John Wick 3

Als ich den ersten Teil von „John Wick“ sah, war ich, wie wohl viele andere auch, sehr beeindruckt. Endlich mal wieder ein Film, der es in seiner gnadenlosen Eindeutigkeit und Konsequenz von vorne bis hinten schafft, zu unterhalten. Und das durchaus mit etwas Humor zwischendurch (je nach dem, was man so lustig findet). Immerhin: „du hättest den Hund nicht töten sollen“ ist doch schon fast ein geflügeltes Wort geworden.

Über den zweiten Teil will ich gar nicht viel Worte verlieren, denn bei filmischen Mehrteilern ist es ja gewöhnlich so, dass der zweite Teil unterdurchschnittlich ist (grosse Ausnahme: Zurück in die Zukunft). Humbug war der Plot aber auf jeden Fall: Er hat sich auf diese komische Schuldscheibe eingelassen und weiss ganz genau, was daran hängt, aber will einfach nicht mehr. Will aufhören. Na gut, da sprengt man eben sein Haus mit einer Rakete in die Luft und er macht es dann doch. Warum nicht gleich?!? Warum muss er erst warten, bis sein schickes Heim zu Klump geballert wird? Er kennt doch die Regeln… wie gesagt: Humbug.

Aber das kann man ja steigern! Latsche in die Wüste und vielleicht findet „er“ dich und wenn und mit Glück und du weisst ja… Pustekuchen. Natürlich hackt er sich den Finger ab. Und natürlich nimmt er „den Auftrag“ an. Und natürlich… führt er diesen dann nicht aus?!?!?! Da hätte er sich die Quälerei in der Wüste (im Anzug, ohne Vorräte etc.) doch sparen können und zehn Finger hätte er auch noch gehabt, denn jeder weiss ja, was am Ende passieren wird.

Meine Fresse, was für ein Quatsch. Und das ist besonders schade, weil der dritte Teil durchaus interessante Elemente, Ideen und Schauspieler hat. Aber offenbar fehlte der Mumm, das genauso konsequent wie im ersten Teil durchzuziehen. Oder vielleicht waren es ja wirtschaftliche Gründe, und bei der Abwägung von Aufwand zu Gewinn kam man zu dem Ergebnis: Passt schon!

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Kaffeebecher

Wenn die Angaben stimmen, dann werden in Deutschland 320.000 Einweg-Kaffebecher weggeworfen. Jede Stunde.
Jede Stunde! Mein eigener Verbrauch von diesen Bechern liegt im Jahr so circa bei Null, aufgerundet: Einer. Überschlägig bedeutet das, dass andere Menschen mehrmals täglich solche Becher kaufen, benutzen und wegwerfen. Und das offenbar völlig sorglos. Die Folgen, der Müll etc., muss diesen Menschen egal sein, sonst würden sie es ja nicht machen. Und genau das ist das Hauptproblem: Das Bewusstsein der Menschheit, dass ihr Handeln Konsequenzen hat und das der Preis für eine Änderung dieses Handelns eben die Bequemlichkeit ist. Der Kaffeebecher an sich ist natürlich nicht das Problem, aber er ist ein guter Platzhalter für die komplette Wahrnehmung vom Menschen bzgl. Umweltverträglichem Verhalten.

Diese Bequemlichkeit (man könnte es auch Faulheit oder Luxus nennen) gibt aber keiner auf. Jaha, Fordern und Verlangen, das kann man mal eben machen, auch Freitags statt Schule mit nem Kaffeebecher gegen den Klimawandel protestieren. Und den bösen Politikern alle Schuld in die Schuhe schieben, weil die tun ja nix. Man selber tut zwar auch nix, aber das ist natürlich eine ganz andere Sache. Erstmal die anderen.Währenddessen stopft man das kleine Stück Folie mit in den Biomüll, fährt eben mit dem Auto zur Bank, kauft sich irgendwas für wenige Euro bei Amazon (ist ja so günstig, da konnte ich nicht widerstehen) und lässt das Licht brennen, weil man mit dem Schalter das Licht zwar ein- aber nicht ausschalten kann und fliegt in den Urlaub.

Wenn man etwas Gutes aus dieser Erkenntnis ziehen will: Der Einzelne kommt da nicht gegen an, also kann sich jeder die Mühe sparen und wir hoffen einfach, dass die Wissenschaft schon was erfinden wird, was den Müll einfach in Morgentau oder ähnliches verwandelt.

