Ich blogge nicht mehr

Jedenfalls erstmal nicht mehr. Es liegt nicht daran, das ich nicht will oder keine Ideen habe, im Gegenteil. Permanent denke ich an Dinge, die schreibbar wären und sogar, wie ich sie formulieren könnte. Ich könnte erzählen von tollen Filmen wie den mit Walter Mitty oder Bücher mit 100jährigen, von Neunaugen, frischer Luft und skeptischen Weckern, vom Rauchen und Geschichten ums Slippen eines Bootes, von Smartwatches und Netzanbietern. Aber: Mir fehlt die Zeit, die Muse.  Ich hab so viel aufm „Zettel“, dass mein Kopf immer wo anders ist, egal, was ich gerade mache. Also muss ich diesen Zettel erstmal abarbeiten. Dann wieder bloggen. Vielleicht.  Leider hat so ein Zettel, so eine Liste mit zu erledigenden Dingen, die Eigenschaft, sich immer automagisch zu ergänzen. Andauernd kommt irgendwas dazu, was gemacht werden muss. Ich habe es noch nicht mal geschafft, meine EC-Karte wieder entsperren zu lassen. Jetzt nehme ich mir erstmal vor, die überfälligen Dinge zu erledigen, dann die Dinge, die sowieso dran sind und dann dass, was sonst noch so in meinem Kopf rumschwirrt. Ich will so weit kommen, dass ich denken kann „War noch was“ und mir gleich antworte „Nö, alles so weit fertig“. Ganz fertig wird man nie, schon klar. Aber eben diesen Aufgabenstau weg machen. Eigentlich habe ich nicht mal Zeit, meiner täglichen Arbeit nachzugehen, aber irgendwo muss das Geld ja herkommen. Wenn der Job nicht wäre, dann wäre der Zettel schnell kürzer und ich könnte sogar wieder über die Dinge schreiben, mit denen ich so meinen Tag rumkriege oder die mich beeindruckt haben oder die ich erwähnenswert finde. Sollte es also unter den Lesern hier einen Gönner geben, der mich zeitlich entlasten bzw. für mein Schreiben finanziell unterstützen möchte: Nur zu, ich wäre dabei 😉
Ich schreibe echt gern, und ich hoffe, das meiste wird auch gern gelesen, aber ich muss halt Prioriäten setzen. Und dabei muss das Bloggen leider den Kürzeren ziehen.

In diesem Sinne: So long, lest doch einfach die bisherigen 478 Beiträge hier. Ist bestimmt für jeden was dabei und manches kann man auch durchaus noch mal lesen.

Euer Holger

3 Gedanken zu „Ich blogge nicht mehr“

  1. 🙂 Das ist aber mal eine wirklich traurige Nachricht ! Kannst du nicht versuchen das umzuorganisieren ? BSP den Blog als Notizbuch nutzen ? Dann hätten alle was davon… Du hättest immer alles parat, immer leute die dich dran erinnern das du noch was erledigen wolltest, und „ganz nebenbei“ könntest du uns weiterhin mit erfrischenden, interessanten oder auch witzigen ergüssen versorgen. Also ich bin gegen eine Auszeit !

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