Von wegen Steffi Graf

Die Steffi Graf wird ja heute 50 und überall hört man davon bzw. von ihren unglaublichen Erfolgen im Tennis: 22 Grand Slam-Siege, 107 gewonnene Titel und 377 Wochen Weltranglistenerste. Lob und Freude überall, das würde sobald keine andere erreichen. Dabei wird aber eine Person vergessen: Esther Vergeer. Die kann nämlich jedes von der Gräfin erreichte Ziel übertreffen! 26 Grand Slam-Siege, 169 gewonnene Titel und unvorstellbare 668 Wochen Weltranglistenerste. Im Tennis. Als Frau.

Sie hat aber nie gegen Steffi Graf gespielt, aus zwei Gründen: Ihre Karriere startete erst (1996), als Steffi Graf ihre fast beendet hatte (1999) und: Esther Vergeer sitzt im Rollstuhl. Und das ist offenbar der Grund, weswegen sie nirgends erwähnt wird und deswegen möchte ich das hier mal erwähnt haben. Verdient hat sie es.

Flattr this!

Das Bild vom Schwarzen Loch

Überall wird es nicht nur erwähnt, es wird auch gezeigt, erläutert und erklärt, was da gezeigt wird und warum das so besonders ist, dieses Bild eines „echten“ schwarzen Loches.

Die Wissenschaftler sagen: Das ist ein Schwarzes Loch und wir freuen uns, dass wir so ziemlich das sehen, was wir uns vorher ausgedacht haben, ungefähr 55 Millionen Lichtjahre entfernt.

Aber was ist, wenn das was anderes ist? Vielleicht ist es das Auge eines Lebewesens in einem Labor, welches durch ein Mikroskop schaut und versucht, uns zu finden? Oder vielleicht sieht es gar nicht uns sondern irgendein uns unbekanntes Gebilde, und wir bzw. unsere Erde sind einfach nur ein klitzekleiner Flecken am Rand, den keinen interessiert? Und unsere festgestellten endlosen Jahre, die das Licht bis zu uns gebraucht hat sind für dieses Wesen nur ein Moment, eben ein Augenblick? Dann hätte dieses Wesen vielleicht in ca. vier Milliarden Jahren Feierabend und knipst uns das Licht aus… in diesem Sinne: Macht euch nicht zu viel Gedanken über irgendwelche Probleme sondern geniesst die Zeit, so lange ihr noch könnt 🙂

Flattr this!

Mein Teekesselchen ist nicht mehr

Es ist zwar lange her, aber ich habe es nie vergessen: Ich wollte euch ja noch erzählen, wozu ich den Teekessel brauchte, den ich seinerzeit auf dem Flohmarkt erwarb (ui, ist das lange her).

Die ganz kurze Version: Ich wollte mal probieren, Schnaps zu brennen.
Natürlich habe ich mich vorher kundig gemacht, wie sowas geht, was man beachten muss/sollte usw. Im Internet gibt es ausreichend Infos darüber und natürlich findet man auch das ein oder andere Buch aufm Flohmarkt dazu 😉

Letztendlich entschied ich mich gegen Maische und Gären und Gammel und Methanol usw. sondern ich „brannte“ alkoholhaltige Reste. Gleich vorab: Ein Brand aus Bier schmeckt schon sehr nach Whisky! Interessant ist aber auch Rotwein. Im Grunde hat man dann Weinbrand…

Technisch funktioniert das Schnapsbrennen so, wie es offiziell heisst: Destillieren. Kurz erklärt: Nemmt den Teekessel, füllt Wasser aus beliebiger Quelle ein und erhitzt den Kessel. Wenn das Wasser zu kochen anfängt, wird es gasförmig (Dampf) und tritt aus. Fertig ist das Destillat. Die Kunst ist nun, den Dampf aufzufangen und abzukühlen. Dazu dienen die vermutlich bekannten Spiralen aus Rohr etc.
So kann man beispielsweise verschmutztes Wasser absolut rein und trinkbar machen (Blackout, ihr wisst schon). Alkohol verdampft deutlich vor Wasser (bei ca. 78 Grad), deswegen ist der aufgefangene „Dampf“ so rein (wegen Verdunstung etc. aber nie 100%). Aromastoffe werden auch immer mittransportiert, deswegen schmeckt das Destillat nach irgendwas.

