Einheit statt Wertung

Manche Dinge sind nicht nur schön, sondern sehr schön oder gar total schön. Natürlich gibt es auch Situationen, die nicht einfach nur blöd sind sondern vielleicht auch mehr als blöd, riesig blöd oder absolut blöd.
Das sind eben Steigerungen, die manchmal notwendig sind, um etwas zu verdeutlichen. So ist es nur natürlich, dass mit dem Wandel des Sprachgebrauchs mittlerweile etwas auch megaschön sein kann, eine offenbar ultimative Steigerung. Aber: Warum zum Deibel muss man das dann wieder megaverfälschend kürzen, so dass auf einmal was eigentlich ganz tolles nur noch eines ist: Mega! Mega was?!?
Denn: dieses „Mega“ ist nur die Größenordnung, die Mengenangabe, die Einheit. Ob das so Betitelte nun kacke oder klasse ist, kann man daraus nicht erkennen. Hat ja bisher auch keiner so was gesagt wie „Deine neue Frisur finde ich sehr!“ oder „Ich bin mit meinem Gehalt total“.  Im intelligentesten Fall macht derjenige Mega-Sager das ja bewusst, um seine wahre Meinung zu kaschieren, aber das ist mir bisher nicht untergekommen und ehrlich: Ich traue das den meisten auch nicht zu… das bedeutet zum einen: Die Menschen nehmen es nicht so genau mit dem was sie sagen und wollen nur verbal protzen und zum anderen: Macht dir keine Sorgen, wenn jemand zu dir sagt:
Du bist echt Mega!

Flattr this!

BlödsinnformuliererInnen

Es geht um die relativ moderne Spinnerei, dass Menschen in Interviews (meist Politiker) immer versuchen, Männer und Frauen Geschlechtsspezifisch korrekt anzusprechen, liebe Leserinnen und Leser (das ist das erste und das letzte mal, dass ich das verwende!). Dabei entstehen zwangsweise recht sperrige Sätze, deren Sinn nicht verständlicher wird. „Gendern“ nennt man das neudeutsch. Folgende Aussage ist nicht von mir, aber endlich hat einer mal klar geschrieben, was Fakt ist. Ich fand den Text in irgendeinem Forum (war es bei Heise?).

Flattr this!

Na, wie war dein Urlaub?

Morgen gehe ich nach meinen drei Wochen Sommerurlaub wieder zur Arbeit. Und wie schon gewohnt werde ich erstmal zig hundert eMails überfliegen, löschen und Kollegen Fragen stellen zu Dingen, die schon Wochen her sind, weil ich sie (natürlich) erst jetzt erfahre. Und genau so sicher wird es nicht lange dauern, bis ein Kollege kommt und fragt „Na, wie war dein Urlaub?“. Ich mag solche Fragen nicht. Das soll wohl Small-Talk sein, aber was soll man darauf antworten? Wird erwartet, dass daraus eine längere Unterhaltung resultiert, dass ich ausführlich die letzten drei Wochen als mündlichen Bericht wiedergebe? Oder ist das nur eine von den hingeschmissenen Floskeln, wo man dann so was sagt wie „Ja, war toll, aber könnte länger sein, haha, jaja, aber muss ja“ und dergleichen Inhaltslosen Kram mehr? Wobei ich schon weiss, dass der ein oder andere Kollege bei solch einer Frage nur auf eine Aussage meinerseits wartet, wo er einhaken kann und mir gleich ins Wort fällt mit Worten wie „… ah ja, das hatte ich auch, aber der Hammer, du glaubst das nicht, du wirst lachen, rate mal, was mir passiert ist“ und dann kann ich mir irgendeine kacklangweilige Story anhören, die vermutlich zum grossen Teil auf falsch und übertrieben dargestellten Fakten beruht.

Flattr this!