Schnell noch…

… das passende Buch besorgen, denn schon bald könnte es so weit sein:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wir-sind-angespannt-Sonnenfinsternis-birgt-Blackout-Gefahr-2574145.html

http://www.golem.de/news/sonnenfinsternis-und-solarstrom-wie-energieversorger-den-blackout-verhindern-1503-112641.html

http://www.welt.de/videos/article137654355/Sonnenfinsternis-koennte-Blackouts-ausloesen.html

OK, das ist nun etwas Werbung in eigener Sache, aber schaden kann es doch nicht, oder 😉

101TippsfuerdenwerdendenPrepper

 

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Trockenobst selber machen

Apfelringetrocken

Wenn man auf die Idee kommt, Obst selbst zu trocknen, um diese als Vorrat, schmackhafte Zutat oder gar nur als Deko selber herzustellen und dann im Internet nach Tipps sucht, dann findet man viele Seiten, die einem dabei helfen wollen. Und offenbar schreiben diese mehr oder weniger einfach voneinander ab: Immer wieder ist der Backofen der beste Tipp, man soll einen Kochlöffel zum Entweichen der Feuchtigkeit in die Tür klemmen, es wird geredet von Temperaturen, Zeiträumen und Energieverbräuchen: Alles nett und sicher nicht falsch, aber viel zu aufwendig.

Ich lege Apfelscheiben einfach auf ein Stück Küchenpapier („Zewa“), dieses auf unsere Heizung im Wohnzimmer und vergesse das für ein paar Tage. Irgendwann fällt mir wieder ein, dass da ja was liegt und schaue nach und es sieht gut aus. Und oft mampfe ich dann ein Stück einfach auf (man muss ja probieren).

Was ich nicht mache: Die Scheiben vorher in Zitronensaft tränken (weil gegen braunwerden), Temperatur messen (die Heizung muss eben „an“ sein) oder gar die Zeit stoppen (im dööfsten Fall wird das Obst zu trocken). Meist komme ich spontan auf die Idee des Trocknens, weil z.B. der gekaufte Beutel mit Äpfeln bei der Familie gerade nicht so begehrt ist und da Äpfel über wären, die sonst nur weggeschmissen werden, wenn nicht vorher einer dran denkt, den Hühnern welche zu geben (tut keiner ausser mir).

Und ich komme nur darauf, darüber zu schreiben, weil ich beim Aufräumen gerade wieder über ein Glas mit Apfelringen gestolpert bin, die ich irgendwann Anfang letzten Jahres da rein gepackt habe. Da keine visuellen Mängel wie Schimmel o.ä. feststellbar waren, habe ich gleich mal ein Stück probiert: Macht irgendwie süchtig 😉

Und wer Interesse an so was hat, dem empfehle ich nur: Einfach machen und gucken, was passiert. Egal ob es nur ein Apfel ist oder Weintrauben, eine Birne, ein paar Pflaumen, Pfirsich oder einige Pilze: Wenn das statt zu trocknen gammeln sollte, dann merkt man das schnell im Raum, im besten Fall gibt es einen neuen, eigenartig wunderbaren Duft im Wohnzimmer 😉

Sollte das Ergebnis brauchbar trocken sein und man verbraucht nicht gleich alles, dann kann man es in ausgewaschene Gläser von zuvor gekauften und verbrauchten Bohnen, Erbsen oder Pilzen einlagern (je nach Grösse) und irgendwann mal verwenden. Muss ja nicht ewig rumliegen. Für ein wenig Kontrolle kann man die eingelagerte Ware in den hoffentlich nicht extra gekauften Schraubverschluss-Gläsern (neudeutsch: Twist-off) ja mit Inhalt und Datum beschriften. Ich hatte es nicht beschriftet und datiert (sollte ich aber machen) und selbst trockene Äpfel, die in Erdnussdosen mit Deckel gelagert waren, schmecken noch heute. Ich erinnerte mich nur beim Fund, dass ich in der letzten Heizperiode mal was ausprobieren wollte, das muss also vor dem Sommer gewesen sein… genauer kann ich es also nicht datieren.

Einige Worte zum Aufwand: Ich finde es falsch, extra Energie für derlei Konservierungsmethoden zu verbrauchen. Da kommt ein Backofen oder gar ein extra Dörrautomat für mich nicht in Frage. Und Gläser mit Schraubdeckel zu kaufen, wo ich doch bewusst beim Einkauf auf Dosenware verzichte, wäre ja Selbstverarschung.