Ich beschreibe nun, wie ich insgesamt vorgegangen bin: Wie ich den Teekessel organsierte, wisst ihr ja. Dann bestellte ich mir frei Haus eine Länge Kupferrohr (ziemlich dünn, ca. 12mm Aussendurchmesser). Weil ich gelernter Schlosser bin, weiss ich, wie man Rohre biegt, ohne das sie einknicken: Sand einfüllen und die Enden verschliessen. Ich habe das nur halbherzig gemacht, weil ich das schnell fertig haben wollte (mal eben…) und weil ich nicht so enge Radien benötigte. Meine zwei Windungen hatten ungefähr 50cm Durchmesser. Nun musste ich noch einen Dampfdichten Anschluss vom Teekesselausgang ans Rohr zaubern. Dazu wühlte ich in der Garage und fand Alubleche und Schellen. Aus dem Blech eine Art Trichter gedengelt und das ganze mit dem Pfeifenstöpsel verbunden (die Zunge, die pfeift, habe ich vorher entfernt). Jetzt mit Holzklötzen das ganze wackelige Gebilde so platziert, dass man unterm Kessel noch Feuer machen konnte, die Spirale so steht, dass es am (geschätzten) Taupunkt abwärts nach aussen und nicht zurück in den Kessel geht und das ganze nicht gleich umfällt. Schwieriger als ich dachte.
Feuer unterm Kessel: Falls euch einer erzählt, mit Teelichtern könne man durchaus Wasser zum kochen bringen: Vergiss es, nur Laberei. Ich habe es probiert, nachdem ich im Netz recherchierte und was von einer Schulklasse und ihrem Lehrer fand, die da son Projekt hatten. Unter Laborbedingungen mag das mit einer definierten winzigen Menge etc. ja noch klappen, im echten Leben sind die Teelichte aber verbraucht, bevor auch nur annähernd kochende Temperatur erreicht wird. Ich nahm dann einen Spiritusbrenner, wie ihn jeder hat, der verheiratet ist und damit ein Fondue-Set besitzt (Irrsinn am Rande: Ich muss Spiritus, also Alkohol, verbrennen, um Alkohol zu brennen).

Weiterer Spannungsbogen nach all dem Gebastel, Gebrenne und Gewarte, bis es endlich zu tröpfeln anfängt: Wie viel Alkohol hat das neue Zeux denn nun? Der erfahrene Profi findet es durch Probieren heraus. Ich bin aber den vorsichtigen Weg gegangen und habe erst mit Wasser verdünnt und dann gekostet, d.h., die Lippen benetzt. Ich wollte mir nun nicht extra ein Gerät kaufen, um den Alkoholgehalt zu bestimmten (die Russen machen angeblich dafür die Feuerprobe: Wenns brennt ist genug Alkohol drin).

(Hier kommt noch ein Bild, wenn ich es finde)

Alles in allem eine sehr interessante Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Ich kann Schnaps brennen! Irgendwann verstaute ich den ganzen Kram und wollte es später noch mal weiter versuchen. Nie mehr habe ich es hervor gekramt.
Nun der Clou für euch: Ihr dürft es nicht nachmachen! Ich war ganz erstaunt und wollte es nicht glauben, als mein Sohn, der ja gerade Koch lernt, aus der Berufsschule erzählte, dass man das in Deutschland nicht dürfe. Dabei hatte ich mich seinerzeit noch genau informiert und weiss noch sinngemäß, dass übliche Mengen für den eigenen Bedarf zumindest geduldet werden, ohne dass man das irgendwo deklarieren muss. Ganz sicher. Es gab ja mal sogar kleine, schicke Brenn-Sets für daheim zu kaufen.

