Freie Fahrt für freie Bürger

Nebenan erzählte einer, er hat zwei Autos und müsste sich eigentlich sinnvollerweise von einem trennen, aus vernünftigen, aber hauptsächlich aus finanziellen Gründen. Als ein Auto dann kurz in die Werkstatt muss, da erzählt er, dass sein freies Herz diese Autolose Situation nicht ertragen könnte.

Die Begründung dafür klingen für mich aber nicht nach gewünschter Freiheit, sondern nach faulem Kommerzherz. Warum zur Möwe muss man unbedingt immer und stets die Möglichkeit haben, allerschnellstens und ohne Zeitverlust alles mögliche Zeug kaufen zu können? Der einzige Trost: Mit dieser Einstellung ist er nicht allein, im Gegenteil: Viele Menschen haben dieses Begehr. Dass das der Grund ist, warum wir die Welt offenen Auges in den Abgrund jagen, statt sie zu retten ist eine andere Diskussion. Oder doch nicht? Derjenige oben Erwähnte möchte aus diversen Vernunftgründen gern Diktator sein, damit die Menschen machen, was seiner Meinung richtig und vernünftig ist (autonome Sammel-Elektro!-Fahrzeuge, keine Oldtimer und Motorräder, sowieso keine Verbrennungsmotoren mehr, Tempolimits, keine Pendler dank besserer Arbeitsplatzverteilung usw.), aber für sich selbst ein anderes Recht rausnehmen wollen und die finanzierten Autos sind natürlich nicht elektrisch. Aber auch das ist kein Alleinstellungsmerkmal. Was solls.
Ich musste das hier auch nur niederschreiben, weil ich mich wunderte. Denn ich kenne eigentlich die Beweggründe zum Fordern der in Klammern genannten Dinge und finden meine Anerkennung (wenn auch nicht unbedingt Zustimmung).

Ich selbst habe auch noch ein Auto und kann es gar nicht abwarten, bis ich es nicht mehr benötige. Schon „jetzt“ (also seit einigen Jahren) erledige ich meine Einkäufe weitestgehend per eBike (mit nem Anhänger dran: Klick) oder auch gern dann und wann zu Fuss. Wenn ich mal „privat“ mit dem Auto fahre, dann versuche ich, möglichst viel mit dieser Tour zu erledigen, damit es sich irgendwie „lohnt“.
Und weil ich dazu in der Lage bin, plane und tüftele ich jetzt schon an einem eigenem Elektromobil. Erstmal nur für den Garten und alles drum rum. Als Basis dient mein Wissen aus meiner Renntrecker-Zeit (Klack), da habe ich ja schon sowas gebaut. Nun wird es was mit einem 24V-Motor. In meinen Träumen sehe ich mich damit und einem (auch selbstgebauten) Anhänger hinten dran zur Mülldeponie fahren, um den ganzen Quatsch zu entsorgen, den ich in den Jahrzehnten meines „ohnmächtigen“ Daseins hier angehäuft habe.

Mal sehen, ob und wann das was wird.

Klugscheiss: Der Titel dieses Beitrages ist übrigens
ein ehemaliges Motto des ADAC.

2 Gedanken zu „Freie Fahrt für freie Bürger“

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