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Tante Linas Kriegs-Kochbuch

Tante Linas Kriegskochbuch
Tante Linas Kriegskochbuch

Neulich stolperte ich bei Amazon ganz zufällig über dieses Buch. Die Kommentare dazu lasen sich ganz ansprechend und es wird selbst beschrieben als „ein lebendiges Geschichtsbuch, unterhaltsames Geschichtenbuch und benutzbares Kochbuch in einem“. Um es vorweg zu nehmen: Damit hat der Autor auch recht.

Da das Buch gebraucht recht günstig angeboten wurde, schlug ich zu, mit dem Plan, es meiner Mutter zu Weihnachten zu schenken. Nach dem Kauf fand ich aber noch weitere lobende Anmerkungen zu diesem Buch und wie der Zufall es will, fand ich bei Amazon noch ein weiteres Exemplar einer anderen Auflage mit einem anderen Cover. Also habe ich das gleich noch mal für mich selbst gekauft, sogar zwei Euro günstiger. Ersteres ist von 1982 und meine Mutter hatte sich doch gefreut. Zumal ich als Widmung reinschrieb „Als wenn Oma selbst erzählen würde…“. Denn meine Oma konnte wirklich Geschichten erzählen, die denen im Buch nahe kommen. Selbst Besucher meiner Mutter waren begeistert von dem Buch und notierten sich gleich Verlag etc. Das könnte glatt noch mal zu einer Neuauflage führen, immerhin ist mein Exemplar laut Impressum eine „genehmigte Lizenzausgabe für den Weltbild Verlag, 2001“.

Der Text des Buches wird aufgelockert durch diverse Bilder, Plakate und Zeitungsartikel der Jahre 1939 – 45. Es wird die Geschichte der Tante Lina erzählt, an passender Stelle werden Kochrezepte erwähnt. Hier mal ein Beispiel, welches ich beim schnellen Durchblättern gefunden habe:

Champagnerbier
Vier Liter Wasser werden mit einem Pfund Zucker aufgekocht. Wenn das abgekühlt ist, kommen 45 Gramm Hefe hinein. Damit muss es eine Nacht zugedeckt stehen. Am nächsten Tag wird die Hefe abgeschöpft und das Bier vorsichtig abgegossen. Nun gibt man eine Stange Zimt, 48 Gewürznelken und den Saft und die abgeriebene Schale zweier Zitronen hinein, lässt es noch einige Stunden stehen, zieht es auf Flaschen korkt sie zu und stellt sie in den Keller.

Nach vier Tagen soll das Bier trinkbar sein, aber weder wie Bier noch wie Champagner schmecken. Wie ich mich kenne werde ich das mal ausprobieren 😉 Das ist zwar kein Kochrezept, aber im Buch gibt es noch welche wie z.B. Sauerkrautnudeln, Gemüsescheiterhaufen oder falsche Spiegeleier. Klingt doch interessant und im dümmsten Fall braucht man sowas vielleicht auch mal wirklich…

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Letzte Ernte

Wir haben ja jedes Jahr in einem grossen Kübel auf der Terasse Tomaten gepflanzt, die auch immer prächtig gedeihen. Ich hab sogar dieses mal nur zwei statt drei Pflanzen gesetzt, weil die immer so üppig auseinanderwachsen (und ich nie rechtzeitig daran denke, die sinnvoll zu beschneiden). Und weil der Sommer und der Herbst diese Saison so lang und so mild waren, konnten wir die Früchte auch recht lange geniessen. Die letzten Tomaten, die an den Pflanzen waren, die wurden wie immer nicht mehr rot und so haben wir die Mitte November(!) grün abgepflückt und an einen dunkleren Ort gestellt.

Und heute, am 20. Dezember(nochmal „!“) habe ich die letzten drei rausgesucht und zum Mittag in die Sosse geschnibbelt.

Tomaten_dezember

Die restlichen in der Kumme waren schon etwas angeditscht und/ oder überreif. Die bekamen die Hühner, die sich darüber auch sehr gefreut haben (als sie endlich herausfanden, wie kräftig man reinpicken muss, um an den leckeren Inhalt zu kommen).