Aber was soll ich dem frischem Wissen meines Sohnes widersprechen. Ich habe es lieber selbst überprüft und in der Tat, da stehts: Link zum Zoll
Seit dem 01.01.2018 ist es nicht mehr erlaubt. Schade, dass mein Sohn davon erzählte, sonst hätte ich irgendwann ohne schlechtes Gewissen noch mal damit angefangen. Wenn man ganz penibel ist, dann müsste ich sogar meinen Teekessel vernichten, denn selbst der Besitz einer Brennbirne ist nicht mehr erlaubt. Aber wer will das denn alles überprüfen? Posaunt ja nicht jeder im Internet rum, was er so alles in seiner Garage lagert, richtig?

Bier brauen darf man übrigens noch, aber das habe ich ja auch schon gemacht…

Flattr this!

Sensation: Die Wahrheit über den Santa-Schlitten!

Rechtzeitig vor Weihnachten: Nach dem vor einigen Jahren die Geschichte der Weihnacht nüchtern und Faktenreduziert erzählt wurde, hat Lerigau nun wieder knallhart recherchiert und präsentiert die schonungslose Wahrheit, damit es ein Ende hat mit dem verzehrten Bild des (natürlich ausgedachten) Märchens um die niedlichen Rentiere vor dem Schlitten des Weihnachtsmannes.

Was wirklich geschah:
Am Nordpol wohnt ja nicht nur Super-, sondern dort ist auch die Zentrale vom Weihnachtsmann. So weit nichts neues. Damals, als der Weihnachtsmann seinen Job anfing, da ging alles noch viel gemächlicher als heute zu. Es gab weniger Menschenkinder auf der Welt, es gab noch lange keine Flugzeuge und Autobahnen und Hochhäuser und Santas Schlitten wurde von Eisbären gezogen.

Eisbären? Werdet ihr fragen? Jaha, da war noch nix mit Dasher und Vixen! Diese jene Schlittenziehenden Eisbären hatten im Gegensatz zu den späteren Schlittenzugtieren auch keine Namen. Für Santa war einer wie der andere und Hauptsache, sie machten ihren Job. Und weil Eisbären ja nun echt mal behäbige Tiere sind, streute Santa denen ein Pulver übers Fell, welches die Bären etwas leichter machte, so dass diese den Schlitten schneller ziehen konnten (später mehr dazu). Rentiere gab es damals auch schon. Nicht freilebend am Nordpol, nein, sondern eingepfercht in ein Gehege, denn sie wurden als Eisbärenfutter benötigt. So ein weißer Polarhalbtonner lebt nicht von Luft und Liebe allein! Das war für den Weihnachtsmann bzw. seine Stallburschen (allesamt Zwerge oder Gnome oder wie die heissen, so kleine Typen halt) sehr praktisch: Denn die Rentiere vermehrten sich natürlich auch und so musste man nur immer für ausreichend Heu sorgen und hatte damit automagisch genug Futter für die Eisbären. Und eigentlich waren das am Nordpol eher Karibus, aber kein Mensch kannte den Unterschied oder interessierte sich dafür (wusste ja auch damals und bisher keiner, dass die Viecher am Nordpol als Lebendfutter gehalten wurden). Den Bären war das allemal recht, denn sie sind Allesfresser.

Eines Tages aber war einer der Stallburschen etwas schlampig, weil er Tags zuvor zu tief ins Punschglas schaute und verschloss das Tor zum Rentiergehege nicht ordentlich. Eines der Rentiere stupse mit der Nase dagegen und das Tor klappte langsam und lautlos auf (seit dem das bekannt wurde baut man diese Tore so, das sie nach innen aufgehen…). Es war dunkel. Die Eisbären schliefen in ihrer Höhle. Die Stallburschen waren wieder mit ihrer nächtlichen Punsch-Gesellschaft beschäftigt. Und Santa liess sich sowieso selten draußen blicken. So tapsten nach und nach die Rentiere ins Freie. Ihnen war klar: Wenn sie diese Chance ergriffen, dann war es vorbei mit dem Gefressen-werden. Wer will das schon. Dann lieber flüchten und sein Glück in der Ferne suchen. Was besseres wird man immer finden. Damit alle mitkommen konnten, wollten sie den Schlitten nehmen, weil dieser ja innen viel grösser als außen ist und so alle Rentiere verstaut werden konnten. Die sechs, die den Schlitten ziehen sollten, suchten nach der Flasche mit dem Pulver. Sie wussten nicht genau, was das sollte, aber da Santa das immer über die blöden Eisbären streute und die danach echt schneller laufen konnten, wollten sie das wohl auch nehmen.
Nach dem alle im Schlitten Platz gefunden hatten (was dann doch nicht so einfach war, denn die Geweihe verhakten sich immer miteinander) bestäubten sich die ziehenden Rentiere gegenseitig. Dann schlüpften sie in das Zaumzeug und rannten los, bevor jemand sie aufhalten konnte.