(Wenn demnächst Kaffeebecherhersteller Personal entlassen muss, dann ist das ein ganz anderes Thema, aber: Es hängt eben alles zusammen)

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Die Kraft der Hefe

Zufälle gibt es: Neulich erwähnte ich noch, dass ich ja auch schon Bier gebraut habe und Nachts darauf explodieren mir die vergorenen Flaschen. Naja, OK, ich habe bei diesem Versuch kein „echtes“ Bier gebraut, sondern das so genannte Champagnerbier, aber im Grunde ist es das gleiche. Fast.

Ich habe das Champagnerbier so ziemlich genau nach Rezept angesetzt, nur beim Abfüllen merkte ich schon, dass ich mit der Hefe nicht ganz so sorgfältig im Abschöpfen war. Aber ich weiss ja Bescheid, dachte ich mir: Hatte ich doch vor Jahren schon echtes Bier mit Bier-Kwik gebraut und das klappte recht gut und war durchaus lecker trinkbar. Und ich meinte mich zu erinnern, das etwas Hefe in den Flaschen der Gärung nicht schadet. Wir wissen doch, dass in den Flaschen vom Hefeweizen immer ein guter Teil der Hefe am Boden verbleibt? Ich hatte Recht, aber… seht meine letzten Flaschen:

Flaschenphasen der Gärung

Diese PET-Flaschen sind ja extra für Bier, sind relativ dickwandig und können schon was ab. Auf der linken Seite im Bild sieht man nun, wie diese Flaschen durch die Gär-Gase dünn wie Folie gezogen wurden! Die zweite von rechts musste ich gaaanz langsam drucklos machen, irre! Natürlich sind die Nachts hochgegangen und keiner im Haus hat was gemerkt. Ich glaube auch nicht, dass das besonders laut war. Das PET hat eben irgendwann nachgegeben und Blubb ohne Bumms. An den Schraubverschlüssen sind die Flaschen auf jeden Fall regelrecht abgerissen.

Aber es musste ja so kommen: Ich hatte das Bier angesetzt, dann 10 Tage gewartet und die erste Flasche probiert. Da war ich schon überrascht, wie viel Zeng auf der Buddel war und habe erstmal überall ein büschen Druck abgelassen. Die Brause schmeckte auch ganz erfrischend, schön am perlen 😉

Aber Alkohol schmeckte ich da nicht raus. Also warten, denn Geduld habe ich bei sowas ja. Aus irgend einer Vorsehung habe ich die Flaschen in eine Metallbox gestellt (diese glänzenden Ikea-Dinger mit Deckel für lose Dokumente, Post etc.). Und aus irgend einem anderen Grund habe ich das ganze dann mehr oder weniger vergessen. So circa 8-10 Wochen bestimmt. Bis ich morgens den Dreck und den Geruch wahrnahm. Ich werde das auf jeden Fall noch mal machen und dann aber eben ganz pingelig genau darauf achten, dass die sichtbare Hefe nicht mit in die Flaschen gefüllt wird. Für die Nachgärung ist das ganz offensichtlich nicht notwendig. Die Reste habe ich auch nicht mehr verkostet sondern gleich weggekippt. Ein Geruchstest liess aber nicht auf (viel) Alkohol schliessen… schade, darum ging es doch!

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Paypal fördert Spam-Mails

Hin und wieder schreibe ich ja etwas zu Spam-Mails, die mich erreichen (hier, hier, hier z.B.). Nun bekam ich aber eine echte Mail von PayPal, weil die ihre AGB ändern und ich darüber informiert werden muss. Natürlich sind im Mail-Text auch Links zu weiteren Informationen. Guckt es euch an:

Das Gegenteil von seriös wirkend? Diese URL in der E-Mail

Selbst ich, als Profi, muss mir so einen Link genauer anschauen, denn auf den ersten Blick wirkt das für mich genau so kryptisch, wie die Spammer das immer versuchen: Erstmal eine verwirrende Subdomain (epl), dann eine Domain, die nicht direkt dem Anbieter zugeordnet werden kann (paypal-communication.com), dann ein Ordner-Name aus einem Buchstaben (T) und dann weitere scheinbar sinnlose Zeichen als Ordner- und Dateinamen.

Links in Phishing-Mails sehen exakt so aus!