Auf jeden Fall bin ich immer noch baff, dass ich sooo spät im Jahr noch die letzten „frischen“ Tomaten aus eigener Zucht geniessen konnte! (Nun will ich mal rausfinden, wie man Tomaten denn trocknen kann)

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Heissräuchern im Kochtopf – Finale

Hier das Finale zum Räuchern im Topf. Eigentlich hätte ich das ganze auch viel kürzer schreiben können, aber dann blieben für den ein oder anderen Leser sicher einige Fragen offen. Deswegen ist das, wie bei mir gewohnt, länger als eigentlich notwendig. Am Ende schreibe ich aber noch mal eine brutale Zusammenfassung, denn im Grunde ist das alles ganz einfach.

Nun haben wir alle Sachen beisammen und können loslegen. Meinen Spirituskocher habe ich schon mal angefeuert, der braucht einen Moment, bis er in Gang kommt. Dann ganz unten das Räuchermehl direkt auf den Topfboden. Ich habe das als kleinen Haufen gemacht, weil ich mir dachte, dass das so nach und nach verglimmt, ausserdem ist wegen meinem Kocher in der Mitte die meiste Hitze. Im Nachhinein muss ich sagen: Richtig so!

Forelle und alles im Topf
Forelle und alles im Topf

Über den Spänehaufen habe ich die Aluschale zum Auffangen von Tropfen platziert, darüber das Grillrost und darauf letztendlich den Fisch. Das wars. Nur noch den Deckel drauf. Ich hörte auch von dem Tipp, je Fisch eine getrocknete Wachholderbeere auf das Räuchermehl zu legen. Mache ich nächstes mal. Ausserdem könnte ich wegen der Höhe des Topfes bestimmt noch eine zweite Ebene mit einem weiteren Rost realisieren, und so vielleicht bis zu sechs Forellen da rein bekommen.

Nun wie gesagt den Deckel drauf, den Topf schön mittig auf dem Kocher ausgerichtet und angemessenerweise erstmal eine geraucht. Die Angaben zur Räucherdauer fangen bei 20 Minuten an und gehen bis zu einer dreiviertel Stunde. Ich habe mir gedacht: Es muss ja erstmal zu Rauchen anfangen und ab da an mache ich ca. 20 Minuten. Mit allem drum und dran wurden es dann knapp 45 Minuten. Man kann ja zwischendurch den Deckel abnehmen und nachschauen, wie Rauch und Fisch sich entwickeln. Das sieht dann erstmal so aus:

Fisch im Rauch?
Fisch im Rauch?

Nein, das ist nur auf dem Foto so. In „echt“ sah man nach dem Rauchschwall natürlich die Fische und schon nach einer guten viertel Stunde sah man die Räucherübliche Braunfärbung. Aber nicht zu oft den Deckel hoch machen, der Fisch soll ja im heissen Rauch auch garen! Ich hab in der Zeit zweimal nachgesehen (und einmal, um meiner Frau stolz das Wunderwerk zu zeigen). Mit geschlossenem Deckel kommt aber wirklich nur sehr wenig Rauch aus dem Topf. Wie immer bei Forellen: Wenn man die Rückenflosse leicht rausziehen kann, dann ist der Fisch gar. Wenn man Räucherfisch schon kennt (wo von ich ausgehe), dann erkennt man aber auch an der Farbe, ob er schon so weit ist.

Forelle, selbst und einfach geräuchert
Forelle, selbst und einfach geräuchert

Und er war wirklich durch und auch lecker. Aber eben, wie schon erwähnt, etwas fad. Nächstes mal werde ich definitiv salzen und würzen. Selbstverständlich kann man nicht nur jeden anderen Fisch so räuchern und einen Hering zum Bückling machen, auch Schweinebauch, Gänsebrust und Hähnchenschenkel sollen so funktionieren. Fleisch statt Fisch braucht dann aber eine längere Räucherzeit (bestimmt eine Stunde?) und damit natürlich auch mehr Räuchermehl.
In dem Zusammenhang noch ein Hinweis: Es handelt sich hier um „Heissräuchern“. Schinken, Speck und die meiste Wurst werden aber kalt geräuchert. Das heisst, bei nicht mehr als 30 Grad warmen Rauch über viele Stunden bis hin zu mehreren Tagen und Wochen mit manchmal mehreren Räuchergängen. Kalt geräucherte Ware hält sich auch viel länger! Macht das Räuchern im Topf also nicht, um frische Dinge länger lagern zu können sondern um ein leckeres Essen zu bekommen. Aber natürlich hält sich eine heissgeräucherte Forelle schon etwas länger als eine frische…

