Heim-Office

Ich gehöre zu den Menschen, die nicht verstehen, warum einige andere Menschen immer auf MS Office beharren, mit den merkwürdigsten Argumenten. Es gäbe nur ein Argument, dass ich gelten lassen würde: Es gibt unheimlich viel vorgefertigte Dokumente und Vorlagen für Word, Excel & Co.
Wenn die kostenlos verfügbaren Office-Varianten damit nicht klar kämen. Tun sie aber, und zwar seit einiger Zeit wunderbar und problemlos.

Aber das wollte ich gar nicht schreiben 🙂
Nein, ich wollte wieder mal darüber erzählen, wie unbelehrbar ich im Grunde bin, denn schon zum dritten mal kann ich euch über meine Erfahrung mit alter und neuer Software berichten. Schon 2014 schrieb ich das erste mal davon (Klick) und ein gutes Jahr später gleich noch mal (Klack).
Wenn ihr das gelesen habt oder euch daran erinnert, dann wisst ihr, dass ich Open Office auf dem Rechner hab und damit auch zufrieden bin (und ich weiss, dass es Updates dafür gibt usw.). Nun arbeite ich wieder an einem umfangreicheren Projekt und wieder traten diese seltsamen Phänomene auf: Die Seitenzahlen wurden nicht korrekt angezeigt, Bilder verschoben sich scheinbar im Text, Zeilen verschwanden usw. Nervig, kann man nicht mit arbeiten, lenkt nur vom Projekt ab. Also habe ich alles gespeichert und geschlossen und wollte mir die Updates holen. Das hakte aber, weil ich auf irgend einen Server warten sollte… und warten ist keine meiner Tugenden. Dann kam mir in den Sinn, dass es ja auch noch andere freie Office-Suites gibt, Ableger von OOo und durchaus seriös. Ich las die Artikel dazu bei Wikipedia und entschloss mich schnell zu LibreOffice. Wikipedia erinnerte mich daran, dass ich früher mal NeoOffice am Mac verwendet hatte, aber das war (wenn ich mich nicht täusche) son lahmes Java-Zeugs und heute kostet NeoOffice mittlerweile Geld (hab ich nix gegen, aber meine Netz-Philosophie ist eine andere, schreib ich bei Gelegenheit mal drüber).
LibreOffice und das deutsche Interface dazu geladen, installiert und wieder mal gestaunt: Alles so… frisch, aufgeräumt, sauber und fehlerfrei dargestellt! Und wie toll der Blocksatz funktioniert! Dazu hier mal ein Beispiel:Das hier oben ist ein Textausschnitt aus OpenOffice, Blocksatz mit Arial 10pt.

Und das hier ist das selbe (nicht das gleiche!) Dokument in LibreOffice. Erkennt ihr auf Anhieb den Unterschied? Die Leerräume viel sinnvoller verteilt, keine erkennbaren Lücken in den Wörtern… um Welten besser!

Und der Rest drumherum eben auch: In den Menüs findet man sich auf Anhieb besser zu recht, sonst ewig lang gesuchte Dinge springen einen quasi an. Fairerweise muss ich sagen: Ich habe halt nicht mit der neusten OpenOffice-Version gegengetestet, aber warum sollte ich auch, wenn es so toll ist? Erstaunlich ist eigentlich, dass Software scheinbar altert. Denn vorher hat die OOo-Version ja auch alles besser gemacht als ihr Vorgänger, warum schwächelt sie nun? Doch nicht nur, weil sie alt ist? Einsen und Nullen nutzen doch nicht ab! Und wenn, dann wären die Auswirkungen andere… merkwürdig.

 

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