Schlagt mich

Ja, haut mir doch eine rein, gleich aus zwei Gründen: Zum einen habe ich den 600. Artikel hier geschrieben, ohne es gemerkt zu haben und zum anderen habe ich für diese „letzten hundert“ über vier Jahre gebraucht. Der 500er kam im Oktober 2014! Die anderen Hunderterpacks brauchten jeweils nicht mal ein Jahr.

OK. Wer Lerigau.de tapfer verfolgt, der hat die grossen Lücken, wo nichts passierte, auf jeden Fall bemerkt. Dann durfte der treue Leser aber auch dabei sein, als es durchaus flott wieder weiter ging! Vom 11.02.2017 bis Mai 2018 war eine echt lange Pause. Wenn ich die Seiten mit den Artikeln so durchschaue, kann ich mich an einige Artikel gar nicht mehr erinnern, bei anderen hingegen wundere ich mich, dass das schon so lange her ist.

Aber seit, sagen wir mal, dem tapferen Radio ist hier doch regelmässig wieder was los. Und so lange ich es schaffe, Dinge, die mir durch den Kopf gehen, niederzuschreiben, kann das auch gerne so bleiben. Und natürlich freue ich mich, wenn das hier auch jemand liest. Und vielleicht nicht nur zufällig mal aus Versehen ergoogelt sondern so richtig „gebookmarkt“ oder wie das heisst. Ich hätte ja gern mehr Feedback von Lesern, aber was soll man da tun. Mehr polarisieren? Mehr Fragen stellen? Mehr ans Menschliche gehen? Sowas wie „Habt ihr bei Bild drei auch geweint?“ Ja, nee, weiss nicht. Facebook werde ich deswegen auf jeden Fall nicht nutzen, das hier Geschriebene gilt noch immer. Wir schaffen das auch so und ich habe mittlerweile auch andere, äh, Orte, wo ich schreibe und es gibt sogar etwas Geld dafür. Wollen wir doch mal sehen, ob ich so ausreichend gut schreiben kann, dass ich einen Teil meines notwendigen Lebensunterhaltes damit bestreiten kann?

Doch das gehört schon gar nicht mehr in diesen Beitrag. Hier ging es doch nur um das von mir verpasste Jubiläum, und damit bin ich nun fertig 🙂

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Unveröffentlichte, die dritte

Und wieder habe ich in meinen Entwürfen ein paar angefangene aber nicht beendete Artikel gefunden. Ein paar hab ich gleich gelöscht, das war nix verwertbares, aber zumindest bei diesen dreien dürft ihr noch mal reinschnuppern:

Und keiner redet von the Catch
Nun haben die „Fantastischen Vier“ also ihr 25-jähriges Jubiläum und wollen das gemeinsam mit uns und dem passenden Hit „25 Years“ feiern. Und ich als einer, der mit der Musik der 80er Jahre aufgewachsen ist und noch immer hört, erkennt doch sofort ein anderes Lied: Eben 25 Years von „the Catch“. Kennt das jeder und man muss nicht extra erwähnen, dass der eingängige Refrain von den Fanta4 hier entliehen wurde? Zumindest konnte ich im Radio nie einen Hinweis darauf hören, wenn der Titel gespielt wird. Aber das Jubiläum wird durchaus erwähnt.

Ich wollte noch schauen, ob nicht doch jemand den alten Song in diesem Zusammenhang erwähnt, aber irgend wie kam ich darüber hinweg und dann vergass ich irgendwie, das alles zu Ende zu schreiben.

Weisst du, wo Troja liegt?
Tja, wo liegt denn dieses bekannte Troja eigentlich? Diese Frage hatte ich heute meinen Söhnen gestellt, da ich gerade ein Buch lese (Hans Zitt, „Ein Mann, ein Boot“) und dort wurde eben u.a. Troja erwähnt. Wenn ihr es nicht wisst: Versucht mal, das rauszufinden ohne zu googlen! Denn die Suche nach Antworten im Netz ist ebenso schnell und eiZeit

Das hatte ich eigentlich schon weitergeschrieben. Da sass ich seinerzeit an meinem Macbook. Und beim Schreiben muss ich irgendwie mit dem Handballen über das Touchpad geschlüpft sein. Auf jeden Fall waren plötzlich etliche Zeilen markiert und mit dem nächsten Tipper entfernt bzw. überschrieben und dann überkam mich spontane Unlust, weiter zu schreiben.