Warum PayPal das macht, kann man nur vermuten: Sicherlich gibt es aus der Marketing-Abteilung die Aufforderung, jede Mail müsse exakt (rück)verfolgbar sein, um festzustellen, welcher Kunde wann was angeklickt hat. Vermutlich ist irgendwo hinter dem Link eine Landing-Page, die extra für diesen Mail-Auftrag erstellt wurde. Nein, ich glaube nicht, dass (irgendwelche) Entscheider bei PayPal das „mit Absicht“ so anordnen, um… was auch immer. Der eigentliche Grund, bei diesem doch sensiblen Thema so unsensibel zu sein ist zum einen reine Ignoranz und zum anderen der Mangel bei vielen beteiligten Abteilungen, nicht oder nicht auf der richtigen Ebene miteinander zu reden. Die Leute, die die Mail erstellen, sind sicher nicht die Mailserver-Admins sondern auch nur Leute, die irgendwelche Skripte bedienen… vielleicht wundert sich sogar der ein oder andere schulterzuckend („was soll soll man da schon machen“)

Warum heisst der Link denn nicht paypal.com/nutzungsbedingungen/2019/info ?
Wenn also unbedarfte Kunden auf relativ gut gemachte Phishing-Mails reinfallen, dann ist Paypal nicht ganz unbeteiligt, weil sie ihren Kunden ja vorleben, dass solche Links völlig normal sind und man da ruhig raufklicken darf… tze.

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Das Wissen der Welt

Da steht gestern einer neben mir, einer, von dem ich weiss, dass er angelt, eine kleine Dreizimmerwohnung hat, sich kein eBike kaufen kann, kein Auto besitzt, eine besonders leistungsstarke HiFi-Anlage im Wohnzimmer stehen hat die er auch schon mal Nachts aufdreht und dass die Polizei deswegen auch schon da war aber auch gern ZZ Top hört, einen knittrigen Blaumann an hat und mir gerade haarklein aber in groben Stichworten erklärt, was Boeing mit ihrer 737 Max8 und die Piloten in diesen Flugzeugen falsch machen bzw., warum diese Flugzeuge denn nun abgestürzt sind und wie könne man nur so doof sein, das wisse doch wohl jeder.

Warum hört bloß keiner auf solche Menschen?

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Helfen Sie uns, Ihr eBay-Konto zu schützen

Nicht oft aber sehr regelmässig bekomme ich eMails von eBay, immer mit dem im Titel genannten Betreff. Und das sind dann keine Spam-Mails sondern echte, reguläre Mails von eBay. Und die meinen das ernst: eBay behauptet, dass mein Konto dort weniger geschützt sei, weil ich meine persönlichen Daten nicht aktualisiere???

Sie haben Ihre persönlichen Daten seit über einem Jahr nicht mehr aktualisiert.
Indem Sie Ihre persönlichen Daten immer auf dem aktuellen Stand halten, helfen Sie uns Ihr eBay-Konto besser zu schützen.

Dabei ist es doch genau anders rum: Wenn irgendjemand an irgendwelche fremden eBay-Kontodaten kommt, wird er doch ziemlich sicher erstmal die Adresse ändern, damit bestellte Ware etc. auch „richtig“ zugestellt werden kann?! Eine Änderung der persönlichen Daten ist also ein gutes Indiz dafür, dass etwas ungewöhnliches abläuft und einer genaueren Prüfung bedarf…. oder bin ich einfach altmodisch, weil ich so lange hier wohne und nicht jedes Jahr umziehe? Nein, sicher nicht. Oder ist es so, dass eBay andere Gründe hat, mich dort hin zu locken? Immerhin scheint die eingesetzte Rhetorik darauf abzuzielen:

Sie finden, das klingt gut? Sehen Sie sich einfach bei eBay Ihre persönlichen Daten an und vergewissern Sie sich, dass sie noch auf dem aktuellen Stand sind.

