Ich wiederhole gern: Klar braucht man Geld. Ich rauche, ich trinke gern und ohne die wichtigen Gegenden vom Internet würde ich auch ungern sein wollen. Und ich kaufe mir aktuell mehr Bücher, als ich lesen kann. Aber die laufen ja nicht weg, Literatur ist geduldig. Und aber Wohnen an sich kann man nicht ohne Geld. Ob Miete oder Abtrag, die Obhut will bezahlt werden. Da helfen auch keine Ausflüchte in Campingplätze oder Schrebergärten. Wobei letztere ja mal überhaupt nicht offiziell als dauerhaft wohnbarer Bereich zugelassen sind (Mir würde es aber reichen). Aber egal, wie und wo man wohnt: Im Winter muss man heizen, wenn man nicht in südliche Gefilde ausweicht. Heizen heisst Brennstoff, und den muss man besorgen oder bezahlen. Mit Geld. OK, ich will nicht heizen, Winter ist doof und ich ziehe in den Süden? Dann muss ich vermutlich darauf achten, immer genug Wasser zu haben. Vermutlich wird es genauso wenig regnen wie es Quellen in meiner Nähe gibt, also muss ich das Wasser kaufen. Mit Geld. Also doch besser mehr nördlich leben wollen? Regen auffangen, Holz hacken, glücklich sein? Nee, so einfach ist das nicht. Tatsache ist: Man wird keinen Breitengrad finden, wo man nicht Geld braucht, um weiter zu kommen. Und geht nicht davon aus, dass ihr eure Arbeitskraft an einem beliebigen Punkt der Erde als Gegenwert für Geld oder Wasser an den Mann kriegen könnt!

Aber darum ging es mir eigentlich auch gar nicht, eher lautet die Frage: Wie wenig Geld reicht mir, um gut zu Leben? Viele werden spontan die Frage umformulieren: Wie viel Geld brauche ich für ein schönes Leben? Doch das ist genau der Grund, warum ich mich berufen fühlte, das hier nieder zu schreiben. Mir fällt es nur schwer, meine Gedanken zum Thema in sinnvolle Sätze zu packen.

Immer wieder kommt mir in den Sinn: Es geht doch nur ums Geld. Warum rebellieren ganze Völker gegen ihr Land? Warum reden Politiker so viel und warum wird darüber berichtet? Warum gibt es so viele Automarken, Cola-Marken, Zigaretten? Warum wird ein Fussballtrainer gefeuert? Warum gibt es Versicherungen und warum werden die (scheinbar) beschissen? Warum streiten junge Liebespaare?

Ums Geld.

Meiner Meinung nach muss das alles nicht sein, aber da bin ich wohl allein mit der Meinung und die ist ja auch ein wenig unbequem. Ich habe das hier gerade so niedergeschrieben, wie es mir durch den Kopf ging und ich habe da noch einige Gedanken mehr zu. Das sollte aber besser sortiert und formuliert sein. Es kann also sein, dass dieser Beitrag hier sich mit der Zeit verändert 😉

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