Der Sinn des Lebens

Der Sinn des Lebens ist die Vermehrung. Und damit meine ich nicht bumsen, rumficken oder eben Sex haben sondern den biologisch dahinter verankerten Zweck, Nachwuchs zu zeugen, gross zu ziehen und eigenständig in die Welt zu entlassen. Jede Art strebt an, sich selbst zu erhalten. Schon Lebewesen ohne grösseres Bewusstsein wie Blumen machen sich für Insekten, Vögel oder nur den Wind attraktiv, damit ihre Samen hinaus in die Welt kommen. Dort sind diese zwar recht auf sich selbst gestellt, aber das macht die schiere Menge wieder wett. Ein Löwen- oder auch Antilopenweibchen bekommt keine x-tausend Nachkommen auf einmal, dafür wird der „Wurf“, vielleicht eines oder zwei, um so entschiedener gegen jedwede potentielle Bedrohung von Aussen beschützt. Viele Tierarten stellen als junge Eltern ihre eigene Nahrungsaufnahme ein, um nur immer beim Nachwuchs sein zu können. Auch ist es so, dass viele Tierarten diverse Möglichkeiten entwickelt haben, sich gegen andere zu wehren.

Nicht so der Mensch. Der Homo Sapiens hat nur seinen Kopf, bzw. seinen Verstand, um sich wehren zu können. Dafür hat die Natur es so gegeben, dass Menschen zum einen recht oft Nachwuchs zur Welt bringen können und zum anderen, dass sie „es“ jederzeit machen können. In der Pflanzenwelt gibt es Blütezeiten, in der Tierwelt gibt es Paarungszeiten. In diesen Phasen geben sich die Männchen besondere Mühe, den Weibchen zu gefallen, denn diese wollen natürlich nur die besten Voraussetzungen für guten Nachwuchs. Das stärkere Männchen setzt sich in der Regel durch, zur Not wird das Weibchen ohne direktes Einverständnis „genommen“, die Natur hat die Duldungsstarre erfunden.

Nicht so der moderne Mensch. Eigentlich müsste jede Frau das Ziel haben, den möglichst intelligentesten Mann als Partner auszuwählen.

Hier hörte ich auf zu schreiben, weil ich zu viele Ideen hatte, die ich dazu niederschreiben könnte und erstmal sortieren musste. Vor über drei Jahren, so alt ist der Entwurf 😉 Vermutlich wäre das Stoff für ein ganzes Buch. Wer weiss…

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Hardblog: Das musste mal raus!

Nun habe ich es wahr gemacht: So ziemlich alles, was ich mal an Artikeln, Geschichten, Essays und Anekdoten aufgeschrieben habe (hauptsächlich, aber nicht nur aus diesem Blog), habe ich mal gesichtet und sortiert und das (meiner Meinung nach) Beste davon in einem Buch zusammengefasst. Dabei wurde jeder einzelne Beitrag noch mal überarbeitet, ggf. ergänzt oder gar gekürzt. Interessant sind hoffentlich auch die Beiträge, die ich aus diversen Gründen zwar mal angefangen aber nie veröffentlicht habe. Immer, wo es passte, habe ich eine aktuelle Anmerkung notiert, um vielleicht die Hintergründe oder Zusammenhänge zu erklären. Dazu habe ich mir die „Mühe“ gemacht, und meiner bisher nie fertig gewordenen Geschichte „Alles Zufall“ zwei weitere Teile und ein Ende verpasst. Und das gibt es nur exklusiv in diesem Buch 😉

hardblog

OK, die Farben vom Bucheinband treffen meinen eigenen Geschmack nicht so ganz, aber ich hatte die „EasyCover“-Funktion von BoD verwendet und dort kann man leider bei den Vorlagen die Farben nicht ändern (dafür geht die Cover-Gestaltung sehr einfach und fehlerfrei). Dafür hat dieses Buch fast so viele Seiten wie meine anderen beiden Bücher zusammen (und/aber eine andere Covervorlage)!
Auf jeden Fall ist der Inhalt des Buches auch für die interessant, die mein Blog kennen und vielleicht sogar länger begleiten, sie werden immer wieder was neues finden. Und ganz ehrlich: Das ist auch ein ideales Weihnachtsgeschenk an Menschen, die gern mal was zwischendurch lesen und nicht nur unterhalten werden wollen sondern auch mal einen anderen Blickwinkel auf Dinge des Alltages wahrnehmen wollen 🙂