Zum Reinigen: Ich konnte die (vollständig) verkohlten Spänereste mehr oder weniger ohne Weiteres auskippen. Am Boden und am Topfinneren waren nur wenige Anhaftungen. Aluschale sei Dank, denn da war schon etwas drin gelandet. Den Topf (und das Grillrost) habe ich dann ganz normal mit Spüli und Bürste abgewaschen und ich würde nun danach ohne weiteres einen Eintopf oder Chili darin kochen. Nicht mal der Boden von unten war verrußt. Baut man sich statt der Alufolienschale ein festes Blech mit Füssen dran, dann kann man auch das immer wieder verwenden. Das werde ich als Schlossermeister auf jeden Fall noch machen, denn das ist nicht das letzte mal, dass ich so geräuchert habe.

So, hier noch mal eine Quick&Dirty-Anleitung:

  1. Fisch vorher trocknen, ggf. salzen (in Salzlake einlegen, ca. 90 Minuten)
  2. Topf, am besten Edelstahl, auf eine Feuerstelle stellen.
  3. 2-4 Esslöffel Räuchermehl auf den Boden (mehr Fisch = mehr Mehl).
  4. Räuchermehl lose abdecken, damit nix reintropft aber es noch qualmen kann
  5. Rost samt Fisch darüber
  6. Deckel drauf und Feuer an (Herd ruhig volle Pulle)
  7. Warten, bis Fisch durch ist

Wer es noch etwas quicker und dirtier will, der kann statt der Räuchermehlabdeckung und Grillrost einfach Alufolie lose zusammenknüllen und den Fisch direkt darauf legen. Das wäre auch eine Alternative, wenn der verfügbare Topf nicht ganz so gross ist oder man beim Camping/Bootstour spontan mit vorhandenen Mitteln was räuchern will. Und auch dem ein oder anderen Prepper kann das ja weiterhelfen 😉

Und noch ein Hinweis: Seid nicht zu „billig“ in der Wahl der verwendeten Mittel: Lackierte Dosen, alte Ölfässer eignen sich eher nicht als Topf-Ersatz, denn weder Lackbeschichtungen noch Altöl will man in seinem Fisch. Und wenn der Behälter nur gelötet ist, besteht die Gefahr, dass sich das Lot in der Hitze erweicht und euer Behälter auseinander fällt. Und nehmt lieber keine Hamsterstreu als Räuchermehl-Ersatz.

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Mensch Gottfried!

Ihr, die ihr das hier lest, tut mir bitte einen Gefallen: Geht in die ZDF-Mediathek und sucht nach „Mensch Gottfried“. Ihr werdet hoffentlich einen Bericht finden aus der Reihe „37 Grad“. Guckt ihn euch an. Diese Dokumentation dauert keine dreiviertel Stunde und wenn ihr nur annähernd so tickt wie ich, dann seid ihr zumindest nachdenklich, wenn der Bericht zu Ende ist. Vielleicht sogar berührt oder gar ertappt.

Ich weiss gar nicht, wann ich ihn das erste mal gesehen habe. Drauf gestossen bin ich über Umwege, über ein Youtube-Video, welches nicht ganz vollständig war. Und ich weiss auch nicht, wann das im Fernsehen gesendet wurde oder wie lange das in der Mediathek zum Anschauen vorgehalten wird. Aber ich kann mir denken, dass die ZDF’ler dort Dinge entfernen, die über einen gewissen Zeitraum so wie so kein Mensch guckt. Und das möchte ich bei und für Gottfried vermeiden. Auf jeden Fall hat er verdient, dass ihm mehr Menschen zuhören. Und wenn darauf hin jeder seine Lebensweise nur ein ganz klein wenig ändert oder gar nur mal darüber nachdenkt, dann hat sich das auch schon gelohnt.

Was mich immer wieder am Rande begeistert hat: Der Gottfried hat nicht einfach geantwortet, wenn ihm offenbar eine Frage gestellt wurde sondern er hat einen Moment nachgedacht, nach den rechten Worten gesucht. Das mag ich. Viel weiter will ich gar nichts darüber schreiben, schaut euch das einfach mal in einem ruhigen Moment an. Vielleicht können wir das ja später mal zu einem Thema machen…

mensch_gottfried

Denn: Wer Stille will muss ruhig sein.

