Wieviel Schippen sind eine Schubkarre?

Neulich musste wollte ich eine kleine Ecke zupflastern. Zuvor musste ich die Kuhle aber mit Sand auffüllen und wusste schon, dass ich zu wenig Sand rumliegen habe. Ich schätzte die fehlende Menge durch visuelle Begutachtung auf zwei Schubkarren*, nicht ganz voll.

Nach reiflicher Überlegung fuhr ich mit dem Anhänger nach Mohrmann am Kanal. Ich ging rein und sagte der netten Dame: „Moin, ich will was pflastern und brauche so zwei, drei Karren Füllsand“.
Kennerhaft fragte sie zurück: „Füllsand oder Pflastersand?“
Nach einem kleinen Plausch hatte ich wieder was dazu gelernt und sie sagte: „Hast du eine Schippe mit? Das büschen kriegt er mit dem Radlader gar nicht so hin“.
Ich hatte keine Schippe, aber sie liehen mir gern eine. Ich fuhr zum entsprechenden Pflastersand(!)haufen und stand dort nun grübelt: Wie viele Schippen brauche ich denn nun, um zwei Karren Sand zu erhalten? Immerhin hatte ich fünf Euro für die gewünschte Menge bezahlt, da will man sich ja nicht zu wenig nehmen! Zu viel aber auch nicht, Fairness muss sein…. so schippte ich, zählte fleissig mit und schätzte immer wieder die Menge im Anhänger. Bei 15 – 17 Schippen hatte ich den Eindruck, das sei wohl in etwa eine Schubkarre. Also noch mal 15 Schippen. Und dann sah das auch richtig viel aus, genau passend für meine Kuhle.
Daheim angekommen konnte ich „endlich“ den Sand in eine Karre schaufeln. Und joa, fuffzehn kommt hin, wenn man die Karre nicht übermässig voll macht. Da ich aber nach der ersten Karre merkte, dass der Sand ganz eventuell doch etwas zu wenig sein könnte, verteilte ich die Menge auf drei Karren… pfiffig, wah? Es reichte trotzdem nicht ganz, so ca. ein Eimer voll fehlte mir noch zum Pflasterglück und auch hier nur mit Tricks bei den Steinen (hochkant statt flach usw.). Also Befehl an die Ehefrau: „Nimm diesen Eimer und geh den Weg da hoch. Da hinten ist doch eine Baustelle, da kannste Sand holen!“. Sie latschte los, nahm noch ihre Schwester mit und kam wieder mit… naja, maximal mit einem halben Eimer voll Sand (und Grashalmen). Mehr hamse sich nicht getraut, man ist ja Beamtin, man klaut nicht… na gut. Also muss ich doch noch selber los: Den Sand aus dem Eimer in die Kuhle, Eimer in den Fahrradanhänger und losgeradelt. Etwas mulmig ist einem ja, aber wenn man zielstrebig handelt und überhaupt, sind ja nur ein paar Schippen voll… nun konnte ich mein Pflasterwerk vollenden und weiß nun: Mindestens 17 Schippen voll sollten es schon sein!

* Ich hätte es auch in „Eimer“ schätzen können, kommt aber aufs selbe hinaus 🙂

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