Ausserdem: Wer weiss, was ein echter Norddeutscher ist, der erkennt auch den trockenen Humor hier und da… ich denke, es lohnt sich:

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Eva Marbach: EMP

Einige Eingeweihte kennen sicher den Roman „EMP“ von Eva Marbach. Man kann diesen auch gut „so weg“ lesen, ich selbst stiess mich nur an wenigen Formulierungen, Satzbauten und Wortwiederholungen, die man hätte besser oder anders machen können. Aber das geht anderen bei meinen Texten sicher genau so.

Was mich eigentlich wirklich gestört hat: Irgendwann kam dieser Josh, die Geschichte bekam eine Wendung und weiter gings. So richtig aufgeklärt wurde man nicht (Zumindest hab ich das nicht erkannt). Natürlich kann man jetzt einfach reininterpretieren: Josh steht für Joshua, das steht für Jesus und dieser für Gott. Und so hat eben Gott die Geschicke gelenkt, wenn es notwendig war. Doch das passt so gar nicht zum Kontext, denn wenn man fest an Gott und die Bibel glaubt, dann braucht man auch keine Vorräte und Vorbereitungen für einen Blackout etc. Alles würde gut, man muss nur beten. Und wenn es nicht gut wird, dann ist es eben Gottes Wille.

Darüber dachte ich eine Weile nach und fand, das Buch wäre vollständiger mit einem Prolog. Und diesen pfiffigerweise geschrieben wie ein Epilog. Was ich mir zusammenreimte habe ich mal aufgeschrieben:

Epilog als Prolog

Josh bekam die geglückte Ankunft der Reisenden natürlich mit. Zufrieden und erleichtert lehnte er sich zurück. Dennoch wusste er, dass er sich noch lange nicht ausruhen kann, es gab sehr viel zu tun.
Er war der letzte aus seinem Team und auch wenn er für den Tod der meisten anderen seiner Mitstreiter nicht direkt verantwortlich war, fand er deren Ableben nur gerecht. Die zu Beginn hehren Ziele wurden immer grässlicher und als der trockene Plan sich dann zur grausamen Wahrheit kristallisierte, da tat er wirklich alles, um der Nachwelt wieder auf die Beine zu helfen. Die anderen wurden verblendet durch ihren Hass auf die ganze zivilisierte Welt. Technisch hatten sie alles perfekt umgesetzt, aber das „was dann“ hatten sie völlig ausser Acht gelassen. So haben sie ausser Elend und Kummer eigentlich nichts erreicht. Die Aktion war kein Schuss vor den Bug; es war ein fataler Irrtum. Josh merkte das schon bei der Planung und traf seine eigenen Vorbereitungen für die lange Zeit danach. Da keiner der anderen auch nur Ansatzweise Verständnis für seine Anmerkungen zeigte, behielt er seine Pläne für sich. Und das war auch richtig so, wie sich zeigte. Die Rettung und Zusammenführung gewisser Personenkreise war wichtig für die Zukunft, und so hatte er eine Liste mit einigen Dutzend Namen, um die er sich kümmern müsste. Ausser den Burkhardts konnten natürlich noch Weitere gewisse Unterstützung gebrauchen. Um die musste er sich jetzt kümmern, solange seine Mittel und Vorräte noch reichten.

Wer den Roman noch nicht kennt, aber lesen möchte: Unter oben erwähntem Link kann man ihn online lesen und die, die das Buch schon kennen müssen sich beim Lesen des Prologs halt vorstellen, sie wüssten noch von nix. Ob das nun alles im Sinne der Autorin ist, das weiss ich nicht. Doch schaden wird es nicht, denke ich.