 

 

 

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Eva Marbach: EMP

Einige Eingeweihte kennen sicher den Roman „EMP“ von Eva Marbach. Man kann diesen auch gut „so weg“ lesen, ich selbst stiess mich nur an wenigen Formulierungen, Satzbauten und Wortwiederholungen, die man hätte besser oder anders machen können. Aber das geht anderen bei meinen Texten sicher genau so.

Was mich eigentlich wirklich gestört hat: Irgendwann kam dieser Josh, die Geschichte bekam eine Wendung und weiter gings. So richtig aufgeklärt wurde man nicht (Zumindest hab ich das nicht erkannt). Natürlich kann man jetzt einfach reininterpretieren: Josh steht für Joshua, das steht für Jesus und dieser für Gott. Und so hat eben Gott die Geschicke gelenkt, wenn es notwendig war. Doch das passt so gar nicht zum Kontext, denn wenn man fest an Gott und die Bibel glaubt, dann braucht man auch keine Vorräte und Vorbereitungen für einen Blackout etc. Alles würde gut, man muss nur beten. Und wenn es nicht gut wird, dann ist es eben Gottes Wille.

Darüber dachte ich eine Weile nach und fand, das Buch wäre vollständiger mit einem Prolog. Und diesen pfiffigerweise geschrieben wie ein Epilog. Was ich mir zusammenreimte habe ich mal aufgeschrieben:

Epilog als Prolog

Josh bekam die geglückte Ankunft der Reisenden natürlich mit. Zufrieden und erleichtert lehnte er sich zurück. Dennoch wusste er, dass er sich noch lange nicht ausruhen kann, es gab sehr viel zu tun.
Er war der letzte aus seinem Team und auch wenn er für den Tod der meisten anderen seiner Mitstreiter nicht direkt verantwortlich war, fand er deren Ableben nur gerecht. Die zu Beginn hehren Ziele wurden immer grässlicher und als der trockene Plan sich dann zur grausamen Wahrheit kristallisierte, da tat er wirklich alles, um der Nachwelt wieder auf die Beine zu helfen. Die anderen wurden verblendet durch ihren Hass auf die ganze zivilisierte Welt. Technisch hatten sie alles perfekt umgesetzt, aber das „was dann“ hatten sie völlig ausser Acht gelassen. So haben sie ausser Elend und Kummer eigentlich nichts erreicht. Die Aktion war kein Schuss vor den Bug; es war ein fataler Irrtum. Josh merkte das schon bei der Planung und traf seine eigenen Vorbereitungen für die lange Zeit danach. Da keiner der anderen auch nur Ansatzweise Verständnis für seine Anmerkungen zeigte, behielt er seine Pläne für sich. Und das war auch richtig so, wie sich zeigte. Die Rettung und Zusammenführung gewisser Personenkreise war wichtig für die Zukunft, und so hatte er eine Liste mit einigen Dutzend Namen, um die er sich kümmern müsste. Ausser den Burkhardts konnten natürlich noch Weitere gewisse Unterstützung gebrauchen. Um die musste er sich jetzt kümmern, solange seine Mittel und Vorräte noch reichten.

Wer den Roman noch nicht kennt, aber lesen möchte: Unter oben erwähntem Link kann man ihn online lesen und die, die das Buch schon kennen müssen sich beim Lesen des Prologs halt vorstellen, sie wüssten noch von nix. Ob das nun alles im Sinne der Autorin ist, das weiss ich nicht. Doch schaden wird es nicht, denke ich.

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Blackout

In den letzten Monaten habe ich mich zwischendurch immer wieder mit Outdoor, Survival und allem drum herum beschäftigt. Angestossen wurde das zum einen durch das Buch Rattentanz (welches ich bisher nicht zu Ende gelesen habe) und zum anderen durch die immer wieder aktuellen Diskussionen um erneuerbare Energien, Stromtrassen etc. und neulich war ja in München ein etwas grösserer, schon beeindruckender Stromausfall. Vom Hurrican „Sandy“ und New York ganz zu schweigen. Kurz vorher hatte ich das Buch Blackout gelesen. Der Autor Marc Elsberg erwähnt im Nachwort die „Technikfolgenabschätzung 2011„. Und wenn man dort mal allein die Zusammenfassung liest, puh… ich komme da ins Grübeln. Da geht es nicht um Fiktion sondern um Realität. Und sooo unwahrscheinlich ist das alles leider gar nicht.