Aber, was war das? Nicht nur, dass sie den Schlitten wirklich mühelos ziehen konnten, nein, ihre Hufen fanden auch gar keinen Widerstand auf dem Boden!? Santa dachte immer, dieses Pulver sei so eine Art Quick-Slimfast, welches die Eisbären eben etwas leichter macht, aber in Wahrheit war es das gleiche Zeug, das Peter Pan und Tinkerbell benutzten. Die Bären war einfach zu fett, aber die Rentiere hoben Feengleich vom Boden ab und schwirrten samt Schlitten durch die Luft.
Einer der Stallburschenzwerge, der gerade hinter einer Eisscholle am pinkeln war, verfluchte den Rum im Punsch, als er den fliegenden Schlitten am Himmel erspähte. Das konnte doch nicht wahr sein! Aber doch: Das klingen der Glöckchen am Schlitten, in der Luft noch viel lieblicher anzuhören (obwohl Santa das nach all den Jahren eigentlich aufn Sack ging), ließ alle zum Himmel aufschauen. Auch Santa, der am Fenster stehend nach oben schaute und wohl am meisten erstaunt war: „Herrgott, die fliegen ja! Warum hat mir das denn keiner gesagt, das ist doch viel einfacher als mit den blöde watschelnden Eisbären!“ Hier kam der Praktiker im Weihnachtsmann durch, denn natürlich fand er die gefährlich aussehenden Bären vor seinem Schlitten eigentlich total cool.

Nach einigen Wirrungen, diplomatischem Austausch und politischen Zusagen kam es, dass der Weihnachtsmann die Eisbären in die Freiheit entlassen konnte und stattdessen die Rentiere als Schlittenantrieb verwendete. Insgeheim waren darüber auch die Zwerge froh, denn ganz aus Versehen wurde ab und zu auch mal einer von denen gefressen.

Flattr this!

Kontoeinschränkung – Ihre Daten müssen aktualisiert werden

Man bekommt ja immer wieder mal ne Spam-Mail bzw. eine, die offensichtlich an meine Login-Daten für PayPal, Amazon oder sonst was kommen wollen. Und hin und wieder sind auch wirklich welche dabei, die echt gut gemacht sind. Ich schrieb ja auch schon darüber. Aber was ich in letzter Zeit bekomme, das ist dermassen plump:

Wer auf sowas reinfällt…

Wer bei sowas zu neugierig (oder was auch immer) ist und irgendwas anklickt und vielleicht sogar noch auf dann folgenden Webseiten seine wertvollen Passwörter etc. eingibt, der hat es wirklich nicht anders verdient, als das mit diesen Daten dann Schindluder getrieben wird.

Ach, bei euch sehen die Mails aber anders aus, viel bunter und alles wird angezeigt und warum sollte man da nix anklicken? Dann empfehle ich euch dringend, eine kleine Einstellung an eurem eMail-Programm zu ändern: KEINE ENTFERNTEN INHALTE LADEN! Diese Option heisst vielleicht bei jedem Mail-Client etwas anders, aber selbst ein Laie wird es schaffen, das zu finden. Als Tipp: Die Einstellung lautet niemals „wollen Sie den Account wirklich löschen?“ oder so. Ihr schafft das schon. Diese Bilder etc. nicht automatisch zu laden und anzuzeigen ist sehr hilfreich: Denn zum einen erkennt man sofort, wenn mit einer Mail „irgendwas nicht stimmt“ (siehe Bild) und zum anderen kann durch das Laden dieser „entfernten Inhalte“ der Spammer auch erkennen, welche seiner Mails denn auch von welcher Adresse aufgerufen werden. So einen Hinweis will doch keiner geben, richtig?