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Pluräle

Die Bildungen von Mehrzahlen ist ja nicht immer ganz einfach.  Apfel wird Äpfel aber aus Balken werden keine Bälken. Es gibt aber Leute, die propagieren gern (aber erfolglos) die simple Regel „Mehrzahl-S dahinter und gut!“. Das mag auch auf den ersten Blicks vernünftig und wenig Fehleranfällig sein, wenn es nicht eh schon angewendet wird: Autos, Telefons, Staus, Stuhls. Aber etwas merkwürdig wird es dann doch bei Baums oder Flasches, von Haus‘ ganz zu schweigen. Und die Blumen werden ja so wie so überwiegend in der Mehrzahl verwendet, da würden Blumes doch sehr deplatziert und unverständlich wirken, Blumens wäre irgend wie doppelt falsch, aber immerhin verständlicher. Von den nur in der Mehrzahl existierenden Alpen ganz zu schweigen. Und Gebirge ist ja nicht mal die Mehrzahl des Berges sondern ein eigenes Wort für eine Ansammlung von mehr als einem Berg. Und selbst vom Gebirge kann es mehr als eines geben, also ist Gebirgs keineswegs einer der möglichen gültigen Plurals für einen Berg nach obiger Definition.

Nein, schöner finde ich die Bildung von kreativen und individuellen Versionen der Mehr-als-Einzahlen, je nach Fall und Schönheit des Wortes. Wenn es in der Ferienzeit zu den üblichen Staubildungen auf den Autobahnen kommt ist es bei den Verkehrsnachrichten doch bestimmt erfrischend, wenn dort Stäue erwähnt werden. Da würde man auch beim „nebenbeihinhören“ kurz aufhorchen und den Meldungen mehr Aufmerksamkeiten schenken. Und wie viel schöner sind doch Bäuchenäbel. Solche Konstrukte lassen sicher oft Missverständnisse vermeiden und wenn am Ende nur jemand einmal mehr zum Lächeln gebracht wurde dann hat sich das doch schon gelöhnt (im Sinne von „mehr als gelohnt“).

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wahre unwiderlegbare Aussage

Ich bin durchaus ein Kind des Internets. Ich war schon online, als noch mein nächster Einwahlknoten nur per Ferngespräch erreichbar war (wer kennt denn sowas noch?). Ich betreibe einige Internetseiten, bin in einigen Foren aktiv und passiv unterwegs, gebe Kommentare in Blogs und Beiträgen ab, mein Computer ist immmmmer an und online, ich mache Sachen im Internet, die Leute, die vor alles, was sie wollen “www” schreiben, gar nicht kennen und nie begreifen werden, ich schreibe mehr eMails als SMS, ich brauche mein iPhone kaum zum telefonieren, aber ich habe es nie verstanden, obwohl ich wie verrückt Informationen, Gründe und Erklärungen suche:

Warum zum Teufel brauche ich einen Facebook-Account?

Facebook und ähnliche Communities braucht kein Mensch und verbrennen mehr Zeit und Energie als Pornos zu produzieren (und/oder zu gucken). Dort tummeln sich doch fast nur Menschen, die nach Aufmerksamkeit, Anerkennung und Sex gieren und im Real Life dazu vermutlich nicht in der Lage sind. Und Klugscheisser, denen sonst keiner zuhört weils einfach keinen interessiert (jaaa, das ist vielleicht überspitzt, aber ich will auch mal polarisieren). Dennoch: Verschenkte Energie.

„Ich hab gut reden, ich war da ja noch nie“, werden sicher nun einige einwenden. Genau, und ich muss da auch nicht hin. Ich will auch gar nicht über Statusänderungen anderer Leute per Mail informiert werden und ich will dort auch nicht hinterlassen, dass ich gerade einen neuen Blogeintrag verfasst habe und mir dann Leute dort statt hier mitteilen: „Gefällt mir“. Dafür ist hier die Kommentarfunktion freigeschaltet und hier gehört es hin.

Warum muss man die gesamte Kommunikation von überall abziehen und auf FB und Co. zusammenziehen? Ich höre schon: „Ja, genau, das ist das tolle, alle Infos gebündelt, ist doch prima!“ Nee, Leute, das ist Mist. Es gibt sowieso schon zuviel Information, und das noch alles auf einen Haufen werfen?

Man geisselt sich selbst, und das nur zum Selbstzweck.

Vom offenbar durchaus rentablen Zweck für die Betreiber der Plattformen will ich gar nicht erst anfangen und schon gar nicht vom Missbrauch etlicher nur scheinbar persönlicher Daten. Darüber wird sich an genug Stellen im Netz ausführlich ausgelassen.

(Nachtrag: Es gibt auch eine Gegendarstellung)

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