Stichwort Stromausfälle (im englischen eben „Blackout“), ich zitiere einen Abschnitt aus der Wikipedia:

Insgesamt kam es [2011] zu ca. 208.100 Versorgungsunterbrechungen, die von 846 Netzbetreibern an die BNA mitgeteilt wurden. In die Statistik gingen nur solche Unterbrechungen ein, die sowohl unbeabsichtigt waren und länger als 3 Minuten andauerten sowie in die Verantwortung der Netzbetreiber fielen, also nicht durch Unwetter und ähnliches verursacht wurden

Das sind 570 Unterbrechungen pro Tag in 2011 gewesen und offenbar noch nicht die ganze Wahrheit… Den durchschnittlichen Haushalt wird das nicht weiter stören und ich will auch gar nicht von unterbrochenen Kühlketten in den Supermärkten reden, aber man kann sich ausrechnen, dass bei einer unglücklichen Addition mehrerer solcher Ausfälle ein Grosser daraus werden kann. Und wir sind verdammt abhängig vom Strom. Wer Langeweile hat, kann ja mal an einem Samstag Abend alle Sicherungen zuhause rausdrehen und das bis zum nächsten Abend so lassen…

Kurze Rede, kurzer Sinn: Ich möchte jetzt nicht auf das Schlimmste vorbereitet sein, alles umkrempeln und völlig autark leben, aber ein paar relativ einfache Vorbereitungen kann jeder durchaus treffen, so dass man nötigenfalls einige Zeit ohne Strom klar kommt.

Ich werde hier wieder einen kleinen Mehrteiler daraus machen, weil es da wirklich einiges zu erwähnen gibt. Vermutlich muss nicht jeder wie die Jungs vom HSP (siehe verlinkte Seiten oben) vom perfekten Fluchtrucksack über den vorbereiteten „sicheren Ort“ (ein Ort, an den man sich im Falle eines Falles zurückziehen kann und wo alles auf die kommende Situation ausgerichtet sein sollte) bis zum regelmässigen „Training“ quasi allzeit bereit sein. Aber den grössten Schrecken eines vielleicht kommenden (auch kleineren) Stromausfalls kann man schon durch kleine Aufmerksamkeiten im Leben abpuffern:

Einfach vorbereitet sein, ohne viel Mühe:
Nicht immer erst einkaufen gehen, wenn alles weggefuttert ist. Auch im Alltag kann es nicht schaden, immer einige Packungen Nudeln und Konserven daheim zu haben. Mineralwasser auch ruhig gut im voraus kaufen, das wird nicht schlecht. Damit kann man auch seine Nudeln kochen! Den Tank im Auto nicht erst komplett auf Reserve fahren, sondern immer einiges drin behalten. Selbst wenn man nicht mit dem Auto fliehen will oder kann, so liefert es immerhin Wärme und auch Licht. Und selbst im Leerlauf des Motors hat man immer konstant einige Watt an 12V-Strom abgreifbar (nur für Fachleute!). Grillkohle kann man auch gut auf Vorrat halten. Mit einem Grill kann man kochen, warm macht er auch (nicht drinnen verwenden!). Kerzen sind auch ohne Stromausfall gemütlich, machen Licht und Wärme. Teelichter sind sicher eine gute Wahl. Wer Sturmlampen hat, sollte auch Lampenöl vorhalten. Taschenlampen kann man eh immer gebrauchen. Hat man noch irgendwo ein Radio, welches mit Batterie läuft? Auch wenn kein Strom da ist, können darüber noch wichtige Informationen gesendet bzw. empfangen werden! Eine Rolle Müllbeutel gibt es auch für wenig Geld und kann „auf Halde“ besorgt werden. Die sind vielseitig verwendbar, spätestens bei der „Notdurft“ kann man dankbar sein! Gleiches gilt für Taschentücher… hat man vielleicht noch ein Festnetztelefon, das ohne Akkus auskommt? Wolldecken hat wohl jeder rumliegen.

Das sind nur einige Anregungen, die das „normale Leben“ weder mühsamer noch teurer machen, man muss nur immer eeetwas im voraus denken. Auf die genannten Punkte und einige weitere werde ich in den nächsten Teilen noch weiter eingehen. Es kann auf jeden Fall nicht schaden, zumindest mental etwas vorbereitet zu sein.

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