Flattr this!

WM: Wir haben doch selber Schuld

Wir Deutschen sind doch selber schuld! Woran, werdet ihr nun fragen? Na, dass die allgemeine Spielstärke der Länder so angestiegen ist und immer mehr Teams auf gleichem Level spielen. Warum verraten wir so freimütig, was wir drauf haben, wie es richtig geht, wie man gewinnt? Nun fragt ihr euch sicherlich: Wo verdammt noch mal verraten wir denn was? Ich liste euch mal ein paar Eckpunkte auf, wirklich nur ein kleiner Auszug:

  • Schon unser Kaiser Franz ging 1977 nach Cosmos New York (USA war seinerzeit wirklich Fussball-Ahnungslos). Beckenbauer holte dort nicht weniger als drei Meistertitel. Cosmos schaffte in seiner gesamten Geschichte nur fünf Titel…
  • und selbst der Bomber der Nation, Gerd Müller, zeigte ab 1979 in Fort Lauderdale, wie es richtig geht und schoss in drei Jahren noch 40 Tore.
  • Günter Netzer war schon 1973 in Madrid, danach hat er noch eben in Zürich gezeigt, was wir so drauf haben.
  • 1974 folgte Paul Breitner nach Real Madrid.
  • Pierre Littbarski ging 1986 nach Paris, 1993 nach Ichihara/Japan, 1996 nach Sendai und 1999 gleich als Trainer nach Yokohama. Noch 2008 hat er Teheran trainiert!
  • Berti Vogts, der Terrier, zeigt seine Künste auch gleich in Kuwait, in Schottland und in Nigeria, ach und in Aserbaidschan.
  • Rainer Bonhof? Als Spieler schon 1978 in Spanien, als Trainer ab 2001 in Kuwait und danach in Schottland.
  • Hans Peter Briegel! Als Trainer in der Schweiz, in der Türkei, Albanischer sowie Bahrain’scher Nationaltrainer.
  • Nicht zu vergessen den Klinsmann, der als Spieler (natürlich) in Spanien und Italien war, als Trainer sogar in den USA recht erfolgreich.
  • Selbst Lothar Matthäus, als Spieler so legendär wie als Promi fragwürdig, spielte in Mailand und New York, trainierte in Österreich, Serbien, Ungarn, Brasilien(!), Israel und Bulgarien.
  • Wer hat Griechenland seinerzeit (2004) zum EM-Titel geführt? Otto Rehagel, die deutsche Trainerlegende (zumindest für Bremer und  Bayern)

Und in der aktuellen WM 2018 gehts munter weiter:

  • Der russische Trainer war schon Spieler unter Trainer Löw (und spricht gut deutsch).
  • Der Trainer von Australien, Bert van Marwijk, spielte einige Zeit in der Bundesliga. Ausserdem hatte Australien in seiner Fussballgeschichte schon zweimal einen deutschen Trainer…
  • Nigeria wird aktuell von keinem geringeren als Gernot Rohr trainiert. Ja, OK, der Name war mir auch nicht ganz so geläufig. Aber u.a. Berti Vogts war da ja auch schon Trainer…
  • Die Schweiz? Sowohl Uli Stielike als auch Ottmar Hitzfeld brachten den Eidgenossen deutsche Fussball-Weisheiten nahe
  • Der Stielike war gar auch Nationaltrainer in Südkorea
  • Tunesiens Trainer hat immerhin mal bei Hannover 96 gespielt
  • Der Senegal wurde mal von Peter Schnittger trainiert, auch wenn es schon etwas länger her ist (1999-2000)

Dazu kommen solche Verflechtungen wie „der aktuelle Trainer von Iran (ein Portugiese) hat seinerzeit Christian Ronaldo als Talent entdeckt und nach ManU geschickt“ und wenn man dann noch recherchieren würde, welche jetzigen Nationaltrainer in deren Spieler-Zeit gemeinsam mit deutschen Spielern wo auch immer gemeinsam im Team gewesen wären, während man sich bewusst macht, wie viele teilnehmende Spieler der WM 2018 in der deutschen Bundesliga spielen (selbst vom HSV sind drei Leute dabei!) dann wäre es offenbart:

Das haben wir davon! Auf einmal spielt Marokko gegen Spanien unentschieden, Island schafft das gleiche gegen Argentinien, Schweiz gegen Brasilien. Die Schweden machen es den Deutschen schwer, die Australier den Dänen und Japan gewinnt gar gegen Kolumbien, während der Senegal die Polen rauskickt.