Lauert dort irgend ein verlockendes Angebot auf mich? eBay Plus oder ein Gratishörbuch von Audible? Ich vermute was viel Schlimmeres: Die Ursache für solch eine Mail ist keine versteckte Vertriebsmasche sondern dieses Aktionshaus hat, statt zu investieren und vernünftiges Datenschutzpersonal zu schulen oder gar einzustellen, einfach eine Abteilung genommen und angewiesen: „Ihr da, ihr macht ab jetzt auch das mit dem Datenschutz!“
Na gut, vielleicht gab es auch eine interne Stellenausschreibung und einige engagierte Mitarbeiter haben sich beworben und auch gut verkauft beim Vorstellungsgespräch. Und weil keiner genau weiss, was so ein unproduktiver Datenschützer macht ausser Zeit und Geld zu verbraten, hat man dann einen genommen „der einen echt total überzeugt hat, der kann das!“. Dieser naive Heini hat sich dann erstmal einiges zusammengereimt (und -gegoogelt) und dann allerhand angeordnet. Unter anderem eben jene völlig sinnbefreite eMail, die ich eingangs erwähnte.

Und aber eMail kostet ja nix, kann also auch nix schaden.

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Das Leben ist doch ein Wimmelbild

Letztes Jahr im Sommer verbrachten wir ein Wochenende auf dem Campingplatz am Alfsee. Familientreffen. Dazu hatten wir uns vor einigen Jahren ein grosses Zelt gekauft und gleich zwei echt gute Luftmatratzen. Und eine Doppelhubkolbenluftpumpe. So wurde wie gewohnt vor dem Weekend alles zusammengesucht und eingepackt. Nur die Luftpumpe war nicht zu finden. Ich war mir sicher, die vor relativ kurzer Zeit noch gesehen zu haben, aber wo? Wo denn nur? Dachboden nix. Garage nix. Sonst wo in der Wohnung? Ich habe wirklichwirklich alles abgesucht und fand Dinge, die ich noch nicht mal vermisst hatte, Aber nicht diese vermaledeite Luftpumpe. Und ich konnte keine andere nehmen, weil nirgends der passende Pöppel für die LuMatra dabei war. Letztendlich habe ich eine neue kaufen müssen.

Neulich räume ich die Garage aus. Brauche darin Platz, um was zu bauen. Ich stapelte alles nach und nach im Carport auf:

Das Wimmelbild.

Auf dem Bild ist auf Anhieb nicht viel zu sehen, aber wenn man etwas länger schaut, dann entdeckt man doch einiges. Sowas wie eine Luftpumpe wird man aber nicht erkennen können, richtig? Gehen wir mal näher ran:

Ein Teil vom Ganzen

Auch auf diesem Detail-Ausschnitt könnte man einiges finden. Und einiges einfach wegschmeissen. Aber das kann ich noch nicht, die Teile sind noch nicht reif dafür 🙂 Und das ist auch gut so, denn damit hätte ich mehr entsorgt, als mir lieb ist:

Was ist das? Ta-taaaaaa!

Ach, Scheisse: In dem Fangkorb des Rasenmähers, der auf eine Reanimation wartet, linst mich doch eine kaum benutzte und noch im Originalbeutel befindliche LuPu an. Ich selbst muss die da mal reingesteckt haben, kann mich aber auf keinen Fall daran erinnern. Und dabei hatte ich seinerzeit mehrfach in der Garage gesucht und geguckt. Aber nicht in den Fangkorb, tze.

Und was lernen wir daraus? Vermutlich nix, aber jeder Messie wird sagen: Siehste!

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Tausendundein Loch

Ich habe in meinem Leben schon viele Löcher gebohrt. Echt viele Löcher, in so ziemlich jedem Durchmesser zwischen einem Millimeter und vielenvielen Zentimetern, in so ziemlich jedes bohrbare Material. Ob Stahl oder Kunststoff, ob Stein oder Holz, ob Erde oder mitm Finger in die Sahnetorte.

Und heute, da ist es dann passiert, nach (gefühlt, nicht gezählt) zehn Millionen Löchern: Nachdem ich neues Laminat in Flur etc. verlegt hatte, mussten noch die von mir ungeliebten Fußleisten zugeschnitten und montiert werden. Ich kann mich da immer nicht richtig entscheiden, wie es am besten geht: Nageln? Vergiss es, Entweder ist der Putz an der Stelle Diamanthart oder gar nicht vorhanden. Kleben? Dann muss meistens die Leiste fixiert werden, bis der Kleber ausgehärtet ist. Das ist nicht immer praktikabel. Bleibt nur die eigentlich einzig vernünftige Methode: Schrauben. Das ist aber auch gleichzeitig die aufwendigste Methode. Ich beschreibe mal kurz die Arbeitsgänge, auch wenn es nicht zwingend hier her gehört:

  1. gewünschte Position der Löcher auf der Leiste anzeichnen
  2. Löcher (in Grösse des Dübels) in die Leiste bohren
  3. Leiste korrekt positionieren und durch die Leiste in die Wand bohren
  4. Leiste wieder entfernen, Bohrdreck wegfegen/wischen/saugen
  5. Dübel einstecken
  6. Leiste wieder vor und anschrauben

Das ist grundsätzlich eine solide Sache. Dabei können natürlich die üblichen Probleme auftreten: Putz steinhart oder nur noch Pulver. Oder Bohrer wandert aus, weil Eisen in der Wand. Oder beim Anschrauben hebt sich die Leiste an anderer Stelle von der Wand und sieht scheisse aus. Oder, und nun kommen wir zu meinem Jubiläum: Man bohrt in ein Wasserrohr.

Mannmannmann. Ich musste so ca. 4 cm tief, wegen der Schrauben und damit das hält und so. Und bei dieser einen kurzen Leiste, die ich eh nur mit einer Schraube festmachen wollte, da ging der Bohrer auf Anhieb nur 3,5cm rein. Kurz gegrübelt: Nä, das haut nicht hin mit Dübel und so, das muss noch ein kleines bisschen tiefer. Und ruckzuck war ich ich gleich 22mm tiefer: Ich hatte das Kupferrohr gut mittig erwischt. Und das ohne ankörnen, auch ne Kunst. Mir kam ein satter 6mm-Strahl entgegen. Zum Glück war Thor im Haus, den konnte ich herbei rufen, damit der den Wasseranschluss zudreht (natürlich nach viel zu viel Gefrage undundund). Dann musste ein Stöpsel her: Weil Thor (er lernt ja gerade Koch) mir da keine schnelle technische Hilfe geben konnte, nahm ich flott den Bohrer, wickelte einen Lappen drum und stopfte ihn rein. Zwei Hammerschläge und dicht war es zunächst.

Was ist die erste Idee? Dichtschmieren und wenn es nicht leckt dann weitermachen als wenn nix wär. Aber so stumpf kann ich gar nicht sein. Zumal es noch ziemlich tropfte… nein. Bevor ich mich weiter darüber ärgern konnte, dass mein frisch verlegter Fußboden total eingesaut ist, nahm ich Hammer und Meißel und stemmte die Wand um das Leck auf. Der neue Boden voll mit Bauschutt. Als ich das Rohr sehen konnte rief ich meinen Klempner an, der zum Glück auch ans Telefon ging. Kurz besprochen: Ich muss weiter frei stemmen, damit er mit der Presse daran kommt und er sieht zu, wie er wen zu mir her kriegt. Letztendlich kam er dann selbst vorbei, sägte das alte gelötete Rohr raus und presste ein neues rein.

Fertig. Das war die Kurzform. Nun muss ich nur noch das Loch in der Wand wieder dicht kriegen, vier Stück 40 Jahre alte Fliessen besorgen und davor setzen und den 20 Stunden alten Fußboden… tja, mal sehen.

Aber ich werde diese Trefferquote nutzen und flott am kommenden Wochenende Lotto spielen.

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Kalte Dusche statt Humor

Hat die Firma Henkel so eine schlechte Rechtsabteilung oder eher eine langweilige, unaufmerksame Marketing-Abteilung? Wie kann man nur so humorlos sein!

Worum es geht hat wohl jeder mit bekommen: Der Verein FC St.Pauli brachte ein Duschgel namens „Anti-Fa“ heraus. Cool: Eigentlich naheliegend, aber irgendwie kurz und knackig amüsant, und wenn man einmal kurz um die Ecke gedacht hat dann muss man grinsen.

Ein Klick aufs Bild führt zur Quelle (nwz-online)

Und nun kommt Henkel und faselt was von „also Anti ist so anti, dat wollen wir nicht“. Dabei wäre das doch die Chance, hier auf den bereits anrollenden Marketingkampagne-Zug aufzuspringen. Selbst ohne lange nachzudenken könnte Henkel dem Verein einen „Fa-ntastischen Erfolg“ mit dem Duschgel wünschen oder dergleichen… aber nee: Dagegen sein ist ja viel einfacher. Ist ja auch modern. So oder so: Spricht wirklich nicht für die Werbefachleute bei der Fa. Henkel!

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