Für die Zuschauer ist es natürlich spannend wie nie zuvor, aber will man das immer?!?

Flattr this!

Wetterkunde

Es gibt viele Wege um rauszufinden, wie denn die nächsten Tage das Wetter wird. Kaum einer wird sich die Mühe machen und selbst Satellitenbilder auswerten, wo man höchstens schon Kalt-/Warmfronten und Isobaren (Linien gleichen Drucks) geliefert bekommt.

Nein, man nutzt die Medien. Seien es Wetter-Apps auf dem Handy, Nachrichten im Radio oder Fernsehen. Hier ist für unsere Region auf jeden Fall „Hallo Niedersachsen“ auf N3 vorzuheben, die ca. drei Minuten vor Acht Uhr Abends den Wetterbericht für Niedersachsen liefern. Und der passt wirklich immer recht präzise. Verantwortlich ist hier Sven Plöger mit seinen beiden Gefährten Claudia Kleinert und Karsten Schwanke.
Will man es noch schneller haben und nur wissen, ob das Wetter morgen gut, also vielleicht sonnig und trocken ist, dann hier der ultimative Tipp: Schaltet zur passenden Uhrzeit N3 ein und schaut, wer den Wetterbericht präsentiert. Wird es eher nass und/oder ungemütlich, dann werdet ihr vor der Wetterkarte Karsten oder Claudia sehen. Denn Sven Plöger lässt es sich offenbar nicht nehmen, nur gutes Wetter zu verkünden. So hat man mit einem einzigen Blick eine klare Tendenz fürs kommende Wetter!

Flattr this!

BlödsinnformuliererInnen

Es geht um die relativ moderne Spinnerei, dass Menschen in Interviews (meist Politiker) immer versuchen, Männer und Frauen Geschlechtsspezifisch korrekt anzusprechen, liebe Leserinnen und Leser (das ist das erste und das letzte mal, dass ich das verwende!). Dabei entstehen zwangsweise recht sperrige Sätze, deren Sinn nicht verständlicher wird. „Gendern“ nennt man das neudeutsch. Folgende Aussage ist nicht von mir, aber endlich hat einer mal klar geschrieben, was Fakt ist. Ich fand den Text in irgendeinem Forum (war es bei Heise?).

Vollkommen richtig, dieser Gender-Quatsch nervt mächtig und offenbart gravierende Unkenntnisse unserer Grammatik durch das Nichtwissen um die Unterschiede zwischen Genus und Sexus. Der Genus eines Substantivs (der, die, das) hat offenkundig nichts mit dem sexuellen Geschlecht einer Person zu tun. Der Tisch ist wohl kaum männlich, und die Person wohl kaum stets eine Frau. Im Plural ist der Genus gar immer „die“.

Die Anwender benennt bereits alle Anwender, logisch zwingend alle Männer wie Frauen, und was es sonst noch geben mag. Warum sollte man dann die Gruppe der Frauen nochmals eigens nennen? Weil man die etwa für zu dumm hält?

Bravo! sag ich da nur, so siehts nämlich aus.

Hier (Klick) noch ein perverses Beispiel für den Versuch, korrekt zu „gendern“. Die Xe in den Wörtern sollen wohl als Platzhalter für die jeweils korrekte Ansprache sein, desweiteren sind hinter „wir“ und „uns“ jeweils Sternchen, die wahrscheinlich ausdrücken, dass wir sowohl Jungs als auch Mädchen sein können. Eine exakte Erklärung habe ich auf der Seite aber nicht gefunden (und zugegebenermassen den wirren Text auch nicht vollständig gelesen). Meine Fresse, ich habe es ja nicht geglaubt, aber man kanns echt übertreiben.

Flattr this!